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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020




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Montag, 28. September 19:30
Unsere Hybris im Ungang mit der Natur ist ja überall zu sehen, vorausgesetzt, man möchte sie überhaupt sehen oder gar erkennen. Der Glaube, uns die Natur – mit Hilfe der Technik – untertan zu machen, wird in Schulen und Universitäten gelehrt um danach in Jobs und Berufen ausgeführt zu werden. Daher freut es mich immer wieder, wenn die Natur – wenn auch in ganz kleinen Beispielen – zeigt, dass wir einfach nicht alles mit ihr machen können. Wenn sie etwas nicht möchte, dann wehrt sie sich einfach. Auf ihre Art.

Auf meinem Weg zum Wienerwaldsee komme ich an einem Baum direkt neben der Straße (B1) vorbei, den ein Biber sich als gutes Material für seinen Staudamm ausgesucht hat. Der Wienfluss ist zwar wesentlich weiter entfernt als die Straße aber wenn der ziemlich große Baum umfallen würde (natürlich zum Fluss hin, nicht zu Straße), dann könnte sich das schon ausgehen. Der Biber hat es wahrscheinlich ausgemessen. Bei einer Fahrt in der letzten Woche konnte ich seine Zahnspuren im Holz genau sehen. Besonders weit ist er nicht gekommen, dann wurde seine Tat von der Stadtverwaltung Purkersdorf entdeckt. Man hat über den ersten Verbiss ein festes Hasengitter als Schutz vor weiterem Verbiss gespannt.

Heute fahre ich wieder an dem Baum vorbei und staune nicht schlecht. Herr (oder Frau) Biber hat doch glatt den Zaun, der ihn vom Fällen des Baumes abhalten soll, fachgerecht entfernt und bei seinem Werk fortgesetzt. 2:0 für den Biber also.

Ich bin schon sehr neugierig, wie das Spiel endet...



Sonntag, 27. September 18:50

Samstag, 26. September 17:30

Freitag, 25. September 19:50
Österreich ist um eine weitere Jazz-Größe ärmer: Hans Salomon ist diese Woche verstorben.
Selber habe ich ihn kaum als Jazz-Musiker in Aktion gehört oder wahrgenommen – erst heute im Mittagsjournal habe ich vernommen, dass Salomon zusammen mit unserem größten und international bekanntestes Jazzer – Joe Zawinul – das Projekt Austrian All Stars gründete. Außerdem soll er mit allen Großen der Szene, wie Luis Armstrong, Ray Charles, Ella Fitzgerald, Art Farmer, usw. zusammengearbeitet haben. Einer der wirklich großen Musiker also.

Obwohl ich das nicht wusste, war mir Hans Salomon dennoch bekannt. Aus einer anderen Szene, die vielleicht einen nicht so guten Ruf genießt, wie der Jazz, die aber dennoch ein hohes musikalisches Niveau erfordert: Aus der Szene der Schlager-Big-Bands. Hans Salomon ist bei so manchem Titel von Udo Jürgens zu hören und war sowohl mit ihm also auch mit Peter Alexander auf Tournee.

Und ich weiß noch eine Kleinigkeit über Hans Salomon. Er ist mit einem seiner Songs der Mitbegründer des Austropops.
Ein Titel mit einem Libretto von Gerhard Bronner, den Du mit Sicherheit kennst, wenn Du über 50 und aus Österreich bist.
Ein Titel, den ich an dieser Stelle bereits ein oder zwei Mal empfohlen habe.
Viel Spaß mit 2:37 Minuten purem (und enorm swingendem) Austropop!



Donnerstag, 24. September 19:40
Passend zum gestrigen Eintrag finde ich heute bei meinem Einkauf im Diskonter meiner Wahl die sogenannte »Männerhandtasche« im Angebot zu € 19,99.

Bevor Du Dir überlegst, ob diese nun aus Echt-Leder oder doch nur aus einem Imitat ist, lieber gleich die Auflösung. Dieses Accessoire für den echten Mann ist lediglich aus Industriekarton, denn der Inhalt ist hier eher von Interesse. Nämlich: elf Blechdosen – vermutlich in ausgesuchter Qualität – für den richtig großen Rausch...



Mittwoch, 23. September 19:50
Ich trinke – wenn ich meinen Konsum komplett überschlage – etwa zwei bis drei Flaschen Wein (und vielleicht eine knappe Kiste Bier) pro Jahr. Es entspräche also der Wahrheit, würde jemand behaupten wollen, ich kenne mich bei Wein nicht wirklich aus. Ich weiß lediglich, dass allgemein behauptet wird, seit dem großen Wein-Skandal in Österreich im vorigen Jahrtausend würde hierzulande mehr Qualität denn Quantität produziert.

In einem Mittagsjournal der letzten Woche habe ich dann eine Meldung gehört, die mich nachdenklich gemacht hat: Aufgrund der Covid-19-Krise bleiben in den letzten sechs Monaten den Wirten die Gäste mehr oder weniger aus. Damit verkaufen sie wesentlich weniger Wein als sonst üblich. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Weinbauern ebenso Absatzprobleme haben – sie können ihren Wein nicht verkaufen. Damit ergibt sich allerdings ein weiteres Problem: Die Lager der Weinbauern sind voll und blockieren so die heurige Ernte.

Hier setzt mein Wissen oder vielmehr Nichtwissen zum Thema ein: Es ist doch mit dem Wein so, dass er immer wertvoller wird, je älter er ist? Eine lange Lagerung kann einem Wein doch eher nicht schaden, oder?

Weiter im Text der Nachricht. Die Regierung hat bei den Weinbauern angefragt und angeboten, denen ihren nicht verkauften Wein abzunehmen um ihn zu destillieren und daraus Desinfektionsmittel zu machen, da man dies derzeit eindeutig mehr benötigt als einen Doppler Grünen Veltliner. Eigentlich eine gute Idee und viele Weinbauern haben das Angebot tatsächlich angenommen.

Mir aber hat das keine Ruhe gelassen.
Wenn also viele Weinbauern froh darüber sind, dass sie endlich den alten Wein los sind und die neue Ernte einfahren und keltern können – dann ist deren Wein doch nicht so gut, wie von mir angenommen?
»Wirklich lagern lässt sich nur Qualitätswein«, höre ich einen Weinbauverantwortlichen sagen – und im gleichen Satz betont er auch noch, dass er froh über sein jetzt leeres Lager ist. Wenn ich mich also nicht täusche, hat der somit ganz klar zugegeben, dass er keinen Qualitätswein produziert.

Ein Tipp von mir für alle Weinkenner: Wenn Dir in den nächsten Jahren bei einem Wein-Einkauf eine günstige Flasche aus dem Jahr 2020 begegnen sollte, dann schlag sofort zu! Denn das ist das Jahr, in dem der ganze Schrott-Wein eingestampft und zu Desinfektionsmittel verarbeitet wurde. Was da überbleibt, kann nur mehr Qualität sein...



Dienstag, 22. September 19:20
Ich war heute abermals am Strand und habe dabei glatt das richtige Datum vergessen...


Montag, 21. September 19:20
Man kann auch heute noch wirklich schöne Geschichten lesen, die Suche danach dauert halt nur ein wenig länger.

Es passierte bei einem Triathlon in Barcelona. Dort liefen zwei Athleten gegeneinander um Platz drei dieser Veranstaltung. Triathlon, das bedeutet: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Und das alles direkt hintereinander, an einem Tag. Man darf also durchaus feststellen, dass es sich bei den Teilnehmern um absolute Profis handeln muss! Für die meisten Menschen – mich eingeschlossen – ist bereits eine dieser drei Disziplinen alleine zu viel.

Wir befinden uns also am Ende des letzten Abschnitts, 100 Meter vor dem Endziel des Marathons. Jener Sportler, der auf Platz drei liegt hat eben nur mehr diese etwa 100 Meter vor sich, der Siegesplatz mit Nummer drei ist zum Greifen nahe. Da passiert es: Er biegt falsch ab, läuft noch ein paar Meter und stolpert gegen ein Absperrgitter.

Das ist die Situation, von der viele Sportler, die sich am Ende eines Rennens am unbedankten, vierten Platz befinden, immer wieder träumen. Doch der junge Sportler, der sich nun auf dem 3. Siegerplatz befindet, wartet auf den falsch abgebogenen Läufer – bis dieser wieder zurück auf den Weg gefunden hat – gibt ihm die Hand und lässt ihn wieder vor sich. Nach dem Rennen zu seinen Gedanken gefragt meint er: »Er war die ganze Zeit vor mir, er hat es verdient.« Die Veranstalter waren von dieser ganz großen Geste so sehr beeindruckt, dass bei diesem Triathlon der generöse Viertplazierte das gleiche Preisgeld bekam, wie der Dritte.


Das ist eine Haltung, die mir sehr gefällt, die mich besonders beeindruckt. Wir wissen doch immer ganz genau, wer etwas verdient und wer nicht. Es ist eben auch sehr einfach dies zu wissen – vor allem nämlich dann, wenn man selber gar nicht beteiligt ist. Aber ein Sportler, der sein ganzes Leben lang nur aus einem einzigen Grund trainiert, nämlich um Erster zu werden, wenn so ein Sportler in dieser Art reagiert, dann zeugt dies schon von sehr hohen Moralvorstellungen. Normalerweise sieht man so etwas nur in einem eher bescheidenen Kinofilm. Und dort weiß man ja immer, dass es in der Realität ganz anders aussieht.
Tja, manchmal eben sieht es im wahren Leben doch so aus, wie im Film...



Sonntag, 20. September 17:20

Samstag, 19. September 20:10

Freitag, 18. September 21:10
Kurz vor Mitte August gab ich an dieser Stelle die Prophezeiung ab, dass eine weitere Villa hier am Berg dem allgemeinen Rausch nach Betongold zum Opfer fallen würde.
Ob ich mit dieser Ansage tatsächlich Recht behalten habe, kann man an Hand dieses Fotos oder vielleicht besser noch dieses hier selber überprüfen...


Donnerstag, 17. September 20:30
Ein wenig verwirrt war ich doch, als ich in die Auslage für Spezialgeräte beim Hofer geblickt habe. Für mich war der seltsame Helm mit dem wenig aussagekräftigen Namen »EASY HOME«, der am Bild zu sehen ist, das Gerät um 29,99 – also der Haarschneider. Ich meine, immerhin steht ja das Preisschild direkt davor. Die genaue Funktionalität des Geräts war mich nicht nicht ganz klar – und auch, zugegeben, etwas suspekt. Da erst habe ich das Preisschild links davon entdeckt und mich dazu entschlossen, dass es sich bei dem weißen Helm doch eher um einen UV-Nageltrockner handeln würde...



Mittwoch, 16. September 20:20
Eigentlich sollten wir genau jetzt im Open-Air-Kino im Casino-Baumgarten-Park sitzen und einen netten Film sehen. Onkel Covid hat uns da leider einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Im Park war es zwar ziemlich laut aber nicht durch ein Kino. Den Hinweis darauf, dass die Vorstellung nicht stattfinden würde, haben wir immerhin 20 Minuten vor Beginn derselben auf der Website gesehen...



Dienstag, 15. September 20:40
Vielleicht war es für das heurige Jahr das letzte Mal am See, vielleicht aber auch nicht.
Denn immerhin liegt der Rekord für warme Temperaturen im Herbst in Österreich noch ganz woanders. Am 4. 10. 1966 hatte es nämlich in Fussach in Vorarlberg 30,2 Grad.
Es bleibt also noch Hoffnung für mich...!



Montag, 14. September 21:00
Die EU redet mit China. Wer jetzt annehmen würde, es handelt sich bei den Gesprächen um die menschenverachtende Situation im Lande oder um die Probleme der Demokratiebewegung in Hong Kong, der irrt. Kanzlerin Merkel, die derzeit ja EU-Ratspräsidentin ist, hat es ungefähr so ausgedrückt: »Es gibt einen guten, offenen und ehrlichen Dialog mit China und alle Themen werden angesprochen. Wir sind jedoch nicht einer Meinung...« Gut formuliert.

Was aber immerhin bereits abgesprochen und ausgemacht ist, ist eine Liste. Eine Liste von Produkten, die ab sofort geschützt sind, die also ab sofort nicht mehr von China nachgemacht werden dürfen.
Endlich dürfen wir in Österreich aufatmen, denn: Das steirische Kürbiskernöl steht auf ebendieser Liste! Original Steirisches Kürbiskernöl gibt es also ab sofort nur mehr aus der Steiermark! Zumindest, wenn man daran glaubt. Denn ein Test, der vor längerer Zeit vom VKI durchgeführt wurde, hat ergeben, dass von 30 getesteten Ölen nur 13 wirklich aus Österreich waren. Darunter auch welche mit der Angabe: Kürbiskernöl aus Österreich. Dieser Test liegt schon länger zurück, inzwischen gab es einen weiteren Test mit wesentlich besseren (= ehrlicheren) Ergebnissen. Wieder einmal kann man sehen, wie gut es ist, dass es den VKI gibt!

Und wer übrigens in China wohnt und unbedingt das Original aus der Steiermark haben möchte, der kann es hier (zu etwa 27,- Euro) bestellen.



Sonntag, 13. September 14:50

Samstag, 12. September 23:55
Schöne Wanderung von Furth durch die Steinwandklamm zu den Myrafällen und danach wieder nach Furth. Ja, es war eh ganz schön. Trotzdem war es der endgültige Beweis dafür, dass man solche Wanderungen in der heutigen Zeit einfach nicht mehr am Wochenende machen darf! Hier die Route, hier die Fotos...

Freitag, 11. September 19:50
Die Geschichte kurz zusammengefasst – ohne groß die Details im Netz nachzurecherchieren. Es wird also nicht alles auf Punkt und Beistrich stimmen:

Sigrid Maurer, fähige Politikerin und derzeit Klubobfrau der Grünen, geht irgendwann (ev. 2018 oder so?) von ihrer Wohnung aus zur Arbeit. Dabei muss sie bei einem Bierlokal vorbeigehen, welches einem FPÖ-nahen Wirt gehört. Später erhält sie per (Fäsbuck-)Messenger eine Nachricht, geschrieben von dem Fäsbuck-Account eben jenes Wirten, die extrem obszön und sexistisch ist. Sie veröffentlicht diese Nachricht in ihrem eigenen Profil, woraufhin sie von dem Wirt geklagt wird. Seine Aussage: »Der Computer steht frei im Lokal herum, die Nachricht kann jeder geschrieben haben.« Sigrid Maurer verliert den Prozess.
Eigentlich schockierend. Ein Beweis dafür, dass wir mit den Segnungen der Internets noch nicht wirklich umgehen können.

Sigrid Maurer lässt dies aber nicht auf sich sitzen und geht gegen das Urteil vor. Dazu kommt es zu einem weiteren Verfahren. In diesem wäre heute ein weiterer Verhandlungstag gewesen. Dieser hat aber lediglich eine Vertagung gebracht, denn: Der Wirt hat nämlich vor einigen Wochen in seinem Postkastlerl einen Zettel mit einem schriftlichen Geständnis gefunden. Darin soll ein gewisser Willi zugeben, dass er in betrunkenem Zustand diese unflätigen Nachrichten geschrieben hätte. Den ganzen Namen oder die Wohnadresse dieses Willis weiß der Bierwirt allerdings nicht mehr...



Donnerstag, 10. September 20:10
Sie war, so weit ich mich erinnere, meine erste große – und natürlich unerwiderte – Liebe. Und meine Annahme geht wohl nicht zu weit, dass es Tausende – eher Zehntausende, denn 1965 war ja ein geburtenstarker Jahrgang – Buben meines Jahrgangs gibt, denen es ebenso erging: Emma Peel. Oder besser gesagt: Diana Rigg.
Mit dem heutigen Tag ist dieser Traum für alle Zeiten ausgeträumt, denn Diana Rigg ist heute gestorben.

Ich habe übrigens gar nicht gewusst, dass es die Serie auch ohne Emma Peel gab, Diana Rigg hat tatsächlich nur in der vierten und fünften Staffel an dieser Serie mitgewirkt. Angeblich hat sie die Serie verlassen, als sie bemerkt hatte, dass sogar der Kameramann ein größeres Gehalt bekam als sie. Und recht hatte sie. In Wahrheit ist diese Serie nämlich ohne sie doch eigentlich sinnlos.

Und weil's so schön war, einmal noch eine kurze Szene mit Emma Peel...



Mittwoch, 09. September 20:10
In Kanada ticken die Uhren ein wenig anders. Zumindest, wenn man dem großen Bruder der Kanadier, den USA, in ihrer Einschätzung über den kleineren Bruder Glauben schenken möchte. Ich denke, man kann das Verhältnis von den USA zu Kanada ein wenig mit jenem Verhältnis von Deutschland zu Österreich vergleichen. Die Deutschen sind immer größer, die Österreicher manchmal klüger. Zumindest sehen das die Österreicher regelmäßig so. Und die Kanadier in Bezug auf ihr Verhältnis wahrscheinlich ebenso.

Man darf an solchen allgemeinen Thesen aber auch gerne einmal zweifeln. Sowohl bei Kanada als auch gerne bei uns.
Wenn ich zum Beispiel die Ansicht der obersten Medizinerin Kanadas, Theresa Tam, zum Thema Sex und Covid-19 lese, dann zweifle ich bereits ein wenig... (Quelle: orf.at)



Dienstag, 08. September 23:55

Montag, 07. September 19:40
Sehr gute Geschichte – kam gerade im Abendjournal (ist also definitiv kein Fake):

Ein 73-jähriger Pensionist mit Namen Manfred B., irgendwo in Linz zu Hause, bekommt einen Brief zugesandt. Der kommt – das ist gleich am Kuvert zu sehen – aus den USA. Der Inhalt dieses Briefes: ein Scheck.
Dieser hat folgende Widmung: »Economic Impact Payments President Donald Trump« – selbiger hat den Scheck, so scheints, auch unterschrieben – und ist auf den Wert von 1.200,- Dollar ausgestellt.

Was denkst Du?

Alles klar. Eine neue Betrugsmasche. Und diesmal für die ganz großen Deppen, die glauben, das Trump einem Österreicher Geld schenken wird.

Herr B. geht also mit diesem Verdacht und dem vermeintlichen Fake-Scheck zu seiner Bank und siehe da: Die meint, der Scheck sei echt – drei Tage später hat er 1.200,- Dollar mehr auf seinem Konto.
Die diesbezügliche Vermutung von Ö1: Herr B. war in den 60ern tatsächlich zwei Jahre lang in den USA und hat dort gearbeitet. Da alleine in Oberösterreich in den letzten Monaten etwa 100 solcher Schecks eingelöst wurden, liegt wahrscheinlich eine Datenpanne bei der Aussendung vor.

Mein (zusätzlicher) Verdacht: Es ist natürlich eine Art der Wahlmanipulation. Wenn man so kurz vor der Wahl einen ansehnlichen Betrag von einer Organisation bekommt, die dem Präsidenten eindeutig nahe steht, wen soll man dann wohl wählen. Nur blöd halt, dass man in den USA im Lager der Republikaner nicht weiß, dass Oberösterreicher bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November tendentiell eher nicht wahlberechtigt sind...


Sonntag, 06. September 18:20

 
Samstag, 05. September 23:55

Freitag, 04. September 20:40
Für viele Menschen ist es nicht ganz einfach, mit Behinderungen von anderen Menschen umzugehen. Oft hat man Angst, man macht etwas falsch. Oder man fürchtet sich einfach vor unerwarteten Reaktionen. Insofern wäre dann Tourette eine der am meisten gefürchteten Behinderungen. Da aber ohnehin so ziemlich jeder von uns in irgendeiner Weise mehr oder weniger behindert ist, hilft auch etwas, von dem man gar nicht glaubt, dass es in solch einem Fall helfen könnte – oder überhaupt erlaubt ist: Lachen.

Wieder einmal per Zufall bin ich heute auf ein Video gestoßen, in dem sich zwei junge Erwachsene, die beide das Tourette-Syndrom haben, miteinander unterhalten. Das Video ist einfach gemacht, leistet aber meiner Meinung nach eine große Aufgabe: Es bringt mir das Leiden Tourette um einiges näher. Die zwei Typen sind sehr sympathisch, antworten offen und frei auf die Fragen und der eine oder andere wirklich skurrile Moment bleibt da natürlich nicht aus.

Meine Video-Empfehlung lautet daher: Wenn sich zwei Touretter unterhalten...



Donnerstag, 03. September 19:50
Bei der Emanzipation der Frau läuft leider etwas falsch. Grundsätzlich ist eine solche leider immer noch dringend von Nöten, dabei sollten aber nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Frauen und Männern sollten die gleichen Rechte und Pflichten haben, vor dem Gesetz gleich behandelt werden und für die gleiche Tätigkeit gleich bezahlt werden – Frauen und Männer sind aber nicht gleich. Und darüber bin ich ziemlich froh.

Zum Thema: Mann.
Grundsätzlich kann ein (echter) Mann – wenn man es ein wenig zuspitzen möchte – ungefähr so beschrieben werden: »Es gibt eigentlich nix, wos i net mit an 17er-Schlüssel und ana Flex reparieren könnt'!«
Praktisch alle Männer funktionieren so oder so ähnlich. Auch bei mir kann ich diese Einstellung immer wieder beobachten. Das ist ja an sich auch nichts Negatives. Positiv ausgedrückt könnte man es zum Beispiel als Tatkraft benennen.
Es gibt aber durchaus Berufe, wo diese Art der Herangehensweise an eine Problemstellung eher selber zum Problem werden könnte, wie zum Beispiel der Beruf der Ärztin und des Arztes.
Ich war heute wieder einmal beim Ohrenarzt. Da ich in der Ordination, welche ich aufsuche, bisher nur nach freiem Termin und nicht nach Geschlecht ausgewählt habe, war ich bei meinem letzten Besuch bei einem Mann und heute bei einer Frau Doktor.

Der Unterschied ist schnell erklärt:

ER wußte sofort, was ich habe und was mir fehlt und hat geredet und erzählt. Gar nicht einmal unsympathisch aber er hat mir gezeigt, was er alles weiß.
SIE hat mich zunächst einmal angehört und sich alles erzählen lassen und mir danach erklärt, was ich habe.

Fazit: Heute habe ich Antworten auf zwei wichtige Fragen bekommen.
Antworten auf Fragen, die ich mir schon seit Jahren stelle.

Ganz abgesehen davon, dass die Behandlung bei der Frau Doktor tatsächlich einfühlsamer ist.
Drei Mal darfst Du raten, zu wem ich ab sofort nur mehr gehe...



Mittwoch, 02. September 23:30
In den Nachrichten habe ich es mehrmals gehört: Ein Teil der Covid-19-Maßnahmen soll sein, dass Menschen mit niedrigem Einkommen (also unter etwa 1.000,- Euro pro Monat) in Österreich steuerlich profitieren sollen. Dazu wurde eine Negativsteuer in der Höhe von 100,- Euro (p.a.) beschlossen.

Da ich zu diesem Personenkreis zähle, habe ich mir gedacht, dass ich diesbezüglich Nachforschungen anstellen werde. Gesagt, getan. Allerdings ist das Ergebnis – wie eigentlich angenommen – ernüchternd. Wie man nämlich zu diesen 100,- Euro Steuererleichterung kommt, ist ohne ein Studium an der WU nicht nachzuvollziehen. Wahrscheinlich müsste ich einen Steuerberater engagieren, um dies bewerkstelligen zu können. Also lasse ich es sein.

Ich habe dazu eine klare Meinung: Wenn ich ein Recht auf etwas habe, dann muss dies so geschehen, dass ich es selbstständig erledigen kann. Wenn das nicht geht, dann habe ich auch kein Recht darauf, dann bin ich nur ein Antragsteller. Und als solcher hat man bereits verloren.

Ich glaube, dass viele dieser großen Ankündigungen genau nach diesem Schema gestrickt sind: Rein theoretisch gibt es die Möglichkeit aber sie ist so schwierig gestaltet, dass man sie in der Praxis nicht in Anspruch nehmen kann. Damit spart sich der Staat einiges in seinem Budget und hat trotzdem feine Wort für seine Ankündigungen.
Und wieder habe ich dem Staat geholfen.



Dienstag, 01. September 23:55
Wenn jemand, sagen wir einmal, einen grundsätzlichen Leitfaden über Kapitalismus und/oder Marktwirtschaft benötigen würde, wo würde sich diese/r InteressentIn wohl informieren?
Ich bin mir sicher, dass es einige geeignete Werke gäbe, speziell aus dem 19. Jahrhundert.
Wer das aber nicht möchte, weil es doch einigermaßen schwierig ist, dieses Buch zu lesen und zu verstehen oder weil sie/er lieber eine Art von aktualisierter Version hätte, was macht sie/er dann?

Da habe ich einen guten Tipp! Es dauert nur etwas mehr als eine Stunde – und Du weißt alles, was man über den Kapitalismus der heutigen Zeit wissen muss. Volker Pispers macht es noch dazu mit viel Humor – also extrem kurzweilig. Daher meine heutige Empfehlung: Volker Pispers über Kapitalismus. Viel Spaß!




(C) mArtin, im September 2020.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!