Mittwoch, 11. Februar 18:20
Jo, eh... Den Betrügern ist ein erster Schritt gelungen – doch dann kam Mutti!

Ich bin sicher nicht der beste Programmierer auf der Welt, aber in so mancher Programmiersprache doch ziemlich brauchbar. Was aber viel mehr zählt: Ich kenne all die Logiken, die diesem ganzen Thema zugrunde liegen, was bedeutet: Bei mir haben es Betrüger schwer. Ich bin noch nie auf irgendeine Art von Internet-betrug hereingefallen. Es genügt bei 90 % der Betrugsversuche übrigens, wenn man weiß, was eine Top-Level-Domain ist und wie eine URL aufgebaut sein muss. Dann ist man schon seeeeehr weit auf der sicheren Seite.

Ich bekomme also vor zwei Wochen eine SMS, wo ich aufgefordert werde, meinen zugang zu Finanz-Online neu zu bestätigen. Ich beschließe, dies später zu machen. Heute zeigt mir Mutti eine SMS auf ihrem Handy, die exakt den gleichen Text hat, und wo sie ebenfalls dazu aufgefordert wird, das zu tun. Mutti bei Finanz-Online? Das müsste ich wissen! Erst jetzt erkenne ich, dass dies selbstverständlich eine Betrugs-SMS ist.

Aber zurück zu meiner ursprünglichen Vermutung: Ich habe die URL der Betrüger nur halb gelesen und da die Worte »Finanz« und »Online« wahrgenommen. Zusammen mit einem Bericht in Ö1, dass die Registrierung der ID-Austria alle fünf Jahr zu erneuern sei, hat mein Hirn geschalten, ohne den Rest der URL aufmerksam zu lesen. Den Betrügern ist also der erste Schritt gelungen. Mir eine SMS zu senden, nachdem dieser Bericht im Radio war, ist ein genialer – wenn auch nicht beabsichtigter – Coup.

Aber, und da darf ich mir sicher sein, ich hätte spätestens beim Besuch der Seite, deren URL auf ».cc« endet – und sich damit bereits eigentlich enttarnt, da österreichische Behörden-URLs ausschließlich auf ».gv.at« enden – sofort gewusst, dass es sich dabei um eine Fake-Seite handelt, da man sich dort nicht einmal einloggen muss, und auch schon all seine persönlichen Daten inklusive IBAN und Bankinstitut eingeben sollte.

Leider aber ist die Seite (abgesehen vom fehlenden Login) in Art und Aufmachung recht gut der Finanzamt-Seite nachgebildet (hier ein Bildschirmfoto der Seite), sodass man annehmen darf, dass so manche/r UserIn auch darauf hereinfallen wird. Ekelhaft...!

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(C) mArtin, im April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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