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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022




Donnerstag, 29. September 18:20
Und wieder etwas dazugelernt. Wie schon hier erzählt, habe ich beim Bauhaus eine Dose mit Waschbenzin gekauft, wo nicht das drinnen ist, womit ich gerechnet hätte: Benzin. Die Flüssigkeit ist eher ölig, riecht nicht nach Benzin und brennt auch kaum.

Ich habe das der Firma Adler in einer Mail geschrieben. Die Antwort eines Chef-Chemikers war ein wenig patzig, seiner Meinung nach sollte ich mir lieber eine andere Flüssigkeit zum Reinigen kaufen.
Aber es gab ja noch eine Antwort, nämlich jene des Chefs der Qualitätskontrolle. Und der bot an, mir eine neue Dose kostenfrei zusenden zu wollen. Feine Sache.
Die Dose kam heute an – und es war so, wie von mir befürchtet: Dieser neue Waschbenzin hat genauso viel/wenig mit Benzin zu tun, wie die andere, von mir gekaufte, Dose. Es riecht nicht nach Benzin, ist ölig und brennt nicht.

Aber dann des Rätsels Lösung: Auf den Dosen steht in recht kleiner Schrift, so, dass ich es bisher nicht gesehen habe, geschrieben: Terpentinölersatz. Na klar, es riecht so, verhält sich so und brennt ähnlich schlecht wie Terpentin!
Eine kurze Suche im Netz gab dann Aufschluss: Tatsächlich ist Waschbenzin nicht Benzin sondern Terpentinölersatz. Die Firma hat also nichts falsch gemacht, sondern vielmehr ich.

Bleibt nur die Frage: Was war das bisher immer für eine Flüssigkeit, wenn ich Waschbenzin gekauft habe?


Mittwoch, 28. September 17:30
Vor zwei Jahren war es eine, voriges Jahr keine, dieses Jahr scheint es wieder eine zu sein: eine gute Schwammerl-Saison. Ich kann das deshalb gut beurteilen, da ich ein unglaublich schlechter Schwammerlsucher bin. Wenn ich überhaupt einen essbaren Pilz finde, dann ist das an sich bereits eine Sensation. Und wenn ich dann so etwas finde – also mein Abendessen – dann weiß man: Es ist eine ausgezeichnete Schwammerl-Saison...!


Dienstag, 27. September 20:20
Man lernt nie aus. Blödes Sprichwort – aber wahr. Heute habe ich etwas erfahren, das ich wirklich nicht wusste, und zwar folgendes:
Du kennst sicher Sissi, die Kaiserin von Österreich-Ungarn. Und vielleicht kennst Du sie auch so wie ich, also als Romy Schneider in den Sissi-Filmen. Viel mehr, außer dass Sissi einen eigenen Trainingsraum im Schloss hatte, weiß ich von ihr nicht. Und dann wusste ich noch, dass das alles kurz vor 1900 stattgefunden hat. Das war's dann auch schon.
Aber heute höre ich in Ö1 eine für mich völlig neue Tatsache über den Tod von Kaiserin Elisabeth: Sie wurde ermordet! Im September 1898 wurde sie in Genf von einem italienischen Anarchisten mit einer spitzen Feile erstochen.

Bitte das kam in den tollen Filmen von Ernst Marischka aber nie vor...


Montag, 26. September 18:10
Es wäre ja fast schon lustig, wenn es nicht doch ein wenig traurig wäre. Ich habe ja bereits davon geschrieben, ich habe meinen Telefon- und Internetprovider gewechselt. Drei hatte es nicht zusammengebracht, mir stabiles Internet und einen wirklich funktionierenden Telefonanschluß zu gewährleisten. Seitdem Tele2 von Drei gekauft wurde, hat bei mir nichts mehr wirklich gut funktioniert. Und bei anderen Drei-Usern kann ich ähnliche Tendenzen ausmachen.

Im Prinzip hat mein neuer Provider bisher alles richtig gemacht, doch wir kommen nun in eine heiße Phase, denn: Mein Modem beginnt immer öfter zu spinnen. Ich komme nicht mehr hinein, das Internet fällt manchmal aus, das Telefon ebenso – alles in Allem macht es den Eindruck, als ob das Modem ein Montags-Teil wäre. Die Reaktion meines neuen Providers auf die am 8. September eingebrachte Meldung war bisher nicht so wirklich prickelnd, es sieht so aus, als wolle man das dort irgendwie aussitzen. Also warten, bis es komplett zusammenfällt. Aber ich will mal nicht so sein und gebe denen noch eine Chance – immerhin habe ich Drei sogar länger als ein Jahr immer wieder eine Chance nach der anderen gegeben...


Sonntag, 25. September 16:50

Samstag, 24. September 18:20

Freitag, 23. September 18:10
Ich habe mir, in einer Art Nachschau, dann doch die Elefantenrunde zur Bundespräsidentenwahl angesehen. Eigentlich eine Elefantenrunde ohne Elefant, denn Alexander Van der Bellen war nicht mit dabei. Er wurde wohl angefragt, hat aber nicht zugesagt. Es wäre bisher auch nicht üblich gewesen, dass jener Kandidat, der das Amt bereits innehatte, bei solch einer Diskussionsrunde dabei wäre. Und man kann diesbezüglich konstatieren: Er hatte mit dieser Entscheidung durchaus recht gehabt, in dieser Runde gab es definitiv nichts zu gewinnen.

Wen werde ich also wählen? Mein Entschluss stand in Wahrheit schon vor dieser Sendung fest: Van der Bellen. Wen würde ich wählen, wenn Van der Bellen nicht mehr dabei wäre? Auch klar: Van der Bellen. Oder Heinz Fischer. Die Kandidaten aus der Runde sind für dieses Amt einfach nicht wählbar. Als Bundespräsident möchte ich eine Person sehen, die das entsprechende Alter, das entsprechende Auftreten, die entsprechende Eloquenz hat. Keinen Selbstdarsteller, keinen politischen Randsteher. All diese Eigenschaften treffen eben ausschließlich auf Van der Bellen zu. Und haben, nebenbei bemerkt, auf Heinz Fischer zugetroffen.

Bei einer Sache muss ich Gerald Groß, dem Rechtsaußen der Runde allerdings recht geben. Der ORF hat sich zum Teil einen Spaß daraus gemacht, die Kandidaten in eine Art Prüfungssituation, ähnlich der Unterstufe, zu versetzen. Dabei haben natürlich nicht alle eine gute Figur abgegeben, was wahrscheinlich doch ein wenig beabsichtigt war. Alles in Allem war diese Sendung in Wahrheit eine große Wahlwerbung für Alexander Van der Bellen...


Donnerstag, 22. September 18:20
Bei unseren Behörden, und davon bin ich im tiefsten Inneren überzeugt, läuft einiges nicht so, wie man es sich gerne vorstellen möchte. Oder besser gesagt: Es läuft alles genau so, wie man es sich (als Satire) vorstellt. Die Anzeige gegen mich war so verfasst, dass ich binnen zwei Wochen reagieren müsste – und ansonsten mit schwersten Konsequenzen zu rechnen hätte. Aus der Angst vor den Konsequenzen heraus habe ich tatsächlich so schnell gehandelt (und den Wagen ordnungsgemäß abgemeldet und verkauft) und Bericht erstattet. Für die Beantwortung dieses Berichts allerdings ist genügend Zeit. Es wäre wahrscheinlich ein kleines Wunder, würde ich schneller als nach einem halben Jahr Antwort darauf bekommen.

Oder der Klimabonus 2022. Es hieß ja, dass man diesen ganz einfach auf sein Konto überwiesen bekäme, so man bei Finanz-Online mit einer richtigen Kontonummer registriert wäre. Nein, stimmt so nicht. Heute lag die Benachrichtigung im Postkästchen, dass ich meine Gutscheine abholen solle. Dabei kennt mich Finanz-Online aber ziemlich gut. Denn die 2018 an mich gesendete Anzeige, dass das Finanzamt annimmt, dass ich Steuern hinterzogen hätte (in der Höhe von etwa 500,- Euro) kam sehr schnell zu mir. Dies war natürlich nicht der Fall, es war ein Fehler vom Finanzamt. Ein Fehler, der sich übrigens exakt in der gleichen Weise seither Jahr für Jahr wiederholt.

Was sind für mich also Beamte? Das sind Menschen, die darauf trainiert sind, einem das Leben schwer zu machen – oder, wenn sie sich in höheren Rängen befinden, Schmiergelder anzunehmen.
In etwa so sehe ich das, und bin damit vermutlich nicht ganz alleine...


Mittwoch, 21. September 19:20
Es ist zwar nur ein relativ schlechtes Foto, weil ich mich nicht getraut habe, näher hinzugehen – aber es ist doch zu erkennen: Im Wienerwaldsee tut sich was. Wenn ich es genauer beschreiben müsste: Im Wienerwaldsee wird gebohrt.
Was kann das sein? Nach Öl wird dort ja wohl nicht gesucht – selbst wenn wir von den Lieferungen Putins nicht mehr abhängig sein wollen. Aber was gäbe es im Wienerwaldsee zu suchen, beziehungsweise zu finden?

Viele Fragen beantworten sich im Lauf der Zeit mehr oder weniger von selber. Da bin ich neugierig, ob denn diese Frage dazu gehört...


Dienstag, 20. September 18:20
Es war der Tatort vom vergangenen Sonntag, der dann doch ein wenig, na sagen wir einmal: anders war. Ich mag die grundsätzliche Richtung dieser Serie. Nämlich jene, dass es keine grundsätzliche Richtung gibt. Es kann in einer Tatort-Folge alles passieren, vom eher lustigen Ermittler-Team (Thiel und Boerne in Münster) über das heimische Team (Eisner und Fellner in Wien) bis hin zu den ziemlich schwierigen Teams (Faber und Bönisch in Dortmund) gibt es alles, was es in der echten Welt auch gibt.

Der letzte Tatort wurde vom Team in Stuttgart (Lannert und Bootz) bestritten, welches ich im Normalfall nicht so besonders mag – es sind nicht unbedingt meine Lieblinge. Dennoch war diese Folge mit dem Titel: »Der Mörder in mir« ein für meinen Geschmack sehr guter Tatort, der in seiner Richtung einen völlig neuen Weg beschritten hat. Zum Ersten war es eine sehr ruhige Tatort-Folge. Keine Verfolgungsjagd, keine Spezialeffekte, keine seltsamen Kameraeinstellungen. Nur ein mehr oder weniger normaler Fall von Fahrerflucht. Zum Anderen war es das Ende, das mich doch ziemlich überrascht hat. Der Täter wird gefasst und gleichzeitig auch nicht. Was daran so neu auf mich wirkt, ist die Machart, die noch wesentlich mehr »wie im normalen Leben« wirkt, wie bei allen anderen Tatort-Folgen. Auf Verfolgungsjagd ist man ja im wahren Leben nicht so wirklich oft. Und die echten Ermittler erwischen auch nicht immer jeden Täter derart schnell und eloquent. Ich bin neugierig, ob das wirklich eine neue Richtung im Tatort sein wird oder es dann doch eine Eintagsfliege war...


Montag, 19. September 17:50
Es gibt gerade wieder einen Richtungsstreit innerhalb der EU. Was denn nun »nachhaltig« sei und was nicht. Um es kurz zu machen: Es geht natürlich ausschließlich um Geld und nicht wirklich um Nachhaltigkeit. Derzeit sieht es folgendermaßen aus: Atomkraft ist nachhaltig – Energie aus Holz nicht. Und schon steigen unsere Forst-Inhaber auf die Barrikaden.
Und, wer hat nun Recht? Wem sollten denn die EU-Fördergelder zuteilwerden?

Vor diese Auswahl gestellt: Niemandem.
Dass Atomkraft nicht wirklich nachhaltig ist, wird inzwischen kaum noch jemand bezweifeln. CO2-neutral kann schon sein – aber wenn ich in großer Menge Abfälle generiere, die 100.000e Jahre ein Problem sein werden, dann kann dies schon per Definition nicht nachhaltig sein. Und die Nutzung von Holz? Ja, die kann nachhaltig sein, wenn man sich an gewisse Grundsätze hält. Weil ein Baum eben nicht in ein paar Monaten zu seiner vollen Größe heranwächst sondern 60, 70, 100 Jahre dazu benötigt. Und das in einem intakten Wald. So, wie bei uns Holz gewonnen wird, ist das eher nicht nachhaltig. Da geht es wieder ausschließlich ums Geld. Aber nicht das, welches kommende Generationen aus einem Wald holen können, sondern hier und jetzt. Das ist bei den Kahlschlägerungen (wie jeden Herbst im Wienerwald) in und um Wien immer wieder gut zu sehen.

Also steht es in Nachhaltigkeit am ehesten 0:0 für niemanden...


Sonntag, 18. September 17:00

Samstag, 17. September 17:20

Freitag, 16. September 17:50
Ich verwende in der Werkstatt relativ oft Waschbenzin. Und weil Waschbenzin eine recht saubere Form von Benzin ist, verwende ich diesen auch in meinem Feuerzeug. Um es deutlich zu machen, in meiner – höchstwahrscheinlich ziemlich naiven – Vorstellung ist es mit der Reinheit ungefähr so: Benzin, Waschbenzin, Wundbenzin. Zumindest mit Wundbenzin werde ich vermutlich richtig liegen, denn wenn man beim Aus- oder Abwaschen eines kleinen Wehwehs noch zusätzliche Stoffe wie Schwermetalle oder sonstiges in die Wunde bekommt, wäre das vermutlich nicht so gut.

Aber bei Waschbenzin scheine ich mich zu täuschen. Vor wenigen Wochen ging mir der letzte Liter Waschbenzin aus. Also zum Bauhaus gefahren und einen Liter Waschbenzin von Adler um 10,- Euro gekauft. Ein ganz schön teures Vergnügen. Zu Hause angekommen möchte ich bei meinem Rad-Neubau etwas mit dem neuen Waschbenzin säubern. Schon beim Öffnen fällt mir auf, dass diese Flüssigkeit aus der Blechdose nicht so riecht, wie gewohnt. Auch die Reinigungsleistung ist miserabel. Und zu guter Letzt bleiben auch noch ölig-schmierige Schlieren auf dem Stahl übrig. Der Clou: Die Flüssigkeit brennt auch gar nicht. Unter Waschbenzin stelle ich mir eindeutig etwas anderes vor.

Ich bin doch ziemlich verärgert und schreibe der Firma Adler. Und tatsächlich bekomme ich eine Antwort. In der steht zu lesen, dass es viele verschiedene Arten von Benzin gibt, dieser gar nicht brennen muss und ich zum Entfetten von teilen besser Aceton verwenden soll!

Tags darauf kommt noch ein Schreiben, diesmal von einer anderen Stelle von Adler. Dort entschuldigt man sich für einen eventuelle entstandenen Fehler und möchte mir eine neue Dose mit Waschbenzin zukommen lassen.
Jetzt habe ich doch ein wenig Sorge: Wenn eine Firma so bereitwillig Ersatz leisten möchte,... welche Flüssigkeit ist dann wirklich in der Blechdose von Adler?


Donnerstag, 15. September 17:40
Ein wenig traurig ist es für mich schon, der Sommer scheint endgültig vorüber. Bei meiner heutigen Tour habe ich die eindeutigen Anzeichen dafür gefunden...

Mittwoch, 14. September 19:00
Wie heißt es so schön? Die Deppen sterben nicht aus...!


Dienstag, 13. September 17:50
Bei einem illegalen Autorennen am Ring in Wien wurde eine unbeteiligte Frau getötet. Der Täter ist angeblich in Haft.
Grundsätzlich eine gute Sache. Nicht, dass ein völlig unbeteiligter Mensch dabei zu Tode gekommen ist, sondern, dass es auf diese Art passiert ist. Denn leider garantiert nur der Aufhänger »illegales Autorennen in Wien«, dass darüber gesprochen und nachgedacht wird. Bei den 281 Menschen davor, die heuer bereits bei Verkehrsunfällen getötet wurden, gab es nämlich kaum Diskussionsbedarf. Das ist für uns normal. Das Auto ist nun mal in unserer Welt das mit großem Abstand wichtigste Fortbewegungsmittel. Dem Auto wird in den Städten bis zu 70% der öffentlichen Fläche geopfert, alle anderen Verkehrsteilnehmer dürfen sich um den Rest schlagen.

Da wundert es auch niemanden (außer mir), dass ein Verantwortlicher des ÖAMTC im Mittagsjournal zum Thema Energiesparen meinte, dass man dazu mehr »Grünphasen in den Städten« benötigen würde.
Stimmt, da hat er recht. Sofern er die Grünphasen für Radler gemeint hat...


Montag, 12. September 23:55

Sonntag, 11. September 18:30

Samstag, 10. September 23:55

Freitag, 09. September 20:20
Es wäre für den heutigen Tag ja eigentlich eine ganz große Tour geplant gewesen, doch das Wetter hat da einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Nun gut, das Wetter war in Wahrheit nur ein Grund für die Plan-Änderung. Der zweite Grund war eigentlich schwerwiegender: Seit zwei, drei Tagen spinnt meine Verdauung. Das ist für mich eine nahezu unbekannte Sache, meine Verdauung funktioniert sonst immer klaglos. Vorgestern hatte ich noch leichten Durchfall, gestern Verstopfung. Daher war mir nicht ganz klar, was mir da heute geboten würde. Also kam eine Tour durch die Stadt nicht in Frage. Es musste eine Tour durch den Wald sein, dass ich im echten Notfall auch hinter den nächsten Baum scheißen könnte.

Also die original Monster-Tour. Nicht von den Kilometern her, aber von den Höhenmetern. Die Bergstrecke von der Donau direkt auf den Kahlenberg hinauf (Kriterium: Eisernenhandgasse) ist noch immer die ärgste Strecke, die ich kenne. Aber – und darauf bin ich stolz – ich habe diese Bergwertung heute ohne absteigen und ohne Pause geschafft! Gute Sache. Und ohne Notfall,... meine Verdauung ist wieder im Lot.

Hier die Strecke, hier ein paar Fotos...

Donnerstag, 08. September 17:20
Etwas, was mir immer wieder auffällt. Möchte man auf diversen Plattformen für Gebrauchtwaren im Internet etwas kaufen, so steht bei nahezu allen Geräten immer etwas wie folgt dabei: »Kaum verwendet, wie neu, neuwertig, fast im Originalzustand,...« und zwei Zeilen weiter darunter steht auch immer zu lesen: »Keine Garantie, keine Rücknahme!«

Ich habe schon einige Dinge z. B. bei Willhaben erstanden, wo ich schon vorher ganz genau ahnte, dass das Gerät sicher nicht »kaum verwendet« sein wird – und bin trotzdem ganz gut damit gefahren. Wenn ich etwas gebraucht kaufe, dann ist es klar, dass es eben Spuren dieses Gebrauchs geben wird.

Ich glaube, dass diese Sätze dem ganzen Markt für gebrauchte Geräte insgesamt nicht gut tun. Es sind ganz einfach Lügen. Lügen, die kaum Bestand haben und immer öfter irgendwen (also zumeist den Käufer) ärgern. Schon jetzt wenden sich immer wieder Leute von solchen Plattformen ab. Derzeit funktioniert es noch, wie die Zukunft aussieht, weiß aber niemand...


Mittwoch, 07. September 19:10
Heute wieder einmal die größere Runde gefahren, also über die Sopherl und Scheiblingstein nach Weidling und Klosterneuburg, dann zum Albener Hafen auf der Insel und über das rechte Donauufer und die Hauptalle nach Hause zurück.

Einen kleinen Zwischenfall gab es: bei der Brücke zur Hauptalle stand ein junger Mann mit seinem offenbar nicht mehr fahrtüchtigen Fahrrad. Er war mit dem Vorderreifen in die Seitenwand der Brücke gefahren, die Gabel war so verbogen, dass der Kotflügel beim Lenken am Holm stecken blieb. Zum Glück habe ich ja immer das notwendige Werkzeug für (fast) alle Reparaturen dabei. Binnen 10 Minuten war sein Rad wieder einsatzbereit. Sein Kommentar: »Das ist aber toll, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die sowas machen können!«. Naja, es waren eben 30 Jahre Altersunterschied zwischen uns – ich komme ja tatsächlich aus einer anderen Welt...

Hier die Tour, hier ein Foto...

Dienstag, 06. September 18:20
Noch einmal kurz zum gestrigen Thema, weil's ja doch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
wichtig ist – und ja auch irgendwie interessant.
Ich mache jetzt – weil es inzwischen halt doch Standard ist – meine Videos in HD. Auf Deutsch könnte man dazu sagen: »in hoher Auflösung«, also HD1080p – dies meint also echtes HD. (Es gäbe da noch HD ready, das wäre sozusagen das kleine HD mit 720p.)

Echtes HD wäre dann also 1920 x 1080, also 1920 Pixel in der Breite und 1080 Pixel in der Höhe. Nach dieser Höhenangabe nennt es sich auch HD1080.
Jetzt verwende ich allerdings auch eine andere Kamera (Toshiba Camileo S10), die ebenfalls ein großes HD1080 auf der Seite stehen hat. Heute habe ich die Videos dieser Kamera genauer untersucht und dabei seltsames gefunden: Diese Kamera nimmt Videos mit 1440 x 1080 Pixel im Format 16:9 auf. Was soll denn das?

Wenn man 1920 durch 1080 teilt, so kommt 1.77 heraus, genau wie bei der Division von 16 durch 9. Da stimmt das Verhältnis also.
Wenn man aber 1440 durch 1080 teilt, kommt 1.33 heraus, genau wie bei der Division von 4 durch 3. Und dennoch ist das Bild dieser Kamera 16:9.

Wie geht denn das?

Die Lösung bietet, wie so oft, das Netz. Die Zahlen stimmen schon. Es geht nur um die Form der Pixel. Bei 1920 x 1080 sind die Pixel quadratisch, bei 1440 sind sie rechteckig. Es ist also ein Bild mit etwas weniger Bildinformation – aber im Format 16:9...!


Montag, 05. September 18:00
Heute was zum Thema: Video. Es gibt ja beim computerunterstützten Videofilmen und -schneiden so extrem viele Dinge, die zu beachten sind, dass selbst professionelle Produktionen oftmals schwerwiegende Fehler begehen. Ein Beispiel, über welches ich schon einmal vor Jahren geschrieben habe, ist die Framerate (fps = »frames per second«), welche nichts anderes bedeutet, aus wie vielen Bildern pro Sekunde so eine Videosequenz besteht. In der heutigen Video-Technik ist da alles über 20 vertreten – die gängigsten Raten sind 21, 25, 29.97, 30, 50 und 60.

Und was dabei so unglaublich wichtig ist: Innerhalb der Produktion eines Films sollte diese Framerate niemals gewechselt werden, also wirklich niemals. Sonst sieht man das. Oft zum Beispiel bei Dokumentationen, wenn Aufnahmen mit einer Drohne zu sehen sind. Und schon beginnt das Bild irgendwie zu wackeln. Was so natürlich nicht stimmt.
Zur Veranschaulichung folgendes: Ein Film wird mit 29.97 Frames produziert. Die Hauptkamera gibt diese Framerate vor. Die Aufnahme der Drohne hat aber 25 Frames. Dann wird unvermeidbar das Schicksal des hässlichen Films zuschlagen. Denn kein noch so tolles Filmschneideprogramm kann aus 25 Frames gute 29.97 Frames errechnen. Das geht nicht, weil ja die restlichen 4.97 Bilder schlicht und einfach fehlen. Fazit: Dieser Film wird hässliche Aufnahmen haben. Ausnahme: wenn man die Aufnahme als Zeitlupe oder Zeitraffer verwendet. Dann sind andere fps-Raten natürlich notwendig.

Also egal, wie eine Aufnahme und/oder ganze Filmproduktion auch geplant wird, extrem wichtig ist, dass alle beteiligen Kameras die gleiche Framerate unterstützen...


Sonntag, 04. September 17:50

Samstag, 03. September 17:40

Freitag, 02. September 19:20
So ziemlich jeder weiß heute, dass Guckl nicht immer das Beste im Sinn hat, wenn es unsere Daten haben möchte. Dabei sind diese Daten nicht nur das, was man allgemeinhin unter Daten versteht, sondern alles – wirklich alles! – kann da zu einem Datum werden. Ob es die Marke Deines Browsers ist, welche Seiten Du besucht hast, wonach Du gesucht hast, wie lange Du Dich auf einer bestimmten Seite aufgehalten hast, und so weiter und so fort. Alles kann da von Interesse sein, da sich damit, zusammen mit diesen Daten von anderen Nutzern, allerhand Berechnungen anstellen lassen, die irgendwem dann das große Geld bringen. Das nennt man dann eben Big Data.

Also gut. Wir wissen, dass Guck unsere Daten einfach so an sich nimmt. Diese Suchmaschine ist eben nicht nur eine Suchmaschine, sondern für seine Inhaber auch eine Geldmaschine.

Deshalb hat sich da seit einigen Jahren etwas entwickelt. Es gibt einige andere Suchmaschinen, die für sich werben. Unter anderem auch DuckDuckGo. Diese Suchmaschine wirbt mit der Aussage, dass sie Dich nicht tracken (also verfolgen) will und sich auch sonst keine Daten von Dir merkt. »Deine Privatsphäre ist uns wichtig!« ist deren wichtigster Spruch.

Also habe ich schon vor einiger Zeit in allen meinen Browsern die Suchmaschine auf DuckDuckGo geändert.

Und seit einigen Tagen wieder auf Guckl zurückgestellt.
Warum? Die super-privateste Suchmaschine nützt mir leider gar nix, wenn die Suchergebnisse einfach schlecht sind.
Es tut mir in der Seele weh, aber mit der Guckl-Suche bin ich viel schneller am gesuchten Ziel, viele Suchergebnisse in den wirklichen Tiefen des Internets findet DuckDuckGo einfach gar nicht. Da ist denen Guckl meilenweit voraus. Naja, wenn man halt Milliarden Euro als Background hat, dann lässt sich damit auch sehr gut klotzen. Statt kleckern.
Willkommen zurück bei Guckl...


Donnerstag, 01. September 23:55
Keine Zeit mehr für einen Eintrag, da ich doch ziemlich müde bin. Es ist ja Monatsende und das bedeutet: Konsument einlesen. Was sich diesmal (...endlich...) mit dem Ende des aktuellen Buches trifft: »Future War«. Das Buch ist immerhin ein 22-Strunden-Wälzer, bringt also gutes Einkommen. Aber der Inhalt ist (war) diesmal ein wenig fordernd: Das Buch handelt, wie der Name schon sagt, ausschließlich von Krieg. Und davon, wie gut Amerika darauf vorbereitet ist und das sich Europa mehr anstrengen muss, so wie Amerika zu werden. Und stimmt, das Buch wurde von drei Amerikanern geschrieben...



(C) mArtin, im September 2022.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!