Montag, 27. April 18:20
Eine ziemlich interessante Sendung gab es heute in der Science-Arena auf Ö1 unter dem Titel »Die Aufarbeitung der Aufarbeitung«. Darin wurde über die – praktisch nicht vorhandene – Aufarbeitung der Corona-Pandemie in Österreich berichtet. Hier zum Nachhören.

Es steht ja prinzipiell außer Frage, dass der Umgang mit der Corona-Pandemie in Österreich nicht unbedingt super gelaufen ist. Es gilt auch als unbestritten, dass man diese Zeit als Beginn dieser extremen Spaltung unserer Gesellschaft definieren kann. Viele Menschen – auch in meinem Umfeld – haben damals den Glauben an die Demokratie nachhaltig verloren. Und in meinem Umfeld, davon darf man ausgehen, gibt es praktisch keine Blau-Wähler. Es waren eher Grün-Wähler, die damals massiv zu den Demonstrationen gingen – und ich möchte es ihnen nicht übel nehmen.

Auch in der Sendung ist die Rede von dieser Demokratie-Verdrossenheit, die damals begonnen hat und weiterhin andauert. Grund dafür ist auch, laut einer Psychologin, die in der Sendung zu Wort kommt, dass sich bis heute noch niemand für das, was damals geschehen ist (und oftmals nicht wirklich klug war), entschuldigt hat. Und es hat auch niemand einen Fehler begangen. Was auch für jene Leute gilt, die in der Sendung vorkommen. Egal, ob Wissenschaftler oder auch die ganzen Medien-Leute – man hört in der Sendung keinen einzigen Menschen, der sagt, er/sie hätte einen Fehler gemacht. Sehr stark fällt mir das bei Florian Klenk auf: Er kritisiert Alle und Alles, bis auf sich selbst. Echte Aufarbeitung sieht halt anders aus...

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(C) mArtin, im April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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