Samstag, 20. April 19:00

Freitag, 19. April 18:30
Ich mag den Winter, ehrlich!
Aber ich gebe zu, jetzt am Abend bei 22 Grad draußen bloßfüßig, mit kurzer Hose und T-Shirt bekleidet, das Rad zu reparieren, das hat halt schon seine eigene Qualität.
Bei allen Osterfeiertagen die letzten Jahre über – mit Schnee, Regen oder Schneeregen bei Temperaturen um die zehn Grad (oder noch weniger) – wähle ich, ohne zu zögern, diese Osterfeiertage zum eindeutigen Gewinner des großen Wetter-Contests.

Also von mir aus könnte es schon so bleiben...


Donnerstag, 18. April 19:20
Mein Bruder hat mir erzählt, dass er ihn in jenem Einkaufscenter gesehen hat, welches sich ganz in meiner Nähe befindet. Ich habe mir dabei nichts weiter gedacht, schließlich gehe ich nicht wirklich oft in dieses Center.
Doch heute bekam ich einen ziemlichen Schock: Da kam er mir bei meiner Fahrt direkt entgegen. Und ja, es war tatsächlich unweit dieses Einkaufscenters. Es war mir leider nicht möglich, mehr als dieses doch ziemlich schlechte Foto mit meinem Handy anzufertigen – ich bin mir ziemlich sicher, niemand wird ihn darauf erkennen...

Naja, vielleicht erkennt man ihn doch. Die ein wenig ausgeprägteren O-Beine bekommt man ja immerhin vom Reiten.
Und als richtige Männer am Pferd sind ja nur drei Leute bekannt: Django, Putin und...


Mittwoch, 17. April 19:40
Da muss man doch zugreifen. Alle meine Gardena-Anschlüsse sind hinüber und funktionieren praktisch nicht mehr, im Netz gab es vor wenigen Tagen ein Sonderangebot: Pro Gardena-Kupplung nur 1,25 Euro. Wie gesagt: Da muss man doch zugreifen.

Der (kleine) Frust kommt nach der Lieferung. Wer sich bei seinem Internet-Schnäppchen zu früh freut und die Beschreibung nicht aufmerksam liest, der bekommt das, was er verdient: Die Gardena-Kupplung für die falsche Gartenschlauch-Dimension.
Na geh, SchasSchas


Im Prinzip ein »Furz«. Meist jedoch wird damit eine Situation, ein Thema, eine Gegebenheit beschrieben. Z.B.: »Des is a Schas!« bedeutet soviel, wie: »Diese Sache ist nicht wirklich gut!«. Gerne wird »Schas« auch für »ein Nichts« verwandt.

Eine Steigerungsform von »Schas« wäre dann der »Schas im Wald«, was auf recht einprägsame Weise das tatsächliche, das echte »Nichts« zu beschreiben versucht.
heastheast


Sehr schwer zu beschreiben.
Prinzipiell kommt »heast« von »hörst Du?«. Verwendet wird es aber kaum in diesem Sinne. Seine Bedeutung liegt viel eher in einem entsetzten Ausruf des Missfallens - dargebracht mit einem langgezogenen und unterschwelligen Ton der Enttäuschung. Der Satz »...na geh heast!« zeigt dabei die so ziemlich stärkste mögliche Form des Unbehagens.
! War aber eh klar. Die Kupplungen sind nur deshalb so günstig, weil das eben die eher unbeliebte Ausführung für den 3/4 Zoll-Schlauch ist – die 1/2 Zoll Ausführung gibt es in meinem Shop gar nicht.

Aber wie schon mein Opa gesagt hat: »Deppertdeppert


Einigermassen hochdeutsche Version von »deppat«.
Und ich mach' mir sicher nicht die elende Mühe, dies hier noch einmal aufzuschlüsseln. Schauen Sie doch selber nach. Hochachtungsvoll, mArtin.
Danke.
darfst sein, nur z'helfen musst Dir wissen

Zum Glück ist nur der orangefarbene Teil der Gardena-Kupplungen komplett marode und die innen liegenden weißen Krallen zum Zuschnappen sind teilweise ausgefallen – der (graue) Rest der Kupplung sieht noch ziemlich gut aus. Also gibt es eine kleine Umbau-Aktion und schon sehen die alten Gardena-Teile aus wie neu...
Na bitte, passt ja eh!


Dienstag, 16. April 20:00
Es hat binnen weniger Stunden die erste 200.000 Euro-Spende einer Milliardärs-Familie gegeben, am Morgen darauf wurde eine schnelle Geberkonferenz beschlossen, praktisch alle Regierungschefs aus der ganzen Welt haben bereits ihre aktive Hilfe zugesichert. Alle wollen nicht nur – alle werden helfen.

Wenn man das alles so hört, dann könnte man ob all der gebotenen Anteilnahme fast gerührt sein. So viele Menschen wollen so schnell helfen. Einfach schön.

Ich empfinde es nicht wirklich als so besonders schön. Eigentlich empfinde ich das sogar eher als Verhöhnung oder tatsächlich als eine Art von Verarschung.
Es sind keine im Meer auf Hilfe wartenden Flüchtlinge, um die es sich handelt, es ist keine Volksgruppe, die ausgerottet werden soll. Es sind keine Kinder, die zu Hunderten erblinden oder an Hunger sterben müssen, weil Europa Öko-Kraftstoff tanken möchte. Es sind keine zwangsweise umgesiedelten Menschen, deren Grundstücke dem Hunger nach Öl geopfert werden, es sind keine Urwaldbewohner, deren Grundstücke dem Hunger nach Pflanzenfett geopfert werden. Es sind überhaupt keine Menschen.

Es ist eine Kirche. Notre-Dame. Eine Kirche hat gebrannt und die Welt steht Kopf. Reißt sich vor lauter angebotener Hilfeleistungen glatt einen HaxenHaxen


Eigentlich benötigt es hier keine spezielle Übersetzung... - ...sollte man zumindest meinen!

In Wahrheit findet der/die Haxen (oder noch besser: Hax'n) im wienerischen vielleicht weniger oft die Anwendung als Bezeichnung für ein Geh-Organ, denn vielmehr als Ausspruch für eine äußerst überraschende, fast schon unglaubliche Situation - was sich dann in der Wortkombination »Sakra-Haxn!« niederschlägt.
Dieser Ausspruch kann in seiner Wirkung noch durch ein angehängtes »aber auch« (=»oba a«) verstärkt werden.
aus.
Auch wenn es niemand so sehen mag: Ich meine, verglichen mit den Reaktionen auf all die wirklichen Probleme unserer Welt wirkt das fast ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
peinlich...


Montag, 15. April 20:10
Hurra! Es scheint, als ob er es geschafft hätte. Gut, er hat zwar jetzt zumindest ein Jahr aufzuholen aber immerhin: Noch im vergangenen Herbst hätte ich doch eher vermutet, dass er es nicht schaffen würde.
Daher ein doppelt lautes Hurraaaaa für den kleinen Stanley...!


Sonntag, 14. April 19:00

Samstag, 13. April 18:30

Freitag, 12. April 20:00
Ein Startup...
...die Rettung unseres Wirtschaftssystems, so denkt sich das zumindest der Politiker (der ja oftmals nicht all zu weit denken kann). Ein – sehr oft digitales – Startup macht nämlich viel Geld. Und zwar in kürzester Zeit! Genau bis da her denkt der Politiker, und keinen Millimeter weiter.
Woher dieses Geld kommt, muss man in dem Fall ja nicht denken. Hauptsache, Geld. Dass aber dieses Geld nicht neu geschaffen wird, sondern lediglich von anderer Stelle abgezogen, diese Tatsache interessiert den Politiker nicht. Auch nicht, dass mit jedem neuen Startup einmal mehr noch schlechtere Arbeitsplätze geschaffen – und zusätzlich dafür auch noch bestehende Arbeitsplätze vernichtet werden. Hauptsache: Ein geiles Startup...!

Ein Beispiel gefällig? Bitte sehr!

Diese Tage wird über den Börsengang eines Startups gesprochen, das erst vor ziemlich kurzer Zeit gestartet hat (2014 in D und A) und zwar als ganz normale APP.
Heute soll UBER milliardenschwer sein, geht ab Mai an die Börse und wird zu einem Ausgabepreis von 50,- Euro pro Aktie gehandelt. Es werden etwa 10 Milliarden Euro an Verkaufsprämie erwartet...!

Das sind jene Zahlen, mit denen ein Politiker seine feuchten Träume hat. Da kann er tolle Reden schwingen und von Steuereinnahmen sprechen oder eben von neuen Arbeitsplätzen usw. usf. – Politsprech halt.
Die Wahrheit ist aber vielmehr, dass UBER ganz einfach nur dem Taxi- und Mietwagengewerbe in aller Welt die Einnahmen wegnimmt und damit jene Fahrer, die sich früher mit Ach und Krach über Wasser halten konnten, durch neue Fahrer ersetzt, die in so richtig prekärer Situation leben. Ohne Versicherung, ohne Instandhaltungskosten, ohne Fixum, ohne allem – und daher enorm billig für den Konsumenten, der einen UBER-Fahrer benützt.

Die Taxler in aller Welt versuchen nun, jene Gesetze, die auch für sie selber gelten, irgendwie auch auf die UBER-Leute anzuwenden, was aber nicht funktioniert. Gar nicht funktionieren kann, denn: UBER ist – wie viele digitalen Startups – binnen kürzester Zeit schon viel zu groß geworden. Kein Politiker traut sich, gegen ein Milliardenunternehmen etwas zu unternehmen – das kann man bei allen vergleichbaren Firmen sehen.
Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, wenn die Taxler von den Straßen verschwinden würden. Diese aber durch – noch wesentlich minderwertiger ausgebildete – Privatfahrer zu ersetzen, ist nicht dazu geeignet, die Situation auf der Straße zu entschärfen.

Aber das ist das Wesen eines Startups. Es geht im Prinzip nur um die Idee, wie man eine Sache, die es bereits gibt, noch billiger anbieten könnte, sodass die Konsumenten zu einem wechseln. Das funktioniert allerdings nur so lange, so lange der Konsument auch das Geld hat, diese billigere Leistung zu kaufen. Irgendwann wird der Geiz-ist-geil-Konsument aber nichts mehr verdienen, weil sein Job von einem Startup billiger angeboten wird...


Donnerstag, 11. April 19:40
Ein lieber Nachbar ist gestorben.
Ein paar Häuser weiter unten in der Straße hat er gewohnt und im Frühling und Sommer habe ich ihn öfters unterwegs getroffen. Ein paar Mal auf der Sophienalpe, ein paar Mal unterwegs zum Wienerwald See. Silvio war ein wirklich netter Kerl, hatte immer eine lustige Geschichte zu erzählen und er war einer der wenigen, die mir tatsächlich ein Urteil zu meinem Album gegeben haben. Wenn ich die CD hergeschenkt habe, so hat praktisch jeder derjenigen, die ein Exemplar erhielten, gesagt, sie/er würde mir später mitteilen, wie es ihr/ihm gefallen hätte. Wie gesagt, Silvio war einer derjenigen, die das auch wirklich getan haben. Und seine Meinung: Die CD hat ihm gut gefallen, er konnte sogar ein paar Stellen aus den Texten zitieren.

Lieber Silvio, jetzt kann ich es Dir endlich sagen: In einen Song auf der CD habe ich sozusagen Dich hineingeschrieben. Und zwar handelt es sich dabei um die Figur der Kevin auf seinem lauten Moped in dem Song »Das kleine SpatzerlSpatzerl


Im Tierreich - Spatz (der): eine weitverbreitete Vogelart.

Im Menschenreich - Spatzerl (das): der oftmalig verwendete Kosename für eine nahestehende Person

oder auch: ein relativ hervorragendes, primäres Geschlechtsmerkmal des Mannes. Vor allem dann, wenn es nicht so sehr hervorragend sein sollte.
«. Der bist in Wahrheit Du. Du auf Deinem Motorrad, das mir immer ein wenig zu laut war. Heute weiß ich natürlich, dass Du, wenn Du in der Nacht nach Hause gekommen bist, das Motorrad extra schon ein paar Straßen früher abgedreht hast, nur damit Du niemanden aufweckst. Heute weiß ich auch, dass Du Dein Motorrad eigentlich aufgeben wolltest oder sogar schon aufgegeben hast, weil es Dir zu umständlich war. Heute weiß ich auch, dass ich das laute Knattern Deines Motorrads irgendwie vermissen werde.

Aber so was weiß man eben immer erst dann, wenn es zu spät ist...

Hey lieber Silvio, ich wünsche Dir alles Gute!


Mittwoch, 10. April 19:10
Apropos Musik, apropos Youtube.
Bei allen Nachteilen, die Youtube durchaus haben mag, ist mir doch immer wieder der eine, in höchstem Maße frappierende Vorteil, gegenwärtig. Nämlich: Es existiert jedes, wirklich absolut jedes Musikstück unserer Welten in diesem Verzeichnis, in dieser Datenbank. Bei meiner heutigen Fahrt hatte ich wieder einmal so einen Ohrwurm. Einen Song, der mir gar nicht aus dem Hirn wollte, den ich immer und immer wieder vor mich hin summte. Einen Song, den ich jetzt unbedingt wieder einmal hören wollte.

Ich weiß es noch genau, es ist ein Song aus der Plattensammlung von Vati. Ein Song, der auf einer 45er-Platte aus den 50er oder 60er Jahren zu hören war. Natürlich könnte ich auch nach hinten ins Studio gehen und die Single suchen – aber wozu die Mühe, wenn ich ja weiß, dass alle Platten dieser Welt auf Youtube zu hören sind...?!

Also kurz nach dem Refrain auf Guckl gesucht, und... tatsächlich!
Zwar bisher erst knapp 900 Mal angehört – aber tatsächlich vorhanden. Bitte schön, das war mein heutiger Ohrwurm...


Dienstag, 09. April 20:20
Möchtest Du wissen, wie es den reichen Leuten so geht?
Also nicht jenen reichen Leuten, die man so allgemein bei uns als »reich« bezeichnen würde, sondern vielmehr denen, die so wirklich richtig reich sind. So reich, dass sie nicht mehr wissen, was sie mit ihrem Geld tun könnten.
Das ist in der heutigen Zeit gar nicht so schwer. Die »Rich Kids Of Internet« haben einen eigenen Instagram-Account, wo man ihnen folgen kann. Dort präsentieren sie sich mit/in ihrem leicht absurden Reichtum.

Ich glaube, es ist ganz gut, wenn man da ab und zu einen Blick darauf wirft, denn dann relativiert sich – meiner Meinung nach – doch wieder ein wenig die Sicht auf die wirklich reichen Leute. Denn so etwas wie Neid kommt da eher nicht auf, ich empfinde da eher eine Art von seltsamen Mitgefühl. Wenn man ein tolles Gefühl nur dann bekommen kann, wenn man irgendwas mit möglichst viel Geld bezahlt, dann ist das ein paar Mal vielleicht ganz nett, mit der Zeit geht das aber sicher schwer auf die Nerven.

Immerhin, die reichen Kinder des Internets haben bei Instagram 366.000 Follower. Es lohnt sich übrigens auch, einige der Kommentare zu den Fotos zu lesen. Ich vermute stark, dass der Lebensstil der reichen Kinder für eine große Zahl der Menschen doch als etwas Erstrebenswertes scheint. Was ich wirklich nicht verstehe. Natürlich, ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
Geld zu haben, ist total OK. Aber auch mit dem Geld verhält es sich so, wie mit den meisten anderen Dingen: Lieber nicht zu viel davon haben...


Montag, 08. April 19:50
Ich hab' es schon ein paar Mal erwähnt – und zwar jedes Mal genau dann, wann es eben passiert ist: Es gibt nur sehr selten den Augenblick, wo mir ein Song im Radio so gut gefällt, dass ich ihn sofort wieder hören möchte.
Diesmal ist es gestern Abend passiert. Es war die Sendung »Moment am Sonntag« in Ö1 und es ging um Füllfedern. Und mitten drin ein Song, der mich sofort angesprungen hat. Lupenreiner Acid Jazz mit deutschem (eher: österreichischem) Text, eine für mich sehr gelungene Kombination.

Es geht in dem Song »High Tech Society« so ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
darum, dass jemand das ganze neumodische Glump nicht so richtig mag – das Internetz eben. Schon einmal ein sehr sympathischer Gedanke.
Nur, dass dieser Gedanke nicht besonders viele Anhänger zu haben scheint. Denn der – nach meiner Meinung – wirklich gelungene Song der Ausseer Hardbradler wurde bis zu diesem Zeitpunkt erst 77 Mal angehört...


Sonntag, 07. April 23:55
Migränetag.

Samstag, 06. April 19:00

Freitag, 05. April 20:10
Heute beim Wienfluss auf der Höhe von Purkersdorf. Der Frühling ist da und der Biber beginnt wieder mit der Umgestaltung seiner Terrasse...


Donnerstag, 04. April 20:10
Es war eine Schlagzeile des heutigen Tages, die in den allgemeinen Nachrichten doch ein wenig untergegangen ist (ev. Absicht?): Erstmals, seit weltweite Statistiken zu Todesursachen geführt werden, hat sich an der Spitze der Tabelle etwas getan.
Aus London, von einer der ältesten medizinischen Fachzeitschriften, dem Magazin »Lancet«, wurde bekannt gegeben, dass jährlich elf Millionen Menschen nicht, wie erwartet an Rauchen oder Alkohol, sondern an falscher Ernährung sterben – damit ist die schlechte Ernährung für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor.

Natürlich wird diese Nachricht nicht so breit getreten, wie wenn sich irgend eine Art von schlimmen Drogen an der Spitze der Tabelle befinden würde, denn mit Essen macht man weltweit wesentlich mehr Geld. Daher darf Essen einfach kein schlechtes Image haben. Zu denken geben sollte es uns aber dennoch. Jetzt, wo wir durch viele Umstände unserer Lebensart – vor allem der in den letzten 150 Jahren enorm gestiegenen Hygiene – eine signifikante Steigerung des durchschnittlichen Lebensalters herbeigeführt haben, lassen wir nun nichts unversucht, dieses wieder zu verringern.

Wenn man dann wieder einmal eine Sitzung im Parlament verfolgen darf, wo sich die Politiker so stark dagegen sträuben, z. B. eine Lebensmittel-Ampel einzuführen, eine höhere Besteuerung von Zucker oder Fett zu beschließen, ökologischen Anbau von Lebensmittel zu verhindern und diverse andere Beschlüsse in diese und ähnliche Richtungen zu fällen, dann darf man sich ab sofort schon fragen, wo da die näheren Gründe für diese generelle Ablehnung liegen. Ein Schelm, wer da an Lobbying denkt...


Mittwoch, 03. April 20:10
Eine wirklich sehr nette Geschichte gibt es heute.

Wer denkt nicht doch ab und zu von sich, dass er/sie im Leben immer wieder zu kurz kommt? Man muss sich das gar nicht so sehr zu Herzen nehmen, denn es gibt Menschen, die tatsächlich das Unglück im Leben gepachtet zu haben scheinen.
So eine tragische Figur ist der Tscheche Jara Zimmermann.

Jara Zimmermann hat – heute ist das nachweisbar – das TNT erfunden, leider aber die Unterlagen zur Patenteinreichung irgendwie verschlampt und war damit schlussendlich zu spät dran. Das Patent wurde damals bekannterweise Alfred Nobel zugeschrieben.
Pech halt...

Jara Zimmermann hat maßgeblich den Bau des Eiffelturms beeinflusst. Ohne seine Berechnungen, Pläne und Konstruktionszeichnungen wäre der Bau eindeutig fehlgeschlagen – so viel ist heute bekannt. Leider wurde all dies unterschlagen und der Tscheche wird nicht als der eigentliche Erbauer genannt. Er wird nicht einmal unter »ferner liefen...« geführt. Hier kennt man lediglich den Namen: Gustave Eiffel.
Echtes Pech halt...


Im Jahr 2006 gab es in Tschechien eine Show(-Serie?) im TV, in der die Verdienste von verschiedenen Tschechen hervorgehoben werden sollten. Gegen Schluss der Serie sollte das Publikum abstimmen, wer in Summe als der wichtigste Tscheche gelten sollte. Die Verantwortlichen mussten die Show abbrechen, denn Jara Zimmermann wurde mit überwältigender Mehrheit als dieser wichtigste Tscheche gewählt.

Na und, was bitte wäre daran falsch?
Nur ein einziges Detail: Jara Zimmermann ist nämlich lediglich eine erfundene Figur für all die traurigen Menschen, die das große Glück immer um ein paar Millimeter verfehlen. So ähnlich, wie der Baron von Münchhausen für die Hochstapler...


Dienstag, 02. April 17:50
Heute war etwas in den Nachrichten des Deutschlandfunks zu hören, was mich doch ziemlich interessierte: Ab Mitte bis Ende Mai wird sich bei unseren Maßeinheiten einiges ändern. Keine Angst, in Wahrheit wird sich natürlich nichts ändern. Aber irgendwie dann doch. Das, was ich noch in der Schule gelernt habe, wird obsolet. Ich habe noch vom Urkilogramm gehört, nach dessen Gewicht sich – mehr oder weniger – die ganze Welt richtet. Ich habe vom Urmeter gelernt und von der Atomuhr irgendwo in Frankreich (oder war die damals doch in Amerika?).

Tja, damit ist es nun vorbei. Die ganzen Ur-Dinger sind leider doch nicht so gut, wie man es ursprünglich angedacht hatte. Oder besser: Unsere neuen Messmethoden werden zu genau. Das Urkilo verliert immer mehr an Gewicht, das Urmeter wird immer kürzer, die Atomuhr geht schlicht und einfach falsch. Daher hat man andere Wege gefunden, unsere Einheiten ein für alle Mal festzusetzen. Durch Naturkonstanten. So richtig einfach ist es nicht zu erklären (ich bin ja auch kein Physiker) aber soweit ich es verstanden habe, hat man gezählt, aus wie vielen Atomen eine Siliziumkugel mit 1 kg Gewicht besteht. Beim Urmeter soll das Licht herhalten und für die Zeit hat man eine völlig neue Uhr gebaut, an der man sich von nun an orientieren wird (müssen).

Bei der Uhr verhält es sich folgendermaßen: Hätte man diese Uhr beim Urknall gebaut und in Betrieb genommen (der Anfang des Universums vor etwa 13,8 Milliarden Jahren), sie wäre bis heute um 2 Sekunden falsch gelaufen.
Naja bitte. Wer's braucht...


Montag, 01. April 20:00
Ein Inserat aus der AZ, exakt vor 50 Jahren in derselben geschalten, mit einem Text, der heute wahrscheinlich als Aprilscherz wahrgenommen würde, damals aber durchaus ernst gemeint war...



(C) mArtin, im April 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!