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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021




Samstag, 27. Februar 20:30

Freitag, 26. Februar 19:30
Soeben – nicht aus den sozialen Medien, sondern von Mutti – erfahren: Mit einem kleinen Bier, genossen nach meiner Bergfahrt auf den Rosskopf neben der Sophienalpe, wird's auch heuer eher nix.
»Naja, wahrscheinlich wegen Covid-Massnahmen« wird sich der eine oder die andere LeserIn jetzt denken, aber das ist weit gefehlt. Das Restaurant Sophienalpe hat sich doch tatsächlich auf einen Top-Platz der Nachrichten geschummelt, aber eher mit einer leicht fragwürdigen Aktion.

Ich habe den Betreiber des Restaurants noch kurz kennengelernt und hatte einen durchaus guten Eindruck von ihm. Er wirkte wie jemand, der nichts anbrennen lässt, der durchgreifen kann und der weiß, wie es im Gastgewerbe läuft. Vielleicht hat er seine Fähigkeiten doch auch auf andere Bereiche ausgeweitet – aber selbstverständlich gilt auch für ihn die Unschuldsvermutung. Was für Politiker gilt, gilt auch für alle anderen Bürger.

Dass ich aber heuer noch dort ins Gasthaus gehen kann, das steht in den Sternen...


Donnerstag, 25. Februar 20:20
Übrigens: Das Rätsel vom Mittwoch der vorigen Woche ist gelöst. Da wollte ich ja wissen, was es mit dieser Aufschrift auf der Straße auf sich hat.
Heute waren Arbeiter vor Ort und ich habe denjenigen, der nach meinem Eindruck der Vorarbeiter ist, einfach danach gefragt, »was denn das Wort Schat da unten« zu bedeuten hätte. Er hat laut gelacht, vor allem über meine Bemerkung, dass ich schon damit spekuliert hätte, dass es vielleicht gar Schatz bedeuten könnte. Leider nein, die Bedeutung ist viel profaner. Der Bauarbeiter, der mit den Markierungen beschäftigt war, kann nicht wirklich gut Deutsch – die Markierung sollte Schacht heißen, er hat nur auf das ch vergessen.
Und dieser Schacht wurde übrigens heute neu betoniert...


Mittwoch, 24. Februar 18:40
Wahrscheinlich lässt sich in meinem Blog der letzten Jahre immer öfter ein Eintrag dieser Art, rund um diese Zeit lesen, aber dennoch: Es war heute ein wirklich schöner Frühlingstag.
Ende Februar schon solche Temperaturen von teilweise um die 20 Grad, das ist schon ziemlich ungewöhnlich. Immerhin so ungewöhnlich, dass es bei mehreren Messstellen in Europa einen Temperaturrekord gegeben hat.

Bei uns gab es zwar keinen Rekord, schön war es jedoch allemal. Und ich habe dieses Prachtwetter gleich genutzt, denn: Nach dem Winter ist vor dem Winter. Damit meine ich aber nicht, dass es sicher noch den einen oder anderen Tag geben wird, wo es unter Null Grad haben wird, sondern die Tatsache, dass das Brennholz aus der Birke vom Nachbarn ja noch ausreichend trocknen muss...


Dienstag, 23. Februar 20:10
Eine wirklich gute Meldung und – wie ich finde – eine sehr gute Idee unserer Regierung in der Sache Corona: Ab nächster Woche erhält jede/r Versicherte pro Monat ein Corona-Test-Set gratis. Abzuholen in der nächsten Apotheke. Ein Set besteht aus fünf Test, die man dann zu Hause erledigen kann. Dieser Test erlaubt zwar nichts extra, wie zum Beispiel ein Test in einer Teststraße für den Friseurbesuch aber man hat dann zumindest selber eine Art Kontrolle.

Für mich hat sich zum Beispiel die Notwendigkeit eines Test noch nie ergeben. Ich komme praktisch mit keinen anderen Menschen in Kontakt und war das letzte Mal vor etwa 25 Jahren bei einem Friseur. Wozu also testen gehen – dort würde ich anderen Menschen so nahe kommen, wie sonst nie. Es macht also kaum Sinn. Wenn ich aber zu Hause testen kann – und das vor allem regelmäßig, dann macht das für mich schon eher Sinn. Ich werde mir also sicher meine Tests holen.
Und hier berichten...


Montag, 22. Februar 20:20
Eine neue Zahl habe ich gehört. Diese wird Dich eventuell interessieren, wahrscheinlich hast Du diese Zahl ebenfalls noch nicht gehört. Es geht in einem Beitrag von orf.at um den in der Menschheitsgeschichte am meisten produzierten Teil, den es gibt: den Halbleiter, also zu Deutsch: den Chip. Nicht den aus Erdäpfel, den aus Plastik und Silizium und noch ein paar anderen Rohstoffen.

Davon wurden weltweit bisher 13 Sextillionen Stück produziert. Zu Demonstrationszwecken werde ich diese Zahl hier im Rahmen unseres Dezimalsystems aufschreiben.

Also: 13.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Stück.

Eine Zahl, die einem schon ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
Angst machen kann...


Sonntag, 21. Februar 17:30

Samstag, 20. Februar 18:20

Freitag, 19. Februar 20:30
Heute wieder einmal, wer hätte es gedacht, ein Tipp aus der Rubrik: Musik. Es geht um eine Melodie, welche wahrscheinlich so gut wie jeder oftmalig gehört hat. Ich habe diese Melodie besonders oft gehört. Immerhin so oft, dass ich sie ohne Probleme in allen Stimmen und Lagen mitsingen und -schnippen kann.

Würde man nach einer Kategorisierung für dieses Musikstück gefragt, wäre es möglich, dass man diesen Titel in den Bereich »Fahrstuhlmusik« einreihen möchte. Meiner Meinung nach ist das aber nicht so.
Solche Art Begleitmusik, die immer irgendwo im Hintergrund mitdudelt, ist selten von hoher Qualität. Sie ist meist billig produziert, da sie ja auch billig in der Anwendung sein muss – und zudem, wenn möglich AKM-frei.

Der heutige Titel ist aber von ziemlich hoher Qualität, sowohl in der Komposition als auch in der Ausführung. Und – wie erwähnt – erinnert mich der Titel sehr an meine Kindheit in den 70ern.
Ein Tipp noch: Unserer Nachbarin, der Frau Reither, hat der Song gut gefallen.

Viel Spass mit Herb Albert und dem Titel »A Taste of Honey«


Donnerstag, 18. Februar 20:20
Jede Generation hat auch ihren Namen. Also zumindest wird jeder Generation ein bestimmter Name zugedacht und dann mehr oder minder für diese verwendet. Den Namen für meine Generation habe ich erst vor einigen Tagen, im Rahmen meines Sprecher-Berufs kennen gelernt. Ich bin also ein Boomer. Ja, richtig vermutet, es hat etwas mit der Generation der Baby-Boomer zu tun. Aber es ist, ganz entgegen der früheren Verwendung absolut nicht positiv gemeint.

Mit einem lässig formulierten »OK, Boomer...« macht sich die Generation der digital natives (also die heutigen Twens) über Menschen meiner Generation lustig, wenn diese den jüngeren Menschen das Recht auf eine eigene Meinung bezüglich deren wichtigsten Themen nicht gestatten möchte. Wenn sich also – um ein Beispiel zu zeigen – ein alter Mann wie ich über Greta Thunberg lustig machen sollte. Was ja, auch in der Politik, doch schon öfter vorgekommen ist.

So.
Jetzt müsste ich mir nur noch eine passende Replik für diesen Ausspruch einfallen lassen.
Nur, falls mich mein Neffe einmal so ansprechen sollte...


Mittwoch, 17. Februar 19:50
Neben einer Kleingartenanlage unweit der Strecke, die ich täglich abfahre, werden umfangreiche Erd- und Grabungsarbeiten durchgeführt. So wie es aussieht, bekommen die Kleingarten-Besitzer eine (neue?) Kanalisation. Entlang dieser Arbeiten gibt es auch immer wieder Markierungen, die offenbar für die Arbeiter sind. Damit sie auch wissen, wo sie zu graben haben.

Eine dieser Markierungen geht mir nicht aus dem Kopf. Was soll damit wohl gesagt werden? Könnte es wirklich sein, dass sich darunter ein Schat(z) verbirgt?


Dienstag, 16. Februar 21:40
Heute kommt eine ganz spezielle Virus-Email. Der Virus befindet sich im Anhang der Mail und der Täter hat dabei einen großen Fehler gemacht. Der Fehler ist nicht die Domain der Absendeadresse sozialministerium.com, welche übrigens in Panama registriert ist. Das könnten ja noch viele Menschen übersehen oder nicht beachten.

Nein, der Fehler liegt wesentlich tiefer begraben. Die Email hat den Betreff: »Überbrückungshilfe III - Informationen und Unterstützung für Unternehmen« und will eben den Anschein erwecken, als sei sie vom Sozialministerium abgesendet worden sein.

Aber jeder brave Österreicher weiß ganz genau, dass sich die Beamten des Sozialministeriums eher ein rostiges Gurkerl ins Knie schlagen als einem Bürger Unterstützung zur Erlangung von Beihilfen zu gewähren. Die sind ja dafür da, genau so etwas abzuwenden...


Montag, 15. Februar 19:00
Wie ich schon vor wenigen Tagen hier bemerkt habe: Es ist ja immer noch Winter. Daher sind die Temperaturen der letzten Tage, wo es nicht über Null Grad gehabt hat, vollkommen in Ordnung und auch – von der Natur – gewünscht. Wenn es außerdem so schöne Wintersonne gibt, dann hält man auch Minus fünf Grad mit Freude aus.

Heute am See habe ich mit dem Eis gespielt. Draufgestiegen, wie vor ein paar Jahren, als ich in die Mitte des Sees gehen konnte, bin ich doch lieber nicht. Damals hatte es etwa drei Wochen um die Minus zehn Grad, da hätte ziemlich sicher ein Lastwagen über das Eis fahren können. Wahrscheinlich bin ich auch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
vorsichtiger geworden, denn diese Dicke von etwa sieben Zentimetern ist wahrscheinlich schon ausreichend.

Ach ja, Guckl weiß eh Bescheid...


Sonntag, 14. Februar 17:30

Samstag, 13. Februar 18:50

Freitag, 12. Februar 21:40
Wir hatten doch erst den Titel-Skandal mit der Frau Aschbacher, die sich ihre Magistra (FH) mit einer, na sagen wir mal, nicht ganz so blitzsauberen Arbeit erarbeitete. Titel zählen in Österreich wahrlich relativ viel, da liegt so eine Sache natürlich nahe. Aber, keine Sorge, die gleichen Titel-Kämpfe gibt es auch in Deutschland. Da war es ein Verteidigungsminister.

In Wahrheit tun mir diese Leute doch ein wenig leid. Wenn es im Leben so hergeht, dass man ohne einen Titel nicht mehr das erreichen kann, was man erreichen möchte und man diesen schlussendlich um jeden Preis haben muss, dann ist doch im Leben schon irgend etwas schief gelaufen, ohne dass man es gemerkt hat.

Im Zuge unserer jüngsten Plagiatsaffäre gab es dann ein paar Sendungen auf Ö1 zu diesem Thema, wo einmal etwas gesagt wurde, was mich doch ein wenig erstaunt hat. Es soll angeblich relativ üblich sein, dass sich Maturanten mit speziellen Lehrgängen einen Master (FH) holen können. Und das in ziemlich kurzer Zeit, also ohne richtiges Studium. Solche Lehrgänge soll es nicht nur im Ausland an dubiosen Instituten geben, sondern auch in Österreich. (FH) bedeutet übrigens Fachhochschule oder auch »fian Hugo« (Zitat L. Resitarits).

Im Normalfall bekommt man einen echten Master (FH) allerdings erst nach vier oder fünf Jahren weiterer Hochschule (nach der Matura) und dann nach einer echten Abschlussarbeit. Es soll aber so seltsame Lehrgänge geben, wo man mit einer BHS-Matura (also HTL) nach einem oder zwei Jahren irgendwas tun ebenfalls solch einen Titel bekommt.

Wie genau das wirklich geht, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wurde in dem Magazin auch gesagt, dass die Personalchefs das genau wissen und daher auch ebenfalls wissen, welcher Titel wirklich Master (FH) ist und welcher nicht. Mit einem solchen Titel soll man angeblich in der Industrie also nicht bestehen können. Aber zumindest im Reisepass steht er. Und das reicht für Österreich auch schon.

Wie das wirklich gehen mag, dem komme ich heute einen kleinen Schritt näher. In einer Zeitung, die ich zum Anzünden meines Ofens verwende, sehe ich auf einmal dieses Inserat. Aha, das gibt es also tatsächlich...?!


Donnerstag, 11. Februar 21:00
Also ich wusste davon nichts...
Und vielleicht kommt das in den österreichischen Medien, speziell im Fernsehen, nicht so oft vor, dass wirklich darüber berichtet wird. Aber da ich immer die deutschen Nachrichten-Magazine um 19:00 Uhr (heute) und 20:00 Uhr (Tagesschau) sehe, habe ich es natürlich brühwarm serviert bekommen. Heute gab es bei der alpinen Weltmeisterschaft in Cortina den ersten Bewerb der Männer: den Super-G. Gewonnen hat Vincent Kriechmayr, den ich leider nicht kenne. Er ist aber immerhin Österreicher, also sind sowohl unsere Medien als auch die Verantwortlichen ganz zufrieden mit sich.

Sehr lustig ist aber der Mann am zweiten Platz, da werden sich zumindest unsere Verantwortlichen ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
giften. Genauer gesagt könnte ich mir gut vorstellen, dass sich der Schröcksnadel kräfig in den Hintern beißt.
Denn am zweiten Platz, nur ein paar Hundertstel hinter Kriechmayr steht Romed Baumann, der Silber für Deutschland gewinnt.

Den Namen kenne ich natürlich schon (weil ich ja deutsche Nachrichten sehe), was ich aber nicht weiß: Romed ist eigentlich Österreicher, wurde aber aus dem Kader geschmissen, weil man ihn offenbar für nicht gut genug hielt. Er wollte aber weiter fahren und fährt jetzt eben für die Deutschen.

Das finde ich genial. Irgendwie eine feine Geschichte.
Außerdem finde ich die Vorstellung nett, dass sich der Schröcksi ordentlich giftet...


Mittwoch, 10. Februar 20:10
Es war vor ein paar Tagen, dass ich über die groß angelegte Reparatur der (Haupt-)Wasserleitung zwischen Purkersdorf und Untertullnerbach berichtet habe. Zwei der langen Stränge aus den zusammengeschweißten Stahl-Kunststoff-Verbund-Rohren sind bereits verlegt, zum Glück konnte ich noch einen Blick in die geöffnete Baugrube werfen.
Zu sehen ist, dass die zwei jeweils unabhängig voneinander eingeführten Leitungen mit einem Verbindungsstück zusammengefügt sind. Ebenfalls zu sehen ist aber auch, dass das alte (Eisen-)Rohr einen doch erheblich größeren Querschnitt hatte. Der Durchfluss wird also um – meiner Schätzung nach – etwa 30-40% geringer sein.

Vermutlich ist dieser Wert aber zu verkraften. Man darf annehmen, dass man sich darüber den Kopf zerbrochen hat. Sind ja keine Politiker, die so etwas bauen.
Außerdem: Man stelle sich die Baustelle vor, die auf einer Länge von etwa 500 Metern auf der B1 entstanden wäre, wenn man das komplette Rohr ausgetauscht hätte. So sind die ersten zwei Schächte (jeweils nur um die 20 Meter lang) bereits wieder geschlossen, der dritte folgt wahrscheinlich Anfang nächster Woche. Somit ist eine Baustelle, die im Normalfall Monate lang auf ganzer Strecke den kompletten Verkehr behindert, innerhalb von drei Wochen wieder weg.

Also schließe ich auch heut mit den Worten: Das ist schon irgendwie ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
genial, meine ich...


Dienstag, 09. Februar 20:30
Es ist einer dieser ganz speziellen Momente...
Heute im Mittagsjournal wurde darüber berichtet, dass eine Webseite – eine ganz spezielle Webseite – einen ordentlichen Misserfolg eingefahren hat. Nein, es ist nicht Fäsbuck, nicht Guckl und auch nicht Twitter. Es handelt sich dabei um eine Webseite, die Du wahrscheinlich nicht kennst. Und zwar die Webseite: »Kaufhaus Österreich«.

Ich selber habe sie auch noch nie besucht, also schaue ich heute das erste Mal dort hin: Kaufhaus Österreich.
OK, ich war dort. Weder die Seite hat mich überrascht, noch das was dort geboten wird und schon gar nicht der Umstand, dass diese Seite krachen gegangen ist.
Die Seite war, auch wenn das heute vehement bestritten wird, als Gegenansage zu Amazon gedacht. Wir Österreicher sollten lieber dort bestellen. Wie sich das abgespielt hat, war immer wieder in diversen Beiträgen im Radio zu hören. Keine Produkte sind zu finden und wenn, dann kann man sie gar nicht bestellen, sondern wird zur Shopseite weitergeleitet. Wenn man also als braver Österreicher dort eingekauft hätte, dann hätte man sich für fünf Produkte bei fünf Shops anmelden und fünf Mal den Versand zahlen müssen.
Für unsere Politiker ist das wahrscheinlich wirklich ein großes Rätsel, warum das niemand machen wollte.

Aber die Seite hat noch etwas besonderes an sich, den Preis. Für diese Seite wurden 1.200.000,- Euro bezahlt. Die Hälfte von diesem Geld war für die Technik. Also, grob gesagt, für die Hardware und die Programmierer.
1,2 Millionen Euro. Dagegen war ja die Seite von KHG ein wahres Schnäppchen! Und die war schon viel zu teuer.

Aber bei 1,2 Millionen Euro (aus Steuergeldern) für eine Homepage und deren Infrastruktur dürfen sich die verantwortlichen Politiker nicht wundern, dass man ihnen einfach nicht über den Weg traut...


Montag, 08. Februar 19:30
Naja, immerhin. Dass in diesem Monat der Frühling doch nicht so richtig beginnen sollte, daran hat sich das Wetter also noch rechtzeitig erinnert. Auch, wenn es mir selbst nicht so ganz recht ist, es ist ja doch noch Winter. Aber der Frühling kommt. Sicher..!


Sonntag, 07. Februar 18:10

Samstag, 06. Februar 20:10

Freitag, 05. Februar 20:40
Kennst Du Christoph Sprenger?
Nein?
Was, er soll nicht prominent sein?

Na dann, schau' ma mal...

Na gut, ich kannte ihn bis gestern Mittag auch nicht. Im Kulturjournal habe ich dann erfahren, dass man ihn durchaus kennen könnte oder vielleicht sogar sollte – zumindest dann, wenn man Kinofan ist. Weil man ihn in Österreich ab sofort durchaus zu den A-Promis zählen könnte. Also zu jenen, die deshalb prominent sind, weil sich wirklich etwas leisten oder geleistet haben – und nicht, weil sie sich selber zu den Promis zählen, so wie die Promis der Kategorie C und noch tiefer.

Christoph Sprenger kommt aus Salzburg und darf sich ab sofort zu dem besonders erlauchten Kreis der Gewinner einer bestimmten Trophäe aus der Welt des Films zählen. Nicht die österreichische Romy, ich meine eine echte Trophäe, eigentlich die wichtigste Trophäe die es auf diesem Gebiet gibt: den Oscar. Ja, Christoph Sprenger ist tatsächlich Oscar-Gewinner!

Da versucht man sich vorzustellen, wie denn um Himmels Willen der leicht schüchtern aber durchaus sympathisch dreinblickende Salzburger neben Julia Roberts in einem Film bestehen konnte?
Stimmt, das geht sich nicht so ganz aus. Aber es gibt eben – und das vergisst man gern und leicht – auch noch ganz andere Kategorien bei diesem Preis.
Christoph Sprenger hat eben einen Oscar in der Kategorie Technik gewonnen, er ist Programmierer und hat für Animationsfilme die Bewegung von Haaren (Fell) mit einem programmiertechnisch besonders revolutionären Ansatz enorm verbessert.

Finde ich irgendwie toll, dass ein Programmierer einen Oscar gewinnen kann, herzliche Gratulation!


Donnerstag, 04. Februar 19:20
Und wieder einmal ein Stück Musik(-geschichte). Ich mag die Musik von Schostakowitsch. Ansonsten habe ich ja mit der Klassik ein paar Probleme, wer aber bis in die 70er Jahre gelebt hat, der kann ja nicht als Klassiker gelten. Außerdem hat er sich angeblich Zeit seines Lebens – so meint man es zumindest bei Wiki-Dings – für Fußball interessiert. Laut eben dieser Online-Enzyklopädie ist er sogar der Autor einer Chronik über die Frühzeit des sowjetischen Fußballs. Damit ist eigentlich bewiesen: Das kann kein Klassiker sein.

Es war mein gestriger Ausflug zu Ligeti und seiner Musik für 2001, der mich auf youtube wandern und damit sehr bald auf Schostakowitsch stoßen ließ. Sein ganzer Name ist fast ein Zungenbrecher und lautet übrigens Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch.

Und damit komme ich auch schon zu seiner Musik. Um einiges eingängiger als Ligeti und auch sicher wesentlich bekannter ist sein Walzer Nr. 2, der ebenfalls schon in einigen Filmen gespielt wurde aber immer noch ein wunderbares Stück Musik ist...


Mittwoch, 03. Februar 19:20
Heute möchte ich über eine kurze Geschichte berichten, welche heute in dem Ö1-Magazin DES CIS in der Unterabteilung »Die Klien-Brüder – Neue Musik im Härtetest« zu hören war. Am ehesten könnte man dieser Geschichte die Überschrift »Recht & Gerechtigkeit« geben. Allerdings vielleicht doch mit einem Fragezeichen am Ende versehen.

Nicht nur jeder Cineast kennt den 1968 gedrehten Science-Fiction-Film »2001: Odyssee im Weltraum«. Man kann sicher behaupten, dass den meisten Kino-Interessierten zumindest die wichtigsten Szenen dieses Films bekannt sind. HAL, der Computer, der seine eigene Identität entdeckt und Dave daraufhin einen Befehl verweigert, weil HAL dadurch die ganze Mission in Gefahr sieht,... oder so ähnlich. Weithin bekannt ist der Satz: »Es tut mir leid Dave, aber das kann ich nicht tun.«. Auf jeden Fall ist dieser Film von Stanley Kubrick ein wirklich großes Meisterwerk und seine Produktion hat – und diese Zahl muss man unbedingt im zeitlichen Rahmen sehen – 1968 die Summe von 10,5 Millionen Dollar gekostet. Das entspräche heute etwa einer Summe von 74 Millionen Dollar.

Was viele Menschen – so auch ich – allerdings nicht wissen/wussten: Im Film wird die Musik von György Ligeti verwendet, welcher selber gar nichts davon wusste. Erst als er den Film sah, hörte er seine eigene Musik und meldete sich beim Produzenten. Er verlangte für die Verwendung seiner Komposition die Summe von 30.000 Dollar. Eine Summe, die, gelinde gesagt, absolut lächerlich ist.
Die Produzenten wollten aber nicht zahlen und so ging die Sache vor Gericht. Dort einigte man sich dann auf 3.000,- Dollar!


Dienstag, 02. Februar 19:00
In einem Film über Brian Wilson, den Mastermind der Beach Boys (Filmtitel: »Good Vibrations«) ist es mir zum ersten Mal aufgefallen, beziehungsweise, habe ich es wahrgenommen: Der Bass wird von einer Frau gespielt! Heute wäre das keine besondere Sache mehr. Die Musik ist zum Glück keine reine Männerdomäne mehr, Frauen spielen alle Instrumente – sogar bei den Wiener Philharmonikern! – und gerade der Bass wird gerne und oft von Musikerinnen gespielt. Aber in den 50er und 60er Jahren, da war das noch etwas ganz anderes.

Dieser Film hielt sich in allen Details so gut wie nur möglich an die Tatsachen – es war mir also klar, dass bei den Aufnahmen der Beach Boys wirklich eine Frau die Bassspur gespielt hat.
Aber nicht nur bei den Beach Boys. Carol Kaye, die 1935 geboren wurde, hat bei etwa 10.000 Aufnahmen und Sessions aus den Bereichen Pop, Rock und Jazz mitgewirkt. Namen wie Glen Campbell, Nancy Sinatra, Cher, The Monkeys, Tina Turner und Frank Zappa (12-Saitige) darf man dabei schon als Beweis für ihr hohes, musikalisches Können gelten lassen.

Hier der heutige Musik-Theorie-Tipp: Walking-Bass mit Carol Kaye...!


Montag, 01. Februar 19:10
Manchmal genügt dann doch noch das alte, kleine Händi, damit ich genau diese Aufnahme machen kann, wie ich sie machen möchte...



(C) mArtin, im Februar 2021.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!