Dienstag, 30. Juni 18:50
Ein Mal im Jahr wasche ich mein Auto. Es hat sich bei mir schon seit langer Zeit so eingebürgert, dass ich vor meinem Pickerl-Termin den Wagen herrichte, damit er bei der Überprüfung einen guten Eindruck macht. Bisher hat das immer geholfen – bilde ich mir zumindest ein. Lediglich eine Sache hat sich dabei geändert: Mit dem heurigen Jahr habe ich die Waschstraße für mich entdeckt. Zunächst einmal mit dem Auto von Mutti – da war das Ergebnis derart fein, dass ich beschlossen habe, meinem Wagen auch so eine ordentliche Reinigung zu gönnen.

Also fahre ich zur großen Waschstraße im Auhof. Dort kann man nicht nur den Wagen mit allerlei Programmen außen verwöhnen, sondern im Anschluss an die Wäsche auch beliebig lange den Wagen innen aussaugen. Und mit diesem riesigen Staubsauger-System geht es wirklich wesentlich besser, wie zu Hause, mit dem kleinen Spuckerl. Ich stehe also vor der Schranke mit der Nummer drei und wähle das passende Programm. Ich gönne dem Lack auch noch Heißwachs und alles möglich andere auch, was ich gar nicht kenne. 20,- Euro sind zu zahlen, damit der Schranken sich öffnet. Ich suche nach Geld und schiebe einen 50er in den Schlitz für Papiergeld. Die Maschine prüft, es dauert etwas länger, dann wird etwas auf dem Bildschirm ausgegeben, und plötzlich: Es rasselt, wie wenn ich beim einarmigen Banditen den Jackpot gewonnen hätte. Der Bildschirm war mit den Meldungen und Werbungen für die einzelnen Programme derart voll, dass ich die kleine Meldung darunter in kleiner Schrift nicht gelesen habe: »Achtung, der Automat gibt nur Münzen als Wechselgeld!«. No fein.

Beim mühsamen Herauskletzeln der Münzen aus dem Schacht denke ich mir noch, dass ich eigentlich sehr froh sein kann, doch keinen 100er eingeworfen zu haben...

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(C) mArtin, im Juli 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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