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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019
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Freitag, 06. Dezember 18:00
Auf meinem heutigen Weg zum Gipfel sehe ich einige recht merkwürdige Dinge. Zum Ersten ist der Parkplatz bei der Sophienalpe seit etwa einer Woche mit schweren Bauzäunen etwa in der Hälfte geteilt – hier muss also etwas größeres stattfinden. Heute stehen dann schon einige Paletten-Behälter auf dem Platz mit 36 großen und sechs sehr großen Rädern aus Aluminium. Die Räder sind eindeutig Laufräder mit einer Rille am Umfang, in welcher ein Stahlseil laufen soll.

Meine Gedanken drehen durch. Wollen die wirklich die Sopherl wiederbeleben? Und hatte da jemand die Idee, das zu tun, was schon einmal war? Oder zumindest so etwas ähnliches? Also – ich traue es mich gar nicht auszusprechen – bauen die vielleicht eine Art Lift auf die Sophienalpe? Das wäre ja echt super, ein Wahnsinn...!

Es stehen auf dem Parkplatz auch noch zwei Spezial-Anhänger herum. Bei einem kann ich (bzw. sozusagen der Maschinenbauer in mir) klar erkennen, dass er eindeutig dafür gebaut wurde, mit langen, schweren Stahlseiten zu manipulieren. Also das ist doch wirklich eine Sensation...!

Die einzige Sache, die mich doch zweifeln lässt, ist die Tatsache, dass ich auf den Rollen keine Marke erkennen kann, die ich mit dem Seilbahnbau verbinden würde. Und ein wenig seltsam sehen sie schon aus, Rollen an den Stützen von Seilbahnen sind eher klein und haben eine Lauffläche aus Kunststoff. Auf dem anderen Anhänger ist allerdings auch ein Firmenlogo zu sehen.
Und nachdem ich zu Hause angekommen bin, finde ich die in Linz ansässige Firma auch sofort.

Ja, alles passt zusammen, denn gleich hinter der Sophienalpe verläuft das, was diese Firma cteam umbauen oder einfach nur erneuern wird: Die 110 kV Leitung.


Donnerstag, 05. Dezember 20:00
Themen für Songs gäbe es zu Millionen. Fakt ist aber, dass sich die Themen seit Jahrhunderten wiederholen. Liebe ist dabei eines der am meisten besungenen Gebiete – aber auch Lieder über Drogen sind ziemlich weit verbreitet. Aufgeschriebene Trinklieder sind bereits aus dem 14. Jahrhundert bekannt – mit Garantie gibt es sie aber schon wesentlich länger. Eine Zeit der Hochblüte von Songs unter/mit Drogen waren die 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die musikalisch sehr wertvolle wie interessante Phase des Psychedelic Rock ist ja jedem mehr oder weniger bekannt.
In den USA rund um San Francisco, in Europa in erster Linie in Großbritannien entstanden, bringt diese Spielart der Musik wirklich große Namen zusammen und hervor. Für mich waren es vor allem Pink Floyd, die mich in meiner Zeit der Adoleszenz praktisch täglich begleitet haben.

Ich wollte heute aber gar nicht über Psychedelic Rock schreiben, sondern über Drogen-Songs. Grund dafür ist ein Blues, den ich heute gehört habe.
Der Song ist aus dem Jahr 1968, wird von der Climax Chigaco Blues Band gespielt und beschreibt die Probleme, die ein Mann bei den simplen Dingen in seinem Leben hat – weil er trinkt: »...nach einem Drink fängst Du an zu stottern und nach einem weiteren möchtest Du, wenn Du auf die Straße gehst, mit jedem kämpfen...«

Der Song hat mich sofort an den Beginn dieses Jahrtausends erinnert.
2000 brachte die Comedy-Hip-Hop-Truppe Afroman einen ziemlich guten Song heraus: »Because I Got High«. Das Thema dieses Songs: Ein Mann, der sich sein komplettes Leben zerstört, weil er ständig nur kifft. Wirklich gut gemacht!

Aber was beweist uns dieser Song? Die Themen bleiben eben immer die gleichen. Nur die Umstände ändern sich ein wenig...


Mittwoch, 04. Dezember 19:20
Die feinste Art der politischen Agitation ist jene, die auch dann wirkt, wenn es niemand vermutet...

Stell Dir einmal folgendes Szenario vor: Ein Wirtshaus, irgendwo im Nirgendwo. Die Stammtischrunde mit latent rechten Tendenzen (ja, so etwas soll es durchaus noch geben...) kommt dahinter, dass einer der Ihren Geburtstag hat. Man möchte jetzt feiern. Man bestellt bei der Kellnerin eine neue Runde Vogelbeere – und einen passenden Song, der möglichst laut gespielt werden soll. Welcher Song wird das wohl sein?
Ganz klar, es ist »Happy Birthday« von Stevie Wonder aus dem Jahr 1981. Bis heute gibt es keinen auch nur annähernd so großartigen Song über den Geburtstag. Millionen Mal verkauft, aufgelegt, gespielt und gehört.

Aber was hat die stramm rechte Runde nun eigentlich getan? Und ist sie sich der wahren Bedeutung dieses Songs bewusst?
Nein, eher nicht. Ich muss gestehen, auch ich hatte das nicht vermutet. Erst vor wenigen Minuten habe ich in einer Dokumentation über Stevie Wonder erfahren, was es mit diesem Song eigentlich auf sich hat.
Stevie Wonder hat mit »Happy Birthday« ein Hohelied auf den Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King geschrieben, der im April 1968 in Memphis vor einem Hotel ermordet wurde. Wonder hatte sich seit Ende der 70er auch vehement dafür eingesetzt, dass Martin Luther King einen Feiertag bekommen sollte, am 20. Januar 1986 war es endlich soweit: der erste Martin Luther King Day wurde gefeiert.

Das ist es, was ich meinte. Die rechte Runde an unserem Stammtisch singt nun lauthals einen Song, der einzig für einen farbigen Bürgerrechtler geschrieben wurde, welcher von der Gleichheit aller Menschen träumte.
Das ist der Stoff, aus dem politische Agitation gemacht wird!

Und weil's so schön ist: Happy Birthday, Martin Luther King!


Dienstag, 03. Dezember 19:50
Was ist das?

Was auf diesem Satellitenbild ein wenig nach Science-Fiction anmutet und vielleicht an einen UFO-Landeplatz oder eine weitere Spielart der Nazca-Linien erinnern mag, ist in Wahrheit ein modernes Thermal-Kraftwerk: Das Cerro Dominador Kraftwerk in der Atacama-Wüste in Chile.

Also die Rettung unseres Planeten? Noch nicht ganz aber das Potenzial hätte es wohl. Der große Unterschied zu den bei uns in Mitteleuropa immer wieder gebauten Solar-Energie-Kraftwerken ist nämlich kein geringerer als: Es gibt in diesem Kraftwerk keine Solarpaneele! Genau jene Bauteile, die Sonnenenergie in elektrische Spannung umwandeln, sind nämlich gar nicht so sehr die Lösung, wie vielmehr ein weiteres Problem. Die Herstellung von Solarpaneelen ist extrem energieaufwändig, benötigt spezielle, rare Grundstoffe und die Paneele sind nur begrenzt haltbar und damit ebenso auch nur begrenzt leistungsfähig. Die Nachhaltigkeit von Solarpaneelen ist damit – zumindest derzeit noch – ziemlich fraglich.

Im Cerro Dominador wird auf eine andere, viel einfachere Art der Energieumwandlung gesetzt. Vom Prinzip her wird eine Flüssigkeit durch die Energie der Sonne so stark erhitzt, dass man damit Dampfturbinen betreiben kann. Damit entspricht das Kraftwerk ganz und gar dem Leitspruch: »keep it simple!«, denn die streng geometrische Form, die auf dem Satellitenbild zu sehen ist, wird von Hunderten von sehr rubusten Spiegeln erzeugt, die auf einen Punkt am 240 Meter hohen Turm in der Mitte der Spiegel fokussiert sind. Dort wird eine Salzlösung auf über 600 Grad erhitzt, mit deren Hilfe dann über Wärmetauscher der Dampf für die Turbinen erzeugt werden kann. Im Prinzip also ein etwas größerer Solar-Wasserkocher. Nach dem endgültigen Ausbau soll damit eine Leistung von 210 Megawatt erzeugt werden können. Nur zum Größenvergleich: Das ist ziemlich genau die Leistung vom Kraftwerk Kaprun. Mit dem kleinen Unterschied, dass diese Leistung nicht nur dann vorliegt, wenn genug Wasser im Pumpspeicher vorhanden ist, sondern Tag für Tag – denn etwas, was es in der Atacama-Wüste so gibt, wie nirgendwo auf der Welt, ist: unendlicher Sonnenschein ohne jede Unterbrechung. Und übrigens auch Nacht für Nacht, da das Kraftwerk einen Teil der Salzlake für den Betrieb in der Nacht speichert.

Einfach genial – genial einfach! Warum also hilft nicht bereits die ganze Welt mit, um mit solchen Kraftwerken in den ansonsten eher unwirtlichen Hitzezonen der Welt wichtige Zeichen zu setzen?
Das ist Politik und kein normaler Mensch wird verstehen, warum das so ist. Da sind derart viele Interessen von so unterschiedlichen Branchen und Ländern zu beachten, dass einem wahrscheinlich ziemlich schwindlich werden kann, will man dafür nähere Gründe erfahren.
Fakt ist, dass es funktioniert. Mehr oder weniger ohne speziellem High-Tec. Weltweit existieren vielleicht 30 Kraftwerke dieser Art, die meisten allerdings wesentlich kleiner als Cerro Dominador – also nicht einmal der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Speziell, wenn man ins Treffen führt, dass es ganz einfach keine größere, externe Energiequelle auf unserer Erde gibt, als die Sonne. Wissenschaftler haben übrigens berechnet, dass eine mit solchen Kraftwerken verbaute Fläche in der Atacama von 400 x 400 km bereits genügen würde, um den kompletten Energiebedarf für die ganze Welt herzustellen (und z. B. als Wasserstoff in die jeweiligen Länder zu transportieren)...


Montag, 02. Dezember 20:10
Es muss nicht immer der Martin Grubinger sein. Stimmt schon, er zählt zu den besten Schlagwerkern der Welt, sein Spiel ist kraftvoll und exakt, seine unglaubliche Schnelligkeit möglicherweise sogar einzigartig. Es wird wohl so sein, dass Grubinger derzeit der berühmteste – und wahrscheinlich auch bestbezahlte – Schlagwerker weltweit ist.
Leider aber verhält es sich doch immer wieder so, dass man, wenn es so herausragende Persönlichkeiten auf einem Gebiet gibt, alles andere, was ebenfalls da passiert, nicht bemerkt.

So kommt es, dass ich heute in der KULTURZEIT auf 3SAT einen Percussionisten sehen kann, dessen Spiel ebenfalls sehr hochklassig ist. Christoph Sietzen ist sein Name und er stammt, wie es der Zufall will, wie Grubinger auch aus Salzburg.
Wahrscheinlich hat halt Sietzen noch keine eigene Sendung im Fernsehen und auch noch kein 24-Stunden-Konzert gegeben aber sein Spiel ist schon ausgesprochen lebendig, gut und kraftvoll.

Viele werden das Marimbaphon als Kindergarten-Instrument kennen oder auch aus der Steiner-Schule für eher verhaltensauffällige Kinder.
Wie man eine Marimba auch spielen kann, zeigt hier Christoph Sietzen mit dem Stück »Attraction«...


Sonntag, 01. Dezember 16:20


(C) mArtin, im Dezember 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!