Donnerstag, 09. Juli 18:10
Es war in den vergangenen Tagen und Wochen, da kam man um die Person Ingeborg Bachmann einfach nicht herum. Zum Einen gab es den Bachmann-Preis in Klagenfurt, zum Anderen hätte die Schriftstellerin, würde sie noch leben, in den letzten Tagen ihren 100. Geburtstag gefeiert. Aber konnte sie nicht sie starb schon mit 47. An Drogen, oder so. Im Radio gab es zahllose Beiträge von ihr und über sie. In praktisch allen wurde sie sozusagen über den grünen Klee gelobt.
Mir ist dabei aufgefallen, dass man intellektuellen Menschen viel eher eine gewisse Drogenaffinität zugesteht, denn zum Beispiel Sportlern. Hätte es einen berühmten Sportler gegeben, der nur annähernd die Menge an Substanzen eingenommen, wie sie es getan hat, man würde jedes Mal, wenn man über ihn sprechen würde, drei Kreuze machen und ausspucken. So aber nicht bei ihr. Da wird sie immer wieder als Opfer dargestellt, die von
falschen Ärzten zum Drogenkonsum gezwungen worden wäre. »
Man müsse definitiv das Werk vom Menschen trennen« hörte ich da zum Beispiel irgend einen scheinbar ziemlich wichtigen Mann sagen weil eine Angestellte von ihr sagte, sie sei doch eine ziemlich unangenehme Person gewesen. Seltsam, bei anderen Künstlern wiederum hörte ich, dass man das Werk nie vom Schaffenden trennen dürfe..., na was denn jetzt?
Es wäre, und das merkt man ziemlich stark bei all den Berichten über sie, recht fatal, würde man durch irgend eine unachtsame Enthüllung über sie, die vermutlich bedeutendste Schriftstellerin im deutschen Sprachraum, die Österreich hervorgebracht hat, verlieren. Das ist eben doch eine Welt, zu der ich absolut keinen Zugang finde...
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(C) mArtin, im
Juli 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
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