Donnerstag, 23. Juli 18:10
In einem Eintrag hier habe ich einmal (in völlig inkorrekter Art und Weise) gemeint, dass derzeit die nächste Generation an Kleinkriminellen und Suchtkranken herangezogen wird weil schon Babys mit allerlei Touchscreen-Computern in ihren Kinderwägen ruhig gestellt werden. Freilich, dieser Eintrag war von Zynik getragen, aber auch von zahllosen diesbezüglichen Beobachtungen meinerseits.
Und wie wenn ich mir das so gewünscht hätte, kam heute die Bestätigung meiner Analyse dieser Neuzeit-Kevins in Form eines Beitrags beim Radio-Doktor (ich weiß, die Sendung heißt schon lange ganz anders, aber das habe ich mir bis heute nicht merken können...).
Dort wurde über die absolute Gefahr von solchen Geräten für Babys und Kleinkinder berichtet. Unter anderem hieß es da: »
40 % der 2-3-Jährigen können ein Handyspiel selbstständig starten und spielen. 44 % der 5-6-Jährigen können einen Touchscreen perfekt bedienen aber sie können nicht selbstständig mit Besteck essen, sie können sich die Schuhe nicht binden und sie können sich nicht selbstständig aus- und anziehen.« Sprich: Wir ziehen uns da eine Generation von schwer entwicklungsgestörten und verhaltensauffälligen Mitbürgern heran.
Geht uns das was an? Oder auch: Geht mich das was an?
Puh, schwierig. Uns als Gesellschaft geht das allemal was an. Aber mich? Ich habe vor wenigen Tagen eine sehr junge Mutter mit einem Baby-Buggy beim Laufen gesehen, und der Buggy hatte eine Halterung für das Smartphone der Mutter an der oberen Stange. Das ist ja heute der Standard. Nicht mehr die eigenen Fratzen ansehen müssen, sondern lieber auf Instagram nachsehen, was denn gerade aktuell ist. Das war also nicht der Hingucker für mich. Nein, das war die große Halterung für ein riesiges Tablet mit Daddelknöpfen für das Baby! Das spielte die ganze Zeit so vor sich hin. Ich wäre schon versucht gewesen, etwas zu sagen. Da mir aber klar war, dass ich nichts zu der Mutter sagen konnte, was auch nur annähernd im Rahmen gewesen wäre, habe ich das gelassen.
Und ja, man sollte das überhaupt lassen. In dieser Beziehung meine ich wirklich: (Junge) Eltern haben heute in unserer westlichen Gesellschaft jede Möglichkeit, sich zu informieren. Da sind Kommentare, noch dazu von alten, weißen Krampen, verzichtbar. Wer weiß schon, was diese junge Mutter damit bezwecken möchte...?!
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(C) mArtin, im
Juli 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter
Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!