Montag, 06. Mai 19:10
Es ist der derzeit größte Skandal im Bereich Unterhaltung, den wir haben. Auf einer Veranstaltung zum 1. Mai hatte in Graz eine Coverband aufgespielt. Engagiert und bezahlt von der Grazer SPÖ. Im Voraus wurde vereinbart, dass keine Songs von dem österreichischen Schlagersänger Andreas Gabalier gespielt werden – was ich aus mehreren Gründen sehr gut verstehen könnte. Als die Band das dann dennoch tat, distanzierte man sich von Seiten der SPÖ auf der Bühne von den Songs von Gabalier.

Im Moment reden alle ziemlich wirr daher, Gabalier selbst nennt den Vorfall in einem Posting einen Skandal und spricht von Zensur und Faschismus. Einige geben der SPÖ recht, andere dem Gabalier. Das Wichtigste hat man aber eigentlich vergessen:

Eine Coverband ist ein Dienstleister! Sie spielen Musik, und zwar genau jene Musik, die vom Veranstalter gewünscht wird. Eine Coverband macht auf der Bühne keine Kunst, sie hat lediglich für möglichst gute Unterhaltung zu sorgen. Wenn ich also eine Coverband für meinen Event engagiere, und ich sage denen, dass ich nicht möchte, dass der Vogerltanz gespielt wird, dann haben sie den schlicht und einfach nicht zu spielen. Punkt. Hier gilt nämlich der Leitsatz: Wer zahlt, schafft an.

Dass die SPÖ bei einer ihrer Veranstaltungen keine Musik von einem durch und durch blauen Musiker hören möchte, ist vollkommen legitim. Dass man dies der Tanzband vorher mitgeteilt hat, ist ebenfalls OK. Dass die Band dann trotzdem einen Song von Gabalier spielt, ist der eigentliche Skandal...

4 Kommentare


(C) mArtin, im Mai 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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