Montag, 11. Jänner 21:00
Endlich gibt es wieder das normale Programm auf 3SAT. Seit den Feiertagen waren nämlich meine zwei Lieblingssendungen – nano und Kulturjournal – im Urlaub. Und prompt gab es in nano eine sehr feine Geschichte. Ein Wissenschaftler hat – jetzt sehr weit gefasst – die Macht unseres Gehirns, oder besser: unserer Psyche, auf unseren Geschmack in einer Forschungsarbeit getestet. Und er bestätigt damit das, wovon ich schon sehr lange ĂĽberzeugt bin. Wir gehorchen nicht unseren Sinnen sondern unserem Hirn.

Wenn wir von solchen Dingen hören, dann glauben wir ja, dass wir selbst davon nicht betroffen sind – aber eben solche wissenschaftlichen Test beweisen ja, dass es so ist. Und das gilt eben auch, ob man das nun glauben mag oder nicht, fĂĽr einen selbst!

Versuch 1: Den Testern wurden zwei Scheiben Extrawurst vorgesetzt. Eine von einem Fleischhauer, die andere von einem Diskonter. Also Billigware gegen Handwerk. Im Blindtest schnitten beide WĂĽrste exakt gleich ab. Sobald auf den Tellern zu lesen war, woher die Wurst kommt (Diskonter / Fleischhauer) – schnitt die Wurst von Fleischhauer signifikant besser ab.

Versuch 2: Den Testern wurde komplett frisches Joghurt vorgesetzt. Sie sollten den Geschmack und die Genießbarkeit beurteilen. Auf der Verpackung stand jedoch ein Mindesthaltbarkeitsdatum, welches gefälscht war. demnach war das Joghurt bereits seit fünf Tagen abgelaufen. Viele Tester ekelten sich vor dem Test, einer Testerin wurde schlecht, ein Tester musste sich übergeben.

Beide Versuche zeigen, welche Haxerln uns unser Hirn stellen kann. Was wir uns einbilden, das kann auch wirklich geschehen. Obwohl – von auĂźen gesehen – absolut nichts dafĂĽr spricht. Daher ist es auch ein sehr guter Tipp, wenn man mittels einem Medikament die eigene Gesundheit unterstĂĽtzen möchte: Lese nie den Beipacktext. Denn dann kann das Medikament auch wirklich helfen.
Und daran halte ich mich...!


3 Kommentare


(C) mArtin, im Jaenner 2021.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!