Mittwoch, 06. Februar 19:10
Rap und HipHop sind ja in der heutigen Zeit bei Musik-Konsumenten über 20 Jahren nicht so wirklich beliebt. Und das – meiner Meinung nach – oftmals zurecht.
Als der Sprechgesang noch von den Fantastischen Vieren oder den MC's der Jazzkantine kam und damit tatsächlich in höchstem Maße ausgefeilte Texte das Ohr des Hörers erreichten, da war die Welt noch in Ordnung. Wenn man aber die heutigen Texte liest, dann ahnt man: Das kann nur mehr einer relativ bildungsfernen Klientel gefallen.

Damit zum HipHop, also zu der Musik, über jene der Rap sprechgesungen wird.
Auch hier gilt: Es gab da einmal wirklich fähige Musiker und damit gute Musik in dieser Sparte. Gerade die im vorigen Absatz von mir angesprochene (Big)Band Jazzkantine besteht aus ziemlich hochkarätigen Jazzmusikern und ist mit Rapgesang tatsächlich auf einigen Jazzfestivals vertreten. Man merkt aber bereits: »Jazzfestival«... das ist also definitiv nicht mehr die Musik, welche von den Jugendlichen gehört – oder auf den Jugendsendern (=Ö3) gespielt wird.

Aktueller HipHop von aktuellen Künstlern ist ziemlich oft ganz gesampelte oder schlicht und einfach geklaute Musik. Und zwar immer dann, wenn man denkt: »Naja, die Musik ist aber gar nicht sooo schlecht...!«

Auf meinem Jazzsender sind mir in der letzten Zeit zwei alte Songs untergekommen, bei denen es in meinen Ohren nur so geschnackelt hat.
Dieses Beispiel ist ein Gangsta-Rap, den sich jeder noch kennt (aus der Zeit, wo Gangsta-Rap noch halbwegs hörbar war):
Coolio – Gangsta's Paradise aus dem Jahr 1995 mit über 121 Millionen aufrufen bei Youtube!

Ok, der Song ist wirklich nicht schlecht, aber seit voriger Woche kenne ich einen Song, der noch wesentlich besser ist, nämlich:
Stevie Wonder – Pastime Paradise aus dem Jahr 1976.

Es gibt wahrscheinlich unzählige Beispiele, wo wirklich geniale Songs aus früheren Zeiten zu HipHop verwurstet werden. Wann immer man diese findet, ist es eine echte Wohltat für die Ohren...!

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(C) mArtin, im April 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!