| Freitag, 30. März 2007 23:30 | |
Bei näherer Betrachtung des Vorfalls im Iran (15 britische Soldaten wurden festgenommen, da sie sich in iranischen Hoheitsgewässern befunden haben sollen) stellt sich mir unweigerlich die Frage: "wurden Kriege nicht schon aus wesentlich unwesentlicheren Gründen angezettelt?" Was steht uns hier also noch alles bevor? Ich könnte diese Frage jetzt tatsächlich dem Präsidenten der Republik Iran, Mahmoud Ahmadinejad persönlich stellen, hat dieser doch auf seiner Seite ein Email - Formular mit einstellbarer Dringlichkeit, Text, Kontakt Adresse und der Möglichkeit Anhänge zu senden. Mit Abstand am meisten beeindruckt hat mich bei dieser Emailseite jedoch das Feld mit dem einstellbaren Betreff, bzw. ein besonderes Auswahlfeld daraus - ob das eine Falle ist? | |
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| Donnerstag, 29. März 2007 08:20 | |
Eigentlich komplett furchtbar und total gemein. Ich mag es ja grundsätzlich eher nicht, wenn in so manchem Sendeformat der einfache Zuseher ohne seine Zustimmung hergenommen und erniedrigt wird. Dies hinterläßt stets so einen schalen Nachgeschmack und ist auch der Grund dafür, warum ich all diese Sendungen meide wie der Teufel das Weihwasser. Aus purer Fadesse und einer kleinen Portion Neugier besuchte ich heute zum ersten Mal etwas ausgiebiger das Video Portal YouTube. Zunächst wollte ich einmal herausfinden, ob es denn österreichische Beiträge gäbe - diese existieren tatsächlich! Sucht man nämlich nach »Austria«, findet man Videos, wo Paris Hilton vor »Austrian Communists« flüchtet. Immerhin weiß jetzt wenigstens die weite Welt der Schönen und Reichen, womit man in der Lugner-City zu rechnen hat. Neben einer eigentümlich bebilderten Bundeshymne und ein paar anderen seltsamen Videos fand ich sonst keine nennenswerten Botschaften aus unseren Landen. Erweitert man aber seine Interessen auf den deutschsprachigen Raum, dann sind einem tagelange Videosessions des Grauens sicher. Und so kam ich auf jene Ausschnitte, wo sich Menschen für eine deutsche Castingshow erniedrigen. Echt grauslichgrauslichEigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten. Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...« , aber diese wahren Hingucker eröffnen sich einem unter dem Suchstring DSDS... | |
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| Mittwoch, 28. März 2007 22:30 | |
Andere Länder, andere Sitten. In Zeiten, wo wir erfahren, dass man in Deutschland seine Frau schlagen darf, weil es doch der Koran so vorsieht (OT: "Und jene Frauen, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede." .Sure 4 Vers 34) gibt es noch weitere, für mich höchst interessante, Urteile. Da wäre zum Beispiel jener 57-jährige Schweizer, der im Suff mehrere öffentliche Porträts des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej mit schwarzen Graffiti besudelt hat. Dieser Schweizer darf jetzt wegen Majestätsbeleidigung für zehn Jahre in ein thailändisches Gefängnis einwandern, wobei er noch riesiges Glück hat, da ursprünglich doch 75 Jahre geplant waren. Bei uns hängen Arnulf Rainers schwarze Übermalungen in der Kunsthalle des MQ, oder in der Sammlung Essl - der Schweizer hätte den Ort für seine Aktionskunst besser überlegen sollen... | |
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| Dienstag, 27. März 2007 16:50 | |
Mein Biorhythmus scheint in sich derzeit eher in einer Tallage zu befinden, der Fernseher läuft eindeutig mehr als sonst. Neben den diversen Depp-Dödel-Serien gewinnen allerdings immer öfter die Sender mit Bildungsauftrag 3SAT und Arte das tägliche Zapp - Rennen. Den ersten Teil der höchst interessanten Serie »Ware Tier« durfte ich bereits vorige Woche konsumieren, der Zweite folgte heute. Wie so ein Schnitzerl seinen Weg auf den Tisch eines Fleischessers findet, sollte mich als langjährigen Veggie-Bruder eher weniger tangieren, dennoch bleibt mir nachhaltig die Luft weg und mir wird schlecht. Noch wesentlich schlechter, als mir ohnehin schon war. Daher freue ich mich bereits jetzt schon auf den dritten Teil dieser Serie mit dem Titel »Auf der Suche nach dem frischen Fisch«. Frei nach dem großen Lyriker W. Ambros: »wem heit net schlecht is, des kaun ka...« | |
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| Montag, 26. März 2007 19:00 | |
Tele2, die 129.! Zuvor aber noch kurz abermals die ernsthaftest ausgesprochene Warnung: lassen Sie die Finger von Tele2 - Complete, besser noch - überhaupt von allen möglichen Produkten der Firma Tele2. Ihr Nevenkostüm wird es Ihnen danken!... Was geschah inzwischen? Nun, es war wirklich derart viel Unangenehmes dabei, dass ich die meisten Vorfälle bereits völlig vergessen und verdrängt habe. Tele2 ist definitiv nicht in der Lage, sich an die Aussagen in der Werbung oder in den netten Schreiben zu halten, wobei diese allesamt sich stets widersprechen. Es gibt keinen einzigen Punkt, wo auch nur ansatzweise irgendetwas stimmt. Die Technik des VoIP wird bei Tele2 am Stand von 1834 betrieben, mit allen damaligen Begleiterscheinungen, wie z.B. lautes Tuten ohne jegliche Ankündigung. Mein geliebtes Telefon mußte daher leider dran glauben - es fiel einem wahnhaften Wutausbruch meinerseits zum Opfer - viermal heftigstes auf-den-Boden-werfen, zweimal mit-beiden-Beinen-drauftreten und mehrmaliges an-der-Schreibtischkante-abdreschen hält auch das hochwertige Siemens Gigaset 510 nicht aus - das ist mir jetzt klar. Zusätzlich komme ich beim Studieren der letzten Tele2 Rechnung drauf, dass man mir die Rufnummernmitnahme mit 20 Euro wieder einmal verrechnen will,... aha, vermutlich muß man eben seine Telefonnummer jedes Monat neu mitnehmen, alles klar. Am besten gefällt mir allerdings der neueste Streich der Firma Tele2: ich wurde im Computer von Tele2 umgetauft. Ich bin schon gespannt, was ich dadurch noch an Sauereien erwarten darf.... | |
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| Freitag, 23. März 2007 17:40 | |
Selten war ich über einen scheinbar unwichtigen Umstand so derartig froh wie heute. Nämlich darüber, dass es einen LIBRO- Diskont- Prospekt gibt. Bietet dieser unter normalen Umständen lediglich eine kurze Zusammenfassung über jene Produkte, welche in all den anderen Läden garantiert günstiger zu bekommen sind, hat er manchmal auch noch einen kleinen Nebenwert. Diesmal bekommen wir so einen kleinen, aber feinen Einblick in die Welt der Reichen und Schönen - und wenn man das Fernsehprogramm kennt, dann weiß man, was dies für den Otto Druchschnittsmenschen bedeutet! So erfahren wir auf den bunten Seiten dieser Hochglanzpostillie einiges über Christina Stürmer. Ich bin so glücklich! Am meisten geht mir dieser Absatz ans Herz... | |
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| Donnerstag, 22. März 2007 19:20 | |
Eigentlich würde ich jetzt gerne über ein Erlebnis schreiben, welches mir vor wenigen Stunden passiert ist. Darüber darf ich aber nicht einmal nachdenken, denn ich würde danach sogleich in der Gutmensch Rangordnung um weitere 12 bis 27 Stufen nach unten fallen. Alleine die Erwähnung des Wortes »Ausländer« ist da ja schon strafbar, der Verein ZARA würde mich enthaupten lassen (laut Koran durchaus vorgesehen und erlaubt!), und deshalb negiere ich das Erlebte einfach und sage mir: »das ist alles gar nicht passiert, und ich werde auch sicher nicht die FPÖ wählen. Obwohl...« Statt dieser Sache kommt doch lieber was ganz unverfängliches, ein höchst gelungenes Furz-Video, diesmal von dem wahren Meister! | |
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| Mittwoch, 21. März 2007 19:50 | |
Ein Erdbeben der Stufe sechs läßt die österreichische Kulturszene erschüttern!« - so was ähnliches ist in der heutigen Ausgabe des Online - Standard zu lesen. Da ich selber über sog. Insiderinformationen verfüge, weiß ich natürlich mehr?! Am Freitag, den 13. April 2007 findet im Aera im 1. Bezirk ein weiteres Konzert von Kurtl Kreisch statt. Diesbezüglich wurden mir jetzt nachfolgende Fakten zugetragen: der nicht unbedeutende und wunderschöne Sänger, Mitautor und Erfinder von KURTL KREISCH, der »Schneebrunzer« (siehe Plakat links, dritte Zeile von oben) hat sich mit Hrn. Kreisch heillos überworfen. Seiner Forderung, die namentliche Nennung möge in gleicher Schrift -Art, -Größe und -Farbe wie der Namenszug »KURTL KREISCH« erfolgen, wurde nicht nachgekommen - daher zieht Hr. Schneebrunzer nun seine Konsequenzen und steigt aus dem Millionenvertrag aus. Den Gerüchten zufolge will aber eine bisher total unbekannte und untalentierte Schwester des Schneebrunzers, die Schneebrunzerin!!, diese Turbulenzen nützen, um ihrerseits in die millionenschwere Truppe einzusteigen. Die Welt ist einfach schlecht!! | |
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| Dienstag, 20. März 2007 14:30 | |
Genau! Über das Wetter spricht man mit dem zufällig getroffenen Nachbarn, um diesen nicht an die von ihm am vorletzten Wochenende ausgeborgten und noch immer nicht - weil ja inzwischen nicht mehr auffindbaren - retournierten Utensilien denken zu lassen. Über das Wetter spricht man mit dem Busfahrer, weil man annimmt, dass er dadurch eventuell das mobile Telefonieren währen der Fahrt doch unterläßt. Über das Wetter spricht man mit dem Arbeitskollegen, damit man sich die Chance gibt, ihn die eklatante Abneigung gegen seine Person nicht spüren zu lassen. Über das Wetter spricht man mit dem Postboten, weil dieser demselben ja Tag für Tag mehr oder minder schutzlos ausgesetzt ist. Aber über das Wetter schreibt man nie und nimmer auf einer Webseite, schon gar nicht dann, wenn man es - wie heute - so dringend braucht, wie ein eitriges Gewächs am After. | |
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| Montag, 19. März 2007 14:20 | |
Auf der Käferseite habe ich doch vor ein paar Monaten das Werbeprogramm Google AdSense installiert. Tatsächlich läßt sich so in Laufe der Zeit ein wenig Geld zusammentragen. Immerhin zumindest so viel, dass man das Übel der Aktualisierung einer Seite und das Löschen von Spam Eintragungen mit etwas weniger Grant in Kauf nimmt. In letzter Zeit aber wird von den Besuchern immer seltener auf den gewinnbringenden Links von AdSense herumgeklickt. Ein kurzer Kontrollrundgang auf der von mir so sorgsam programmierten Seite läßt mich jetzt zumindest einmal erahnen, warum denn diesem so sein könnte. »Äh, hallo Google?!...« | |
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| Freitag, 16. März 2007 16:10 | |
Na ja. Irgendwie ist meinem Bürocomputer scheinbar wieder einmal so nach »Neuinstallation bitte!!«. Die seltsamen Vorkommnisse häufen sich, was einerseits nicht so besonders seltsam ist, da er fast ein 24/7 Schicksal führt und andauernd mit den seltsamsten Programmierungen von mir gequält wird - aber andererseits doch ein wenig nervt. Sauber machen lautet die Devise, aber ordentlich. Da reicht nicht mehr ein wenig EasyCleaner hier und ein bisserlbisserl»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig. Am wenigsten wäre dann ein »Euzerl«. Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt. RegClean da, da muß schon was Ordentliches ran. So etwas, vor dem die Profis in den Foren immer ganz laut warnen. Da gehe ich also in einen der imaginären Läden mit den Tools für erwachsene Freaks und erstehe die Freeware mit Namen RegSeeker. Klingt irgendwie »sauber«... denke ich. Schnell installiert, Sprache ausgewählt und Klick... findet das Programm über 800 Registry Einträge, welche angeblich zu viel am Rechner sein sollen. Ich lache lauthals auf, lasse die Einträge löschen und werde mich bald an zahllosen Bluescreens erfreuen dürfen. Oder etwa doch nicht? | |
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| Donnerstag, 15. März 2007 15:20 | |
Wenn es einen Unfall gibt, dann ist man froh, wenn die Rettung innerhalb kürzester Zeit vor Ort ist. Dabei spielt es für das Opfer vermutlich keine besondere Rolle, von welcher Firma die Sanitäter kommen - außer man hat »Komm, süßer Tod« gesehen. An der Kreuzung vor mir (sakra, wie oft habe ich jetzt schon über etwas geschrieben, was an einer roten Kreuzung stattfand...?!) steht also ein Rettungswagen der Firma Grünes Kreuz. Er hat einen Defi an Bord, macht Rettungs- und Krankentransporte, drinnen zieht sich ein Mitarbeiter soeben um, oben gibt es viele bunte Leuchten, er hat das Kennzeichen mit der Nummer W 7559 RD, Der Wagen heißt SAN 10, so vieles gibt es da für mich zu sehen... da bleibt mein Blick plötzlich an einem kleinen weißblauen Aufkleber in der rechten oberen Ecke der Heckscheibe hängen. Ich mag ja Sarkasmus, aber von meinem eventuellen Retter in der Not erwarte ich mir schon ein wenig Mitgefühl - ob man dies damit ausdrücken will?! | |
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| Mittwoch, 14. März 2007 18:40 | |
In früheren Tagen gab es diese Art Rätsel relativ oft in den diversen Tageszeitungen: ein Foto, mehr oder weniger ins Detail gehend aufgenommen und darunter die Frage: »was ist das?«. Der heutige Eintrag gestaltet sich also als kleine Reminiszenz auf die ausführlichen Tageszeitungs - Rätselseiten der 70er und 80er, wo man sich in diesen Bereichen noch etwas mehr angetan hat, als 1x Sudoku Amateur + 1x Sudoku Profi. Sieh Dir dieses Bild genau an, und schreibe anschließend über Deine Vermutungen. Die Lösung erscheint vermutlich in Kürze... | |
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| Dienstag, 13. März 2007 14:50 | |
| Fra | |
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| Montag, 12. März 2007 23:50 | |
Microsoft beweist stets durch neue kleine Einfälle seine Bemühungen um den Kunden. Obgleich der Support für WIN98SE bereits seit längerem abgelaufen ist, möchte ich heute doch noch einmal kurz nachsehen, ob denn wirklich alle bis zu dem Zeitpunkt der Support-Einstellung vorhandenen Updates auf meinem Rechner installiert sind. Einfach so, nur zur Sicherheit. Da staune ich gar nicht schlecht, als der Microsoft Internet Explorer beim Auruf der Update Seite diese Meldung auswirft... | |
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| Freitag, 09. März 2007 22:20 | |
Wie verhält es sich denn so mit dem Spenden? Wann spendet man, warum und wieviel? Grundsätzlich ist dies ein Geschäft mit unserem schlechten Gewissen. Wer die schlimmeren und ärmlicheren Darstellungen auf seinen Aussendungen hat, der gewinnt. Am besten funktionieren Kinder mit fehlenden Gliedmaßen und Schutthalden im Hintergrund... Hiermit werde ich jetzt zerlegt und geoutet: ich spende recht ungern. Um also nicht als schlechter Christ zu gelten (wobei ich doch eigentlich Agnostiker bin...?!), habe ich mir folgende Regeln aufgestellt: 1.) etwa 1x pro Monat wird eine Ausgabe von Augustin gekauft (und gelesen!). 2.) Erlagscheine werden beim 2wöchentlichen Internetbanking so eingelöst, dass jeweils eine gerade Anzahl von Zahlvorgängen entsteht - Bsp.: Finanzamt, Strom und Grundsteuer machen 3 - dazu kommt ein Spendenerlagschein. Ist die Anzahl gerade, dann wird beim nächsten Bankvorgang die doppelte Menge an Spenden getätigt. 3.) Bezahlt wird nur, was ich kenne (SOS Kinderdorf, Die Gruft, Ute Bock, Blindenverband, Pro Juventute, Caritas, Nachbar in Not, Rotes Kreuz,...). 4.) Zahlscheine mit vorgedruckten Beträgen wandern sofort in den Müll. 5.) Allfälligen Bettlern wird das Kleingeld gegeben, es darf dabei den Betrag von 5 Schilling nicht unterschreiten. 6.) Der Zigeunerin, welche jedes Jahr mit weinerlichem Gesang meine Gegend abklappert, muß ich 2 Euro geben. Einmal tat ich es nicht - da hatte sie mich verwunschen und kräftig vor die Türe gespuckt. 7.) Wenn ganz tolle Leute von den »Reichen und Schönen« bei einer Aktion vorstehen, wird nicht gespendet. 8.) Wo zu stark eine Kirche im Vordergrund steht, wird nicht gespendet (die Caritas stellt bei dieser Regel eine Ausnahme dar). 9.) Werde ich auf der Straße von professionellen Spendenkeilern angesprochen, lasse ich mich, so genug Zeit vorhanden, gerne auf ein längeres Gespräch ein - der Spendeneintreiber bereut dies im Normalfall nach etwa zwei bis vier Minuten. Soweit ein paar Auszüge aus meinem Regelwerk. Wobei mir dabei einfällt, dass ich gestern den Mann vor dem Hofer vergessen hatte, der sieht wirklich furchtbar aus. Aber ich verspreche hiermit - das nächste Mal bekommt er die doppelte Menge. Ganz ehrlich! | |
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| Donnerstag, 08. März 2007 21:30 | |
Die wirklich schönen Sätze des Lebens bekommt man meist gar nicht so eindeutig mit, wie es vielleicht scheinen mag. Sie werden oftmals nur unterbewußt wahrgenommen, um erst nach einiger Zeit (Sekunden bis Tage) so wirklich zur Geltung zu kommen. So geschehen heute: ich sehe eine Folge der »Simpsons« - was da wirklich passiert, weiß ich gar nicht mehr - ich bekomme die vormittägliche Fernberieselung nur in halbwachem Dämmerzustand mit. Aber dann geschieht es, es fällt der folgende Satz, der mit Sicherheit mein Leben verändert: »Bobby, ich habe Propangas in meiner Harnröhre!« Enormst fasziniert von dieser Aussage suche ich die allwissende Müllhalde nach einer Erklärung ab, die sich jedoch erst in der geBabelfishten Version »Bobby, I have propane in my urethra« meiner sinnbefreiten Gedankenwelt erschließt. Leider ist die Erklärung nicht einmal halb so fein wie der Satz selber, dennoch hier der Link in Deutsch, und hier in Englisch (mit dem Satz!)... | |
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| Mittwoch, 07. März 2007 09:00 | |
(Fortsetzung von irgendwann im Feb. 2007)... was aber, wenn es vielleicht doch nur einige wenige Subjekte sind, welche einem das Leben schwer machen? Macht mir meine eigene Gedankenwelt da etwa einen Strich durch die Rechnung? Lasse ich mich denn auch nur durch bunte Berichte in Kronenzeitungsjournalismusmanier aufhetzen und die klare Sicht auf Dinge und Situationen vernebeln? Gehöre ich auch zu jenen Menschen, welche gar zu schnell ein Vorurteil gefasst und dieses als allzeit gültige Schablone für jedweige Situation verwenden? Jetzt werde ich einmal der Lade, in welcher ich sitze, ein Namensschild geben: zu den »positiv denkenden Menschen« setze ich mich garantiert nicht, da drinnen ist mir alles ein wenig zu weltfremd. In jenem Kistchen, wo die »Reich und Schön« - Klientel sitzt, da werde ich nicht näher als auf 500 Meter herangelassen, also auch nix. Da ist noch die Lade der Intellektuellen und Philosophen, dort zieht es mich vielleicht ein wenig hin, aber die höre ich schon von Weitem lauthals auflachen, wenn ich nur vorbeigehe. Die Lade mit den Künstlern ist viel zu voll, jene mit den wirklich braven Menschen viel zu leer und uninteressant. Es wird langsam eng. Da kommt mir jemand mit ausgestrecker Hand entgegen. Er lächelt und erzählt einen völlig inkorrekten Witz. Ja das ist sie, meine Lade! - die der Zyniker und Pessimisten. Eine höchst interessante Gesellschaft, manchmal kommt sogar jemand von den Intelektuellen vorbei und erzählt eine dreckige Zote (Entschuldigung: "G'schichterl"!). Hier bin ich zu Haus, hier fühle ich mich wohl.Die Welt ist also doch schlecht. | |
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