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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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Montag, 20. September 20:30
Nur noch ein paar Tage, dann werden die Weichen für die europäische Welt westlicher Prägung neu gestellt. Angela Merkel bleibt ja ihrer Ankündigung, bei der kommenden Wahl nicht mehr anzutreten, treu. Sie geht tatsächlich in Pension. Schon alleine das ist meiner Meinung nach eine menschliche Sensation. Versuche Dich an einen der wirklich mächtigen PolitikerInnen zu erinnern, die/der tatsächlich aus eigenem Antrieb diese Bühne der Macht verlassen hat. Gibt es eigentlich kaum. Vor allem unter den Männern. Das Machtbewusstsein ist da anscheinend so groß, dass da kein Gedanke auch nur an das Wort »Rücktritt« verschwendet wird.

Schade eigentlich, denn so vermag man das allgemeine Gedächtnis an die eigenen Leistungen nachhaltig zu stören. An so manche eigentlich ganz ordentliche PolitikerInnen erinnert man sich dann mit einem leicht unangenehmen Nachgeschmack. Ob Helmut Kohl, Gerhard Schröder oder auch Bruno Kreisky (unser Sonnenkönig) – sie alle haben gemeinsam, dass sie nicht aufhören konnten. Da kommt dann unter dem Volk doch teilweise das Gefühl auf, dass sich jemand durch eklatantes Sesselkleben eher die eigene Zukunft verbessern möchte, anstatt dies für das Volk zu tun.

Und wer wird am Sonntag das Rennen machen? Vor etwa einem Jahr habe ich ja selber noch fix mit der Union (CDU/CSU) als der Partei gerechnet, die weiterhin die/den KanzlerIn stellen wird. Annegret Kramp Karrenbauer hat sich ja recht rasch von der Kanzler-Kandidatur verabschiedet und dann waren da nur mehr Laschet, Merz, Söder – und ein wenig auch der Spahn. Ich habe damals ja darauf gesetzt, dass Armin Laschet der neue Kandidat werden sollte – dies war allerdings zu einem Zeitpunkt, wo noch nicht klar war, wer bei den Sozialdemokraten und den Grünen in den Wahlkampf eintreten würde.

Diese Frage ist seit einigen Wochen und Monaten geklärt und es scheint, als würde Olaf Scholz, der Kandidat der Roten, das Rennen am kommenden Sonntag machen. Zumindest sehen die Umfragewerte danach aus. Mir wäre das auch ganz recht so. Es ist zwar relativ klar (zumindest für mich), dass Olaf Scholz nicht über das Format von Kanzlerin Merkel verfügt – aber, wer tut das schon? Barack Obama vielleicht, nein, sogar sicher. Aber dann wird's auch schon eng. Olaf Scholz wird sich anstrengen müssen, die Schuhe von Frau Merkel sind verdammt groß.

Aber wir wollen ihm einmal eine Chance geben...


PS: Ich habe, passend zur Wahl in Deutschland, den Wahl-O-Mat besucht, eine Seite, die ähnlich ist, wie unsere Wahlkabine. Würde ich in Deutschland wählen dürfen, dann sollte ich laut dem Ergebnis folgende Parteien wählen:

Platz 1.) DiB (Demokratie in Bewegung)
Platz 2.) Grüne
Platz 3.) Die Partei

Die DiB kannte ich übrigens bisher noch nicht, aber sowohl die Grünen als auch Martin Sonneborn mag ich. Und was mir am besten gefällt: Mit meinen Antworten zu den 38 gestellten Fragen hatte ich von 38 Parteien am wenigsten Übereinstimmung mit der AfD! Das läßt mich aber gut schlafen...!



Sonntag, 19. September 17:10

Samstag, 18. September 19:00

Freitag, 17. September 19:50
Ach ja, es war ein Foto von meiner letzten Tour, welches vielleicht ein wenig untergegangen ist. Das Restaurant Sophienalpe hat ja seit über einem 3/4 Jahr nicht mehr offen gehabt. Sein Besitzer hat sich wohl ein wenig in nicht so ganz legale Aktivitäten verwickeln lassen, oder so. Genaueres weiß man nicht. Schade irgendwie, denn offenbar hat er gewusst, wie man das mit einem Restaurant so macht. Nachdem er nämlich den Laden übernommen hat, war das Wirtshaus so voll, wie die letzten 15 Jahre nicht mehr.

Das zweite Wirtshaus in dieser Gegend, die Mostalm, hat seit fast ebenso langer Zeit auf der Ankündigungstafel unter ihrer Werbetafel stehen, dass »wegen Krankheit vorübergehend geschlossen« sei. Seit etwa einer Woche, also etwas zum Zeitpunkt meiner letzten Tour, da ist dieser Satz gelöscht. Stattdessen steht nun das zu lesen.

Es gibt also in der Gegend der Sophienalpe nun gar kein Gasthaus mehr. Für mich ist das nicht so schlimm, ganz im Gegenteil. Ist es eben auch am Samstag und Sonntag so leer da oben, wie unter der Woche.
Aber ein wenig traurig ist es irgendwie doch...


Donnerstag, 16. September 20:30
Es gibt da ein Sprichwort. Es lautet: »Wo Rauch ist, ist auch...«. Ich nehme an, dass ich es nicht zur Gänze aufschreiben muss, jeder weiß wohl, wie es weiter geht.
Und bei mir ist es heute tatsächlich weiter gegangen. Ich war bereits auf der Heimfahrt vom Rosskopf und der Sophienalpe als mir auf der Höhe der Franz-Karl-Fernsicht eine große Rauchwolke aufgefallen ist.

Es war mir sofort klar, dass es sich dabei nur um ein halbwegs größeres Feuer handeln könnte. Tatsächlich habe ich einen Moment lang überlegt, ob ich die Feuerwehr anrufen sollte. Wäre aber doch ein wenig dämlich gewesen, denn in Wahrheit weiß ich ja nicht einmal, wo genau sich der Brand befindet. Es hätte ja sogar im Wald sein können – von meiner Position aus war außer dem Rauch nichts erkennbar. Ich kann ja schlecht sagen: »Irgendwo im 16. brennt es wahrscheinlich!«

Zu Hause angekommen habe ich es bereits in den Nachrichten gehört. Meine Schätzung mit dem 16. Bezirk war gar nicht so übel – freilich, für eine Meldung an die Feuerwehr tatsächlich ein wenig dürftig.
Gebrannt hat es in der Nähe des Westbahnhofs in Mariahilf. Es gab laut orf.at keine Verletzten. Der Wohnungsinhaber ist hoffentlich gut versichert...


Mittwoch, 15. September 19:20
So oft habe ich in den letzten Tagen geschrieben »vielleicht das letzte Mal...«, dass ich heute nicht schreiben werde, dass ich vielleicht das letzte Mal für heuer in der Donau baden war. Der Oktober könnte ja auch noch recht schön werden, sodass sich der eine oder andere Sprung in meinen Lieblings-Fluss noch ausgeht.

Daraus erkennt man bereits: Heute stand wieder einmal die Kahlenbergerdorf-Strecke mit Heimfahrt über die Donauinsel am Programm. Es ist und bleibt doch die schönste Fahrrad-Runde (bisher).
Hier also die GPS-Daten der heutige Strecke und hier noch ein paar Fotos...

Dienstag, 14. September 19:40
Es steht heute eine mittlere Tour am Programm – die »Kaiserspitz-Strecke«. Mit ihrem Start am Wienerwaldsee und der damit verbundenen An- und Abfahrt kommt diese Runde auf etwa 60 Kilometer. Im Prinzip ist die Strecke nicht so übel, es gibt auch ein paar sehr nette Passagen. Aber ein doch nicht unbeträchtlicher Teil wird in einem Wald direkt neben der Autobahn gefahren. Wenn man also Autos eher entfliehen möchte, ist das nicht ganz so prickelnd.

An einem wesentlich grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
eren Detail bin ich allerdings selber schuld. Ich habe mir die Daten fürs Navi von der originalen Wienerwald-Seite heruntergeladen, habe dabei allerdings übersehen, dass die Strecke derzeit über eine Umleitung führt. Das ist auf der Webseite tatsächlich auch so angegeben. Ich habe aber am Plan nicht nachgesehen, wie diese Umleitung ausgeführt wird. Leider führt sie die letzten zehn Kilometer ausschließlich über die Straße – weil in den Wäldern derzeit Forstarbeiten stattfinden. OK, das nächste Mal eben besser nachschauen!

Alles in Allem also eher eine Art Trainingsrunde. Hier die genaue Strecke und hier ein paar Fotos...

Montag, 13. September 20:00
Und wieder ein neues Buch habe ich zu lesen, das doch auch über einige interessante Details zu berichten weiß. »Was würde Amazon tun?« ist der Titel. Im Grunde habe ich mir unter dem Titel etwas gänzlich anderes vorgestellt – immerhin habe ich nach 2/3 des Buches doch eher den Eindruck, eine Werbebroschüre von und über Amazon und Jeff Bezos zu lesen. Dessen ungeachtet erfährt man doch ziemlich schockierende Zahlen und Daten, die der Autor aber eher als feine und tolle Fakten darstellt. Es ist eben doch alles Ansichtssache. Klares Fazit dieser Zahlen: »Hallo ihr Unternehmen, gebt auf, gegen Amazon gibt es keine Chance mehr!«

Aber darum geht es heute gar nicht. Vielmehr habe ich durch dieses Buch erfahren, dass Amazon tatsächlich der größte Anbieter von Cloud-Speichern im Netz ist. Knapp 50% aller Cloud-Platz weltweit gehört AWS (Amazon Web Services), dem Cloud-Dienst von Amazon. Wenn Du also in irgendeiner Mediathek irgendeinen Film ansiehst, dann liegt dieser mit einer 50%-igen Wahrscheinlichkeit auf einem Server von Amazon.

Und noch eine sehr nette Sache stand in dem Buch. Dafür beginnt ich mit einem Beispiel: Wenn ich Dir ein Foto senden möchte, dann lege ich es auf meinem Server ab, mache hier einen Link und Du kannst das Foto herunterladen, so wie hier zum Beispiel. Du kannst das Foto sehen und hast es Dir also quasi »aus der Cloud« auf Deinen Computer geladen.

Jetzt gibt es aber Unternehmen, die müssen deutlich mehr Daten als ein paar Fotos in die AWS-Cloud von Amazon laden. Also wirklich  w e s e n t l i c h  mehr!
Das geht dann über WLAN? Über Kupferleitungen? Über Lichtleiter, also Glasfaser-Kabel?
Alles falsch. Das geht per LKW!

Ja, Du hast Dich nicht verlesen. Manche Firmen haben derartig viel Daten für die AWS-Cloud, dass es viel zu lange dauern würde, wollte man diese Daten per Internet übertragen. Dann kommt Amazon mit einem 14 Meter langen LKW zu ihnen, um die Daten direkt abzuholen. Dieser Truck nennt sich Amazon-Snowmobile – kann 100 Petabyte fassen und sieht so aus.

Nur eine kleine Rechnung für alle, die es genauer wissen wollen: 100 Petabyte sind 100.000 Terabyte. In einem handelsüblichen PC ist heutzutage eine Festplatte verbaut, die etwa 1/2 bis 1 Terabyte fassen kann. Nehmen wir davon den Durchschnitt, dann kann in diesem LKW also den Inhalt von 150.000 handelsüblichen PCs gespeichert werden!

Na servusna servus


Ausdruck der gehobenen Indignation. Eine mögliche Steigerung der Empörung ergibt sich durch den Zusatz: »G'schäft«.
... Ramba-Zamba!


Sonntag, 12. September 17:20

Samstag, 11. September 18:10
Heute ist es endlich soweit: Die Hirschengarten-Strecke wird wirklich gefahren. Mit der Route auf dem Navi kann schließlich nichts schief gehen. Der Track ist nicht ganz so lang wie die Kahlenberg-Runde aber die schwarze Bezeichnung hat sie sich eindeutig verdient. Ziemlich steile Anstiege gibt es jede Menge und zudem etwas, was ich nicht so sehr schätze: Ein relativ langer Teil (kurz vor dem Hirschengarten) wird auf der Straße gefahren. Mir ist es zwar gelungen, einen Teil dieser Strecke abseits zu fahren – aber das war nicht so wirklich richtig schön.

Aber trotzdem, die Route ist gefahren und ich muss mir nicht mehr überlegen ob man da etwas versäumen würde...

Hier geht es zu der genauen Route und hier zu den Fotos...

Freitag, 10. September 23:55
Geplant war eigentlich nur der Lobau-Achter, eine kleinere Tour (ca. 20 km) durch das Naturschutzgebiet. Aber auf der Heimfahrt, irgendwo zwischen Steinspornbrücke und Walulisosteg, da hatte ich die Idee, über den Kahlenberg nach Hause zu fahren. So wurden dann aus den geplanten etwa 60 km doch wieder über 80 km, ganz ohne Ehrenrunde. Der Aufstieg zum Kahlenberg ist wirklich nicht ohne, die Strecke hat ihre schwarze Kennzeichnung wahrlich zu Recht.

Hier geht es zu den Tour-Daten und hier zu den Fotos...

Donnerstag, 09. September 20:10
Und heute noch einmal beim See oder besser: bei dem Altarm der Donau in Altenberg/Greifenstein. Tatsächlich war es angenehm warm und so konnte ich noch einige Male das Wasser genießen. Gewissermaßen als letzte Reminiszenz für diesen Sommer, der doch ein recht schöner war. Oder vielleicht wird dieser Herbst ja doch noch eine kleine Verlängerung? Man weiß es nicht...

Mittwoch, 08. September 19:40
Heute noch einmal die Kahlenbergerdorf-Tour, wer weiß denn schon, wie lange das Wetter noch so schön bleibt. Die Anfahrt bis Klosterneuburg bleibt gleich, nach der Insel fahre ich heute auf der linken Seite der Neuen Donau bis zum Ende – der Einfahrt zum Ölhafen Lobau. Auch eine recht schöne Strecke – hier ist die Tour am Plan zu sehen. Über 80 km wurden es dann schließlich.
Wenn ich ehrlich bin, dann waren es direkt vor meiner Haustür genau 79,9 km. Ich bin dann noch eine größere Runde um den Häuserblock gefahren, weil das lasse ich mir nicht bieten... so knapp den 80er verpassen.
Zu sehen gab es einiges und nichts, hier trotzdem ein paar Fotos von der Tour...

Dienstag, 07. September 19:20
Was ist das? Ein Apfel, eh klar. Ein sehr kleiner Apfel halt.
Stimmt... fast! Es ist nämlich gar kein ganzer Apfel mehr. Es ist vielmehr das, was von einem Apfel übrig bleibt. nachdem er von einem Ameisenstaat als Hauptspeise auserkoren wurde. Es ist nämlich nur mehr die Haut dieses Apfels übrig. Lediglich ein paar Gramm leicht, sonst ist absolut nichts mehr von der ursprünglichen Frucht vorhanden.

In Bezug auf die umweltgerechte Verwendung von Ressourcen sind uns die Ameisen also schon einmal haushoch überlegen. Worin sie das sonst noch sein mögen...?


Montag, 06. September 19:10
Es war doch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
eine Monster-Tour, die heutige Ausfahrt. So extrem weit war es gar nicht, knapp 60 Kilometer. Aber andauernd hinauf und hinunter – Zeit, um wirklich einmal auszuspannen, gab es wenig. Dafür bin ich mit einigen schönen Ausblicken belohnt worden – und jetzt mit einem reichhaltigen Essen!

Wo ich wirklich überall war, weiß ich noch gar nicht genau – eigentlich war ja eine fixe Tour geplant, jedoch habe ich die richtigen Schilder nie gefunden. Daher ist es eine Zusammenstellung der Teile von drei bis vier unterschiedlichen Touren. Hier sind wieder die genauen Datenund hier ein paar Fotos.

Ich hab' jetzt riesigen Hunger – Mahlzeit!

Sonntag, 05. September 18:40

Samstag, 04. September 18:30

Freitag, 03. September 23:55
Heute steht eine Wanderung am Plan, entweder die Föhrenberge oder um den Lainzer Tiergarten. Es wird dann tatsächlich »Rund um den Lainzer Tiergarten« – eine recht anständige Wanderung mit über 22 km.

Hier geht es zur gegangenen Strecke und hier zu den Fotos...

Donnerstag, 02. September 19:50
Derzeit haben es Bahnfahrer, die nach Deutschland fahren möchten, gar nicht so einfach. Die Deutsche Bahn streikt. Wieder einmal. Die Umstände in Deutschland, speziell bei den Gewerkschaften für die Bahn, sind nicht so einfach zu erklären – wichtig zu wissen ist allerdings, dass es bei der Bahn zwei getrennte Gewerkschaftsorganisationen gibt, eine große (~185.000 Mitglieder) und eine kleinere (~37.000 Mitglieder). Und diejenige, die streikt, ist die... kleinere, die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Und deren Chef, Claus Weselsky, wird nachgesagt, dass er lediglich aus einem einzigen Grund seine Mitglieder in den Streik treten lässt, nämlich um seinen Posten als Chef zu sichern.

Ob es sich dabei wirklich so verhält, ist meiner Meinung nach zweit- oder gar drittrangig. Viel interessanter ist es da schon, wie viel ein Lokführer eigentlich verdient – und ob sich da ein Grund für einen Streik erkennen lässt. Die Deutsche Bahn bezahlt ihre Lokführer gemäß eines Tarifvertrages, ganz ähnlich, wie in Österreich. Dieser sieht für eine 40-Stunden-Woche 1.500,- bis 1.900,- Euro netto (inklusive möglicher Zulagen!) vor. Das klingt nicht nur nach nicht besonders viel, sondern ist es auch.

Wenn man bedenkt, dass Lokführer zu Pandemiebeginn zu jenen Leuten, die in der kritischen Infrastruktur tätig – und damit unverzichtbar – sind, gezählt wurden, dann ist das noch weniger. Es scheint in unserer Gesellschaft ein Grundsatz zu gelten: Um so wichtiger der Job in Wirklichkeit ist, je weniger soll man Geld gezahlt bekommen. Bei den Pflege- und Reinigungskräften konnte man das sehen oder auch beim Einzelhandelspersonal. Dafür bekommt man aber etwas ganz unbezahlbares: Applaus! Applaus ist also nicht nur das Brot des Künstlers, er gerät auch in den wirklich wichtigen Jobs unserer Gesellschaft immer mehr zum Zahlungsmittel.

Wenn Du also bei Deinem nächsten Einkauf beim Bäcker einen Mann an der Theke laut klatschen und johlen hörst, dann: keine Panik. Das ist wahrscheinlich nur ein Eisenbahner beim Bezahlen seiner Semmerln...


Mittwoch, 01. September 19:40
Sogar bei achtlos weggeworfenem Müll wird man wieder einmal daran erinnert, dass die Zeiten sich doch ein wenig geändert haben...



(C) mArtin, im September 2021.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!