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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024




Dienstag, 21. Mai 18:20
Das Recht auf Reparatur ist – und das wird vermutlich noch lange so bleiben – eher sowas wie »totes Recht«. Ja, das gibt es zwar, aber es zählt 11. Und 11 zählt, wie wir wissen, nix.
Zu Deutsch: Die Firmen werden sich hüten, echte Reparatur zu ermöglichen. Es werden dann vermehrt solche Konstrukte entstehen, wo Reparaturen zwar grundsätzlich möglich, aber komplett sinnlos sind.

Ein weiteres Beispiel dafür: Bei der Fahrt auf den Rosskopf finde ich einen netten Kotschützer für das Hinterrad. Er wurde offensichtlich mutwillig in die Wiese geworfen, also nehme ich ihn mit, um ihn weiterzuverwenden oder zumindest korrekt zu entsorgen. Zu Hause angekommen erkenne ich das Problem: Ein Riemen, mit dem die ganze Sache am Rahmen befestigt wird, ist gerissen. Ein ganz normaler Riemen. Den sollte es doch als Ersatzteil geben, oder?

Nach einer kurzen Email mit Foto an die Herstellerfirma BBB-bike-parts bekomme ich die Antwort, dass es die Halterung des Kotschutzes tatsächlich als Ersatzteil gäbe. Nicht den Riemen alleine, sondern die ganze Halterung. Und diese kostet ziemlich genau so viel, wie der ganze Kotflügel bei Amazon. Das meine ich mit »totem Recht«. Dem Gesetz ist genüge getan, denn es gibt Ersatzteile. Aber eben nicht so, dass es sich für einen Kunden auch auszahlen würde. Wer würde da nicht lieber den neuen Kotflügel bestellen?!

Ich. Geschwind ein dickes Loch durch die Halterung gebohrt und mittels passendem Kabelbinder am Rahmen des Rades fixiert. Das ist für mich eine Reparatur, die sich auszahlt. Und sehen tut man das kaum...


Montag, 20. Mai 17:10

Sonntag, 19. Mai 19:30
Schöne Pfingstfeiertage!

Samstag, 18. Mai 18:50

Freitag, 17. Mai 18:20
Das Drama der Wirklichkeit. Das kann man derzeit auf dem Video sehen, welches den Anschlag auf den Slowakischen Ministerpräsidenten zeigt. Mir ist dabei sofort eines aufgefallen: Die zahlreich anwesenden Leibwächter. Da sieht man ganz deutlich: Leibwächter, wie sie in Filmen gezeigt werden, haben mit der Wirklichkeit ganz einfach absolut nichts zu tun. Der Attentäter ist ein ältlicher Mann, die Männer, die Leibwächter genannt werden, sind allesamt junge Bodybuilder. Und das ist auch schon alles. Das sind keine Personenschützer, sondern schlicht Bodybuilder. Gleich, nachdem die ersten Schüsse fallen, sieht man junge Bodybuilder unbeholfen, ein wenig wie blinde Hühner, umherlaufen. Ein paar davon strecken zwar den Attentäter nieder – das ist aber, wie wir wissen, zu spät. Denn da ist Fico bereits mehrfach getroffen.

Wenn ich einmal Personenschützer brauchen sollte, dann möchte ich bitte solche aus dem Film haben, und keine Bodybuilder-Disco-Türsteher mit aufgeblasenen Muskeln...


Donnerstag, 16. Mai 17:30
Ist mir schon ein paar Male aufgefallen: Wenn man sich mit ChatGPT auf eine sehr höfliche Art unterhält – was ich immer tue – dann ist das Programm durchaus bereit dazu, falsche Annahmen für die Dauer der Unterhaltung zu übernehmen. Es beugt sich gewissermaßen einer vorgespielten Integrität oder Kompetenz.

Da wollte ich zum Beispiel im Rahmen einer Unterhaltung einen Songtext von mir auf Deutsch übersetzt haben. Die Krux an der Sache: Den Text habe ich in einer Fantasiesprache gesungen und danach Wort für Wort transkribiert. In meinem ersten Versuch meint das Programm auch tatsächlich, es handle sich dabei um eine Fantasiesprache und zwar von der Band Kraftwerk.
Nachdem ich aber zu ChatGPT sagte, dass es sich dabei um einen rumänischen Text handeln würde, hat sich das Programm bei mir entschuldigt und tatsächlich den (völlig sinnfreien!!) Text ins Deutsche übersetzt.

Da hammas wieder: Selbst mit gespielter Freundlichkeit kommt man weiter!


Mittwoch, 15. Mai 17:40
Was ist die Mitte? Also bei Zahlen. Die Mitte ist jedenfalls nicht das Gleiche, wie die Hälfte. Dieser Gedanke läßt mich seit der gestrigen Fahrt auf den Rosskopf nicht mehr los. Ist die Mitte überhaupt eine mathematische Größe, oder doch eher nicht?

Wie ich darauf gekommen bin: Bei meinem Fahrrad, eigentlich bei allen meinen Fahrrädern, habe ich hinten eine Kassette mit sieben Gänge. Der mittlere Gang ist also der vierte Gang. Hinunter sind da noch die Gänge 3, 2 und 1 – hinauf gibt es 5, 6 und 7. Also ist der 4. Gang die Mitte. Was wäre dann aber die Mitte bei acht Gängen? Die Hälfte von acht ist vier, aber die Mitte? Zwischen vier und fünf ist ja nichts, also hat acht gar keine Mitte?

Wahrscheinlich ist es also doch so, dass die Mitte eben keine mathematische Größe ist. Es gibt einen Mittelwert, der ist aber keine Mitte.
Damit werde ich mich abfinden müssen...


Dienstag, 14. Mai 18:00
Die Wahlkabine, also jene Webseite, die bestens über Wahlen informiert und kompetent Auskünfte über die verschiedenen Parteien gegeben hat, gibt es ja nicht mehr. Ich habe vor längerer Zeit bereits über diesen schlimmen Verlust geschrieben. Es wurde aber immerhin für Ersatz gesorgt – und das rechtzeitig vor der EU-Wahl. Es handelt sich bei dieser Seite allerdings wirklich nur um einen Ersatz, die hohe Qualität der Wahlkabine erreicht die Seite wahlrechner.at definitiv nicht. Aber egal.

Ich weiß über den Unterschied zwischen EU-Wahl und NR-Wahl bestens Bescheid, es kann also mein Wahl-Wunsch durchaus unterschiedlich ausfallen. Bezüglich der EU-Wahl ist das Ergebnis auch ziemlich so, wie ich mir das gedacht habe – nur, dass die Sozis bei mir so weit vorne liegen, hätte ich nicht gedacht.

Da kommt aber auch schon das große ABER: Obwohl ich die Grünen im EU-Parlament zu gerne stärken würde, ich tue mir sowieso schon schwer, einer Partei für die Reichen und Schönen meine Stimme zu geben – und dann erst für eine Person, die in so einer unguten Weise auf sich aufmerksam gemacht hat.

Unser Bundespräsident meint, man solle ihr das Verzeihen, denn wer hätte nicht in seiner Jugend Fehler gemacht...


Sehr geehrter und lieber Herr Bundespräsident!
Ich...!!

Also ich habe natürlich in meiner Jugend auch den einen oder andere Fehler gemacht, das ist schon klar. Aber ich habe noch nie – also weder in meiner Jugend, noch in meinem Mittelalter, noch in dem Alter, in welchem ich mich jetzt befinde – ich habe also wirklich noch nie so derart grindiggrindig


Sollte eigentlich im gesamt-deutschsprachigen Raum bekannt sein.
Ich denke, es begann vermutlich irgendwann einmal mit dem Hals. An solch einem sammelt sich nach Wochen der Hygiene-Enthaltsamkeit ein bisserl so ein Dreck an, den man dann doch recht gut sehen kann. Diese Patina nennt man u.a. auch »Grind«.

Mit dem Hals hat es inzwischen aber kaum noch was am Hut - die meisten Leute duschen schon mindestens 1x pro Woche - da hat's der echte »Grind« so richtig schwer.

Daher sind jetzt einfach ganze Personen oder Dinge »grindig«, wenn sie sehr unsympathisch sind. Kann auch gerne frei mit anderen Worten kombiniert werden, z.B.: Grindkind, Grindkoffer, grindige Drecksau, usw. usf...
e Lügen über andere Menschen behauptet, dass ich vor Gericht bezeugen musste, dies nie mehr zu tun. Dies verbietet mir mein Verständnis von Moral und Anstand. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr diesbezügliches Verständnis da derartig anders gestaltet wäre, wie das meine?! Schließlich habe ich Sie gewählt, und meine Menschenkenntnis ist eigentlich ganz in Ordnung. Ich kann nur hoffen, dass Ihnen da die Usancen Ihrer ehemaligen Partei in die Quere gekommen sind, und sie halt gute Miene zum bösen Spiel gemacht haben.

Daher: Sorry, aber so jemandem möchte ich wirklich nicht meine Stimme geben. Auch nicht für die EU-Wahl.

Mit freundlichen Grüßen
mArtin


Montag, 13. Mai 17:40
Thema: ESC.
Es ist bei mir ja durchaus schon eine Art Tradition, den SongContest ansehen und meine eigenen Wertungen dabei abgeben und aufschreiben, um danach zu vergleichen, wie sich meine Meinung zum Rest der Welt verhält.
Dabei habe ich heuer eine neue Regel aufgestellt: Meine Vorliebe oder Abneigung für verschiedene Länder darf gar keine Rolle mehr spielen. Das habe ich natürlich immer schon versucht, aber dieses Mal habe ich sofort, wenn ich gewisse Animositäten in mir gespürt habe, noch einmal durchgeatmet und diese abgeschüttelt. Und dieses Mal gibt es eine weitere Neuerung: Sexyness zählt doch auch mit. Ist ja beim Verkauf der Musik genauso. Warum zeigen sich Sängerinnen und Sänger von ihrer besten Seite und versuchen, sexy aufzutreten? Weil es Verkäufe bringt. Daher lasse ich das auch bei der Wertung zu. Allerdings: Sex allein ist dann doch auch zu wenig! Das habe ich dieses Mal zu dem Beitrag von Slowenien notiert.

Meine Wertung unterscheidet sich dieses Mal ziemlich stark vom internationalen Ergebnis. Die Schweiz hatte ich auch auf Platz eins, aber die danach folgenden Länder Kroatien, Ukraine, Frankreich und Israel waren bei mir eher am unteren Ende der Liste. Dafür hatte ich Armenien mit der Schweiz ex aequo auf Platz eins, und Portugal gleich folgend auf Platz drei. Und den Beitrag von Deutschland fand ich dieses Mal auch sehr gelungen.

Für unseren Beitrag habe ich sicher nicht den vorletzten Platz vorgesehen, Kaleen landete bei mir im Mittelfeld.
Aber so ist das eben. Vielleicht besinnt man sich dadurch wieder darauf, einen echten Bewerb für den österreichischen Beitrag auszutragen, mit einem Publikums-Voting, dann weiß man wenigstens, wer die Schuld an der Niederlage trägt...

Hier meine Ergebnisliste.


Sonntag, 12. Mai 17:40

Samstag, 11. Mai 16:40

Freitag, 10. Mai 18:00
Auf der Rückfahrt von der Sopherl sehe ich aus dem Augenwinkel heraus zwei junge Männer, die an einem umgedrehten Fahrrad herum hantieren. Das zweite Rad liegt in der Wiese. Ich fahre noch etwa 50 Meter weiter, da komplettiert sich in meinem Hirn erst die ganze Situation: Das Rad steht verkehrt, aber sie schauen gemeinsam ins Handy. Irgendwas ist da nicht so, wie es sein soll. Also drehe ich kurzerhand um und frage nach, ob sie vielleicht Hilfe brauchen. Ein zögerliches »Najaaa, wir schauen gerade auf Youtube, wie man das macht...« ist zu vernehmen, also lege ich mein Rad in die Wiese und: gemmas an.

Die beiden sind sehr jung, so zwischen 18 und 20 und haben, das ist für mich klar erkennbar, noch nie einen PatschenPatschen


Einzahl und Mehrzahl gleich.

Ist/sind eigentlich ein »Hausschuh« (»Hausschuhe«), wenn er/sie nicht an einem Fahrrad oder Auto vorkommt.
Dann ist damit recht oft eine Reifenpanne gemeint.
geflickt. Das ist der Moment, wo Boomer-mArtin ein bissi auftrumpfen kann. Wenn man so dahersagt: »Das habe ich ja schon 100 Mal gemacht...«, dann geschieht das oft als Floskel. Ich darf aber annehmen, dass ich wirklich bereits 100 Mal Reifen zerlegt, Mäntel von Felgen abgenommen und Schläuche gewechselt habe. Daher gehen bei mir solche Handgriffe halt doch ein wenig, nun ja, routiniert vonstatten. Und gut war's, dass ich des Weges gekommen bin, denn nur mit Youtube wäre das eher nix geworden.

Nicht falsch verstehen: einen kaputten Schlauch reparieren ist keine Raketenwissenschaft. Aber relativ genau wissen, was und wie man da tut, das sollte man schon. Und sich von Youtube-Videos helfen lassen, das ist voll OK! Aber: zu Hause, und vor allem dann, wenn man genug Zeit und Ruhe hat. Meine ersten Felgen habe ich auch mit Hilfe eines freundlichen Youtube-Helfers eingespeicht, das war total angenehm. Aber bei einer Panne während der Fahrt, da hat man sicher nicht die Ruhe und die freien Gedanken, um alles gut zu überlegen. Außerdem fehlt dann vielleicht das eine oder andere Spezialwerkzeug, und wenn man sich da nicht zu helfen weiß, dann ist auch mit Youtube-Hilfe bald der Ofen aus.

In einer Viertelstunde war das Rad wieder fahrbereit, und die Zwei ziemlich happy. Und ich habe einiges Neues gesehen, denn die Räder waren ziemlich neu und von einer gehobenen Preisklasse – sowas hatte ich noch nie unter den Fingern. Fazit: Für alle Beteiligten ein nettes Erlebnis...


Donnerstag, 09. Mai 17:40
Feinen Feiertag wünsche ich!

Mittwoch, 08. Mai 17:50
Ich bin bei meinen Urteilen über Politiker im Allgemeinen, wie im Speziellen, vielleicht nicht besonders zimperlich. Es mag schon sein, dass ich über den Einen oder die Andere Dinge schreibe – und vor allem denke – die nicht ganz gerecht sein mögen. Aber ich habe da eine natürliche Grenze eingebaut: Persönliche Beleidigung und/oder Beschimpfung oder gar ausdrückliche Gewalt, das geht schlicht und einfach: gar nicht!

Was da gerade in Deutschland mit Politikern passiert, ist furchtbar und in jedem Fall strikt abzulehnen. Wenn Politiker persönlich angegriffen werden – völlig egal, ob (nur) im Netz oder gar im echten Leben auf der Straße, dann ist da eine Grenze überschritten, der wir uns ganz einfach nicht einmal nähern dürfen. Wer, bitteschön soll denn noch Politiker werden, wenn man da Gefahr läuft, einem gewalttätigen Mob zum Opfer zu fallen? Wer soll sich dann noch für die (mitunter zehrende und harte) Arbeit an der Demokratie interessieren, wenn man damit sein Leben riskiert?

Natürlich gibt es korrupte, fiese, schleimige und aalglatte Menschen (seltsamerweise fast ausschließlich Männer!), die man lieber auf einer Anklagebank als in einem Parlament sehen würde, aber das ist – und das ist ein Fakt – ja tatsächlich nur eine Minderheit. Der aller größte Teil der Politiker, nämlich vor allem auch jener Teil, den man nie zu Gesicht bekommt, ist genauso rechtschaffend, wie man selbst. Mit ähnlichen Wünschen, Träumen und Ideen. Und zusätzlich eben mit dem Wunsch ausgestattet, das alles, wenn möglich, in die Tat umzusetzen.

Gewalt gegen Politiker empfinde ich im Prinzip fast so, wie Gewalt gegen mich. Und zwar egal, ob die Gewalt nun von rechts oder von links kommt. Wenn ein Mitglied der FPÖ oder der AfD verprügelt wird, finde ich das nicht weniger grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
, wie wenn es, wie zum Beispiel diese Woche, einen Mann der SPD trifft. Dieser hatte Wahlplakate aufgehängt und wurde von vier 17-19jährigen Männern derart verprügelt, dass er im Spital operiert werden musste. Ekelhaft.


Dienstag, 07. Mai 17:50
Wir bleiben doch immer Kinder. Nicht »wie Kinder«, sondern Kinder. Wann der Zeitpunkt kommt, wo man erwachsen wird, weiß man nicht. Ich vermute wirklich, bei den meisten Menschen kommt dieser Zeitpunkt nie. Ich weiß noch relativ genau, wie ich mir als 15-jähriger Martin vorgestellt habe, wie der 50-jährige mArtin sein würde. Und bald werde ich 59 und nichts, gar nichts ist so, wie es damals in meiner Vorstellung war.

Einen weiteren Beweis dafür habe ich gestern Abend erhalten. Kurz, zur Erklärung: Wenn die Kinder beim Kasperl sind, und dort etwas sehen, was der Kasperl nicht sieht oder sehen kann, dann werden die Kinder unrund. Ist ja klar, sie mögen den Kasperl und sehen, dass er droht, in eine Falle zu tappen, da müssen sie ihn warnen, damit alles gut ausgeht. Alles soweit logisch.

Wie erwähnt, der Vorfall war gestern Abend. Ich sehe einen Film, wo ein Mann eine Wohnung durchsucht. Er darf allerdings nicht dabei gesehen werden und es sind ihm auch noch andere Männer auf den Fersen. Von der Kameraperspektive und der Filmmusik her ist klar erkennbar, dass der Mann in Kürze niedergeschlagen wird. »Naaaaa, net dort hinein – dort steht jo ana!!« höre ich mich rufen.

Wo soll da jetzt bitte der Unterschied zu den Kindern beim Kasperl sein...?!


Montag, 06. Mai 18:20
Die Steuerehrlichkeit, so lautet es in einem Beitrag im Abendjournal, ist in Österreich recht hoch. Und ziemlich passend dazu habe ich seit einer Woche für die neue Aufnahme-Session im Studio das Buch über Aufstieg und Fall des René Benko aufzulesen.

Ich denke, diese Meldung mit der Steuerehrlichkeit ist so gemeint, dass diese eben nur auf die Anzahl der Unehrlichen abzielt. Diese ist vielleicht oder wahrscheinlich wirklich klein. Wenn man allerdings auf die hinterzogenen Summen blickt, dann bezweifle ich, dass die Steuerehrlichkeit in Österreich recht hoch ist. Alleine in diesem Buch ist von derart vielen Millionen Euro die Rede, die da verschoben werden, dass man eigentlich keine besondere Lust hat, weiter zu lesen. Und alle sind da beteiligt, links wie rechts, René, Gusi und Basti geben sich sozusagen die Klinke – wie die Geldkoffer – gegenseitig in die Hand. Dass da nicht alles mit rechten Dingen abgelaufen ist, hat ja immerhin ein Gerichtsurteil gezeigt. Wegen Korruption rechtskräftig verurteilt, da liegen andere Delikte nicht so weit entfernt. Sehr ekelhaft.


Sonntag, 05. Mai 17:40

Samstag, 04. Mai 16:50

Freitag, 03. Mai 17:30
Jetzt ist es fix. Überprüft von der aller obersten Stelle: Die Patienten-Milliarde, also jenes Geld, das uns Versicherungsnehmern versprochen wurde, und welches also (durch die Zusammenlegung der ganzen Krankenkassen zu einer einzigen Gesundheitskasse) einfach so erspart und damit frei werden sollte – diese Milliarde Euro ist – oh Wunder – nicht einfach so entstanden. Ganz im Gegenteil, diese versprochene Milliarde, die nicht nur nicht gekommen ist, kostet uns Versicherungsnehmer nun 270 Millionen Euro. Also aus einer Milliarde plus wurde mehr als 1/4 Milliarde Minus.
Ich dümmlicher Staatsbürger wusste dies übrigens bereits zu dem Zeitpunkt, als uns die Patientenmilliarde von unserem Kinder-Kanzler Kurz vollmundig angekündigt wurde. Weil ich halt gelernter Österreicher bin.

So läuft das in Österreich. Unglaublich tolle Ankündigungen werden gemacht, und niemals eingehalten. Und nachher wundert sich die Politik, dass die Menschen in diesem Land politikverdrossen seien. Sind wir gar nicht. Wir sind nur diejenigen leid, die so eine Politik machen...


Donnerstag, 02. Mai 17:40
Heute zu einem Thema, das mich eigentlich nicht wirklich interessiert. Oder vielleicht besser: Ein Thema, dessen Wichtigkeit sich für mich nach der jeweiligen Attraktivität des Themas selbst ergibt: Fußball. Im Normalfall bin ich ja eher kein Fußballfan, oder war zumindest selten bis nie einer, manchmal dann aber doch. Zum Beispiel sehe ich mir doch ganz gerne Länderspiele im Fernsehen an. Aber erst seit relativ kurzer Zeit – genau genommen, seit jener Zeit, wo über österreichischen Fußball im deutschen Fernsehen keine Dauerscherze mehr gemacht werden, und Österreichs Länderspiele doch wieder anders ausgehen können, ... als mit einer Niederlage.

Und das habe ich, haben wir – diese Bemerkung sei mir trotz enormer Unwissenheit zum Thema Fußball erlaubt – haben wir als Ralf Rangnick zu verdanken. Dem Fußballtrainer, der unsere Mannschaft scheinbar mit dem Zauberstab berührt und so auf Vordermann gebracht hat. Ich meine: 2:0 gegen Deutschland, das kann schon was, da kommt pure Freude auf.

Und dieser Trainer, Ralf Rangnick (übrigens auch ein Deutscher) hat heute etwas, wie ich meine, wirklich großartiges gemacht, beziehungsweise verlautbart: Er lässt sich NICHT von Bayern München als Trainer abwerben und bleibt Trainer der österreichischen Nationalmannschaft. Ich kenne mich, wie gesagt, im Fußball nicht so aus – aber Trainer von einer der besten Mannschaften der Welt zu sein – im Vergleich zum Posten des Trainers einer Nationalmannschaft von einem Fußballzwergenland, das heißt schon was.

Dasa heißt nämlich, dass der – außerdem sehr sympathische – Ralf seinen Job wirklich mag. Das heißt auch, dass er dieser Mannschaft wirklich vertraut und sie auch irgendwie gern haben und schätzen muss. Und natürlich, vielleicht hat macht er sich ja so seine Gedanken um die EM 24 im Juni/Juli in Deutschland. Wäre das nicht was, wenn Österreich da...?!

OK, ich hör schon auf damit, aber träumen darf man doch...


Mittwoch, 01. Mai 17:00
Der erste Tag im Mai ist eigentlich immer ein Feiertag. Ja, ich weiß, das ist keine besondere Nachricht. Es ist mir trotzdem heute wieder einmal eingefallen.



(C) mArtin, im Mai 2024.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!