Montag, 10. Februar 19:30
Ein Zeitsprung ist es, den ich heute mache, ein sehr großer Zeitsprung. Und zwar in meine Kindheit.

Immer wieder erinnere ich mich an Songs, Lieder oder einfach nur gewisse Melodie-Fragmente, die fix in meinem Kopf eingebrannt scheinen, bei denen ich aber nie weiß, woher sie kommen oder um welche Lieder es sich dabei handelt. Diesbezügliche Suchen im Netz sind relativ schwierig. Guckl hat ja – zumindest auf seinem Android-Betriebssystem für das Smartphone – einen Dienst, der Musik erkennen können soll. Leider aber ist dieser Dienst in Wahrheit ziemlich dumm. Da ist noch lange keine Rede von KI (= die viel zu viel gepriesene »Künstliche Intelligenz«). Das ist einfach nur ein riesiger Speicher, wo Guckl Vergleichsdaten zu allen möglichen Songs gespeichert hat. Das bedeutet also, Guckl kann nur dann einen Song erkennen oder Dir verraten, um welchen Song es sich handelt, wenn man ihm exakt diesen Song vorspielt.

Wenn man, so wie ich es versucht habe, Guckl einen Song mit eigener Stimme vorsingt, dann erkennt es rein gar nichts. Guckl ist also, wie bereits oben erwähnt, relativ dumm. Außer einer riesigen Musiksammlung, mit der es halt sehr schnell vergleichen kann, ist da nichts.

Dennoch ist mir heute doch wieder einmal ein Treffer gelungen. Einfach nur, weil ich lange und mit ziemlich guten Suchbegriffen gesucht habe.

Es ist ein Song, den unsere Nachbarin, die Frau Reither, gerne gehört hat. Wenn dieser Song lief, hat sie manchmal ihr Radio etwas lauter gedreht. So habe ich den Song auch mitbekommen. Ich meine, ich war damals etwa zehn Jahre alt. Seitdem geistert dieser Song in meinem Kopf umher. Nicht, dass er mir so besonders gut gefallen würde, er ist einfach nur da. Und erinnert mich eben an meine Kindheit. Wenn ich damals gewusst hätte, dass man diese Musik(richtung) eines Tages ziemlich respektlos mit »Fahrstuhlmusik« titulieren würde... hätte mich das wahrscheinlich auch nicht davon abgehalten, mir diesen Titel über so lange Zeit zu merken, ohne zu wissen, worum es sich dabei handelt.

Wenn Du zumindest so um die 50 Jahre bist, dann wird Dich dieser Titel ebenfalls in Deine Kindheit oder Jugend zurück transportieren, da bin ich mir sicher.
Aber Achtung: Die ersten 17 Sekunden kennt man eher nicht, die wurden damals im Radio wahrscheinlich immer abgeschnitten – doch ab Sekunde 18 wirst Du garantiert ausrufen: »Ah ja!!«

4 Kommentare


(C) mArtin, im Februar 2020.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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