Freitag, 08. Februar 19:00
Nur für den Fall, dass es jemanden so intensiv interessieren sollte, wie es mich interessiert.

Hier ein Foto von der Staumauer des Wienerwald-Stausees. Höchst interessant, das Stauziel dieses Sees ist also 130,30 m? Der See ist also über 130 Meter tief? Das kann ich einfach nicht glauben. So, wie das Tal dort aussieht, gehen sich da nicht mehr als ein paar Meter aus. (Wiki-Dings weiß es übrigens genauer: so zwischen zwei und drei Meter Tiefe sollen es sein.) Was sind also diese 130,30 m – worauf beziehen die sich?

Wie gesagt, diese Sache interessiert mich, seit ich das erste Mal diese Marke gesehen habe. Im Netz gab es nirgends die Lösung zu meiner Frage. Also rufe ich heute kurzerhand beim Wiener Wasser an, denn diese haben ja (ähnlich wie bei den Gebieten der Wiener Hochquellen-Wasserleitung) die Verantwortung dafür. Direkt in der Vermittlung möchte man mir gleich weiterhelfen aber die Frage ist dann doch etwas zu speziell, der freundliche Vermittler mein daher: »Aha, woaten's – ich verbind' Ihna zum Hernn Ingenieur...«

Und der Herr Ingenieur (mit Namen Elmayer oder so ähnlich) weiß tatsächlich die Antwort – auf die garantiert niemand kommen kann, der sich nicht mit Hydrologie beschäftigt. Diese Höhenangabe bezieht sich auf das sogenannte Wiener Null. Wien hat also ein eigenes Höhenbezugssystem, der Nullpunkt dieses Systems ist der Wasserspiegel vom Donaukanal beim Schwedenplatz. Und 130,30 Meter darüber ist das Stauziel des Sees bei Tullnerbach.

Genial. Und jetzt auch für mich nachvollziehbar. Da ja der Stausee früher einmal der Reserve-Trinkwasserspeicher für die Stadt Wien war, macht dies tatsächlich auch Sinn...

4 Kommentare


(C) mArtin, im Februar 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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