HP Mini 110 3100sg - WINDOWS 7 Starter

(C) mAts 2019 - Artikel: 009

Dienste 1

Eine heilige Sache.

Mit Hilfe der Dienste können Sie sowohl die Arbeitsgeschwindigkeit, als auch die Dauer des Startvorgangs an sich so stark beeinflussen, wie kaum anderswo. Natürlich bergen diese Optionen (automatisch, manuell, deaktiviert) auch diverse »Überraschungen« für Sie.

Was sind die Dienste? Wie bereits erwähnt: eine wirklich heilige Sache! Wenn Ihr Rechner startet, dann hat er schon zu diesem Zeitpunkt, wo Sie noch die nackte Desktop-Oberfläche zu sehen glauben, dutzende Programme (diesmal wirklich ohne Übertreibung!) in seinen Speicher hineingeladen, um nur Ihnen zu Diensten und »arbeitsbereit« zu sein.

Wenn Sie zum Beispiel nur einen grampertgrampert


Im Internet auch unter »krampert« zu finden, was meiner Meinung nach aber falsch ist.
Zugegeben, es kommt vielleicht von »Krampen« (die eher unfeine Bezeichnung für eine nicht ganz so hübsche Frau) wird aber unter keinen Umständen mit einem »K« ausgesprochen.

Ach ja, die Bedeutung fehlt noch: Mit »grampert« belegt man hierzulande leicht unförmige, ungute, unschöne – eben irgendwie seltsam und vielleicht auch ein wenig sinnlos anmutende Dinge.
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Brief mit 21 Worten der Liebe an Ihre Schwiegermama ausdrucken wollen, dann reicht es Ihrem Computer noch lange nicht, wenn Sie noch so schön das WORD-Gelumpe gestartet haben. Er würde nicht einmal mit seinem (virtuellen) kleinen Zeh wackeln – er benötigt nämlich noch ein paar ganz lustige Treiber, eine kleine Warteschlange, einen Drucker-Sucher, einen Drucker-Finder, einen Drucker-Zerstörer,... etc. pp.

Und damit Ihnen das alles nicht zu mühsam wird und viel zu lange dauert, hat man sich eben dazu entschlossen, so scheinbar »kleine/wichtige« Aufgaben als Dienste zu bezeichnen – und diese dann halt schon beim Start Ihres Computers irgendwo in den Hintergrund zu wurschteln. Ganz unter dem Motto: Das wird sich schon irgendwie ausgehen...

Alles wunderschön gedacht – nur geht man bei MICROSOFT davon aus, dass ihr Computer für alle (un)möglichen Aufgaben gerüstet sein sollte – und daher wirkt ein neu installiertes WINDOWS-System der (halbwegs) neueren Generation bei seinem Startvorgang (Neusprech: »beim Booten«) eher wie eine hoffnungslos überfüllte 747. Und direkt im Flug könnte es u.U. ebenfalls ein wenig ruppig werden. Kein Wunder. Sind ja auch noch ein Haufen »Dienstleute« im Hintergrund aktiv und reden ohne Unterlass dem Piloten dazwischen...

Was also tun?

(Rein theoretisch) wirklich ganz einfach!

Ich weiß zum Beispiel, dass ich auf meinem HP Mini 110 nie, niemals, nie und nimmer nicht, ganz einfach sicherlich nie! etwas ausdrucken werde. Oder ein Fax senden. Oder etwas einscannen. Dies erledige ich alles am Büro-Sepperl. Denn der hat ein RAID (jetzt: Twix!) – und daher kann dort bei meinen so unheimlich wichtigen Daten praktisch nichts verloren gehen.

Also werde ich mir auf meinem HP Mini die Dienste für Drucken, Faxen, Scannen und ähnlichen Schmonzes suchen und diese einfach alle deaktivieren.

Zu Deutsch: Warum soll ich mir ein platzintensives Luxus-Terrarium für eine Druckerwarte-Schlange leisten, wenn ich diese ohnehin nie füttern werde?! Und – ganz nebenbei bemerkt – dadurch stirbt das blöde Viech nicht einmal...

Also tippe ich in das Suchfeld (Eingabeaufforderung) über dem Start-Knopf einfach das Wort Dienste ein und es erscheint gleich nach der Betätigung mit [Enter] jenes Fenster, wo ich die Einstellungen derselben im System meines HP Mini beeinflussen kann:



Je nach Installation und Betriebssystem können in der Tat enorm unterschiedlich viele Dienste auf einem WINDOWS-Computer aktiviert sein. Selbst so manch nachher installiertes Programm schreibt seine »Sklaven-Unterprogramme« da hinein! Bei meinem HP Mini mit Windows 7 Starter sind da in der ausgelieferten (»ausgeliefert« = in diesem Zusammenhang wirklich ein äußerst passendes Wort!) Version immerhin an die 130 Dienste [sic!] vor-ausgewählt.

Damit beginnt auch schon Ihre Arbeit.

Sie können sich jetzt mit Hilfe von Google jeden einzelnen Dienst heraussuchen und dann bestimmen, ob Sie diesen benötigen, oder eher nicht. Also, z.B.: Eine Suche nach »Windows Dienst Anwendungserfahrung« bringt gleich im obersten Suchergebnis jene Informationen, welche ich suche. Eine kurze Nebenbemerkung: Die Seite winfaq.de (eben dieses erste Suchergebnis) ist für Anfragen dieser Art im Gegensatz zu vielen anderen Seiten im Netz wirklich zu empfehlen.

Ich lese jetzt also den mir dargebotenen Text zu diesem Dienst – und weiß spätestens nach lesen des Wortkombinats »AERO-Oberfläche«, dass ich diesen Dienst in etwa so dringend benötige, wie ein rostiges Gurkerl im Knie. Also weg damit!

Ein Doppelklick auf die Zeile »Anwendungserfahrung« zeigt das Menü mit den Einzelheiten zu diesem Dienst. Unter dem Dateireiter »Allgemein« sehen Sie dann etwa folgendes Menü:



Ich stelle nun den Starttyp auf »Deaktiviert« und nach der Übernahme wird dieser Dienst beim nächsten Systemstart nicht mehr geladen.

Dienste, deren Dienst man (noch) nicht wirklich versteht, läßt man einfach so, wie sie eingestellt sind. Keine Angst, es gibt weltweit tatsächlich nur viereinhalb Leute, die wirklich alle dieser Dienste ganz ehrlich verstehen. Ich gehöre nicht dazu. Nicht einmal annähernd. Und trotzdem schalte ich dort herum, wie ein Besessener. So gehe ich Dienst für Dienst durch und habe nach 13 Wochen härtester Arbeit ein schnelles, sauberes, schlankes und vor allem auch unheimlich schnell startendes Betriebssystem!

Aber leider nur in der (tagträumerischen) Theorie..., denn:

Ich möchte es vielleicht mit einem halbwegs anschaulichen Beispiel versuchen.
Die Annahme: Sie finden in dieser Liste den Dienst »Nase bohren« und denken sich: »Ich werde auf diesem Rechner nie Nase bohren, daher schalte ich diesen Dienst einfach komplett aus«. Weiter unten findet sich dann der Dienst »Hintern kratzen«. Da meinen Sie: »Dieser Dienst klingt schon eher vernünftig, denn das kommt doch öfters vor« – Sie lassen diesen Dienst also weiterhin automatisch von Ihrem System starten.

Dann kommt der Tag – Sie wollen genüsslich Hintern kratzen. Sie starten ein passendes Programm – und...: nichts!

Sie klicken und tun und fluchen und klicken und machen und tun, und...: es bleibt definitiv bei: nichts! Ihr Computer rührt sozusagen kein Ohrwaschel und niemand kratzt Ihren Hintern.

Der Hintergrund dieser unendlich traurigen Geschichte:
Die Entwickler bei MICROSOFT haben »Nase bohren« bereits 1990 programmiert. Von dem Dienst »Nase bohren« ist aber selbstverständlich auch »Finger verwenden« ein integrativer Bestandteil. Auf die Idee, dass »Hintern kratzen« auch nicht schlecht wäre, kam man erst 2006. Dass man dafür natürlich auch »Finger verwenden« benötigt, ist zwar für die Programmierer von MICROSOFT glasklar, aber uns können solche unlogischen Zusammenhänge einiges an Problemen bereiten. Klartext: »Hintern kratzen« kann einfach nur dann funktionieren, wenn »Nase bohren« ebenfalls eingeschalten ist, weil man ja dazu auch »Finger verwenden« benötigt – EH KLOA!!. MICROSOFT nennt solcherlei Belustigungen »Abhängigkeiten«. Wie passend...!



Fazit: Es gibt also keine eindeutigen Richtlinien, welche Dienste man in welcher Weise (automatisch, manuell) benötigt – oder auch gar nicht (deaktiviert). Sie müssen sich eben Gedanken über Ihr Wunsch-System machen und danach ausprobieren. Wenn nach einer Änderung etwas nicht ganz so funkioniert, wie davor – dann nehmen Sie die Einstellung eben wieder zurück.

Ja ja, es dauert bei den ersten Computern ziemlich lange, diese Dienste gut und sinnvoll einzustellen. Aber bei jedem neuen Startvorgang, bei jeder weiteren unbeschwerten Arbeitsstunde auf Ihrem System, immer wieder werden Sie dem Umstand unheimlich dankbar sein, dass Sie sich so viele Stunden mit den unsagbar depperten Diensten Ihres WINDOWS-Betriebssystems beschäftigt haben!

Achtung! Es gibt ein paar Dienste, deren Existenz für ein startendes/laufendes WINDOWS-System von allerhöchster Bedeutung sind. Dies steht aber – wenn es sich um solche einen Dienst handelt – immer ganz genau in der Beschreibung von winfaq.de dabei. Ein Beispiel dafür...

Das gehört zwar nicht wirklich zum HP-Mini, aber sehr wohl zu den unergründlichen Sachverhalten von den »MS-Diensten«, daher berichte ich hier von meiner heutigen (12.05.11) Entdeckung:

Auf WIN2000Prof. muss unbedingt der Dienst »Geschützter Speicher« automatisch gestartet werden, wenn man OE6 verwenden möchte. Die Einstellung »manuell« verursacht den Absturz von OE6. Nach reiflicher Überlegung eh fast irgendwie ein bisserl logisch, aber sei's drum...



Diese Seiten sind (genau jetzt) seit 3144.2 Tagen »online«. Ich könnte meine Meinung bezüglich einiger Punkte dieser Sammlung von Anregungen und Empfehlungen also durchaus noch ändern.

Dies ist zwar nicht besonders wahrscheinlich, könnte aber dennoch manchmal vorkommen...



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Name: kein »Zwang«...
Überschrift: wär' nicht schlecht!
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