Donnerstag, 08. Februar 18:50
Meine Computer für Büro und Fernsehen sind schon etwa 15 Jahre alt. Der fürs Büro ist – auch von der Geschwindigkeit her – eh ganz OK, manche Dinge wie die Bildbearbeitung bei größeren Bildern ist vielleicht noch verbesserungswürdig. Der PC fürs Fernsehen hat eigentlich auch so halbwegs gut funktioniert, nur bei echten HD-Videos hat er im Streaming manchmal ein wenig geruckelt. Daher bin ich doch ziemlich hellhörig, als mir der Chef der HB-Studios mitteilt, dass dort drei alte Computer ausgemustert würden – ich weiß, dass diese Rechenknechte um einiges jünger sind, wie meine.

Heute nach der Arbeit im Studio fahre ich noch einmal hin, diesmal mit dem Auto, um die Rechner abzuholen.
Ich bin gerade unten im Verleih, um die Rechner abzuholen und einzuladen, als mich der Chef der EDV (der liebe Stefan) darauf aufmerksam macht, dass ich einen der drei Rechner nicht mitnehmen soll, da dieser kaputt wäre.
Eigentlich wollte ich tatsächlich nur die zwei Geräte mitnehmen, die in Ordnung sind, aber mit dieser Bemerkung hat Stefan in meinem Technikerherz einen Schalter gedrückt. Nämlich den »Na-das-werma-oba-erst-sehn-ob-der-wirklich-hin-is-Schalter«. Mein Reparatur-Ehrgeiz war damit geweckt – und selbstverständlich habe ich alle drei Computer eingepackt.

Zu Hause angekommen zerlege ich gleich den kaputten Rechner komplett. Tatsächlich, die Hardware ist um Lichtjahre jünger, wie die aller meiner Rechner. Und der Fehler ist auch relativ schnell gefunden: Im oberen der beiden DVD-Laufwerke ist ein Elko geplatzt, dieser hat einen Kurzschluss erzeugt und damit die Hauptplatine des Netzteils verschmort. Das Netzteil habe ich zerlegt, es ist ohne entsprechende Sicherung – und daher wirklich endgültig hinüber. Es wirkt aber nicht so, als hätte das Motherboard Schaden genommen. Ein Ersatz-Netzteil muss also her.

Leider sind die Netzteile aus meinen alten Computern zu alt, die Anschlüsse passen nicht ganz. Daher zerlege ich auch dieses, messe es durch, löte neue Verbindungen, schraube ein wenig – nach etwa zwei Stunden bin ich fertig. Der Rechner steht komplett ausgesaugt und mit neuem (altem) Netzteil vor mir. Das Betriebssystem auf der alten Laptop-Festplatte ist LINUX, es muss also nichts installiert werden.

Alles anstecken, Strom einschalten und ... er läuft tatsächlich! Und wie!!
Der Prozessor ist halt doch um Jahre jünger und schneller, auf einmal laufen auch Videos in Full-HD-Auflösung total schnell und vollkommen ruckelfrei. Ein völlig neues Fernseh-Feeling!
Ganz lieben Dank an die Leute des Studios!

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(C) mArtin, im Februar 2024.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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