Mittwoch, 18. März 17:40
Dinge, die ungefähr so wichtig sind, wie der Stecken im Aug oder das Loch im Knie. Um solche zu entwickeln und zu bewahren, gibt es immer wieder Kommissionen, Arbeitsgruppen und diverse andere Ansammlungen von wichtigen Personen. Heute habe ich im Radio von solch einer Sache gehört, die es eigentlich bereits seit Jänner 2025 gibt, die bis zu mir aber noch nicht vorgedrungen ist. Die österreichische Buchstabiertafel. Nein nein, keine Frage ich weiß natürlich, dass es eine österreichische Form dieser Tabelle gibt. Ich wusste aber bis heute nicht, dass es
eine neue Version dieser Tabelle gibt. Die alte war offenbar zu durchsetzt von Nazi-Namen und wurde daher etwas aufgehübscht.
Jetzt ist es aber so: Abgesehen davon, dass wirklich niemand davon weiß, dass es eben eine neue Version dieser Tabelle gibt haben wir hier in Österreich sehr oft mit Deutschland zu tun. Eigentlich praktisch immer. Quasi nur. So sollte ich also in meinem Job die deutsche Buchstabiertabelle verwenden, wenn ich mit einer deutschen Person zu tun habe und die österreichische, wenn es sich bei meinem gegenüber um eine österreichische Person handelt. Sch wie
SchasSchas
Im Prinzip ein »Furz«. Meist jedoch wird damit eine Situation, ein Thema, eine Gegebenheit beschrieben. Z.B.: »Des is a Schas!« bedeutet soviel, wie: »Diese Sache ist nicht wirklich gut!«. Gerne wird »Schas« auch für »ein Nichts« verwandt.
Eine Steigerungsform von »Schas« wäre dann der »Schas im Wald«, was auf recht einprägsame Weise das tatsächliche, das echte »Nichts« zu beschreiben versucht.
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Gleich ein Beispiel aus der Praxis: Bei jedem Buch der Hörbücherei wird im Vorspann der Name des Autors buchstabiert. Und wir produzieren wir für den gesamten deutschen Sprachraum. Raten Sie, welches Buchstabieralphabet wir verwenden. So einfach ist das. Also herzliche Gratulation an die Normungsstelle, die diese neue Tabelle in jahrelanger Kleinarbeit geschaffen hat es war, bitteschön, ziemlich umsonst...
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(C) mArtin, im
April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter
Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!