Donnerstag, 19. Dezember 18:20
Ich bin ja ein ziemlich braver Verkehrsteilnehmer. Ganz besonders, wenn ich mit dem Auto fahre. Dass ich einmal zu schnell unterwegs sein sollte, kommt praktisch nicht vor. Vielleicht einmal ein paar km/h, wenn ich ein Schild übersehen haben sollte. Da kann es vorkommen, dass ich statt den vorgeschriebenen 50 vielleicht 54 km/h fahre.
Ein wenig anders gestaltet es sich, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Nicht, dass ich da übermütig werde ganz im Gegenteil. Da ich ziemlich große Angst vor Autos habe, versuche ich dort, diesen nach allen Möglichkeiten auszuweichen. Wenn ich mich aber in Situationen befinde, wo ich die Verkehrsregeln für unsinnig halte, dann verstoße ich gerne dagegen. Diese Haltung hat auch einen Namen, nämlich: »
Ziviler Ungehorsam«.
Sehr oft handelt es sich dabei um Einbahnen, die (noch) nicht für Radfahrende in Gegenrichtung freigegeben sind. Da fahre ich wenn die Straße mir dafür geeignet scheint gerne gegen die Einbahn, um so zu zeigen, was Sache ist. So eine Straße gibt es in Purkersdorf. Seit Jahren schon fahre ich da gegen die Einbahn, da es einfach keinen Sinn macht, hier das Fahrverbot zu beachten. Diese Straße ist eine Nebenstraße, wirklich kaum befahren und breit genug, um den Radfahrenden das fahren gegen die Einbahn zu gestatten.
Seit Jahren mache ich mich da also strafbar. Bis heute.
Man hat endlich auch in Purkersdorf erkannt, dass diese Straße für Radfahrende auch gegen die Einbahn benutzbar sein muss.
Ziviler Ungehorsam wirkt!
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(C) mArtin, im
April 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter
Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!