Mittwoch, 03. August 19:30
Ich weiß nicht, ob ich diesen Satz hier schon einmal geschrieben habe, vermutlich eher nicht: »Heute bin ich wirklich stolz auf mich.«

Ursprung dieses Stolzes ist die Tatsache, dass ich heute wirklich an meinem körperlichen Limit war – und nicht aufgegeben habe. Eigentlich wollte ich nur über die Donauinsel nach Korneuburg und Greifenstein fahren, um ein wenig im Donau-Altarm zu planschen. Auf der Rückfahrt kam mir allerdings eine Idee: Ich könnte ja auch über den Kahlenberg nach Hause fahren. Gedacht, getan. Grundsätzlich sind ja 80 Kilometer nicht so schlimm, das bin ich schon öfters gefahren. Aber über 80 km mit weit über 1200 Meter Höhendifferenz, das ist definitiv eine ganz andere Sache. Und der Clou am Rande: Nur mit drei Liter Wasser, komplett ohne Essen. Lediglich einen kalten Kaffee zur Stärkung hatte ich dabei. Kein Frühstück, keine Jause, kein Mittagessen, nix.

Auf den letzten 15 Kilometern durch die zahllosen Steigungen war nur mehr der Hunger die treibende Kraft. Der linke Oberschenkel hat zeitweise fast aufgegeben, es ging nur mit viel gutem Zureden. Jetzt, wo ich das Erdäpfelgulasch bereits aus der Küche riechen kann, geht es mir schon wesentlich besser. Mahlzeit... und gute Nacht!

Ach ja: Hier die Route und hier die Fotos...
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(C) mArtin, im August 2022.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!