Montag, 29. Juni 18:10
Naturschützer haben da eine sehr gute Wortschöpfung vollbracht: Opferberge. Das habe ich zumindest heute so im Radio gehört. Und was ist das dann, ein Opferberg?

Nun, das ist eine ziemlich gute Sache, zumindest für solche Menschen, wie mich. Ich gehe in die Natur, um dort nach Möglichkeit möglichst wenig Menschen zu begegnen. Eine Wanderung, auf der die Gefahr besteht, einer größeren Menschenmenge zu begegnen, unterlasse ich. So war ich zum Beispiel früher mehrmals im Jahr in den Ötschergräben. Dann hat man dort eine Art Disneyland daraus gemacht, seither verweigere ich mich diesem Ort. War ich früher zum Beispiel an einem Montag der einzige Wanderer in den ganzen Gräben, muss man jetzt im Gänsemarsch durch die Schlucht laufen. Und da kommen wir zum Thema. Solche (Berg-)Gegenden, die von sozialen Medien allesamt empfohlen und daher zu Tausenden besucht werden, nennt man Opferberge. Dort hat man dann zwar das absolute Chaos und extreme Belastungen der Natur und Umwelt – dafür aber bleiben viele andere Gegenden verschont! Im Prinzip sind also die vorderen Ötschergräben bis zum Ötscherhias nun offiziell eine Opferberg-Gegend.

Im Prinzip ist das mit den sozialen Medien wirklich eine gute Sache. Es wurde nämlich tatsächlich festgestellt, dass immer öfter nur mehr jene Orte derart überlaufen sind, die in ebendiesen empfohlen werden. Dann möchte jeder dieses eine Selfie von sich an diesem Ort haben – und diese Leute halten sich von der wirklichen Natur eher fern. Gute Sache...!

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(C) mArtin, im Juli 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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