Donnerstag, 15. Mai 18:50
Wir hören das immer wieder, dass wir von den großen Tech-Unternehmen eigentlich pausenlos über den Tisch gezogen werden. Das ist für mich ein Faktum. Ich wehre mich mit allen Mitteln dagegen, dass diese großen Firmen zu viele Daten von mir bekommen. Mit einfachen und weniger einfachen Mitteln. Aber all diese Unternehmen haben 1000e Mitarbeiter, die nur daran arbeiten, ihr eigenes Unternehmen zu bereichern.
Dabei schrecken diese Firmen auch von kriminellen Taten oder zumindest solchen Taten, die in den Graubereichen liegen, nicht zurück. Eine solche Sache ist mir heute bei Guckl aufgefallen. Dabei geht es um die Anzeige von Links in einem Browser. Guckl hat es da geschafft, das unmögliche möglich zu machen und die aktuellen Browser zu manipulieren.

Also, es warat folgendes:

Wenn ich in einer Homepage einen Link erstelle, dann gibt es ein wichtiges Faktum: Das, was Du als User im Text eines Links lesen kannst, muss nicht unbedingt die wirkliche Link sein. Hier ein Beispiel: https://www.arte.de.
Diese Art von falschen Links werden immer wieder gerne von unseriösen Menschen oder gar Verbrechern vor allem in Emails verwendet, welche Dir schaden wollen. Dieser Link führt, wie Du sehen kannst, gar nicht zu ARTE, sondern zum ORF. Genau aus diesem Grund sind solche Links eigentlich sogar verboten. Eigentlich halt.

Du als User kannst dies lediglich daran erkennen, indem Du Deinen Browser so eingestellt hast, dass er beim Anzeigen eines Links die »echte« Verknüpfung als Statusmeldung anzeigt. Diese erscheint bei den meisten Browsern linke oder rechts unten in ziemlich kleiner Schrift. Dennoch ist dies eine Meldung, die man bei JEDEM Anklicken eines Links im Auge behalten sollte.

Da ich diese Zeile bei Guckl bisher nicht beachtet hatte, da ich angenommen habe, dass mich Guckl da nicht über den Tisch ziehen würde, ist mir auch bisher nicht aufgefallen, dass Guckl da etwas ganz perfides macht: Wenn ich mit dem Mauszeiger über einen Link aus einem Suchergebnis fahre, dann zeigt mir dieses Unternehmen AUCH IN DER STATUSMELDUNG den Link an, der über dem Suchergebnis steht, also zumeist den Link der gesuchten Firma. Klickt man allerdings auf den Link, dann kann es passieren, dass ganz einfach ein Guckl-interner Link mit Datensammlung und Tracking aufgerufen wird. Erst danach, also wenn man noch einmal mit dem Mauszeiger über den Link fährt, wird der echte Link mit Guckl-Adresse angezeigt. Guckl greift also in die interne Programmierung meiner Browser ein. Eine bodenlose Frechheit eigentlich.

Aber so ist es nun mal. Wer so richtig groß ist, bestimmt einfach alles...!

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(C) mArtin, im April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!