Montag, 27. Jänner 18:10
Es war vorm Hofer, als ich schon von weitem her einen mittelalterlichen Mann mit langen Haaren sah, der mich ganz offensichtlich ansprechen würde. Mein Vorurteil war darauf abgerichtet, dass er nun mit irgend einer Story kommen würde, um mir ein paar Euro zu entlocken. Dabei lag ich falsch, wie auch richtig. Es kam tatsächlich eine Geschichte, aber eine (vielleicht ein wenig) wahre. Er war von einer Band aus Estland oder Finnland (genauer habe ich das nicht verstanden) und wollte mir deren neue CD verkaufen. Da ich bei Bettlern zumeist ein recht weiches Herz habe, war ich bereit, für 10,- Euro ein Album zu erstehen. Dafür habe ich ihm aber auch eine Ausgabe meines Albums aufgedrängt.
Im Netz findet man ein paar Hinweise darauf, dass es sich dabei um Betrügereien halten soll. Die Band Defrage Reload gibt es wohl, aber sie macht eher dadurch auf sich aufmerksam, dass sie hier in Wien ihre Alben den Menschen »aufdrängen« und bei Konzerten durch Pöbeleien auffallen.
Egal. Auch wenn ich da auf etwas reingefallen sein sollte, die Masche finde ich nicht schlecht und immerhin habe ich ja auch ein Album für mein Geld bekommen. Ich werde es mir auch tatsächlich anhören,
auch wenn ich kein ausgesprochener Fan von Death Metal bin.
Interessieren würde mich allerdings, ob sie sich dafür auch mein Album anhören...
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(C) mArtin, im
April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter
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