Dienstag, 04. August 17:40
Wann immer neue Musik auf meinem Radiosender vorgestellt wird, habe ich (doch relativ oft) ein ziemliches Déjà-vu. Ich meine dabei vor allem – im weitesten Sinne – Unterhaltungs- also Popmusik. Bei Ö1 muss ja die vorgestellte Popmusik extrem wertvoll sein, sonst hat sie keine Chance. Wertvoll bedeutet dabei: Es muss sich um schwierige, hoffentlich unverständliche, Texte handeln. Selten in Deutsch. Musikalisch darf der Titel nicht allzu viel bieten. Gutes musikalisches Handwerk würde ja bei Popmusik bedeuten, dass das sich auch verkauft – und das wäre sicherlich der echten Qualität abträglich. Und dann kommt auch schon die Stimme der/des InterpretIn. Die klingt immer so, wie alle Stimmen klingen. Aktuelle, junge KünstlerInnen singen alle gleich. Speziell die Frauen. Da eine (heimische) Stimme zu hören, die einen eigenen Klangcharakter hat, kommt so gut wie nie vor.

Eigentlich ist das seit den ganzen seltsamen Shows so, wo junge Stars entdeckt werden sollen. Auf einmal wollte jede Frau singen wie Mariah Carey. Die Vorbild-Stars ändern sich im Lauf der Zeit, aber das Prinzip bleibt gleich. Alles die vollkommen gleiche Suppe...

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(C) mArtin, im August 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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