Dienstag, 06. Mai 18:20
Manche Dinge brauchen einfach ihre Zeit, bis es so weit ist, dass man sie kapiert. Wie zum Beispiel diese Sache mit der
Patientenmilliarde.
Da hat uns ja Bundeskanzler Kurz versprochen, durch die Zusammenlegung einiger Krankenkassen, aber vor allem durch die Umbenennung der »
Krankenkasse« in »
Gesundheitskasse« eine ganze Milliarde Euro für die Versicherten zu lukrieren. Das war 2018.
Heute ist 2025. Und bis zum heutigen Tag habe ich das nicht verstanden, wo denn diese Milliarde eigentlich wäre...?!
Aber damit ist es nun vorbei, die Lösung dieser Frage wurde dieser Tage präsentiert: Die ÖGK, also die Österreichische Gesundheitskasse erwartet für dieses Jahr ein Defizit von 906 Millionen Euro. Na bitte, da haben wir ja (fast) die von Kurz versprochene Milliarde. Dass vor dieser Milliarde ein Minus steht, hat ja damals niemand behauptet, es ging ja nur um die
Patientenmilliarde. Insofern passt ja jetzt alles wieder.
Wieder einmal ergibt sich aus diesem Umstand die Frage nach der Verantwortung von Politikern für deren Taten. Reicht es, wenn die/der BürgerIn die/den PolitikerIn bei der nächsten Wahl für seine Taten
abstrafen (=abwählen) darf, oder sollte man sich eventuell andere Mechanismen einfallen lassen, da die/der BürgerIn scheinbar über ein etwas zu kurzes Gedächtnis verfügt...?
|
(C) mArtin, im
April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter
Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!