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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024, 2025, 2026




Tagebuch
Montag, 24. August 20:20
Durch einen Zufall bin ich an einer BILLA-Filiale vorbeigekommen, in welcher ich sonst nie einkaufe – und habe geschaut, ob man vielleicht dort meinen Kaffee noch lagernd hat. Und, was für eine Überraschung, man hat ihn tatsächlich! Daher habe ich gleich drei Packungen gekauft, nur um zu Hause festzustellen, dass er nicht mehr so schmeckt, wie ich ihn in Erinnerung habe. Der Geschmack war nicht nur anders, er war tatsächlich ein wenig ungut. Um es vornehm auszudrücken. In meiner Verzweiflung habe ich an Ja!natürlich geschrieben, was denn da los sei, mit dem Kaffee – und tatsächlich eine Antwort erhalten. Der Satz » Nach Rücksprache mit dem Qualitätsmanagement kann ich Ihnen mitteilen, dass an dem Produkt nichts geändert wurde.« war in dem Schreiben auch enthalten, sodass ich jetzt an mir und/oder an meiner Methode der Zubereitung zu zweifeln beginne.

Was habe ich in den letzten Wochen geändert? Oder, was hat sich in den letzten Monaten geändert? Ich habe die Maschine gereinigt, und die Kaffeemenge erhöht, die Temperatur und den Mahlgrad kontrolliert – ich finde nichts, was mir meinen alten Kaffee-Geschmack wiederbringt.

Oder hat sich gar mein Geschmackssinn radikal verändert...?


Sonntag, 23. August 21:20
Theater im Bunker in Mödling – wirklich empfehlenswert!


Samstag, 22. August 18:40

Freitag, 21. August 18:10

Donnerstag, 20. August 17:20
Es is wirklich a SchasSchas


Im Prinzip ein »Furz«. Meist jedoch wird damit eine Situation, ein Thema, eine Gegebenheit beschrieben. Z.B.: »Des is a Schas!« bedeutet soviel, wie: »Diese Sache ist nicht wirklich gut!«. Gerne wird »Schas« auch für »ein Nichts« verwandt.

Eine Steigerungsform von »Schas« wäre dann der »Schas im Wald«, was auf recht einprägsame Weise das tatsächliche, das echte »Nichts« zu beschreiben versucht.
mit dem Kaffee. Also, diese Sache, wo die Kaffee-Vodoo-Leute behaupten, dass bei einem guten Kaffee das Verhältnis von Kaffee zu Maschine zu Wasser zu Mahlgrad zu Temperatur zu usw. wichtig wäre – die ist leider tatsächlich so. Nachdem jener Kaffee, mit welchem ich Leute, die bei mir zu Gast waren, zum Staunen brachte, aufgelassen wurde, begann die (langwierige) Suche. Nach unzähligen Versuchen habe ich schließlich jenen Kaffee gefunden, der mit meiner Maschine bestens harmoniert und extrem gut schmeckt. Und er sollte in Bio-Qualität sein und wenn möglich auch noch Fairtrade. Und natürlich: für mich leistbar. Ja, ich habe ihn gefunden, meinen Kaffee. Das Problem: Dieser Kaffee ist nicht immer lieferbar – und ich kann mir nicht ein derart großes Lager einrichten, dass ich über jene Zeiten hinwegkomme, wo er nicht erhältlich ist. Dann muss ich eben einen Ersatzkaffee kaufen – und dies gestaltet sich wirklich nicht einfach.

Beim letzten Kauf habe ich den roten Segafredo als Ersatz genommen. Mutti verwendet diesen, und bei ihr schmeckt der Kaffee in der Melitta-Maschine wirklich gut. Vollmundig und herzhaft sozusagen, ohne extreme Säure. Also kann er doch in der Espresso-Maschine eigentlich nicht wirklich schlecht sein, oder?

Doch, er kann. Er schmeckt nicht einmal ansatzweise so gut, hat einen undefinierbaren Nebengeschmack und wird auch mit Zucker nicht wirklich genießbar. Meine größte Angst ist nun, dass mein Kaffee irgendwann einmal gar nicht mehr im Regal stehen wird. Dann beginnt die elende Suche wieder von vorne...


Mittwoch, 19. August 17:50
Eine Freundin von mir meint, dass Gedanken, die man sich macht, zu jenem Zeitpunkt, wo man sie gemacht hat, auch in der Welt sind. Da wären sie dann – mehr oder weniger – für alle anderen Menschen abrufbar. Es ist sicher nicht ganz einfach nachzuvollziehen, aber es hat etwas für sich, das kann ich nicht bestreiten. Es geschah mir nämlich schon des Öfteren, dass ich eine (scheinbar) geniale Idee hatte, diese aber nicht umgesetzt habe – und plötzlich taucht jemand anderer auf, der mit dieser Idee hausieren geht. Obgleich ich niemand davon erzählt habe. Meine schlimmste Erfahrung in dieser Richtung war, dass ich noch länger vor dem Erscheinen von WordPress eine Software mit dem Namen digestif-3000 programmiert habe, die eigentlich genau das machen sollte, was WordPress tut – nur, dass ich diese Software einfach so herumliegen lassen habe. Egal.

Nun ist es wieder passiert. Etwas, was ich mir schon lange gedacht habe, wurde ausgesprochen, und zwar im Radio. Im Morgenjournal von Gestern oder Vorgestern war es deutlich zu hören. Der Sprecher berichtete da von einer neuen Farce des Fifa-Präsidenten Gianni Infantino. Und dabei sagte er seinen Namen so, wie ich ihn immer sage, wenn ich ihn höre: Infantilo...


Dienstag, 18. August 17:40
Es ist eine kurze Meldung in den heutigen 11-Uhr-Nachrichten auf Ö1, die uns durchaus zu denken geben sollte: Guckl, also ein Unternehmen, das wir – zumindest dem Namen nach – kennen, hat im Zuge der Pleite einer Billig-Fluglinie (Spirit Airlines) der USA Daten von ebendieser gekauft. Mit diesen (echten!) Daten möchte Guckl seine KI-Sprachmodelle trainieren und verbessern. Dieses Datenpaket umfasst 100 Millionen Emails und 500 Millionen Unterhaltungen über die Plattform Microsoft Teams, und kostete Guckl 10 Millionen Dollar – angeblich ein sehr günstiger Kauf. Gemacht hat man dies, da echte Unternehmens-Daten wesentlich besser für das Training von KI geeignet sind, denn synthetische (also von KI erstellte) Daten. So weit, so gut. Was Guckl noch dazu sagt: Personenbezogene Daten würden vorher entfernt.

Was können wir daraus lernen?

1.) Daten bringen wirklich viel Geld. Wer immer noch nicht weiß, womit er im Netz diverse Gratis-Angebote bezahlt, kann sich hier einen guten Reim darauf machen.
2.) Darf man Guckl wirklich glauben, dass personenbezogene Daten vorher gelöscht werden? Ich weiß die Antwort.
3.) Wenn also die Daten von jedem x-beliebigen Unternehmen irgendwann einmal verkauft werden können, ist dann eigentlich überhaupt noch irgend etwas sicher? Nein, natürlich nicht. Bei jeder Email, bei jedem Post, bei jedem Tippen in den eigenen Computer sollte man sich eigentlich darüber im Klaren sein, dass immer die – gar nicht so unwahrscheinliche – Möglichkeit besteht, dass jemand das lesen wird, der das eigentlich nicht sollte.

Mahlzeit.


Montag, 17. August 19:00
Sicher etwas mehr als drei Monate mussten wir hier, bei mir zu Hause am Berg, warten. Warten darauf, dass endlich ein Regenguss kommt, der den Namen auch verdient. Zwei-, vielleicht dreimal hatte es ein wenig genieselt, aber nie länger als vielleicht fünf Minuten. Heute regnete es hier über eine Stunde lang – und vielleicht kommt sogar noch etwas nach. Der Songtext des alten Liedes von Dalida wurde mit einem Wissen geschrieben, welches auch wir in Mitteleuropa heute haben – und niemand hier hätte sich das noch vor 25 Jahren vorstellen können.

Vielleicht wird der nächste Sommer nicht derart trocken und heiß, wie der, den wir heuer hatten. Aber es wird wieder ein Sommer wie dieser kommen, das steht ziemlich fest. Auch wenn viele Menschen das nicht wahrhaben wollen und meinen »im Mittelalter hätte es auch schon solche Sommer« gegeben. Mag sein. Aber dass die 10 heißesten Sommer der letzten 250 Jahre alle nach dem Jahr 2000 stattfanden, sollte einem dann vielleicht doch ein wenig nachdenklich werden lassen. Selbst dann, wenn man Kickl wählt...


Sonntag, 16. August 17:50

Samstag, 15. August 17:20
Buon Ferragosto!


Freitag, 14. August 18:40
In Wahrheit kommt es selten genug vor, dass auf Ö1 wirklich gute Musik gespielt wird. Das war allerdings heute der Fall. Es wurde da der 80. Geburtstag eines Musikers gefeiert, der (angeblich) das Slap-Spiel am Bass erfunden haben – und in den Funk getragen haben – soll: Larry Graham. Ich kannte ihn bisher nicht namentlich, da er allerdings eine Zeit lang Mitglied der Truppe »Sly & the Family Stone« war, kenne ich höchstwahrscheinlich seine Musikalität am Bass. Das Slappen am Bass soll er entdeckt haben, da bei einem Engagement in einer Bar die Orgel ausfiel, die für die tiefen Töne zuständig war. So kaufte er sich einen E-Bass, der allerdings zunächst zu leise und zu wenig perkussiv war. So entwickelte er das Slappen.

Ob die Story stimmt oder auch nicht, ist eigentlich egal. Seine Musik ist wirklich wert, gehört zu werden – speziell, wenn man, so wie ich auch, härteren Funk mag.
Bittesehr: Larry Graham mit der Graham Central Station mit dem Titel »Hair« (wenn möglich, laut hören...)


Donnerstag, 13. August 18:50
Nach der Enttäuschung von gestern habe ich kurzerhand die Sachen gepackt und bin ab zur Donau. Diesbezüglich das heutige Foto: Wie ein Fahrrad zum Sonnenschirm-Ständer wird.

Sowohl bei der Hin- als auch der Heimfahrt musste ich mehrere Stoßgebete abgeben, um nicht von einem Migranten-Moped angefahren zu werden. Es wird echt Zeit, dass diese ekelhaften Undinger von den Radwegen verschwinden. Und am besten gleich die Rennrad-Fahrer dazu...!

Hier die heutige Tour...

Mittwoch, 12. August 21:00
Das schaut mir wieder einmal ähnlich. Ich freue mich seit längerer Zeit auf die Sonnenfinsternis. Allerdings, ohne dabei an die passende Brille zu denken. Macht nichts, habe ich mir da wahrscheinlich gedacht, die nächste Sonnenfinsternis ist ja ohnehin schon im September 2081.

Das diesbezüglich angefertigte Foto.


Dienstag, 11. August 17:50
Ich glaube, ich habe hier bereits einmal von ihm geschrieben: vom asiatischen Staudenknöterich. Das ist eine invasive Pionier-Pflanze, die bei uns ihr Unwesen treibt. Mir ist er deshalb aufgefallen, da ein großer Teil des Staubeckens nach Auhof mit dieser etwa fünf Meter hohen Pflanze zugewachsen ist. Leider sieht dieser Knöterich recht gut aus, daher wird er von den meisten Menschen nicht als Gefahr wahrgenommen. In Wahrheit ist es aber so: Wo diese Pflanze wächst, gibt es keine einheimischen Pflanzen mehr, da der Strauch die Fähigkeit hat, alle anderen Pflanzen zu töten. Er wächst einfach extrem schnell, hat riesige Blätter und nimmt so allen anderen Pflanzen unter ihm das Licht weg – damit geben diese auf.

Entlang des Wienflusses sehe ich jetzt immer mehr Felder, kleine und größere, in denen dieser Pflanze Fuß fasst. Manchmal reiße ich die frischen Triebe aus, die aber binnen kürzester Zeit wieder da sind. Es ist nicht zu erkennen, dass irgend etwas gegen den Knöterich unternommen wird. Daher habe ich bei der Stadt Wien angerufen, was vom Magistrat gegen diese Invasion unternommen wird. Gestern habe ich folgende Antwort erhalten:

"Die MA 45 mäht die Flächen mit Staudenknöterichbeständen regelmäßig, wodurch deren Ausbreitungsgeschwindigkeit vermindert und besonders an von Gewässer nicht beeinflussten Standorten, stark geschwächt werden. Werden frühzeitig kleine Bestände entdeckt, können diese oft noch in Schach gehalten werden, daher ist die frühzeitige Kontrolle kleinerer Bestände oftmals erfolgversprechender als die Bekämpfung großer Monobestände, wenngleich diese oft als problematischer angesehen werden müssen. Leider kommen wir oft nicht hinterher mit dem Mähen, da sich der Staudenknöterich so schnell ausbreitet."

Ich übersetze: »No jo, schau ma mal...«


Montag, 10. August 18:10
Was mir immer wieder sehr gut gefällt, sind die missverstandenen Songtexte. An dieser Stelle habe ich ja immer wieder über den einen oder anderen Song geschrieben, in dessen Text ich etwas (manchmal auch absichtlich) falsch verstehe. Und tatsächlich soll das eine eigene Art von Obsession sein, dies zu tun – auf Englisch soll es einige Seiten im Netz geben, die sich den »missheard lyrics« widmen. Von einem Interview in einer Sendung auf Ö1 habe ich eine total nette Falsch-Hörung: Aber Achtung!! Wenn man davon einmal weiß, dann kann man den Song nie wieder normal hören – überlegen Sie also sehr gut, ob Sie sich dies wirklich antun wollen! Nun gut. Es geht um den Hit aus den 80ern »I got the Power« von Snap. Im Refrain hören Sie von nun an nur mehr »Agathe Bauer«. Zack. Aus.

Das betrifft übrigens nicht nur die Songs an sich. Auch die Namen der InterpretInnen bieten bei der Aussprache so manche Hürde. So wird zum Beispiel in praktisch allen Radiosendern stets die Band »Bitch Boys« angekündigt. In Wien also vielleicht die »Strizzi Kapelle«. Für das etwas weichere und mit mehr Melodie vorgetragene »Beach Boys« reicht es dann zumeist nicht mehr.


Sonntag, 09. August 17:40

Samstag, 08. August 17:50

Freitag, 07. August 18:10
Also man muss schon konstatieren: Er hat sich immerhin bereits für seine Meinung entschuldigt, unser Bundeskanzler. Seiner Meinung nach ist ja Kindererziehung keine Arbeit. In seiner Entschuldigung hat er allerdings sich dafür entschuldigt, dass er mit dieser Aussage eventuell Menschen verletzt haben könnte – die Aussage hält er im Grunde für richtig. Denn man wird dafür ja mit Liebe bezahlt, usw, usf...

Ich glaube, man darf sich über solche Aussagen nicht wundern und schon gar nicht aufregen. Christian Stocker ist – und darauf sollte man immer wieder hinweisen – ein Vertreter jener Partei, die sich in ihrer Eigendefinition als »Hure der Reichen« sieht. Sein Vorgänger hat sich ja auch schon darüber beklagt, dass wir dummen Menschen nicht erkennen wollen, dass ein BigMäc-Menü ur-billige Ernährung darstellt.

Insofern läuft alles wie geplant.


Donnerstag, 06. August 23:55
Ein Stromausfall in größeren Teilen von Wien, der etwa eine Stunde dauerte, zeigte mir heute den Vorteil der eigenen Stromerzeugung.

Davor war ich baden in der Donau, heute über den doch etwas kürzeren Radweg über den Gürtel – und heim durch die Innenstadt.

Hier die Strecke, hier das Foto zum Tag

Mittwoch, 05. August 17:30
Irgendwer hat sich über Danzer, Hirsch und Falco aufgeregt. Es ist eine Sängerin, die ich jetzt nicht unbedingt zu den österreichischen Stars zählen würde –  wobei meine Meinung da wirklich nicht zählt, da ich eigentlich gar keine aktuelle österreichische Sängerin kenne. Egal.

Es sei auf jeden Fall so, dass die angesprochenen Künstler Songs geschrieben und produziert hätten, »die Pädophilie zelebrieren« würden und nur ekelhaft sind. Die Sängerin, die dieser Meinung ist, habe ich inzwischen gegoogelt, sie heißt Rahel. Es geht übrigens eh um jene Songs, über die immer schon geredet wurde, man kennt die üblichen Diskussionen. Ich denke, dass diese junge Sängerin Aufmerksamkeit wollte – und bekommen hat. Punkt. Das 1032. Mal über »Jeanny« oder »Spuck den Schnuller aus« zu diskutieren macht nur müde. Wer Satire und/oder Zynismus nicht erkennt, soll sich ruhig aufregen.

Mir geht es also gar nicht um diesen Vorfall. Mir fällt nämlich auf, dass da mit zweierlei Maß gemessen wird. Gestern habe ich zufällig Volker Schlöndorffs Verfilmung von Max Frischs Werk »Homo Faber« gesehen – na, Ramba Zamba! Darüber diskutiert niemand? Nein, weil das ja echte Kunst ist. Und dort darf man das (Faber fritzelt seine Tocher). Man darf sich also nicht fragen, welchen Geistes Kind Frisch war oder vielleicht auch Schlöndorff ist...?


Dienstag, 04. August 17:40
Wann immer neue Musik auf meinem Radiosender vorgestellt wird, habe ich (doch relativ oft) ein ziemliches Déjà-vu. Ich meine dabei vor allem – im weitesten Sinne – Unterhaltungs- also Popmusik. Bei Ö1 muss ja die vorgestellte Popmusik extrem wertvoll sein, sonst hat sie keine Chance. Wertvoll bedeutet dabei: Es muss sich um schwierige, hoffentlich unverständliche, Texte handeln. Selten in Deutsch. Musikalisch darf der Titel nicht allzu viel bieten. Gutes musikalisches Handwerk würde ja bei Popmusik bedeuten, dass das sich auch verkauft – und das wäre sicherlich der echten Qualität abträglich. Und dann kommt auch schon die Stimme der/des InterpretIn. Die klingt immer so, wie alle Stimmen klingen. Aktuelle, junge KünstlerInnen singen alle gleich. Speziell die Frauen. Da eine (heimische) Stimme zu hören, die einen eigenen Klangcharakter hat, kommt so gut wie nie vor.

Eigentlich ist das seit den ganzen seltsamen Shows so, wo junge Stars entdeckt werden sollen. Auf einmal wollte jede Frau singen wie Mariah Carey. Die Vorbild-Stars ändern sich im Lauf der Zeit, aber das Prinzip bleibt gleich. Alles die vollkommen gleiche Suppe...


Montag, 03. August 19:00
Der heutige Tag ist optimal geeignet für die Babenberger-Tour mit ein bissi baden in der Donau. Gleich nach der Arbeit auf in den Wald – alle stärkeren Steigungen sind also im Schatten zu fahren, so geht sich alles gut aus. Ziemlich geschafft bin ich nach den 80 km dennoch und der Hunger nach diesem anstrengenden Tag ist wirklich enorm – Mahlzeit!

Hier die genaue Strecke.

Sonntag, 02. August 19:10
Oida, heastheast


Sehr schwer zu beschreiben.
Prinzipiell kommt »heast« von »hörst Du?«. Verwendet wird es aber kaum in diesem Sinne. Seine Bedeutung liegt viel eher in einem entsetzten Ausruf des Missfallens - dargebracht mit einem langgezogenen und unterschwelligen Ton der Enttäuschung. Der Satz »...na geh heast!« zeigt dabei die so ziemlich stärkste mögliche Form des Unbehagens.
!

Bei der heutigen Tagespartie begegnet mir im Wald wieder ein Typ, der – ganz cool, beim Gehen – seine TschickTschick


Zigarette.
Wie bei vielen Worten in der österreichischen Sprache sind hier Einzahl und Mehrzahl gleich. Vermutlich, weil wir für eine diesbezügliche Regelung ein bisserl zu faul sind. Oder auch weil »Tschicke« relativ deppat klingt.
raucht. Nein, es ist keine TschickTschick


Zigarette.
Wie bei vielen Worten in der österreichischen Sprache sind hier Einzahl und Mehrzahl gleich. Vermutlich, weil wir für eine diesbezügliche Regelung ein bisserl zu faul sind. Oder auch weil »Tschicke« relativ deppat klingt.
, eher ein relativ großer und verbauter Ofen. Ich mache ihn darauf aufmerksam, eh ganz freundlich. Der Typ ist aber – da machen sich Schubladen und Vorurteile wirklich bezahlt – vom Planeten »Tätowierter Prolo«. Er fragt mach meiner Bemerkung, ob ich denn deppatdeppat


Jemand, der nicht besonders intelligent zu sein scheint, wird mit diesem Attribut belegt. Vielleicht aber auch nur jemand, der eine nicht so besonders kluge Handlung vollzogen hat.

Man kann sich aber auch zu einem »Deppen« machen (lassen). Dann ist man ein »W«. Jede weitere Erklärung würde ab diesem Punkt einfach zu weit führen. Finden Sie sich daher damit ab.

Moment: noch was! Manchmal wird »deppat« sogar im Rahmen des Ausdrucks von ungläubigem Erstaunen verwendet - wie z.B.: »Heast, bist Du deppat!«
sei. Weil, ... das könne gar nicht sein, dass da im Wald Rauchverbot bestünde. Der darf aber (höchstwahrscheinlich) wählen gehen...

Irgendwie geht mich das ja auch nichts an, wenn jemand den Wienerwald abzufackeln gedenkt – dann aber doch wieder irgendwie.


Samstag, 01. August 18:30
Tatsächlich gab es das in meiner Kindheit und Jugend nicht, dass man sich im Sommer nach einem längeren Regen gesehnt hätte. Damals regnete es sowieso dauernd...




(C) mArtin, im August 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!