Dienstag, 10. April 18:20
Wirklich große Tragödie in Deutschland: In dieser und der letzten Woche sind drei Menschen – eine Frau mit ihrem Sohn in der vorigen Woche und heute ein kleines Kind – von je einem Hund getötet worden. Mich lassen Nachrichten dieser Art immer aufschrecken, da ich inzwischen doch eine gewisse Angst vor Hunden entwickelt habe. »Inzwischen« deshalb, da es sich mittlerweile so verhält, dass ich zumindest jede Woche einmal irgendwo einem aggressiven Hund begegne. Manchmal mit, manchmal jedoch auch ohne Leine...

Bei aller Grausamkeit haben praktisch alle Nachrichten über Hunde-Attacken jedoch eine Gemeinsamkeit, die mich ein wenig aufatmen lässt: Hunde töten immer innerhalb der Familie des Halters. Für den Leser mag das jetzt etwa zynisch bis leicht menschenverachtend wirken, aber was der Halter eines Tieres mit demselben in seinem eigenen Einflussbereich anstellt, ist ihm selbstverständlich selbst überlassen. Viele Leute mögen es eben gerne, wenn sie einen gefährlich wirkenden Hund ausführen können – der Hund per se hat sich in den letzten Jahren vom Haustier zum Liebhaben hin zu einem passablen Statussymbol entwickelt. Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Vorfälle dieser Art fachen die Diskussion (nicht nur in Deutschland) an. Und dann... ein kleiner Lichtblick! Vor wenigen Minuten höre ich auf NDR-Info eine Politikerin sagen: »Ich denke halt, dass man die Hundehaltung generell überdenken sollte und fände es gut, wenn es die Prüfung für Hundehalter für alle Rassen gäbe – denn nicht nur ein sogenannter Kampfhund hat ein Potenzial zur Gefährlichkeit!« Na schau, so ist es mit der Politik. Es braucht eben doch einen traurigen Anlass...

1 Kommentare


(C) mArtin, im Juli 2018.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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