Mittwoch, 28. Jänner 17:50
Es ist
ein Bericht im Standard, der mich heute aufhorchen und überlegen lässt. Da ist die rede von einem Lokal in Wien, welches für seine Speisen und Getränke Preise verlangt, die sogar vor 15 Jahren als vergleichsweise günstig gegolten hätten. Ein Gspritzter um 2,90, ein Espresso an der Bar um einen Euro, das hat schon was! Wenn man sich den Bericht durchliest, dann bestätigt er mir eigentlich genau das, was ich schon lange denke: Im Prinzip werden eher weniger jene Leute Wirten, für die das Bewirten von fremden Menschen zu einem gelungenen Leben dazugehört wie denn jene Leute, die denken, dass man mit dem über-den-Tisch-ziehen von fremden Menschen eigentlich gut reich werden kann. Und das ganz speziell in Wien. Oder eben in all den Orten, wo man Tourismus finden kann.
Niemand kann erklären, warum in Wien ein Punsch auf einem der zahlreichen Weihnachtsmärkte etwa 7,50 Euro kostet und 100 Meter außerhalb der Wiener Stadtgrenze (in Purkersdorf) genau 3,50. Da werden alle Erklärungsmodelle (gestiegene Lebensmittelpreise, Standgebühr, Lohnkosten, etc...) scheitern. Die einzig wahre Erklärung ist: Gier. Insofern finde ich den Ansatz des Teams im Café Schäffin wirklich genial. Und obwohl ich das letzte Mal vor etwa vier Jahren freiwillig ein Lokal
nur einfach so besucht habe, nehme ich mir nun vor, dieses Lokal wirklich zu besuchen und mir dort einmal so richtig etwas zu gönnen...!
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(C) mArtin, im
April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter
Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!