Sonntag, 17. März 17:40

Samstag, 16. März 17:40

Freitag, 15. März 18:30
Es ist wirklich nicht Neid, was ich verspüre sondern eher eine Art von Unverständnis. Und zwar, wenn ich höre, dass der österreichische Schlagerstar Andreas Gabalier die Mitternachtseinlage am Semperball spielt. Oder wenn ich höre, dass der österreichische Schlagerstar Andreas Gabalier den Karl-Valentin-Preis bekommen soll. Oder wenn ich höre, dass der österreichische Schlagerstar Andreas Gabalier MTV unplugged spielen soll. Rein prinzipiell ist es mir egal, wer all diese Auszeichnungen bekommt, nur sollte es sich dabei um jemanden handeln, die/der das aus künstlerischer Sicht auch verdient. Und da gehört nach meinem Empfinden Schlager-Karaoke nicht unbedingt dazu. Es gibt in Österreich eine große Zahl von Künstlern, welche für all diese Dinge wesentlich besser geeignet wären – was ist also der Grund dafür, dass A. G. bei diesen besonderen Marketing-Maßnahmen zum Zug kommt?

Die Antwort ist gar nicht so schwer. Ja, es gibt viele Künstler in Österreich. Aber es gibt nicht viele Künstler, die über eine derart große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verfügen. Und wenn der Karl-Valentin-Preis zum Beispiel an Hubert Unterpremstättner aus Gramatneusiedl gehen würde, weil dieser sich das – rein künstlerisch – wirklich verdient hätte, dann kräht in den (sozialen) Medien kein Hahn danach. Und die Karl-Valentin-Gesellschaft ist medial sozusagen weg vom Fenster. Ja, auch die Kulturgesellschaft wird immer populistischer. Man schielt selbstverständlich auch dort nach den richtig großen Acts. Und das muss man dem A. G. schließlich lassen: seine Auftritte sind immer groß. Zwar nicht live, dafür aber groß. Und genau das wollen die Menschen. Qualität ist da eher keine Kategorie...

Wer sich übrigens mit feinen Andreas-Gabalier-Devotionalien ausrüsten will, der kann wieder einmal beim HOFER zuschlagen. Der Andreas-Gabalier-Kalender wäre im Angebot. Statt ursprünglich 9,99, danach 4,99, jetzt nur mehr um 2,49. Man muss halt nur warten können...


Donnerstag, 14. März 19:40
Bereits seit einigen Jahren zahle ich zu viel Steuern. Die zugrundeliegenden Umstände sind nicht so leicht zu erklären, Fakt ist halt, dass ich Steuern zahle, die ich gar nicht zu zahlen bräuchte. Damit ich sie aber nicht zahlen muss, sollte das Finanzamt über eine gewisse Tatsache Bescheid wissen. Und leider hat sich mein Finanzamt bisher geweigert, diese Umstände anzuerkennen. Natürlich weiß ich, dass ich im Recht bin aber mach das einmal dem Finanzamt klar, ohne damit größeren Schaden zu verursachen. Das letzte Mal, wo ich versucht habe, die Tatsachen aufzuklären und eine Änderung meiner Steuerpflicht herbeizuführen, liegt mehr als ein Jahr zurück – bis zum heutigen Tag habe ich keine diesbezügliche Meldung erhalten.

Da ich diesen Antrag ganz brav per Finanzamt-Online gesendet habe, wollte ich heute wissen, ob man dort diesen Antrag überhaupt erhalten hat, beziehungsweise überhaupt daran denkt, diesen zu bearbeiten. Ich rufe also die Auskunftsnummer für »Finanzamt-Online« an und warte etwa drei Minuten bis ich verbunden werde. Die Stimme klingt des Mitarbeiters klingt nicht gerade nach Wien – und tatsächlich: Die Hilfe für Finanzamt-Online wird anscheinend per Zufalls-Generator in ganz Österreich verteilt und so bin ich bei einem Mitarbeiter des Finanzamts Feldkirch gelandet.

Der Unterschied zu den Mitarbeitern in meinem Finanzamt in Wien ist unglaublich! Obwohl dieser freundliche Mann gar nicht dazu verpflichtet wäre, mir weiterzuhelfen – er ist schließlich nur für die generelle Hilfe für das Online-Portal zuständig – sieht er sich meine Daten in der EDV genau an und gibt mir genau jene Auskünfte, welche ich benötige. Nämlich: Ja, mein Steuer-Account wurde bereits umgestellt und zwar vor mehr als einem Jahr. Also eh zu jener Zeit, wo ich den Antrag dazu gestellt habe. Nur hat man es in meinem eigenen Finanzamt nicht für nötig gehalten, mich darüber zu informieren...

Es ist wirklich schön, mit so jemanden telefonieren zu dürfen. Jemand, der einem genau Auskunft gibt, jemand, der freundlich ist und bei dem man nicht den Eindruck haben muss, dass er sowohl seinen Job als auch den Umgang mit seinen Kunden aus tiefster Seele heraus hasst.

Ich möchte mich hiermit ganz herzlich bei dem netten Mitarbeiter aus dem Finanzamt in Feldkirch bedanken. Seinen Namen habe ich nicht verstanden – und selbst wenn, würde ich ihn hier lieber nicht nennen. Denn wer weiß, ob er mir überhaupt hätte helfen dürfen...?!


Mittwoch, 13. März 19:00
Halleluja und Hosianna – die österreichische Welt ist gerettet!
Heute wurde bekannt, dass die EU unseren Obstler doch nicht verbieten wird. Es darf weiterhin ein Brand aus Äpfel, Birnen – und anderem Obst! – als »Obstler« hergestellt, bezeichnet und verkauft werden. Geplant war nämlich ursprünglich, dass ein Obstler nur mehr aus Äpfel und Birnen bestehen dürfe – die österreichischen Schnapsbrenner liefen dagegen Sturm. Ist klar,... was sollte man denn ab sofort mit all den  a n d e r e n  Sachen machen, die bei uns in den Obstler wandern?

Ein Schelm, wer jetzt Böses dabei denkt. Natürlich ist der Obstler aus Österreich immer ganz supi hochwertig – und es wird auch viel weniger Zucker zugesetzt als in allen anderen Ländern. Wir hatten ja noch nie Probleme mit alkoholischen Getränken. Der Weinskandal war ja in der Erinnerung vieler Österreicher eine rein italienische Angelegenheit – und außerdem im vorigen Jahrtausend...


Dienstag, 12. März 19:20
Sie steht derzeit ja nicht so wirklich blendend da, die katholische Kirche. Der an allen Ecken und Enden stattfindende Missbrauch von Menschen aller Altersstufen ist schon ziemlich lange bekannt, nun werden die amtlichen Katholiken aber erstmals so richtig durchs Dorf getrieben – und das ist gut so. Immer noch sind die Strukturen innerhalb der Kirche von solcher Art, dass diese ekelhaften Schandtaten weder verhindert noch aufgeklärt werden, viel eher ist das Gegenteil der Fall. Und dann spricht der Oberhirte – an dessen gesunden Menschenverstand inzwischen gezweifelt werden muss – von jenen Fällen von Kindesmissbrauch, die in den Familien und beim Sport stattfinden. Ja, es war bei den Katholen immer schon sehr beliebt, mit dem Finger auf jene zu zeigen, die große Sünde auf sich geladen haben – und gleichzeitig die eigenen, ebenso großen Verfehlungen zu verschweigen.

Aber darum geht es mir heute gar nicht. Ich bin ja evangelisch getauft und bereits mit etwa 20 aus der Kirche ausgetreten, weil mir alle Kirchen gleichermaßen auf den Sack gegangen sind. Für mich war dieses stark heuchlerische Moment in den Kirchen immer so stark spürbar, das falsche Lächeln und vor allem auch die falsche Trauer. In der Kirche hat man ruhig zu sein und nach unten zu blicken – selbst dann, wenn es einen Jubeltag gibt.

Zufällig höre ich heute auf (m)einem Jazz-Sender einen Song, der mich sofort mitnimmt. Ein wirklich geiles Stück Musik mit ungeheurer Energie. Aus den englischen Textfetzen kann ich entnehmen, das der Song wohl von Jesus handelt. Kurz im Netz nachgesehen und ja: es ist ein Song über Jesus, es ist ein Song von einem Gottesdienst.

Kurz einmal ganz ehrlich: Wenn es in meiner Kirche in der Zeit meiner Adoleszenz ungefähr so zugegangen wäre, ich wäre wahrscheinlich auch heute noch der bravste Kirchgänger, den man sich vorstellen kann...


Montag, 11. März 18:20
Ursprünglich hat es ja tatsächlich als Radiosendung für Kinder begonnen – WOW, die Rätselshow für Kinder, an jedem Sonntag von acht bis zehn Uhr. Wie gesagt, ursprünglich. Meine Vermutung lautet aber schon seit längerer Zeit: Da hören wesentlich mehr Erwachsene als Kinder zu. Der Grund dafür ist natürlich die Ratte Rolf Rüdiger. Er frisst sehr gerne und oft, furzt im Studio, redet oft Unsinn, sagt sogar Dinge, die man eher nicht sagen darf, ist frech und macht eben allerlei Unsinn. Tatsächlich macht er auch ganz gerne zweideutige Aussagen, die Kinder nicht verstehen – die Erwachsenen aber eine große Freude daran haben. Kurz: Rolf Rüdiger ist politisch nicht ganz korrekt. Was für ein Glück!!

Ja, auch ich höre diese Sendung recht gerne und tatsächlich ist das die einzige fixe Sendung im Radio, die mich in jeder einzelnen Folge zum Lachen bringt. Damit dürfte ich nicht alleine dastehen. Diese zwei Stunden am Sonntag Vormittag sind für Radio Wien ein ziemlicher Segen. Während zu normalen Zeiten immer so rund 1000 Hörer den Sender per Internet (am Computer oder Smartphone – nicht per Radio!) zuhören, sind es während WOW manchmal fast bis zu 2000 Hörer.

Man darf also ganz beruhigt davon ausgehen, dass Rolf Rüdiger weiterhin seine etwas weniger korrekten aber sehr wohltuenden Späße machen darf. Wenn es im Netz so eine Verdopplung der Hörerzahl gibt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es sich bei den Hörern am Radio ebenso oder zumindest sehr ähnlich verhält. Und – wie wir alle wissen – alleine die Quote bestimmt ja, was wir hören!


Sonntag, 10. März 17:20

Samstag, 09. März 16:50

Freitag, 08. März 17:10
Heute ist ein besonderer Tag. Und eigentlich ist es doch schade, dass man immer noch auf diesen Tag hinweisen muss. Denn in Wahrheit leben wir immer noch ein einer Welt von und für Männer. Männer bestimmen, was wir zu tun und zu lassen haben. Männer machen die Gesetze, Männer kämpfen um Länder, Männer üben Macht aus. Und obwohl ich mich doch auch als Mann sehe, fühle ich mich dabei nicht so wirklich wohl. Ich glaube sehr wohl, dass die Welt eine andere wäre, gäbe es mehr weiblichen Einfluss auf dieser Welt.

Dass dies – in unserer westlichen Welt – aber nur ein Lippenbekenntnis und so gar nicht gewünscht ist, zeigt Dir die Liste jener Länder, in welchen der achte März ein nationaler Feiertag ist:
Angola, Armenien, Aserbaidschan, Burkina Faso, Eritrea, Georgien, Guinea-Bissau, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Kuba, Laos, Madagaskar, Moldau, Mongolei, Nordkorea, Nepal, Russland, Sambia, Tadschikistan, Turkmenistan, Uganda, Ukraine, Usbekistan, Vietnam und Weißrussland.

Aha. Da hat uns sogar Nordkorea doch etwas voraus...


Donnerstag, 07. März 15:50
Eigentlich ist es mir ja klar: Jedes EU-Land mit dem Euro als Währung darf seine eigenen Münzen prägen. Zwar nicht wirklich selber prägen, aber nach eigenen Entwürfen selber prägen lassen. Dann eben in einem anderen EU-Land. Jetzt also die wichtige Frage so auf die Schnelle: Welche Motive sind auf den österreichischen Münzen?

Erwischt! Du weißt es nicht...

Das hier ist auf jeden Fall einmal die EU-Münze von Rust am Neusiedlersee...


Mittwoch, 06. März 19:00
Der (mein) Hofer ist ja ab sofort eine Poststation. Grundsätzlich keine ganz schlechte Idee, die echten Postämter sind der Post schon lange zu teuer und werden daher reihenweise geschlossen. Außerdem: Die Kunden sollen ein wenig mehr selber arbeiten – dazu muss man aber wirklich nicht mehr in ein Postamt pilgern. Lange Schlangen und angefressene G'sichter sieht man – wenn man das will – auch an einer beliebigen Supermarktkassa. Und der ganz große Vorteil dieser Poststation 2.0: Man kann sein Paket dann abholen, wann man möchte und nicht wann die Post das will.

Würde man meinen...

Ein paar Wochen, nachdem die neue, automatische Poststation bei meinem Hofer eröffnet wurde, prangt direkt bei der Einfahrt ein neues Schild mit interessanter Aufschrift. So wirklich konnte ich mir das nicht erklären, immerhin arbeiten Computer bei anderen Arbeitgebern auch nach 18 Uhr – aber eine gewisse Ahnung hatte ich bereits.

Diese wurde vor wenigen Tagen bestätigt. Die neue Poststation wurde von zwei Herren der Post gewartet – das nahm ich zum Anlass, um kurz einmal nachzufragen, warum der Post-Computer seine Ruhezeiten benötigt. Die Antwort ist so erwartbar wie simpel: Braucht er eh nicht. Es geht um die Versicherung. Der Mann mit dem Schraubendreher in der Hand meint lakonisch lächelnd: »Naja, wenn sie in der Nacht ihr Paket holen und sie rutschen aus, dann sind wir dran!« Und als Nebensatz etwas leiser: »Aber funktionieren tut er eh auch in der Nacht...«


Dienstag, 05. März 18:30
Es war abermals nur ein Satz, der mir große Freude bereitet hat. Ein Satz, ausgesprochen von höchster Stelle. Von ministerieller Stelle. Unser Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Dr. Heinz Faßmann hat ihn anlässlich eines Interviews fallen lassen. (Übrigens: Rein grundsätzlich halte ich Minister Faßmann tatsächlich für gar nicht mal so übel – ich möchte direkt behaupten: Ein Lichtblick in diesem doch eher ein wenig grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
en Kabinett des türkisblauen Schreckens
.)

Aber zurück zum Thema. Mich faszinieren immer wieder solche Sätze, die in der Schnelle des ersten Hinhörens vielleicht doch noch ganz passabel erscheinen mögen, deren zweideutige Schlagkraft sich erst ganz langsam, fast schon hinterfotzig eröffnet. Solch einen Satz – so meine ich – hat der Minister in diesem Interview fallen lassen. Wie gesagt, der Satz erscheint, wenn Du ihn durchliest, für Dich wahrscheinlich ganz normal. Seine tiefere Zweideutigkeit hängt sehr von der Interpunktion ab. Man muss also beim Lesen eine ganz kleine gedankliche Pause einfach weglassen, sodass sich sein tieferer Sinn einfacher erfassen lässt...

Minister Faßmann: »Ich habe zwei Kinder und eine Lehrerin als Ehefrau.«


Montag, 04. März 18:20
Leider habe ich jetzt nicht besonders viel Zeit, das Essen wartet...! Daher kein kompletter und ausgereifter Beitrag zum heutigen Tag, sondern nur ein besonders schöner Satz, den ich heute Vormittag gehört habe. Dieser fiel in einer Sendung auf Ö1, welche sich allen möglichen Ausprägungen eines einzigen Musikinstruments gewidmet hat. Welches das ist, geht aus dem schönen Satz relativ eindeutig hervor, der da lautet: »Leider ist die Laute zu leise.«


Sonntag, 03. März 19:50

Samstag, 02. März 18:30

Freitag, 01. März 16:50
Selfie 2.0!

Das bedeutet: Ein – von mir selber – fotografiertes Foto von mir, wo man sehen kann, wie ich mich selber fotogafiere...

... und zwar da...




(C) mArtin, im Maerz 2019.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!