Mittwoch, 21. Jänner 18:00
Zu meinem Glück gibt es immer wieder die eine oder andere Dokumentation (zumeist von ARTE) oder auch die eine oder andere Radiosendung (ausschließlich auf Ö1), die sich dem Leben und Wirken von verschiedensten KünstlerInnen widmet. Zu meinem Glück deshalb, da ich von zum Beispiel einigen MusikerInnen ganz andere Vorstellungen und Ideen habe, wie es sich da in Wahrheit darstellt. Das trifft weniger jene KünstlerInnen, die mich in der Zeit meiner Adoleszenz begleitet haben. Bei Falco, Danzer oder Michael Jackson um jetzt nur drei zu nennen muss ich nicht lange nachdenken, um deren Genie zu erkennen. Aber bei einigen anderen, die mich damals eben weniger interessiert haben, da ist das schon ganz anders.
Wenn ich jetzt zum Beispiel fragen würde, mit welcher Künstlerin man den Song »I will allways love you« verbinden würde, dann ist die Antwort in weit über 90 % der Fälle gewiss: Whitney Houston. Eh klar. Das stimmt aber gar nicht, oder nur zur Hälfte. Denn geschrieben wurde dieser Song von einer ganz anderen Frau. Einer, der man das so weit darf man schon gehen wahrscheinlich nicht so sehr zutrauen würde.
Vorgestern hatte sie ihren 80. Geburtstag und daher gab es einen größeren Bericht über sie in Ö1: Dolly Parton hat diesen Song geschrieben, für einen Menschen, den sie sehr liebte, sich aber von ihm trennen musste. Überhaupt hat diese Frau mehr als 3000 Songs geschrieben, ist in der Hall of Fame (Country, R & R, Nashville Songwriters), und eine der wichtigsten Mitstreiterinnen in den USA für Frauenrechte. Da muss ich mich schon bei den Ohren ziehen und sagen: Schließe nicht vom Äußeren einer Person auf deren inneren Werte...!
Und (nicht nur,) weil ich das jetzt alles weiß, möchte ich schon sagen,
dass mir die Version von Dolly Parton tatsächlich besser gefällt...
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(C) mArtin, im
April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
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