Montag, 16. März 20:50
Ein kleiner Virus hat das geschafft, was uns Politiker mindestens 20 Jahre lang mit ihren Lippenbekenntnissen versprochen haben: Eine Änderung unserer Gesellschaft zu Gunsten unserer Umwelt. Natürlich ist das in diesem Zusammenhang weder schön noch wirklich nachhaltig – aber es sollte uns zu denken geben. Ist die Art, wie wir unser Leben leben, das Maß der Dinge oder geht das vielleicht auch anders?

Jetzt muss es anders gehen, weil uns der Virus unsere Grenzen aufzeigt. Der Virus bestimmt, wie, wann, wo, warum und was wir tun – die »Entschleunigung« ist nicht mehr nur eine leere Worthülse als Teil der Schlagzeile eines Lifestyle-Magazins. Sie ist echt.

Tatsächlich habe ich in den letzten Tagen bereits einige gestandene Politiker gehört – und die waren bei Gott keine Linkslinken – die gemeint haben, dass wir, nachdem wir diese Krise überstanden haben werden, vielleicht doch über unsere Art, wie wir die Globalisierung leben, nachdenken sollten. Solche Worte aus diesen Köpfen, das ist schon eine ziemliche Ansage!

Die Zeit wird zeigen, ob wir uns an dem Tag nach jenem Tag, an dem der Virus nicht mehr unseren Alltag bestimmen wird, tatsächlich noch daran erinnern werden, wie es ist, wenn wir uns einschränken müssen. Ob das dann in ein einschränken wollen mündet, ist noch lange nicht geklärt.

Bis dahin wünsche ich uns allen vor allem eines: Gesundheit!

1 Kommentare


(C) mArtin, im April 2020.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!