Mittwoch, 02. September 23:30
In den Nachrichten habe ich es mehrmals gehört: Ein Teil der Covid-19-Maßnahmen soll sein, dass Menschen mit niedrigem Einkommen (also unter etwa 1.000,- Euro pro Monat) in Österreich steuerlich profitieren sollen. Dazu wurde eine Negativsteuer in der Höhe von 100,- Euro (p.a.) beschlossen.

Da ich zu diesem Personenkreis zähle, habe ich mir gedacht, dass ich diesbezüglich Nachforschungen anstellen werde. Gesagt, getan. Allerdings ist das Ergebnis – wie eigentlich angenommen – ernüchternd. Wie man nämlich zu diesen 100,- Euro Steuererleichterung kommt, ist ohne ein Studium an der WU nicht nachzuvollziehen. Wahrscheinlich müsste ich einen Steuerberater engagieren, um dies bewerkstelligen zu können. Also lasse ich es sein.

Ich habe dazu eine klare Meinung: Wenn ich ein Recht auf etwas habe, dann muss dies so geschehen, dass ich es selbstständig erledigen kann. Wenn das nicht geht, dann habe ich auch kein Recht darauf, dann bin ich nur ein Antragsteller. Und als solcher hat man bereits verloren.

Ich glaube, dass viele dieser großen Ankündigungen genau nach diesem Schema gestrickt sind: Rein theoretisch gibt es die Möglichkeit aber sie ist so schwierig gestaltet, dass man sie in der Praxis nicht in Anspruch nehmen kann. Damit spart sich der Staat einiges in seinem Budget und hat trotzdem feine Wort für seine Ankündigungen.
Und wieder habe ich dem Staat geholfen.


2 Kommentare


(C) mArtin, im September 2020.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!