Donnerstag, 04. April 20:10
Es war eine Schlagzeile des heutigen Tages, die in den allgemeinen Nachrichten doch ein wenig untergegangen ist (ev. Absicht?): Erstmals, seit weltweite Statistiken zu Todesursachen geführt werden, hat sich an der Spitze der Tabelle etwas getan.
Aus London, von einer der ältesten medizinischen Fachzeitschriften, dem Magazin »Lancet«, wurde bekannt gegeben, dass jährlich elf Millionen Menschen nicht, wie erwartet an Rauchen oder Alkohol, sondern an falscher Ernährung sterben – damit ist die schlechte Ernährung für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor.

Natürlich wird diese Nachricht nicht so breit getreten, wie wenn sich irgend eine Art von schlimmen Drogen an der Spitze der Tabelle befinden würde, denn mit Essen macht man weltweit wesentlich mehr Geld. Daher darf Essen einfach kein schlechtes Image haben. Zu denken geben sollte es uns aber dennoch. Jetzt, wo wir durch viele Umstände unserer Lebensart – vor allem der in den letzten 150 Jahren enorm gestiegenen Hygiene – eine signifikante Steigerung des durchschnittlichen Lebensalters herbeigeführt haben, lassen wir nun nichts unversucht, dieses wieder zu verringern.

Wenn man dann wieder einmal eine Sitzung im Parlament verfolgen darf, wo sich die Politiker so stark dagegen sträuben, z. B. eine Lebensmittel-Ampel einzuführen, eine höhere Besteuerung von Zucker oder Fett zu beschließen, ökologischen Anbau von Lebensmittel zu verhindern und diverse andere Beschlüsse in diese und ähnliche Richtungen zu fällen, dann darf man sich ab sofort schon fragen, wo da die näheren Gründe für diese generelle Ablehnung liegen. Ein Schelm, wer da an Lobbying denkt...

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(C) mArtin, im Mai 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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