Montag, 19. Mai 18:30
So, der ESC ist erledigt, und es ist genau das passiert, was einige Leute in unserem Land befürchtet haben: Österreich hat doch tatsächlich gewonnen. Nicht, dass ich da etwas dagegen hätte, bei meiner eigenen Beurteilung lag JJ immerhin auf dem dritten Platz. Aber es geht ja immerhin um die Austragung des ESC 2026, und die wird, da der Bewerb von Jahr zu Jahr größer und toller sein muss, doch einiges kosten. Und trotzdem: Jeder mitdenkende Mensch (außerhalb der FPÖ und deren Anhänger) weiß, dass die Umwegrentabilität dieser Veranstaltung enorm ist. Deshalb hat sich auch schon Oberwart als erste Stadt (eher: Dorf) gemeldet, dass es den ESC 2026 ausrichten möchte. Ohne SchmähSchmäh


Ojegerl. Das ist wieder einmal schwer zu erklären.

Ein Schmäh ist einerseits eine Lüge - andererseits vielleicht auch ein kleiner Spass. Wenn man einen »guten Schmäh« macht, dann ist man der Held. Wenn man »keinen Schmäh« hat, dann ist man ein echter Verlierer.
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Ich denke, es wird auf eine größere Hauptstadt hinauslaufen, die Infrastruktur müsste da schon angemessen sein. Wenn die Quartiere eher an »Urlaub am Bauernhof« erinnern, ist das für die größte Musikshow der Welt eher nicht so passend, würde ich meinen.

Aber zurück zum Wettbewerb. Ich habe mich auch dieses Jahr sehr darum gekümmert, dass ich keinen einzigen Beitrag vor dem Finale gesehen oder gehört habe – und das ist mir tatsächlich gelungen. Nur so konnte ich sicherstellen, dass ich allen BewerberInnen die gleiche Aufmerksamkeit widmen konnte. Und tatsächlich gab es dieses Jahr einen Beitrag, der mich in meinen Gefühlen komplett angegriffen hat: Lucio Corsi für Italien. Dieser Song ist unglaublich gut gemacht, Komposition und Vortrag sind für mich nahezu einzigartig, ich habe während dieses Titels weinen müssen, so sehr hat er mich berührt. Es waren sicher auch ein paar Tränen deshalb dabei, weil ich traurig bin, selber nicht so einen schönen Titel geschrieben zu haben. Immerhin hat Lucio Corsi den fünften Platz erreicht, wenn er bei mir auch mit relativ großem Abstand an der Spitze liegt.

Falls Du dieses wunderschöne Lied nicht gehört hast, hier der Link dazu...

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(C) mArtin, im April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!