Freitag, 20. März 17:50
Es war ein Bericht in der vorgestrigen Ausgabe der Kulturzeit auf 3Sat, der mich wieder einmal nachdenklich macht: Wer ist eigentlich dafür verantwortlich, wenn eine KI ein wenig fabuliert und dabei Fehler macht? Zumeist lachen wir ja darüber, wenn solche Fehler entstehen, es besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass solche Fehler auch Auswirkungen haben.

Der konkrete Anlass für diese Frage war dabei folgender: Ein Journalist aus Deutschland klagt nun von Gericht zu Gericht die Firma Microsoft, da diese mit Hilfe ihres KI-Chatbots falsche Angaben über diesen Journalisten in die Welt setzte. Er war nämlich früher einmal Gerichtsbeobachter und hat in dieser Funktion Berichte über einen Verbrecher vor Gericht geschrieben. Die KI verknüpft nun diese beiden Leben und macht aus dem Journalisten einen Kinderschänder. Der Betroffene meint – völlig zu Recht – dass man, wenn ein Mensch so etwas macht, dagegen vorgehen könne, wenn das allerdings eine KI verbricht, dann ist diese Sache noch nicht ausjudiziert.

Und man muss diesem Mann vollkommen recht geben. Es ist, gelinde gesagt, schon eine riesige Sauerei, dass so etwas geschehen kann. Und noch schlimmer ist es, dass man derzeit dagegen gar keine rechtliche Handhabe hat.

Wie gesagt, der Vorfall macht mich nachdenklich und ich möchte wissen, was die KI zu mir sagt.

Aha, na da schau ich aber...

2 Kommentare


(C) mArtin, im April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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