Montag, 04. Oktober 17:50
Die ganzen Corona-Maßnahmen haben ja einige Änderungen und Besonderheiten mit sich gebracht, die es früher sicher nie gegeben hätte. Daher hatten Wissenschaftler die Möglichkeit durchaus einige Dinge auszuprobieren, nachzuprüfen oder durchzurechnen die man im Normalfall nie ausprobieren, nachprüfen oder durchrechnen kann. Wie sich die Umwelt verhält, wenn so wenig los ist, wie der enorm abgefallene Verkehr sowohl auf der Straße als auch in der Luft sich auf unser Leben auswirkt und so weiter und so fort.

Unter anderem konnten ein paar Statistiker folgenden, zwar nicht unbedingt wichtigen aber dennoch interessanten Fakt herausfinden:
Man spricht ja beim Fußball ganz gerne vom Heimvorteil. Jene Mannschaft, die im eigenen Stadion spielt, hat es doch angeblich einfacher. Sie kennen die Verhältnisse (nicht nur am Rasen, auch in den Kabinen) besser, fühlen sich in ihrem eigenen Stadion wohl und haben die eigenen Fans zumeist in ausreichender Anzahl dabei. Nicht umsonst wird eine gute Fankultur bei einem Spiel manchmal als 12. Mann am Platz genannt.

Bisher war das alles eben nur angeblich – es wurde halt so vermutet. Denn wirklich überprüfen konnte man das nicht. Dazu brauchte es schon Corona.
Weltweit fanden, bedingt durch die Einschränkungen, die letzten eineinhalb Jahre Hunderte sogenannte Geisterspiele statt, also Spiele im leeren Stadion, ganz ohne Zuschauer und Fans. Daher konnten die Wissenschaftler anhand der Ergebnisse dieser Spiele im Vergleich zu den Ergebnissen von normalen Spielen herausfinden, ob es diesen Heimvorteil tatsächlich gibt.

Und die Antwort ist: Ja, dieser Heimvorteil existiert tatsächlich. Der Vergleich der Zahlen zeigte, dass die jeweiligen Mannschaften mit Fans um 8,3 Prozent bessere Ergebnisse lieferten wie ohne Publikum.
Na bitte. Da soll noch einmal jemand behaupten, Corona sei zu gar nix gut...

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(C) mArtin, im Oktober 2021.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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