Dienstag, 11. August 17:50
Ich glaube, ich habe hier bereits einmal von ihm geschrieben: vom asiatischen Staudenknöterich. Das ist eine invasive Pionier-Pflanze, die bei uns ihr Unwesen treibt. Mir ist er deshalb aufgefallen, da ein großer Teil des Staubeckens nach Auhof mit dieser etwa fünf Meter hohen Pflanze zugewachsen ist. Leider sieht dieser Knöterich recht gut aus, daher wird er von den meisten Menschen nicht als Gefahr wahrgenommen. In Wahrheit ist es aber so: Wo diese Pflanze wächst, gibt es keine einheimischen Pflanzen mehr, da der Strauch die Fähigkeit hat, alle anderen Pflanzen zu töten. Er wächst einfach extrem schnell, hat riesige Blätter und nimmt so allen anderen Pflanzen unter ihm das Licht weg – damit geben diese auf.

Entlang des Wienflusses sehe ich jetzt immer mehr Felder, kleine und größere, in denen dieser Pflanze Fuß fasst. Manchmal reiße ich die frischen Triebe aus, die aber binnen kürzester Zeit wieder da sind. Es ist nicht zu erkennen, dass irgend etwas gegen den Knöterich unternommen wird. Daher habe ich bei der Stadt Wien angerufen, was vom Magistrat gegen diese Invasion unternommen wird. Gestern habe ich folgende Antwort erhalten:

"Die MA 45 mäht die Flächen mit Staudenknöterichbeständen regelmäßig, wodurch deren Ausbreitungsgeschwindigkeit vermindert und besonders an von Gewässer nicht beeinflussten Standorten, stark geschwächt werden. Werden frühzeitig kleine Bestände entdeckt, können diese oft noch in Schach gehalten werden, daher ist die frühzeitige Kontrolle kleinerer Bestände oftmals erfolgversprechender als die Bekämpfung großer Monobestände, wenngleich diese oft als problematischer angesehen werden müssen. Leider kommen wir oft nicht hinterher mit dem Mähen, da sich der Staudenknöterich so schnell ausbreitet."

Ich übersetze: »No jo, schau ma mal...«

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(C) mArtin, im August 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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