Montag, 07. September 19:40
Sehr gute Geschichte – kam gerade im Abendjournal (ist also definitiv kein Fake):

Ein 73-jähriger Pensionist mit Namen Manfred B., irgendwo in Linz zu Hause, bekommt einen Brief zugesandt. Der kommt – das ist gleich am Kuvert zu sehen – aus den USA. Der Inhalt dieses Briefes: ein Scheck.
Dieser hat folgende Widmung: »Economic Impact Payments President Donald Trump« – selbiger hat den Scheck, so scheints, auch unterschrieben – und ist auf den Wert von 1.200,- Dollar ausgestellt.

Was denkst Du?

Alles klar. Eine neue Betrugsmasche. Und diesmal für die ganz großen Deppen, die glauben, das Trump einem Österreicher Geld schenken wird.

Herr B. geht also mit diesem Verdacht und dem vermeintlichen Fake-Scheck zu seiner Bank und siehe da: Die meint, der Scheck sei echt – drei Tage später hat er 1.200,- Dollar mehr auf seinem Konto.
Die diesbezügliche Vermutung von Ö1: Herr B. war in den 60ern tatsächlich zwei Jahre lang in den USA und hat dort gearbeitet. Da alleine in Oberösterreich in den letzten Monaten etwa 100 solcher Schecks eingelöst wurden, liegt wahrscheinlich eine Datenpanne bei der Aussendung vor.

Mein (zusätzlicher) Verdacht: Es ist natürlich eine Art der Wahlmanipulation. Wenn man so kurz vor der Wahl einen ansehnlichen Betrag von einer Organisation bekommt, die dem Präsidenten eindeutig nahe steht, wen soll man dann wohl wählen. Nur blöd halt, dass man in den USA im Lager der Republikaner nicht weiß, dass Oberösterreicher bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November tendentiell eher nicht wahlberechtigt sind...

3 Kommentare


(C) mArtin, im September 2020.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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