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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

Falls Sie sich durch den Inhalt dieser Seite gestört, belästigt, verunglimpft oder in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt fühlen, dann entschuldige ich mich hiermit dafür und bitte Sie: nehmen Sie sich bitte die Zeit, mir eine kurze Nachricht zu schreiben, und ich werde mich in Ruhe mit Ihren Überlegungen und Gedanken beschäftigen - und gegebenen Falls geeignete Schritte unternehmen. Selbstverständlich bin ich nicht verantwortlich für die Inhalte fremder Seiten, welche durch die auf meiner Seite angebrachten Links aufrufbar sein können.

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oder auch Spaß beim Lesen wünscht

mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019
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Mittwoch, 26. Juni 20:20
Es ist Sommer, keine Frage. Genau so, wie ein Sommer sein soll. Ja, ich gebe zu, ein paar Grad weniger wäre auch noch ziemlich sommerlich. Aber es ist schon gut so. Heute ist mir aufgefallen, dass ich heuer noch gar kein Eis gegessen habe. Der eine Wassereis-Lutscher am Donauinselfest zählt da nicht. Ich meine echtes Eis vom Eis-Tandler. Dafür wird es jetzt Zeit. Daher zeige ich Dir heute ein Foto von mir, wo man sehen kann, wie ich mich über ein echtes Eis freue...


Dienstag, 25. Juni 20:20
Gleich vorweg einmal die Auflösung zum gestrigen Suchbild: Da sitzen Sandra (rechts) und mArtin (links). Diesbezüglich gab es ja einige Verwirrung und lustige Tipps...

Und dann gleich zum heutigen Foto. Es war am Sonntag, als ich bei meiner Tour vollkommen abrupt abbremsen musste, da sich mir ein Tier – offenbar mit suizidalen Gedanken – in voller Breite in den Weg stellte.
Leider abermals nur ein Foto mit dem schlechten Foto-Handy...


Montag, 24. Juni 20:40
Das Sommernachtskonzert in Schönbunn war wirklich schön. Ob es auch gut gespielt war, kann ich nicht sagen, dazu muss ich mir erst das Video bis zum Ende ansehen. Der Platz, wo wir saßen, war nur so ein Platz, der für das Fernsehbild gut war, in welchem man 100.000 Menschen sehen kann, die einem Konzert der Wiener Philharmoniker lauschen. Ton gab es dort praktisch keinen mehr. Lediglich die lauteren Stücke konnte man halbwegs hören – und die waren in Ordnung.

Übrigens: Sandra und ich sind ab sofort Fernsehstars. Hier ein Video-Standbild. Kannst Du uns finden?


Sonntag, 23. Juni 16:20

Samstag, 22. Juni 14:50

Freitag, 21. Juni 21:40
Und wieder einmal über den Umstand geärgert, dass ich die Kamera nicht dabei hatte...
Es war um 17 Uhr 52, als ich bei der Abfahrt vom Rosskopf plötzlich ein höchst bemerkenswertes Bild erblicke: Die Sonne scheint durch den Berg.
Es hat schon einige Minuten benötigt, bis ich mir den Reim auf das Bild machen konnte. Der Berg vor mir ist exakt so steil, dass ich in einer Achse mit Berggipfel und Stand der Sonne stehe. Die Sonne scheint also nur durch die Wipfel der Bäume – bei mir sieht es damit allerdings so aus, als ob der Berg ein Loch hätte.

Ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
spooky war es aber schon...



Donnerstag, 20. Juni 13:50
Heißt der heutige Feiertag nicht ohnehin Fronleichnam?
Auf jeden Fall lag bei der heutigen Fahrt auf einmal ein kleiner toter Maulwurf oder eine kleine Maulwürfin vor mir. Direkt am Weg, so dass man sich darüber Sorgen machen könnte, ob er/sie nun noch von einem zu schnellen Radfahrer überfahren würde. Vielleicht passt es also ganz gut zu diesem Tag, dass ich ihm/ihr ein kleines Grab gebastelt habe. Es genügt sicher nicht den Bestimmungen der Wiener Friedhöfe aber für einen kleinen Maulwurf ist es sicher ganz schön. Gute Reise...!


Mittwoch, 19. Juni 18:50
Eine sehr wichtige Erkenntnis hat uns eine Veröffentlichung von britischen Wissenschaftlern gebracht.

Und zwar handelt es sich bei der groß angelegten Studie, die von Soziologen ausgearbeitet wurde, um eine Arbeit zum Thema: »Arbeit«. Man weiß bereits seit längerer Zeit, dass Menschen, die keiner bezahlten Arbeit nachgehen können, also arbeitslos sind, dadurch in große Probleme kommen können. Durch das Gefühl der Nutzlosigkeit, welches ihnen zumeist vom gesellschaftlichen Umfeld gegeben wird, entstehen nicht selten psychische Krankheiten, die sich letzten Endes auch physisch auswirken können.

Auf der anderen Seite weiß man aber auch, dass ein zu viel an Arbeit ebenso schlimme Folgen haben kann. Hier ist der Burnout die derzeit wohl schillerndste Erscheinung in der Welt der psychischen Krankheiten. Von den körperlichen Folgen einer Überarbeitung ganz zu schweigen.

Es ist also weder zu wenig noch zu viel Arbeit für den Menschen wirklich gesund. Die britischen Forscher wollten es aber ganz genau wissen: Wie viel Arbeit ist für den Menschen im Allgemeinen am gesündesten – bei welchem Pensum von Lohnarbeit fühlt sich der Mensch wirklich wohl?

Die Daten von 70.000 Menschen wurden ausgewertet und man hat tatsächlich die Antwort zur Fragestellung gefunden: Acht Stunden Arbeit – also ein Arbeitstag – ist genau das richtige Pensum für einen gesunden Menschen, damit es ihm rundum gut geht. Eine längere Arbeitszeit brachte praktisch keine Verbesserungen mehr.

In einer Zeit, wo Arbeit immer mehr zur Neige geht und Firmen reihenweise Arbeitsplätze abbauen, bzw. diese mit der Hilfe von Startups in das Prekariat verschieben, könnte uns das eventuell zu denken geben...


Dienstag, 18. Juni 18:40
Die Firmen für allerlei Zeugs wissen ganz genau, wie man es macht. Wie man es nämlich macht, dass man schwach wird. Man kennt die besten Trigger für Männer als auch jene für Frauen nur zu genau – und baut dann exakt solche Produkte, die diesen auf eine ziemlich perfide Art entsprechen. Wenn diese Gerätschaften dann bei meinem Hofer stehen,... dann habe ich es ziemlich schwer.

»Na schau, das brauchst Du doch...?!« sagt mein Bastler-Hirn in seinem lieblichen Ton zu mir.
»Nein, sicher nicht. Hab' ich schon!« antwortet der logisch denkende Teil.
»Ja, aber nicht so schön... Und nicht so komplett! Komm. leg' es ins Wagerl... Na komm...!«
»Nein, das ist nur ein billiges Glump. Das brauche ich nicht. Das ist nach ein paar Tagen dann wieder kaputt!«
»Na geh. Jetzt zier Dich nicht so! Das kostet nur 20,- Euro. Das kannst Du Dir locker leisten! ... Na kommm... *leg's ins Waaaaagerl!*«
»Na gut. Ich mach' noch eine Runde durch den Hofer, dabei überlege ich es mir...«
»Ja. Überlege es Dir... und dann legst Du es ins Wagerl...!«

Das Objekt der Begierde. Ich denke, jeder Mann mit Ambitionen zum Basteln wird mich ein wenig verstehen. Es ist eigentlich unglaublich gemein, eine so herzige Bohrmaschine zu erzeugen. Ja ja, es ist nur ein Akku-Schrauber. Aber würde man ein kleines Bohrfutter in den Bit-Aufnehmer stecken, dann hätte man schon eine....

PS: Ich konnte widerstehen...!


Montag, 17. Juni 20:50
Am 16. April, einen Tag nachdem der Brand der Kirche Notre-Dame zu Paris begonnen hat, habe ich darüber geschrieben, dass es auf mich ein wenig unangenehm wirkt, dass innerhalb von Minuten die richtig großen Spenden von den Reichen, den Schönen und den großen Firmen eingegangen sind. Ganz im Gegensatz dazu, wenn Menschen in Not sind. Etwa eine Milliarde Euro (€ 1.000.000.000,-) an Spenden wurden bisher angekündigt. Ganz nebenbei: Der Vatikan hat exakt nichts gespendet. (Was in Wahrheit zu erwarten war...)

Diese Geschichte hat aber – und da finden meine Gedanken über diese Cause eine wirklich schöne Bestätigung – noch eine wunderbare Fortsetzung: Gestern wurde bekannt, dass von dieser Milliarde bisher noch kaum etwas eingetroffen ist – und sich daher der Beginn der wirklichen Wiederaufbauarbeiten weiter verschiebt. Lediglich die Gelder von den Kleinspendern kommen tatsächlich an. All jene Summen, die von den reichen, französischen (Adels-)Familien und Großindustriellen direkt in die Kameras angekündigt wurden, lassen auf sich warten.

Eigentlich eine geniale Marketingstrategie! Wenn das ganze Volk in den Nachrichten gesehen hat, wie man eine 100-Millionen-Euro-Spende ankündigt, dann ist diese Spende in den Augen der Mediengesellschaft ja bereits erfolgt – und alle sind höchst zufrieden.
Selber schuld, wer dann noch wirklich zahlt...


Sonntag, 16. Juni 16:30

Samstag, 15. Juni 19:10

Freitag, 14. Juni 15:40
Und heute war Zeit für...



Donnerstag, 13. Juni 19:50
Jeder von uns hat sein Binkerl zu tragen. Und dazu gehört halt auch die eine oder andere, stärkere oder schwächere Beeinträchtigung der Gesundheit. Im Zuge von durchlebten Krankheiten oder Unfällen, physischer, nervlicher sowie psychischer Art oder auch einfach nur des Alters wegen gibt es verschiedene Schwierigkeiten, mit denen man eben umzugehen hat. Natürlich neigt man dazu, die eigene Beeinträchtigung schlimmer anzusehen als die von anderen Menschen. Ist aber auch klar – diese erlebt man Tag für Tag, Stunde für Stunde. Und sie geht unter Umständen sehr auf die Nerven.

Manchmal aber, wenn man direkt mit wirklich starken Beeinträchtigungen von anderen Menschen konfrontiert ist, erkennt man, dass man mit seinen Problemen eh relativ gut dran ist. Bei mir sind das immer wieder Unfälle von jungen Menschen. Wenn man mit Mitte 20 bei einem Unfall – eventuell sogar noch unschuldig – so stark verletzt wird, dass man fortan im Rollstuhl sitzen muss, dann ist das schon eine ganz andere Geschichte. Das ändert tatsächlich das komplette Leben. Und nicht nur das eigene.

Heute im Abendjournal wurde über so einen Unfall berichtet. Lukas Müller, ein österreichischer Skispringer mit 27 Jahren, hatte im Jänner 2016 einen schweren Unfall auf der Sprungschanze am Kulm. Bei einem Sturz zog er sich einen Genickbruch und damit eine inkomplette Querschnittlähmung zu. Für jeden Normalo bedeutet das: Rollstuhl. Für immer.

Lukas Müller aber schafft den Sprung ins Ö1-Abendjournal: Er postet gestern kurz nach sieben Uhr früh ein Video auf seiner Facebook-Seite. In diesem Video geht er aufrecht, ohne Hilfsmittel und ziemlich gerade fünf Meter zu einer Wand und wieder zurück.

Nicht nur, dass diese Leistung fast unglaublich scheint, zeigt es einmal mehr auf: Das meiste Potenzial liegt nicht bei den Ärzten oder Therapeuten – sondern tatsächlich in uns selbst. Lukas Müller will sich mit seinem prognostizierten Schicksal nicht zufrieden geben. Die Tortour und die Strapazen, die er dafür hinnehmen muss, sind einfach unglaublich.
Aber: es geht. Besser noch: Er geht.

Lukas Müller, alles Gute!
Und ehrlich: ich nehme Dich als Vorbild!


Mittwoch, 12. Juni 21:00
Mein Stromanbieter hat mir ein wunderschönes Geschenk zugesandt: Der Verbund schenkt mir einen Tag Gratis-Energie!

Da muss ich erst einmal tief durchatmen. Mit solch einem Lotto-Sechser rechnet doch niemand...
Aber gerade das wäre hier angebracht: Rechnen. Einfach einmal kurz rechnen.

Wie viel zahle ich dem Verbund im Jahr für meine Energie? Das steht auf der Jahresabrechnung. Diese Summe dann durch 365 gerechnet – und... Aha. Der Verbund möchte mir 1,68 Euro schenken.
Also vielleicht doch kein Lotto-Sechser?

Nein. es kommt sogar noch dicker. Damit ich dieses vollkommen uneigennützige Geschenk entgegennehmen kann, soll ich auf dieser Seite meine Daten eingeben und damit auch gleich meine Zustimmung zur ekelhaften Werbeflut unterzeichnen.
Da hätte ich eine viel bessere Idee: Ich überweise dem Verbund 1,68 Euro als Geschenk und dafür senden sie mir – abgesehen von den Rechnungen – nie wieder irgendeinen dieser ekelhaften Folder zu.

Na, Verbund, ist das nicht ein tolles Angebot?


Dienstag, 11. Juni 20:20
Jeder Hörfunksender – also zumindest jene im Bereich des Sprechradios (vulgo: Bildungssender) – hat auch seine eigene Sendereihe für Kinder. Auf Ö1 ist das »Rudi, der rasende Radiohund«.
Leider verhält es sich mit Rudi so, dass er mir bereits seit Jahren unglaublich auf die Gogerln geht. Rudi kommt in jeder Sendung mit einer saudummen Idee oder einem ebensolchen Problem ins Studio und ist dann stets von klugscheißenden Leuten umgeben, die ihm schlussendlich sagen, wie man sich richtig benimmt. Offensichtlich versucht man auf diese Art den Kindern eine Art von political correctness beizubringen. Allerdings glaube ich einfach nicht daran, dass Kinder Rudis Sendung nicht durchschauen. Das müsste dann schon etwas weniger plakativ geschehen.

Damit gleich zu einem höchst positiven Beispiel:
Die Kindersendung auf NDR-Info nennt sich: Der Ohrenbär. Radiogeschichten für kleine Leute.
Ich bin ein sehr großer und ziemlich erwachsener Fan dieser Sendung. Noch nie habe ich dort eine Geschichte gehört, die mir nicht gefallen hätte. Und ich gehe davon aus, dass Geschichten, die Kindern gefallen sollen, durchaus auch Erwachsenen gefallen können.
In dieser Woche geht es um die Geschichte einer Pfütze. Die heutige Ausgabe nennt sich: »Der Großmut der Kröte.«

Du kannst Dir ja ein Stückchen Rudi anhören und zum Vergleich ein Stückchen Ohrenbär. Dann weißt Du sicherlich sofort, was ich meine...


Montag, 10. Juni 20:00
Immer noch Pfingsten...


Sonntag, 09. Juni 20:00

Samstag, 08. Juni 18:40

Freitag, 07. Juni 20:20
Einige – genauer gesagt: so viele, wie noch nie – Wissenschaftler beschäftigen sich derzeit mit der Auswirkung von Bewegung auf den Gesundheitszustand.
So neu wäre das ja nicht – schon alte Sprüche und Volksweisheiten sagen es ja bereits, wie zum Beispiel: »Sich regen bringt Segen« oder auch »In einem gesunden Körper wohnt...« usw. usf.

Das Wort Selbstheilungskräfte war ja bis vor einigen Jahren ausschließlich aus dem Munde von Alternativ-Medizinern (welche der Schulmediziner gerne als Quacksalber bezeichnet) zu hören. Lernt man doch im Medizinstudium über Jahre hinweg: Lediglich Chemie kann dem aufgeklärten Menschen helfen. Inzwischen darf aber auch der Schulmediziner dieses vormals unseriöse Wort in Zusammenhang mit Bewegung aussprechen, ohne von seinen Kollegen geteert und gefedert zu werden.

Im Prinzip wissen wir also, dass Bewegung gut und gesund für uns ist. Während also jetzt in einigen Berichten und Dokumentationen rund um dieses Thema davon berichtet wird, wie sich Menschen erfolgreich mit Bewegung gegen einige Volkskrankheiten wehren, gibt es eine andere Gruppe von Wissenschaftlern, die bei diesem Thema noch einen ordentlichen Schritt weiter gehen.

Man forscht seit etwa zehn Jahren an einer Pille, die Bewegung ersetzen kann – bei Mäusen soll es bereits erste Erfolge geben.
Dies ist kein Scherz, es wurde in einem Beitrag völlig ernst davon berichtet. Man müsste sich dann also nicht mehr anstrengen, um körperlich fit und aktiv zu bleiben. Genial!

Es soll allerdings noch mindestens 20 Jahre dauern, bis diese Pille auf den Markt kommen kann.
Na gut.
Bis die Forschung diesbezüglich abgeschlossen ist, fahre ich halt weiterhin jeden Tag meine Runde.


Donnerstag, 06. Juni 19:10
Im Prinzip verhält es sich analog zu jenen Regeln, die man bereits aus dem Kindergarten kennt...

Heute ist ein Tag zum Feiern. Nicht für eine laute, fröhliche und unbeschwerte Feier – schon eher für eine nachdenkliche. Am sechsten Juni 1944, also genau vor 75 Jahren begann zeitlich in der Früh die alliierte Invasion in der Normandie an der französischen Küste. Amerikaner, Briten und Franzosen unterstützten durch eine zweite Front die Russen, die diesen erweiterten Einsatz davor bereits öfters gefordert hatten.
Die Verluste an diesem Tag waren enorm, jedoch das schlussendliche Ergebnis kennen und leben wir: Die Befreiung Europas von den Nazis.

Zu diesem Tag gab es heute große Feierlichkeiten vor Ort, zu denen die Vertreter aller beteiligten Länder eingeladen waren.
Aller Länder? Nein, doch nicht aller Länder. Auf die Russen hat man (mehr oder weniger absichtlich) vergessen.

Und so feiern Trump, May und Macron die Landung der alliierten Truppen – und natürlich sich selber – und freuen sich wahrscheinlich wie die kleinen Kinder, dass man Putin nicht eingeladen hat.
Dabei wäre doch so eine Feier die beste Gelegenheit, wieder einmal miteinander zu sprechen. Was aber vermutlich zu einfach gedacht ist.

Da ist es wahrscheinlich besser, man gibt sich harsche Ratschläge über Twitter und kündigt weitere Sanktionen an.
Ist im Kindergarten ja auch nicht anders: Wer schlimm war, muss in der Ecke stehen...


Mittwoch, 05. Juni 20:00
Die einzig wahre Katastrophe: Die weltgrößte Nutella-Fabrik in Frankreich ist seit einer Woche im Streik!

Die Mitarbeiter verlangen 4,5% Lohnerhöhung plus einer einmaligen Kaufkraftprämie von 900,- Euro pro Mitarbeiter.
Die Firmenleitung bietet 0,4% Lohnerhöhung plus keine Prämie. Dafür aber eine Strafe von 1.000,- Euro, wenn die Mitarbeiter ihren Streik nicht beenden.

Die Firmenleitung hat gewonnen. Der Streik wurde vor kurzer Zeit beendet.
Das Frühstück ist gesichert. Die prekären Arbeitsplätze auch.

Liberté, Égalité, Fraternité!


Dienstag, 04. Juni 21:20
Zu Ibiza nur noch eine allerletzte, wirklich abschließende Bemerkung. In diesen Tagen, seit H. C. Straches in allerhöchstem Maße peinlichen Auftritt auf der Ferieninsel, hat sich sehr deutlich gezeigt, wie froh wir sein können, Alexander Van der Bellen tatsächlich zu unserem Bundespräsidenten gewählt zu haben. Seine diesbezüglichen Äußerungen zu unserer Verfassung, seine Ansprachen vor der Presse, sein Umgang mit der ganzen Situation hat sich derart gestaltet, dass ich als Bürger dieses Landes das beruhigende Gefühl haben konnte, da ist jemand, der die Situation im Griff hat und auch bereinigen wird.

Ich bin mir sehr sicher, dass ein anderer Bundespräsident – wie zum Beispiel Norbert Hofer – diese Causa weder so elegant noch so staatsmännisch erledigen hätte können. Van der Bellen hat mit seinem Handeln bereits einen Gutteil des auf der ganzen restlichen Welt in Schieflage geratenen Bildes von Österreich wieder ein wenig zurecht gerückt.

Mein Bundespräsident.
Danke!


Montag, 03. Juni 20:50
Die neue Regierung ist fertig. Bezeichnet wird sie zwar als Übergangs- und Beamtenregierung, in Wahrheit gibt es aber keinen Unterschied in den Rechten und Verpflichtungen der aktuellen Regierung zu einer, die von uns gewählt wurde. Eine Regierung ist eine Regierung ist eine Regierung. Natürlich gibt es in den Köpfen derjenigen, die ab sofort mit dieser Regierung zu tun haben werden, so manche Einschränkung. Diese existiert aber wirklich nur in den Köpfen. Wenn sich so mancher EU-Verhandler auch denken mag, dass unsere Bundeskanzlerin Bierlein in ein paar Monaten schon wieder nicht mehr in Amt und Würden sein wird, so ist sie derzeit doch die österreichische Bundeskanzlerin. Es gibt keine Kanzlerin zweiter Klasse. Punkt. Und wer weiß zum Beispiel am heutigen Tage schon, wie lange die deutsche Regierung noch hält – wo vor einigen Stunden erst die Chefin der Koalitionspartei SPD – Nahles – ihren Hut geworfen hat?! Da könnte es durchaus sein, dass sich unsere Übergangs-mann&frau-schaft noch um einiges länger hält.

Was mir gut an dieser Regierung gefällt: Endlich eine Frau an der Spitze. Es war wirklich Zeit.
Was mir auch gut gefällt: 50% Männer und 50% Frauen als MinisterInnen. Genau wie Van der Bellen sagt: »Ab sofort wird niemand mehr sagen können: Najo, des geht halt net...!«

Was mir dann aber besonders gut gefällt: Gestern Abend höre ich die Liste der Personen, welche heute Vormittag angelobt werden sollen. Bei der Nennung des Innenministers muss ich meine Tätigkeit unterbrechen und genau zuhören. Tatsächlich... Der neue Innenminister saß in der AHS eine Reihe hinter mir und hat mir in den späten 70ern Nachhilfe in Englisch gegeben. Und derzeit wohnt er ein paar Gehminuten von mir entfernt, weil er mit einer Schulfreundin aus meiner Volksschule zusammen ist.

Ich habe also ein Quasi-Naheverhältnis zu unserem Innenminister. Und eines kann ich sagen: Der Wolfgang ist wirklich ein ganz feiner Kerl. Politisch sind wir – zumindest meiner Vermutung nach – nicht so ganz auf einer Linie aber er ist tatsächlich jemand, für den ich meine Hand ins Feuer legen würde. Wolfgang ist tatsächlich einer von den ganz geraden Menschen. Das war auch schon in der Schulzeit so.

Diese neue Regierung macht mir tatsächlich jeden Tag auf's Neue ein wenig Freude.
Ich will hoffen, dass dies auch so bleibt...


Sonntag, 02. Juni 19:30

Samstag, 01. Juni 19:00


(C) mArtin, im Juni 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!