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»Das zynische Tagebuch von mArtin«.

Eine chronologische Ansammlung von möglicherweise recht (un-)vernüftigen Ideen, Ansichten und Meinungen.

Ich bediene mich in den Texten dieses Blogs folgender Stilmittel: Satire, Zynismus, Sarkasmus, teilweise auch dumpfer Hohn, oder tatsächlich auch nur Spott.

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mArtin - (C) 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021




Montag, 25. Jänner 19:10
Bei der Fahrt um den See komme ich derzeit an einer für mich sehr interessanten Baustelle vorbei. Da schlägt das Herz des Maschinenbauers schon ein wenig höher. Entlang der B1 nach dem Ortsende von Purkersdorf hat die alte Wasserleitung (laut Auskunft des Beauftragten etwa 70 Jahre alt) mehr oder weniger ausgedient. Sie hat dem jahrelangen und sehr starkem Verkehr auf dieser Straße ohnehin ziemlich lange stand gehalten. Doch jetzt ist ihre Zeit um und sie leckt an einigen Stellen auch schon etwas stärker.
Wie repariert man also so eine defekte Wasserleitung? Ganz klar. Alles auf ganzer Länge aufgraben, Rohr tauschen, alles zuschütten, fertig. Monatelange Verkehrsprobleme sind also vorprogrammiert.

Oder man macht es wie folgt: Es werden lediglich zwei kleinere Löcher gegraben. Neben der Fahrbahn werden jeweils zehn Meter lange Rohre aus einem Kunstoff-Stahl-Verbundwerkstoff zusammengeschweißt. Diese Schweißung dauert etwa 1,5 Stunden pro Rohrpaar und hält danach derart stark, dass eine Länge von 150 Metern und etwa 13 Tonnen damit gezogen werden können.

Wenn dann alles so weit ist, wird dieser Strang über Rollen an diesem Pfropfen durch das kaputte Eisenrohr gezogen und die neue Leitung ist fertig. Ohne großes Graben, ohne große Baustelle.
Das ist schon irgendwie ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
genial, meine ich...


Sonntag, 24. Jänner 18:10

Samstag, 23. Jänner 18:00

Freitag, 22. Jänner 23:55

Donnerstag, 21. Jänner 19:50
Heute wieder eine Musik-Empfehlung, entdeckt auf youtube. Es ist der Mitschnitt eines Konzerts von 1972 beim Jazzfest in Hannover. Eigentlich war ich auf der Suche nach Ben Webster, einem Tenorsaxophonisten aus den USA – da ich den Namen irgendwo aufgeschnappt habe, er mir aber so gar nicht bekannt war.
Was sehr angenehm bei der Aufnahme ist, ist die Tatsache, dass Kameraführung und Schnitt extrem nach 60er und 70er-Jahre ausgestaltet sind. Die Kamera ist ruhig, es gibt extreme Nahaufnahmen (die ja heute von vielen Künstlern bereits verboten werden), mit harten Schnitten wird relativ sparsam umgegangen und man kann den Musikern so ziemlich gut beim Spielen zusehen.

Wenn Du also Lust hast, hier eine Stunde Musik mit Ben Webster (der übrigens etwa ein Jahr später starb) und Oscar Peterson.

Noch ein Tipp am Rande: Ein Doppelklick ins Video macht es bildschirmfüllend – ein weiterer löst diese Funktion wieder auf...


Mittwoch, 20. Jänner 20:00
Ein Tipp, den ich schon vor ein paar Jahren an dieser Stelle abgegeben habe, rückt heute wieder in den Mittelpunkt. Es handelt sich um die Österreichische Mediathek. Sie hat nicht oder nur bedingt mit dem ORF zu tun, vielmehr ist die Österreichische Mediathek ein Archiv, in welchem Audio- und Videoaufnahmen gespeichert sind, welche im weitesten Sinne mit der Geschichte und Kultur Österreichs zu tun haben.

Interessant war diese Mediathek immer schon, was sich zusätzlich geändert hat ist die Tatsache, dass man sich dort dazu entschlossen hat, wesentlich mehr Material aus dem Fundus direkt online für den Besucher zugänglich zu machen.
Zum Beispiel habe ich dort die erste Ausgabe meiner Ö1-Lieblingssendung »Guglhupf« gefunden, das Satire-Magazin mit Bronner, Wehle, Sobotka, Krainer und vielen anderen. Sie wurde im Oktober 1978 ausgestrahlt.

Wenn Du also irgend eine Audio- oder Videoaufnahme aus dem Kultur- oder Politikbereich von Österreich suchst, dann ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering, dass Du hier fündig wirst!

Das Internet ist ja neben all der ekelhaft bunten Werbung doch noch zu etwas gut...


Dienstag, 19. Jänner 20:30
Ach ja, ein Foto hätte ich fast vergessen. Es ist bei meiner Zu-Fuß-Runde entstanden und ist – darauf lege ich Wert – keine Photoshop-Fälschung. Es wurde dort aufgenommen, wo ich auf meinem Marsch wieder von Purkersdorf nach Wien zurückkehre. Diese Aufnahme würde wahrscheinlich am ehesten in die Gruppe fallen: »Wenn der Amtsschimmel lauthals wiehert«, denn ich bin mir sicher, es gibt in Österreich irgend ein Gesetz, das alles genau so vorschreibt, wie es auf dem Foto zu sehen ist. Daher wurde auch alles genau so ausgeführt. Man darf also ungefähr sieben Meter lang 50 fahren...


Montag, 18. Jänner 20:20
Corona-bedingt finden die Aufträge zu den Sprachaufnahmen derzeit zum größten Teil bei mir im Studio statt. Damit natürlich auch die, teilweise recht zeitaufwendige Nachbearbeitung. Heute ist mir dabei ein Originalton begegnet, den ich aus der Aufnahme entfernt habe.



Oder hätte ich diese kurze Tonsequenz – in Bedachtnahme auf Ehrlichkeit und Authentizität – eventuell doch im Buch belassen sollen...?


Sonntag, 17. Jänner 17:30

Samstag, 16. Jänner 17:50

Freitag, 15. Jänner 18:40
Ich habe mit der Klassik so meine Schwierigkeiten. Ich glaube nicht, dass ich klassische Musik gar nicht mag, dazu höre ich dann ja doch zu oft etwas davon. Aber irgendwie finde ich keinen rechten Zugang zu klassischer Musik. Manches klingt mir zu einfach, manches zu gekünstelt, manches ist mir einfach ein wenig zu fremd. Und dennoch lockt sie mich immer wieder, die Klassik. Wenn es doch nur jemanden gäbe, der einem die klassische Musik ein wenig schmackhafter machen könnte! Immerhin war ja eben erst das Beethoven-Jahr...

Wenn es Dir ähnlich geht, und Du einen Zugang zur Klassik suchst, dann habe ich heute einen guten Tipp für Dich. Die Dirigentin Joanna Mallwitz erklärt in einem Beitrag des BR die Siebte von Beethoven so, dass man wirklich etwas davon hat. Viel Freude beim Rundgang...


Donnerstag, 14. Jänner 20:20
In Deutschland wird bereits darüber geredet, bei uns vielleicht ebenfalls – nur da habe ich es noch nicht mitbekommen: Wird das Abitur (bei uns: die Matura) aus dem Covid-Jahr 2021 gleich viel wert sein, wie in den anderen Jahren?
Die Frage ist durchaus berechtigt. Im vorigen Jahr kam der Lockdown kurz vor der Matura, da hat sich nicht wirklich viel verschoben oder geändert, die Matura lief im vorigen Jahr noch halbwegs normal ab. Aber im heurigen Schuljahr? Schon jetzt haben die Schüler einige Monate Lockdown – von leicht über mittelschwer bis hart – hinter sich. Wird man sich der Matura aus dem Jahr 2021 also als Covid-Matura erinnern? Und wird diese, weil ja jetzt bereits erleichterte Bedingungen aufgrund der Lockdown-Monate im Gespräch sind, dann den gleichen Wert haben, wie in den übrigen Jahren?

Ich gebe zu, auch ich habe mir diese Frage bereits gestellt, diese Frage allerdings als weniger wichtig eingestuft. Wer die Matura ohnehin nur als Voraussetzung für ein Studium benötigt, der hat grundsätzlich keine Schwierigkeiten zu befürchten. Wer die Matura im Rahmen einer berufsbildenden Schule ablegt (wie z. B. in einer HTL), den werden wahrscheinlich auch keine allzu großen Probleme erwarten – von einem HTL-Abgänger werden tendenziell eher praktische Fähigkeiten erwartet.

Und sonst?

Mal ehrlich. Wenn ich mir bei den größeren Unternehmen die Job-Inserate selbst für die lächerlichsten Jobs so ansehe – und die Anforderungen, welche von den Firmen dazu gestellt werden, dann ist es endlich an der Zeit, dass wir uns überlegen, was mit unserem Bildungssystem nicht stimmt. Alle Jobs, die ich in meinem Leben hatte, würde ich heute nicht mehr bekommen. Weil ich keinen Master-Abschluss auf einer Uni habe. Und wenn die Wirtschaft wirklich glaubt, an jedem Arbeitsplatz jemanden mit einer universitären Laufbahn einstellen zu müssen, dann darf sie sich nicht wundern, wenn die Leute ihren Master mit Netz-Copy-Paste auf einer russischen (oder tschechischen) Universität machen...



Mittwoch, 13. Jänner 18:00
Eine wunderbare Künstlerin feiert dieser Tage (genauer: Morgen) ihren 90. Geburtstag – und dazu möchte ich gerne gratulieren! Würde man sie jemanden beschreiben wollen, der sie nicht kennt, dann würde ich vermutlich sagen: »Sie ist der weibliche Peter Alexander...« Warum ich auf diesen Vergleich komme?

Ganz einfach. Zum Ersten hat sie tatsächlich gemeinsam mit Peter Alexander auf der Bühne gestanden und in Filmen gespielt. Genau wie Peter Alexander kennen wir sie hauptsächlich als Interpretin von eher leichten Schlagern. Und genauso wie Peter Alexander schlug ihr Herz eigentlich für den Jazz. Sowohl als Sängerin als auch als Musikerin. Wahrscheinlich hast Du bereits erraten, wen ich meine, die Rede ist von Caterina Valente. In Ö1 erfuhr ich soeben, dass sie in 13 verschiedenen Sprachen gesungen hatte – die sie auch tatsächlich spricht – und eigentlich ein Zirkuskind war.

Also alles Gute zum Geburtstag und hier ein besonders nettes Video von 1966 aus der Show von und mit Dean Martin...



Dienstag, 12. Jänner 19:30
Es war – wieder einmal – in Tirol. Dort möchte man doch unbedingt wieder die Ischgl-Zustände herstellen.
Heute im Mittagsjournal gab es eine wichtige Nachricht. Eben in Tirol wurde festgestellt, dass sich einige Pensionen und Hotels nicht an die Corona-Maßnahmen hielten und trotz Lockdown Gäste beherbergen. Und zwar nicht solcher Art Gäste, welche man beherbergen darf – z. B. Montage-Techniker für Seilbahnen oder sonstige Leute, welche diverse Arbeiten zu erledigen hätten – sondern richtige Gäste, also Leute, die zum Schifahren kommen.

Gefunden wurden diese Wirte von anderen Wirten, die sich an die Maßnahmen halten. Originalton: »Wenn man an so einer Pension vorbeifährt und der Gästeparkplatz voll ist, dann kann man sich schon denken, was da läuft...«. Ein Glück, dass die Vernaderei in Österreich noch gut funktioniert. Wobei ich in diesem Fall schon sagen möchte, dass man denjenigen, die das melden, nicht böse sein kann, denn: Entweder, oder.
Entweder alle halten sich daran oder diejenigen, die das nicht tun, sind die Arschlöcher...



Montag, 11. Jänner 21:00
Endlich gibt es wieder das normale Programm auf 3SAT. Seit den Feiertagen waren nämlich meine zwei Lieblingssendungen – nano und Kulturjournal – im Urlaub. Und prompt gab es in nano eine sehr feine Geschichte. Ein Wissenschaftler hat – jetzt sehr weit gefasst – die Macht unseres Gehirns, oder besser: unserer Psyche, auf unseren Geschmack in einer Forschungsarbeit getestet. Und er bestätigt damit das, wovon ich schon sehr lange überzeugt bin. Wir gehorchen nicht unseren Sinnen sondern unserem Hirn.

Wenn wir von solchen Dingen hören, dann glauben wir ja, dass wir selbst davon nicht betroffen sind – aber eben solche wissenschaftlichen Test beweisen ja, dass es so ist. Und das gilt eben auch, ob man das nun glauben mag oder nicht, für einen selbst!

Versuch 1: Den Testern wurden zwei Scheiben Extrawurst vorgesetzt. Eine von einem Fleischhauer, die andere von einem Diskonter. Also Billigware gegen Handwerk. Im Blindtest schnitten beide Würste exakt gleich ab. Sobald auf den Tellern zu lesen war, woher die Wurst kommt (Diskonter / Fleischhauer) – schnitt die Wurst von Fleischhauer signifikant besser ab.

Versuch 2: Den Testern wurde komplett frisches Joghurt vorgesetzt. Sie sollten den Geschmack und die Genießbarkeit beurteilen. Auf der Verpackung stand jedoch ein Mindesthaltbarkeitsdatum, welches gefälscht war. demnach war das Joghurt bereits seit fünf Tagen abgelaufen. Viele Tester ekelten sich vor dem Test, einer Testerin wurde schlecht, ein Tester musste sich übergeben.

Beide Versuche zeigen, welche Haxerln uns unser Hirn stellen kann. Was wir uns einbilden, das kann auch wirklich geschehen. Obwohl – von außen gesehen – absolut nichts dafür spricht. Daher ist es auch ein sehr guter Tipp, wenn man mittels einem Medikament die eigene Gesundheit unterstützen möchte: Lese nie den Beipacktext. Denn dann kann das Medikament auch wirklich helfen.
Und daran halte ich mich...!



Sonntag, 10. Jänner 18:00

Samstag, 09. Jänner 18:10

Freitag, 08. Jänner 22:10
Wiener Gebietskrankenkasse, Teil 2.
Heute habe ich – diesmal erfolgreich – mit einem Kundenberater der Wiener Gebietskrankenkasse (nach dem Greenwashing 2019: Österreichische Gesundheitskasse) sprechen können. Tun kann man dort nichts für mich, ich sollte mich selber mit der Österreichischen Gesundheitskasse in Verbindung setzen, aber eben mit der Zweigstelle für Niederösterreich. Mein Hinweis darauf, dass dieses Unternehmen die gleiche Telefonnummer und Homepage hat, wurde mit einem hörbaren Schulterzucken quittiert.

Ich habe also die Durchwahl für Niederösterreich gewählt und kam innerhalb von zwei oder drei Minuten dran. Dort sah man mich – oder meine Daten – bereits im System und die Dame erklärte mir, was nun zu tun sei.
In Wahrheit bin ich recht froh darüber, jetzt in Niederösterreich versichert zu sein, die Leute dort sind um 180 Grad anders. Zum Ersten waren dort alle Personen, mit denen ich sprechen musste, unglaublich freundlich – das ist nach den ekelhaft gelaunten Leuten aus Wien eine wahre Wohltat – zum Zweiten reden sie Tacheles.

Die Dame am Telefon hat mir erklärt, dass sie sich für meine Probleme entschuldigen möchte, denn die ganze Aktion mit der Zusammenlegung ist ein totaler Schwachsinn. Alles, was da nach außen kommuniziert wird, existiert lediglich am Papier. Derzeit sind nicht einmal die EDV-Systeme der neun Kassen kompatibel. Von einem Einfacher für die Versicherten oder die Mitarbeiter kann also nicht die Rede sein. Es ist, wie so oft, eine Sache, die sich die Politiker ausgedacht haben – die aber an der Realität weitestgehend scheitert.

Mir egal. Ich habe den Wechsel, wie es scheint, geschafft.
Und bin froh, jetzt in Niederösterreich versichert zu sein.



Donnerstag, 07. Jänner 21:50
Oft, oder doch zumindest manchmal, frage ich mich, warum denn ein/e SchauspielerIn überhaupt berühmt ist. Woran es liegen könnte, denn seine/ihre schauspielerischen Fähigkeiten erschließen sich mir nicht.
Heute ein Beispiel der anderen Art oder besser: zwei Beispiele.

Beispiel Nummer Eins: Klaus Maria Brandauer.
Er war diese Woche in dem höchst bemerkenswerten Zweiteiler »Feinde« von Ferdinand von Schirach zu sehen. Brandauer glänzte in der Rolle eines Strafanwalts derartig, dass ich nun ein für alle Mal weiß, warum Klaus Maria Brandauer zu den bekanntesten und besten deutschsprachigen Schauspielern zählt. Seine Leistung war so gut, dass ich dafür kein Superlativ mehr finden kann.

Nummer Zwei. Tobias Moretti.
Mit ihm stehe ich bisher ein wenig auf Kriegsfuß. Wahrscheinlich liegt es an den Rollen, die er bisher verkörperte. Ich hatte das Pech, ihn zumeist in solchen Rollen zu sehen, wo er einen eher außergewöhnlichen Menschen darstellt, einen Intellektuellen, der sich wenig um seine Mitmenschen kümmert oder einen anderswie seltsamen Menschen, der weder Sympathie noch Bösartigkeit vermittelt und einen dadurch vielleicht ein wenig kalt lässt.

Ganz anders diesmal: Moretti spielt in dem Film »Landkrimi – Achterbahn« einen geschiedenen, drogensüchtigen und korrupten Wiener Kiberer mit Sohn. Und das so unglaublich gut, dass man ihm diese Rolle voll und ganz abnimmt und total in dem Film versinkt. Eine ausgesprochen großartige Leistung!

Fein, dass es so gute Schauspieler gibt!



Mittwoch, 06. Jänner 19:30

Dienstag, 05. Jänner 18:30
Seit Beginn des vorigen Jahres sind die neun Gebietskrankenkassen in Österreich zur Österreichischen Gesundheitskasse zusammengelegt. Jetzt könnte man fast denken, dass damit das Service besser, einfacher und schneller würde, oder?
Da ich annehmen darf, dass alle, die hier mitlesen, erfahrene Österreicher sind – oder sich zumindest mit dem österreichischen Amtsschimmel, der trotz diverser Privatisierungsaktionen in diesem Land immer noch sehr laut wiehert, einigermaßen auskennen, ist wahrscheinlich jedem klar, dass dem nicht so ist. Nicht so sein kann.

Warum, zum Teufel, sollte der Service so einer Sache in Österreich auch besser werden? Weil es jetzt Gesundheitskasse heißt und nicht mehr Krankenkasse? Weil es keine Beamten und Antragsteller mehr gibt, sondern Sachbearbeiter und Kunden? Unsinn. Die Krankenkasse bleibt, was sie immer war: stur, behäbig, langsam und absolut beratungsresistent.

Heute war ich exakt 53 Minuten in der Tonband-Warteschleife der Gesundheitskasse. Meine Sorge: Wenn man den Text »Sie sind als nächster Kunde an der Reihe« über 100 Mal gehört hat, kann man einfach nicht mehr freundlich sein, da zuckt man unwillkürlich aus. Man will aber etwas von der Person am anderen Ende, daher sollte man unbedingt freundlich sein!
Meine Sorge war allerdings unbegründet – ich kam gar nicht bis zu einem/einer SachbearbeiterIn.
Der Hintergrund: Mein Chef hat sein Unternehmen von Wien nach Niederösterreich verlegt. Daher hat mir die Gesundheitskasse in Wien den Vertrag gekündigt.
Ach ja, ist ja klar – wird man sich denken. Anderes Bundesland, andere Versicherung!

Nein, falsch. Gleiche Versicherung, gleiche Telefonnummer, gleiche Homepage, gleiche Kasse: nämlich die Österreichische Gesundheitskasse.
Na dann, Guten Tag! Ich bin schon ziemlich neugierig, was mich da noch alles erwartet...



Montag, 04. Jänner 22:20
Holloderio – es wäre an der Zeit, meine Jobs zu kündigen und Privatier zu werden. Ich habe nämlich heute die Abrechnung für meine Bankzinsen erhalten!
Stellt sich nur noch eine einzige Frage: Wie soll ich den üppigen Gewinn anlegen? Vielleicht gar in Aktien oder doch lieber in Beton-Gold...?



Sonntag, 03. Jänner 18:40

Samstag, 02. Jänner 16:50

Freitag, 01. Jänner 23:55
Prosit Neujahr!


(C) mArtin, im Jaenner 2021.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!