Montag, 19. September 17:50
Es gibt gerade wieder einen Richtungsstreit innerhalb der EU. Was denn nun »nachhaltig« sei und was nicht. Um es kurz zu machen: Es geht natürlich ausschließlich um Geld und nicht wirklich um Nachhaltigkeit. Derzeit sieht es folgendermaßen aus: Atomkraft ist nachhaltig – Energie aus Holz nicht. Und schon steigen unsere Forst-Inhaber auf die Barrikaden.
Und, wer hat nun Recht? Wem sollten denn die EU-Fördergelder zuteilwerden?

Vor diese Auswahl gestellt: Niemandem.
Dass Atomkraft nicht wirklich nachhaltig ist, wird inzwischen kaum noch jemand bezweifeln. CO2-neutral kann schon sein – aber wenn ich in großer Menge Abfälle generiere, die 100.000e Jahre ein Problem sein werden, dann kann dies schon per Definition nicht nachhaltig sein. Und die Nutzung von Holz? Ja, die kann nachhaltig sein, wenn man sich an gewisse Grundsätze hält. Weil ein Baum eben nicht in ein paar Monaten zu seiner vollen Größe heranwächst sondern 60, 70, 100 Jahre dazu benötigt. Und das in einem intakten Wald. So, wie bei uns Holz gewonnen wird, ist das eher nicht nachhaltig. Da geht es wieder ausschließlich ums Geld. Aber nicht das, welches kommende Generationen aus einem Wald holen können, sondern hier und jetzt. Das ist bei den Kahlschlägerungen (wie jeden Herbst im Wienerwald) in und um Wien immer wieder gut zu sehen.

Also steht es in Nachhaltigkeit am ehesten 0:0 für niemanden...

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(C) mArtin, im September 2022.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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