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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022




Mittwoch, 25. Mai 20:00
Der wievielte Amoklauf in Amerika war das überhaupt? Man muss gar nicht mitzählen, um zu wissen, dass es nirgends auf der Welt so viele derartige Ereignisse gibt, wie in den USA. Laut der gestrigen Tagesschau gibt es in den letzten zehn Jahren über 3000 Opfer von ähnlichen Taten. Dieses Mal war es ein junger Mann, der sich – kurz nach seinem 18. Geburtstag – legal zwei Sturmgewehre gekauft und damit diesen Anschlag verübt hat. Einmal mehr flammt die übliche Diskussion auf, ob es denn möglich sein soll, dass sich jeder Erwachsene der Staaten ohne jegliche Kontrolle militärische Waffen kaufen darf oder nicht. Einmal mehr stehen die NRA (= National Rifle Organisation, deutsch: »Nationale Organisation für Waffen«) und damit auch die Republikaner auf der Seite der Waffenbesitzer – und die Demokraten sind für Einschränkungen. Doch für eine Änderung im Waffengesetz wäre eine deutliche Mehrheit im US-Senat notwendig und diese hat Biden nicht. Diese hatte übrigens schon Obama nicht. Und so wird alles bleiben, wie es ist. Die NRA wird diesen Diskurs ein weiteres Mal gewinnen und sich über weitere Verkäufe freuen. Der nächste Amoklauf wird kommen und die Diskussion wird ein weiteres Mal aufflammen...


Dienstag, 24. Mai 20:10
Apropos 24. Es ist ja immer wieder ein mehr oder weniger großes Problem, festzustellen, ob eine Webseite mit einem bestimmten Angebot nun gut ist oder eher nicht. Man sucht im Netz nach Erfahrungsberichten, orientiert sich an Beiträgen in Magazinen für Konsumentenschutz oder sucht nach den im Impressum angegebenen Daten. Eine Grundregel gibt es schon und diese sollte man immer beachten: Was zu gut aussieht um wahr zu sein, ist mit höchster Wahrscheinlichkeit auch zu gut um wahr zu sein. Kurz: Wo man für ein Produkt nur die Hälfte vom marktüblichen Preis bezahlt, ist meistens der Wurm drin.

Mir ist da aber noch eine Tatsache auf- beziehungsweise eingefallen, aus welcher man eine Regel erstellen könnte. Da ich seit Jahren jeden KONSUMENT von vorne bis hinten lese, bekomme ich auch alle gröberen Verstöße gegen geltendes Recht und andere Probleme mit Webseiten mit. Und da gibt es eine relativ große Auffälligkeit: Viele Seiten, auf denen man, sagen wir mal »ein wenig über den Tisch gezogen wird«, habe eine »24« in der URL, also in der Adresse der Webseite. Mit dieser 24 will man wahrscheinlich suggerieren, dass die Seite 24 Stunden am Tag erreichbar also offen ist. Was beim Internet eher ein schwaches Argument ist. Computer schlafen ja nicht wirklich, wenn man das nicht will.

Ich würde meinen: Eine gesunde Portion Skepsis wäre angebracht, bevor man das nächste Mal z. B. im supershop-24.info ein Handy, das überall sonst 999,- Euro kostet, um 499,- bestellt...


Montag, 23. Mai 19:10
Es war bei meiner Ausfahrt am letzten Freitag. Die Mittagspause habe ich bei dem Bankerl an der Donau verbracht, wo ich immer eine kleine Rast mache. Ein nettes Plätzchen an einem Weg, der direkt der Donau entlang führt. Grundsätzlich ist es wirklich recht schön dort, nur eines stört schon ein wenig: Der Platz ist jedes Mal mit TschickTschick


Zigarette.
Wie bei vielen Worten in der österreichischen Sprache sind hier Einzahl und Mehrzahl gleich. Vermutlich, weil wir für eine diesbezügliche Regelung ein bisserl zu faul sind. Oder auch weil »Tschicke« relativ deppat klingt.
übersäht, obwohl der Mistkübel direkt neben dem Bankerl steht. Da ich noch den Handschuh von der Hofer-Backstube dabei hatte, habe ich diesen vor dem Entsorgen noch zum Einsammeln der Zigarettenstummel verwendet. 30 TschickTschick


Zigarette.
Wie bei vielen Worten in der österreichischen Sprache sind hier Einzahl und Mehrzahl gleich. Vermutlich, weil wir für eine diesbezügliche Regelung ein bisserl zu faul sind. Oder auch weil »Tschicke« relativ deppat klingt.
stummel in direkter Nähe der Bank.

Es mag ein wenig erbsenzählerisch wirken aber ich habe gelernt, dass man keinen Mist macht (und bedanke mich dafür bei meinen Eltern). Egal wo und wie, es gibt immer eine Möglichkeit, keinen Mist zu hinterlassen. Sollte es zum Beispiel neben einem idyllisch gelegenen Bankerl keinen Mistkübel geben und man Gusto auf eine Zigarette in der Abendsonne haben, so gibt es dafür auch Reiseaschenbecher. Ohne SchmähSchmäh


Ojegerl. Das ist wieder einmal schwer zu erklären.

Ein Schmäh ist einerseits eine Lüge - andererseits vielleicht auch ein kleiner Spass. Wenn man einen »guten Schmäh« macht, dann ist man der Held. Wenn man »keinen Schmäh« hat, dann ist man ein echter Verlierer.
! Ich habe einen solchen von meiner ganz lieben Freundin bekommen und er ist immer dabei. Falls ich einmal auf einem Bankerl Platz nehme, wo kein Mistkübel daneben steht...


Sonntag, 22. Mai 17:10

Samstag, 21. Mai 17:20

Freitag, 20. Mai 20:20
Es war zwar an sich die gleiche Runde wie am Montag – allerdings mit ein paar Extra-Einlagen. Daher auch etwas länger. Und jetzt bin ich echt müde.

Hier die Tour und hier die Fotos davon. (Heute nicht mit Handy, sondern mit echtem Apparat...

Donnerstag, 19. Mai 17:50
Ich weiß nicht warum – aber zu Schlangen und Schleichen habe ich ein sehr nahes Verhältnis. Ich möchte es fast schon als liebevoll bezeichnen. Immer, wenn ich ein solches Tier sehe, möchte ich es angreifen – wohlwissend, dass es in Österreich keine lebensbedrohlich giftige Schlangen gibt. Nur die Sandviper und die Kreuzotter sind giftig – und die erkenne ich. Einerseits an der auffälligen Zeichnung (bei der Kreuzotter) und andererseits an dem kleinen Horn an der Nasenspitze der Sandviper. Was ich allerdings (noch) nicht wusste, ist, dass es auch eine schwarze Kreuzotter geben soll. Nun weiß ich aber, wie die aussieht – von da her bin ich also sicher.

Es ist jetzt die Zeit angebrochen, wo Schlangen und Schleichen leider ziemlich gefährlich leben. Sie schlängeln sich jetzt gerne mitten auf die Wege und Fahrbahnen, da sie die Wärme der Sonne spüren wollen – und da werden sie im Wald öfters von viel zu schnell fahrenden Mountainbikern überfahren. Wenn da einer bergab mit 35 Sachen daherkommt, ist die schnellste Schlange/Schleiche zu langsam bei ihrer Flucht. Daher sehe ich jetzt beinahe täglich solche toten Tiere am Weg liegen. Und ich finde das doch ein wenig traurig.

Heute allerdings, da konnte ich ein unversehrtes Exemplar einer Blindschleiche mitten auf der Forststraße sehen, sie hat gerade versucht, ein paar Sonnenstrahlen einzufangen. Ich bin sofort abgestiegen und habe sie näher angesehen. Sie hat meine Hand beschnuppert und ließ sich auch streicheln. Und das, ohne dass ich sie festgehalten habe. Danach hat sie sich wieder ins sichere Gestrüpp des Randes vom Schotterweg verkrochen...


Mittwoch, 18. Mai 19:40
Ich finde das ja doch ziemlich erheiternd, wenn immer wieder von allen möglichen, vor allem eher unwissenden, Seiten behauptet wird, wie unglaublich toll eigentlich digitale/digitalisierte Systeme funktionieren. Denn die Wahrheit schaut auf dem Gebiet doch ein wenig anders aus. Nämlich immer dann, wenn sich der mit einem digitalen System arbeitende Mensch nicht genau so verhält, wie sich das das digitale System erwartet. Oder derjenige, der das System programmiert hat. Zu Deutsch: Künstliche Intelligenz (=»KI« oder auf englisch auch gerne »AI« [artificial intelligence] genannt) gibt es bis dato definitiv nicht. Jede KI hat ihre mehr oder weniger große Schwachstelle. Und meistens ist sie eher größer.

Das heutige Beispiel: Ich habe eine Bestellung bei einem Webshop für Fahrrad-Ersatzteile aufgegeben. Als Bezahl-Modus habe ich »Vorauszahlung« angegeben. In dem Shop wurde mir mitgeteilt, dass ich dafür extra eine Anweisung gesendet bekäme. So eine Anweisung für die Überweisung kommt bei den Firmen, die ich kenne, innerhalb von wenigen Stunden. Bei diesem Shop dauert es jetzt allerdings schon ein paar Tage. »Digital« sieht ein wenig anders aus.

Daher besuche ich den Shop und sehe nach, was mit meiner Bestellung los ist. Es meldet sich ein Hilfe-Bot (= Hilfe-Programm), der mir unbedingt helfen möchte. Daraus entspinnt sich dieser Dialog. I hau mi o!!


Dienstag, 17. Mai 18:00
Ach ja, da war ja was. Der Songcontest 2022 nämlich. Dieses Jahr stand ja beim ESC der Sieger bereits – mehr oder weniger – fest. Die Ukraine – aus weithin bekannten, wie auch grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
en, Gründen. Völlig abgesehen davon habe ich mir den Bewerb zur Gänze angesehen. Allerdings hat meine Aufmerksamkeit lediglich für die 25 Songs gereicht. Die Bewertung war dann derart spät, dass ich bei der Hälfte eingeschlafen bin. Also ich wieder wach wurde, durften die Gewinner gerade das zweite Mal ihr Ständchen bringen.

Meine persönliche Bewertung erfolgte weitestgehend ohne Beeinflussung von außen. Ich habe keinen der Songs in den Wochen davor aktiv gehört, für mich waren alle Songs sozusagen eine ehrliche Premiere. Bei der Bewertung gab es für mich die Kategorien Musik, Performance, Gesang und Extra. In den ersten drei Kategorien gab es je 10 mögliche Punkte, die Kategorie Extra war dafür da, wenn sich jemand den einen oder anderen zusätzlichen Punkt ohne bestimmten Grund verdienen würde.

Gleich vorweg: So einen richtigen Knaller gab es für mich beim heurigen ESC nicht. Einmal mehr stört mich am meisten der Umstand, dass es sich beim ESC um einen Karaoke-Wettbewerb handelt. Mit echter und ehrlicher Musik hat das stellenweise nicht mehr allzu viel zu tun.

Meine größte Übereinstimmung mit dem offiziellen Ergebnis ist GB, Sam Ryder landet für mich ebenfalls auf Platz 2, gemeinsam mit Norwegen und der Wolf-Nummer. Der größte Unterschied zum offiziellen Ergebnis ist bei mir Deutschland. Ja, Malik Harris ist auch für mich kein wirklicher Ausbund von Sympathie aber singen (und Musik machen) kann er ziemlich gut. Warum der auf dem letzten Platz gelandet ist, hat für mich viel mehr mit politischen, denn mit musikalischen Gründen zu tun. Sechs Punkte sind demnach ein grober Fehler. Er müsste zumindest unter den ersten Zehn zu finden sein. Wenigstens hat er von Österreich zwei Punkte erhalten...

Damit aber gleich zu meinem ersten Platz: Gewonnen hat für mich ganz eindeutig (oder relativ eindeutig, weil nur ein Punkt Vorsprung) Moldau!
Im offiziellen Ergebnis landen Zdob si Zdub & Fratii Advahov immerhin auf Platz 7 mit 253 Punkten. Für mich sind sie deshalb Sieger, weil sie richtige Musik machen, einen guten Song geschrieben haben und, vor allem: Es ist Balkan-Disco. Und sobald ich diese Musikrichtung höre, muss ich immer mitmachen.

Vielleicht gefällt Dir ja mein Gewinner auch ein wenig, daher bitteschön, hier: Zdob si Zdub & Fratii Advahov mit dem Song Trenuletul...


Montag, 16. Mai 18:30
Schnell nach der Arbeit nach Hause, das Rad gewechselt und los geht's. Ich weiß, es mag ein wenig einfallslos wirken – aber es wurde schon wieder die Kahlenbergerdorf-Runde. Beim nächsten Mal wird es eine andere Tour. Versprochen...

Hier die Tour und hier vier Fotos davon.

Sonntag, 15. Mai 18:20

Samstag, 14. Mai 18:50

Freitag, 13. Mai 20:00
Ich weiß, es ist keine große Sache – aber doch irgendwie passend zur Zeit. Zu jener Zeit nämlich, in der das neue »Recht auf Reparatur« der EU herausgekommen ist, dem Österreich immerhin mit dem Reparaturbonus Rechnung zu tragen versucht. Im Prinzip sagt dieses Gesetz nichts anderes aus, als dass man damit weg von dem kaufen/benutzen/wegwerfen-Gedanken kommen möchte. Es wäre für die Umwelt – und damit auch für uns selber – ganz gut, wenn wir unsere gekauften Dinge so lange wie nur möglich verwenden würden. Für mich ist es schon längere Zeit keine Frage mehr, dass ich versuche, so zu handeln.

Daher habe ich, als die MA48 vorige Woche beim Ausleeren meiner Biotonne auch den Deckel mit-entsorgt hat, bei der passenden Abteilung das Kontaktformular ausgefüllt und um einen neuen Deckel gebeten.
Gestern wurde ich von der Abteilung angerufen und ich habe die Auskunft bekommen, dass man da nichts machen könne, die einzige Möglichkeit ist, man gibt mir eine neue Tonne. Egal, welchen Einwand ich auch versuchte, die Zusendung eines Deckels – der ganz einfach einzusetzen und zu befestigen ist – ist für so einen Fall nicht vorgesehen. Der Mitarbeiter kann das im Formular nicht ausfüllen. Und zudem interessiert ihn das auch gar nicht.

Mir ist aufgefallen, dass hier in Wien sehr vieles genau so funktioniert. Wichtig ist, dass der Schein gewahrt bleibt, wie die Sache danach wirklich geschieht, ist vollkommen egal. Wichtig ist, dass es viele grüne Logos gibt, wichtig ist, dass Wien als grüne Stadt wahrgenommen wird, wichtig ist, dass Wien so oft wie nur möglich im Zusammenhang mit dem Wort »öko« in der nationalen und internationalen Presse vorkommt.

»So eine Tonne ist ja keine Sache...« mag sich die/der Eine oder Andere denken, das ist allerdings so nicht ganz richtig. Ich habe in meiner Schulzeit bei einer Exkursion so eine Maschine gesehen, die Objekte dieser Größe im Kunstoff-Spritzguss-Verfahren herstellt. Das sind ungeheuer große Maschinen mit enormen Energieverbrauch. Und wenn man sich ausrechnet, wie viele Mülleimer in so einer Stadt wie Wien pro Jahr zu reparieren wären, aber nicht repariert, sondern ausgetauscht werden, dann reden wir hier von einem ziemlich schlimmen ökologischen Fußabdruck.
So wird das eher nix, mit Wien als Öko-Vorzeige-Stadt...


Donnerstag, 12. Mai 19:20
Es war heute sozusagen die »Saisoneröffnung« für die Tages-Touren. Über die Sopherl, Scheiblingstein und Steinriegl zur Windischhütte, danach zum Kahlenbergerdorf und zur Donau – ein wenig über die Donauinsel gefahren – und danach über die Innenstadt nach Hause. War wieder sehr fein, lediglich der Sattel am neuen Rad ist nicht so der Kracher – dafür waren die knapp 70 km etwas zu viel. Tatsächlich bin ich heute zum ersten Mal wirklich mit Popoweh zu Hause angekommen.

Hier ist die genaue Tour und hier ein paar Fotos...

Mittwoch, 11. Mai 18:20
Und damit ist der ESC 2022 für uns vorbei, bevor er begonnen hat. Laut einem Bericht im Radio ist es das dritte Mal hintereinander, dass wir beim Songcontest nicht bis in die – eigentlich einzig wichtige – Endrunde am kommenden Samstag hinein kommen. Für das angebliche Musikland Österreich eine ziemlich ordentliche Niederlage.

Aber kurz mal zur Sache: Als der Song vor etlichen Wochen vorgestellt wurde, war mir nach wenigen Sekunden vollkommen klar, dass dieser Song nicht in die Endrunde kommen würde. Warum? Weil der Song kein Song und die Musiker keine Musiker sind. So einfach ist das. Wenn ein paar – vielleicht tatsächlich talentierte (!) – Kinder mit einem Computer dahin dilettieren, dann sollte man das nicht gelich Song nennen. Und schon gar nicht als Beitrag zu so einem Event senden wollen. Ich würde nicht ganz so weit gehen, aber das Wort »Schande« kommt mir doch fast in den Sinn. Schade um die Mühen, Schade um das Geld, Schade um die Kinder, die da verbraten wurden.

Und weil es gerade wieder passt: Einmal mehr hätte ich den Vorschlag oder zumindest die Anregung: Macht beim ESC wieder echte Musik, dann würden auch wieder unterschiedlichere Beiträge kommen. Man würde wieder echte Musiker sehen, das Programm wäre wertiger und mit Sicherheit interessanter. Ein Karaoke-Contest ist und bleibt, was er ist: nämlich ein Karaoke-Contest...


Dienstag, 10. Mai 19:40
Beim Sortieren und Durchforsten von alten Fotos bin ich auf ein besonderes Exemplar gestoßen. Es zeigt mich hinter einem Duschvorhang. An und für sich keine wirkliche Besonderheit – in diesem Fall allerdings habe ich doch gewisse Zweifel: Und zwar, ob das Foto echt ist oder ich das eventuell doch gebastelt habe...


Montag, 09. Mai 18:00
Es gibt für mich drei Arten von Musik. Musik, die wirklich gut und hörenswert ist – dieser Musik widme ich mich näher. Musik, die schlecht ist – diese lasse ich tunlichst links liegen. Und schließlich Musik, die halt in Ordnung ist – diese konsumiere ich so nebenbei, wie zum Beispiel im Radio oder als Stream aus dem Internet.

Bei Musik, die mir wichtig ist, versuche ich oftmals, denn ursprünglichen Sinn des Musikstückes zu erfahren, da einem ja – speziell bei englischsprachigen Titeln – die Intensionen des Verfassers nicht immer geläufig sind. Und oft entpuppen sich dann vordergründig harmlos anmutende Songs als doch sehr spezielle Titel zu noch spezielleren Themen. Wie zum Beispiel der extrem smoothe Song »Every Breath You Take« von Police, den man praktisch täglich zu jeder Uhrzeit hören kann – und der in Wahrheit von einem obsessiven Stalker handelt. Oder »Luka« von Suzanne Vega, bei dem man fast glauben möchte, dass es ein locker-leichtes Liebeslied wäre – und in Wahrheit Kindesmisshandlung das Thema ist.

Aber, wie gesagt, bei den Songs, die in Ordnung sind, mich aber nicht wirklich interessieren, da bekomme ich nichts mit, und schaue auch nicht nach, worum es eigentlich geht. Daher verstehe ich auch die Songtexte oftmals nicht – oder falsch. Und um so einen Song geht es heute. Dazu die Frage: Wie heißt Herr Bonita mit Vornamen? Antwort: Ladislav! Und ich weiß, Du hast die Antwort schon 1000Mal gehört...


Sonntag, 08. Mai 18:40

Samstag, 07. Mai 16:50

Freitag, 06. Mai 18:10
Der ORF hat eine Sendung, die ich im Normalfall nicht sehe. DOK1 ist ein Format, das eigentlich eine Art Dokumentation sein soll – der Aufbau dieser Sendung erinnert aber eher an Blödelei und Klamauk denn an Dokumentation. In einer Diskussionssendung im Radio wurde allerdings suf eine Ausgabe von DOK1 hingewiesen, die sehenswert sein soll – und diese habe ich mir angesehen.

Das Thema dieser Sendung ist: Korruption in Österreich – und was man da erfahren kann, ist ziemlich genial. Die ersten knapp acht Minuten kann man sich schenken, die sind die oben erwähnte Blödelei – aber dann wird es tatsächlich interessant. Da handelt es sich aber nicht um Österreich, dass wir ein so richtig korruptes Land sind, weiß man – Dank der Veröffentlichung zahlloser Polit-Chats – ohnehin.

Nein, das Haupt-Thema dieser Sendung ist jenes Land, wo es weltweit am wenigsten Korruption gibt, nämlich: Schweden.
Das bei uns wohlbekannte, vielbemühte und lange ausgedient habende »Amtsgeheimnis« existiert dort gar nicht, viel mehr gibt es dort eine Auskunftspflicht über alles und jeden.

Nur ein kurzes Beispiel dazu, das auch in der Sendung vorkommt: Wenn ein Schwede wissen möchte, wie viel Björn Borg im vorigen Jahr verdient hat, dann muss diesem Schweden das Amt diese Information sofort geben. Richtig gelesen:  S o f o r t ! Oder wenn man wissen will, welche Rechnungen ein Abgeordneter bei einer Dienstreise eingereicht hat... Ebenfalls:  S o f o r t ! Es geht tatsächlich sehr weit mit der Transparent in Schweden, unglaublich weit. Jeder weiß alles von jedem, sozusagen.

Wer da jetzt gewisse Einwände hätte, und dass es doch auch eine Privatsphäre geben muss, dem sei gesagt, dass Schweden bei noch zwei anderen Punkten – die sehr viel mit dieser unglaublichen Transparenz zu tun haben – an der Spitze liegt, nämlich: 1.) Die Einkommensverteilung. In keinem anderen Land der Welt ist der Unterschied zwischen Arm und Reich so gering. Und 2.) Das Vertrauen in die Politik. In keinem anderen Land der Welt ist das Vertrauen in die (demokratische!) Politik so groß.

Wir könnten uns da vielleicht etwas von den Schweden abschauen, oder...?!


Donnerstag, 05. Mai 20:20
Heute ist wieder einmal Tag des SPAMs. Wobei ich vermuten darf, dass so mancher Täter, der sich die kleinen Sprüchlein für die unverlangt eintreffenden
Werbebotschaften schreibt, seiner Zeit ein wenig voraus ist. Oder auch hinterher. Je nach dem, wie man das sehen mag...


Mittwoch, 04. Mai 18:10
Ein, wie ich denke, recht herziges Foto gibt es heute. Viel mehr muss ich dazu nicht sagen, außer: Der Titel des Fotos lautet: Wettrennen!


Dienstag, 03. Mai 21:10
Das Buch, welches ich in diesen Tage (endlich) fertig bekomme, ist wieder einmal ein – sehr – politisches Buch mit teilweise äußerst brisantem Inhalt. Das Thema: China. Oder besser: die Kommunistische Partei Chinas (KPCh); Was ja in Wahrheit eigentlich China ist.

Wenn man dieses Buch ganz gelesen hat, also inklusive der 1.800 (!!) Bemerkungen, dann hat man satte 35 Stunden China in sich (das entspricht in etwa einem Buch mit 1000 normalen Seiten) und weiß praktisch alles über die politischen Vorgänge und Dimensionen, die in dieser asiatischen Großmacht herrschen. Und das Verlangen, in dieses Land zu reisen, reduziert sich auf ein absolutes Minimum.

Abgesehen davon, dass ich für die nächsten Monate wirklich genug von China habe,... ich habe noch aus jedem Buch etwas mitgenommen, was mit gefallen hat, was mir einen Rat oder eine Hilfe für mein Leben gegeben hat. So auch bei diesem Buch.

Es gibt eine von der KPCh ausgegebene Losung, wie der echte, der wahre Chinese zu sein hat: »Wai yuan, nei fang.« – zu Deutsch: »Außen rund, innen eckig.«
Gemeint ist damit, dass man sich nach außen hin ruhig, gelassen und sympathisch geben soll – aber innen, bei seinen Überzeugungen, keinen einzigen Millimeter nachgeben darf.

Gemünzt auf die Rolle Chinas ist so ein Spruch natürlich fatal. Wenn man weiß, wie die Menschenrechtssituation in China ist, dann weiß man auch, was die/der brave ChineseIn mit diesem Spruch anfangen, wie sie/er ihn anwenden soll.
Ich glaube aber, in jeder Gesellschaft gilt dieser Spruch ein wenig – wenn auch in ein wenig abgeschwächter Form. »Lass Dir nicht anmerken, was Du denkst...« würde man bei uns wahrscheinlich sagen...


Montag, 02. Mai 21:50
Endlich einmal stehen in der Straße weniger Autos als sonst...

Derzeit fahre ich auf der täglichen Strecke an den See bei Tullnerbach durch jene Straße, die man anscheinend in Gedenken an den Besuch des japanischen Kaisers in Österreich angelegt haben mag. Eine Straße, die man auch mit Kirschblüten-Allee bezeichnen könnte. Ganz so opulent, wie beim japanischen Kirschblüten-Fest ist es zwar nicht ganz, aber immerhin hübsch anzusehen.

Vor allem eben endlich einmal (fast) ohne Autos!


Sonntag, 01. Mai 18:00
Tag der Arbeit. Oder so...



(C) mArtin, im Mai 2022.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!