Freitag, 18. September 18:20
Es gibt in der Musik Dinge, die sollte man vielleicht nicht machen. Das macht dann eventuell etwas kaputt, was sich vielleicht nicht mehr (leicht und/oder einfach) reparieren lässt. Wie zum Beispiel einen späten Auftritt von Whitney Houston anhören. Es gab damals, relativ kurz vor ihrem frühen Tod, Schlagzeilen in einigen Schundblättern, dass sie ganz furchtbare Auftritte abgeliefert hätte. Youtube wollte mir unbedingt passende Videos dazu anzeigen. Ich gebe zu, ich habe hingeklickt und für wenige Sekunden zugesehen, dann aber gleich den Browser geschlossen. Ich will mir meine Vorstellung von Whitney Houston als Sängerin mit einer der besten Stimmen der Welt nicht zerstören lassen.
So ähnlich dann heute. Es gab im Radio einen Live-Mitschnitt eines Konzerts von Queen im Jahr 1986 aus London. Schon zu Beginn des Konzerts singt Freddy Mercury nicht die originalen Lines, sondern die Quart oder Quinte darunter, lässt sich von Background-SängerInnen unterstützen, setzt Töne zu früh ab und singt einfach nicht gut. Ich bitte, mich da nicht falsch zu verstehen: Auf so einer Tour, da muss man einfach seine Stimme schonen, das ist klar. Im Studio, ... das ist im Studio. Beliebig viel Zeit, angenehme Atmosphäre, kein Stress, kein Druck. Live ist eben live. Und daher auch nur relativ schwer als Aufzeichnung zu genießen.
Wirklich gute Live-Konzerte sind übrigens: AC/DC Live at River Plate und Rolling Stones Shine a Light (allerdings nur bis zu dem Moment, wo dann fremde Musiker auf die Bühne kommen).
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(C) mArtin, im
September 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
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