Mittwoch, 10. Juli 21:00
Was ich schon seit längerer Zeit in meiner Werkstatt benötigen würde, ist ein Schleifbock. Bohrer mit der Trennscheibe zu schärfen ist eine – dezent ausgedrückt – nicht besonders genaue Angelegenheit. Mit den Zehen die Maschine festhalten und einschalten und dann den Bohrer noch im richtigen Winkel an die Scheibe zu halten zeigt nur selten ein wirklich befriedigendes Ergebnis.

Bei meiner vorletzten Einkaufstour durch die Altmetall-Container an meiner Wald-Strecke dann die große Überraschung: Ein schwerer Schleifbock mit zwei Scheiben (für Nass- und Trockenschliff) liegt im Container. Sofort eingekauft, nach Hause geschleppt und begutachtet. Der alte Besitzer hat zwar das Kabel direkt am Gerät abgetrennt, aber ist der Bock wirklich hinüber?

Nach dem Zerlegen zeigt sich der Fehler sofort: Der schwere Schleifbock scheint heruntergefallen zu sein, dadurch hat sich eine der Scheiben im Schutzblech verfangen und blockiert. Damit hat im Inneren ein wackelig aufgesteckter Kontakt einen Funken gezogen und ist in weiterer Folge verschmort. Der große Elko scheint jedoch noch in Ordnung zu sein. Die Elektrik habe ich ausgewechselt und repariert, die Schutzbleche abmontiert, neu ausgeklopft und zum Winkel gerichtet, das Getriebe für die Nassscheibe eingefettet und mit einer passenden Beilagscheibe versehen und schon schnurrt er wieder wie eh und je. Ich gebe zu, eine Augenweide ist er nicht – er hat sicher schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel – aber für die Arbeit zum Schleifen ist er nun wieder bestens geeignet.

Von nun an ist meine Werkstatt also um einen echt guten Schleifbock erweitert...

6 Kommentare


(C) mArtin, im Juli 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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