Freitag, 16. Oktober 18:40
Es passiert ja im Prinzip – oder zumindest von mir gefühlt – andauernd, dass in irgendeiner Sendung im Radio oder Fernsehen der Mann per se schlecht geredet wird. Wenn man Mann, weiß und alt ist, ist man Täter. Ob man will oder nicht. Daher ziehe ich mich auch mehr und mehr aus der Gesellschaft zurück, es sind andere Generationen dran, damit umzugehen. Aber leider ist es dann auch immer wieder so, dass mir Männer begegnen, die ja tatsächlich so sind, wie es in den Sendungen postuliert wird, das ist dann – ebenfalls von mir so gefühlt – doch relativ ekelig.

Heute bei der Fahrt auf den Gipfel: Ich sitze ein wenig in der Sonne und lasse mich wärmen. Es kommt ein Pärchen den Hügel herauf gefahren. Er auf einem Rad für 7.000,- Euro mit Klickpedal (freilich!), sie auf einem ein wenig günstigeren Modell. Es besteht ein gewisser Altersunterschied zwischen den Beiden. Oben angekommen erklärt der Mann, wo sie sich hier befinden würden. Schon diese Szenerie ist ein wenig unangenehm für mich, da er so laut spricht, dass ich unbedingt alles mitbekommen muss – obgleich ich ja schon etwas schlechter höre.

Und dann kommt, was kommen muss: Der Mann erklärt der jungen Frau das Radfahren an sich. Würde man eine Überschrift für den Monolog finden müssen, so würde die lauten: »So Puppi, und jetzan dazöhl i da, wiea ma Radl foaht!«

Schwer auszuhalten...

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(C) mArtin, im Oktober 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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