Dienstag, 02. April 17:50
Heute war etwas in den Nachrichten des Deutschlandfunks zu hören, was mich doch ziemlich interessierte: Ab Mitte bis Ende Mai wird sich bei unseren Maßeinheiten einiges ändern. Keine Angst, in Wahrheit wird sich natürlich nichts ändern. Aber irgendwie dann doch. Das, was ich noch in der Schule gelernt habe, wird obsolet. Ich habe noch vom Urkilogramm gehört, nach dessen Gewicht sich – mehr oder weniger – die ganze Welt richtet. Ich habe vom Urmeter gelernt und von der Atomuhr irgendwo in Frankreich (oder war die damals doch in Amerika?).

Tja, damit ist es nun vorbei. Die ganzen Ur-Dinger sind leider doch nicht so gut, wie man es ursprünglich angedacht hatte. Oder besser: Unsere neuen Messmethoden werden zu genau. Das Urkilo verliert immer mehr an Gewicht, das Urmeter wird immer kürzer, die Atomuhr geht schlicht und einfach falsch. Daher hat man andere Wege gefunden, unsere Einheiten ein für alle Mal festzusetzen. Durch Naturkonstanten. So richtig einfach ist es nicht zu erklären (ich bin ja auch kein Physiker) aber soweit ich es verstanden habe, hat man gezählt, aus wie vielen Atomen eine Siliziumkugel mit 1 kg Gewicht besteht. Beim Urmeter soll das Licht herhalten und für die Zeit hat man eine völlig neue Uhr gebaut, an der man sich von nun an orientieren wird (müssen).

Bei der Uhr verhält es sich folgendermaßen: Hätte man diese Uhr beim Urknall gebaut und in Betrieb genommen (der Anfang des Universums vor etwa 13,8 Milliarden Jahren), sie wäre bis heute um 2 Sekunden falsch gelaufen.
Naja bitte. Wer's braucht...

2 Kommentare


(C) mArtin, im April 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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