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Donnerstag, 30. November 2006 09:30
Die I.dioten werden sicher nicht aussterben - das steht fest. Deutschtümelnde Studenten mit höchst zweifelhaften Neigungen in diversen Burschenschaften wird es immer geben - sie werden sich auch noch in 1938 Jahren als »schlagende Burschenschaften« präsentieren - und die seltsamen Gfrieser mit Schmiss werden auch dann noch Volksanwalt („Skalden“), Nationalratsabgeordneter („Teutonia“) oder Parteichef („Vandalia“) spielen. Immerhin steht ja das Festhalten an alten "Werten" (vielleicht besser »Festhalten an veralteten Werten«?!) bei nahezu all diesen Vereinen an allerhöchster Stelle. Für den I.-Nachwuchs ist also gesorgt. In der Steiermark will man diesen jetzt ein wenig ausdünnen. Es soll ein Gesetz geschaffen werden, welches schlagende Burschenschaften verbietet. »Anlaßgesetzgebung« nennt sich das wohl, denn wenn diese Idee nicht in Verbindung mit den vor zwei Wochen veröffentlichten Bildern von blutigen Studenten stehen soll, dann lasse ich mir auf der Stelle meine linke Backe mit dem Küchenmesser einritzen. Das vorerst interessanteste Wort der Woche hatte einmal mehr der neue FPÖ- Abgeordnete »die guten Seiten des Nationalsozialismus« Zanger: »...diese Verletzungen sind, wie wenn Kinder mit Haselnuss-Stecken fechten...«

Mittwoch, 29. November 2006 18:50
Aus der Rubrik: »aha - na schau« gibt's heute eine Meldung, welche mein Browser beim täglichen Herumstöbern plötzlich ausgespuckt hat. Ich beschäftige mich doch relativ viel mit dem Netz, konnte aber dennoch diese Meldung auch nach mehrmaligen Lesen nicht einwandfrei nachvollziehen. Der ungefähre Sinn ist mir klar, aber... ausserdem ist es wirklich ein Rätsel für mich, warum mich solche eine Meldung überhaupt beschäftigt...?

Dienstag, 28. November 2006 05:50
Eine jüdische Einrichtung, die Lauder Chabad Schule in Wien, wird Ziel eines Attentats. Ein Geisteskranker zertrümmert Fenster und Sanitärräume und meint bei der Festnahme, er sei Adolf Hitler. Die Reaktion der jüdischen Elite Österreichs erfolgt, wie erwartet: »Wie in vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit ist auch nun zu befürchten, dass der Zerstörungsakt rasch als die Tat eines verrückten Sonderlings verharmlost und entpolitisiert wird. Demgegenüber betont Wolfgang Neugebauer für die Aktion, dass es unabhängig von der psychischen Verfassung des Täters auch eines bestimmten – eben antisemitischen – Klimas bedürfe, welches solche verabscheuungswürdige Taten hervorbringe. Neugebauer verwies in diesem Zusammenhang auf eine Gallup- Umfrage von 2001, wonach 57% der ÖsterreicherInnen eher und 11% sehr „negative Gefühle gegenüber Juden“ haben. (OT, Die Jüdische)« In den jüdischen Medien wird selbstverständlich an keiner Stelle erwähnt, dass der Mann, wie derzeit anzunehmen ist, weder hier wohnhaft, noch Österreicher war - dies passt so gar nicht in das wienerisch-jüdische Weltbild des neuen Jahrtausends. Die österreichischen Juden wollen dann doch lieber Opfer von Österreichern sein, damit läßt sich deutlich mehr anfangen. Zu den Werten der Gallup - Umfrage muß man erst gar nicht Stellung nehmen, die sind ähnlich relevant, wie Vorwahl - Befragungen. An der Spitze der sich Sorgenden steht einmal mehr der jüdische Sympathieträger Nr.1 Ariel Muzicant. Zusammen mit den Aussagen über die »...guten Seiten am Nationalsozialismus...« des FPÖ - Fechtlehrlings Zanger macht sich Muzicant einmal mehr »generell Sorgen über das politisch-gesellschaftliche Klima in Österreich!«. Mach nur Ariel, mach nur - wird sich schon auszahlen. Wenn sich das Wiener Gewissen dann wieder ganz, ganz schlecht fühlt, versucht es sicher gleich, sich durch diverse finanzielle Zuwendungen Erleichterung zu verschaffen. So es dass nicht tun sollte, empfehle ich Dir einen guten Anwalt, der sicher Zeit und Lust hat, gegen eine Stadt oder auch ein Land zu klagen. Ed Fagan ist stets bereit und doch auch öfters in Wien. So er nicht gerade minderjährige Nutten ordert, wird er Dir gerne zur Seite stehen...

Montag, 27. November 2006 13:30
Gewalt. Gewalt auf der Straße. Gewalt in der Schulklasse. Gewalt im Kinderzimmer. Gewalt gegen Frauen... in diesen Tagen nehme ich den höchst inflationären Gebrauch des Wortes »Gewalt« in den Medien besonders wahr. Dabei verlagert sich allerdings der Schauplatz ein wenig. Weg vom Irak oder ähnlich weit entfernten Schauplätzen in meine unmittelbare Umgebung: da wird nämlich jede fünfte Frau ein Opfer von männlicher Gewalt. Jaja, ich schreie auch schon innerlich lauthals auf und denke auf das Schärfste nach, während ich den weiblichen Bekanntenkreis durchzähle... zwei ... drei ... vier ... fünf - nein, sicher nicht,... 13 ... 14 ... 15 - nein, auch nicht,... 34 ... 35 - ja...? na ganz sicher nicht! Echt keine Chance!?! Damit muß leider festgestellt werden: ich lebe offenbar auf einer Insel der Seligen. Ich kenne keine Frau und auch kein Kind, das je Opfer dieser typisch männlichen Gewalt wurde - aber das darf ich hier nicht schreiben. Ist nämlich so ein ungeschriebenes Gesetz. Bei Themen dieser Art muß man eine betroffene Miene andeuten, einen Satz wie: »jaja, ist wirklich furchtbar! Ganz, ganz schrecklich!!...« mit schwerem Seufzen in den Bart murmeln und nebenbei auf einen Zahlschein, dessen Ziel ein Frauenhaus einer beliebigen Institution ist, deutlich eine nicht unbedeutende Zahl schreiben (die obligate Adventspende für das SOS-Kinderdorf zählt dabei nicht!). Ich oute mich hier also offenbar als radikaler Extremchauvi ohne jedes Mitgefühl für meine weiblichen Mitmenschen. Oder als komplett verdödelter Bauernschädel, der nur glaubt, was er mit eigenen Augen sieht - und daher die Welt immer noch für eine Scheibe hält. Oder als ignoranter Besserwisser, der selten bis nie Argumente von Anderen gelten läßt, geschweige denn, darauf noch eingeht. Oder halt doch als bemüht eigenständig denkender Mensch, der tatsächlich imstande ist, sich zusätzliche Gedanken zu der landläufig herrschenden Meinung zu machen?
Vielleicht wirklich letzteres, aber eines ist doch klar: die Welt bleibt, was sie ist: eine Scheibe!!

Freitag, 24. November 2006 05:20
Warnung: wer mit dem Gedanken spielt, seine Telefongesellschaft (bzw. Internet-Provider) zu wechseln, dem sei hiermit folgendes in fetten Lettern ins Tagebuch geschrieben: egal was Du vor hast, wechsle nie und nimmer zu Tele2!! Das Service hier ist, was man doch kaum glauben möchte, noch wesentlich schlechter als bei der Telekom. Die Produkte funktionieren nicht wirklich, die Leute an der Hotline wissen absolut nicht, wo sie sind - geschweige denn, wovon sie reden. Also alles in allem genau so, wie bei der Telekom. Also bleibe dort, wo Du bist - es kann nicht besser werden - und Du sparst im Gegensatz zu mir eine Menge an heutzutage ohnehin höchst strapazierten Nerven. Was bei mir in den letzten Tagen im Zusammenhang mit Tele2 geschah, will ich hier und jetzt gar nicht schreiben, ich würde vermutlich vor Wut den Computer zertrümmern, oder eine Herzattacke riskieren. Das zahlt sich definitiv nicht aus, also - warum mehr bezahlen?

Donnerstag, 23. November 2006 23:20
Tatsächlich ist die Polizei von NRW doch nicht ganz so ungeübt im Umgang mit dem weltweiten Netz, wie von mir angenommen. Nahezu alle Links zu dem Thema Sebastian B. sind verschwunden, selbst der Google-Cache wurde brav gesäubert. Versuche einmal eine Meldung aus genau diesem Cache zu löschen, welche Du im Jahr 1996 in irgendeinem Forum gepostet hast - und heute lieber nicht mehr in dieser Form lesen würdest: unmöglich! Bis zum Sanktnimmerleinstag bleiben diese Postings erhalten - Deine Urenkel werden sich noch über Deine Dummheit mokieren. Da hat die Polizei von NRW wohl einen etwas weiterreichenden Arm. Wen die Causa Sebastian B. und dessen umfangreiches Treiben im Internet dennoch interessiert, dem sei folgende Seite mit ihren höchst interessanten Links ans Herz gelegt.

Mittwoch, 22. November 2006 08:40
Counter-Strike. Bisher habe ich kaum etwas davon gehört, ich wußte gerade mal, dass es sich dabei um ein für mich komplett sinnloses Computerspiel handelt. Aber endlich werde ich klüger. Dank eines 18jährigen, der in »Emsdetten« ein kleines Blutbad angerichtet hat und für sein Leben gerne Counter-Strike gespielt hat. Sein... - ich wollte hier eigentlich in der mir eigenen, inzwischen vermutlich allen Lesern bekannten und leicht zynischen Weise darauf eingehen, dass jetzt ein Computerspiel dafür verurteilt wird, dass »Jugendliche« scheinbar immer mehr verrohen und unserer Gesellschaft dadurch »schwere Schäden« zufügen. Mich erinnert dies sehr an einen Prozess in den 80ern, der von den Eltern von »James Vance« gegen die Musikgruppe »Judas Priest« geführt und verloren wurde - mehr hier (siehe unter: Besonderes). Für ein paar kleine Bonmots begab ich mich dann auf die Suche nach den Spuren des Täters Sebastian B. (Nickname: ResistantX) im Netz. Die deutsche Polizei war relativ schnell, so gibt es die meisten Einträge nicht mehr, die Seite von Sebastian B. www.stay-different.de führte zunächst zur Polizei von NRW, kurz danach war die Domain gesperrt - und die meisten leicht zu findenden Einträge von »RestistantX« sind gelöscht. Die Polizei hat zum Glück aber keine wirklichen Internet-Spezialisten, so wird fündig, wer ein wenig sucht. Hier alle persönlichen Angaben zu Sebastian B. In diversen Foren ist zu lesen, dass die Polizei jene Leute kontaktiert, wo diese Dinge zu lesen sind und dies verhindern will. Da ich dies absolut nicht verstehen kann, gibt es hier die für mich interessantesten Links zu seinen Aussagen. Was ich da gefunden habe, hat mich dann aber doch so nachdenklich gemacht, dass ich mir heute mein durchaus verzichtbares Kommentar sparen möchte. Hier die drei denkwürdigsten Seiten: Sebastian in einem Beratungs-Forum im Juni 2004, in einem Chemie-Forum Juli 2005, und schließlich sein Abschiedsbrief von dieser Woche.

Dienstag, 21. November 2006 10:00
Fernsehen bildet? Nein, nicht unbedingt. Fernsehen kann auch weiterbilden! Das schon eher, wenn man den richtigen Sender zu wählen imstande ist. CNN ist doch ein solcher Sender, oder? Für unser mitteleuropäisches Denken wird dort dem durchschnittlichen, an Bildung interessierten, Amerikaner ein nicht unbeträchtlicher Teil seiner Bildung vermittelt. Damit ist mir mit einem Mal klar, warum ein Österreicher in einem Witz gefragt wird, wo denn hier die Kängurus herumhüpfen...

Montag, 20. November 2006 05:10
Manchmal ist es dann doch von Nutzen, wenn man das Magazin mit dem Namen »Wiener Wirtschaft« liest. Da habe ich vor wenigen Wochen noch mit dem Gedanken gespielt, im Rahmen von aufwendigen Börsenspekulationen meine gesamte Barschaft auf ein bestimmtes Unternehmen zu setzen. Mit den dort erzielten Gewinnen hätte ich dann diverse Grundstücke auf den großen Antillen gekauft und wäre vermutlich auch in eine hier nicht näher erwähnte Bank eingestiegen. Danach hätte ich meine Nebenjobs gestrichen und würde lediglich einmal pro Jahr ein kleines Konzert im Luftbad gegeben. Aber zum Glück gibt es eben die »Wiener Wirtschaft« mit ihrem Informationsteil für Konkurse...

Freitag, 17. November 2006 09:40
Die Webseite von besuche ich tatsächlich mehrmals pro Woche. Auch wenn hier sicher keine Unabhängigkeit gegeben ist, so findet man zumindest ein paar halbwegs aktuelle Nachrichten in halbwegs ansprechender Form vor. Leider gibt es auch auf dieser Seite immer wieder höchst unliebsame Werbung (auffällig oft von einem der Telekom - Betriebe) in PopUp Form. Seit einigen Tagen aber möchte der ORF auch etwas von seinen Kunden wissen und popt daher immer wieder den Banner der ÖWA auf. Bisher habe ich diese unliebsamen Erscheinungen immer mit einem resoluten Klick auf »schließen« jäh unterbrochen. Aber der ORF ist bekanntlich hartnäckig und plagt einen daher mit diesen Fenstern bis zum Erbrechen. Daher wollte ich gestern dann scheinbar auf das Angebot einsteigen um doch endlich das Cookie für »hat teilgenommen« zu erhalten. Und so brachte mich der Klick auf »Ja, jetzt teilnehmen« endlich in jene Welt, die die eigentliche Stärke des ORF deutlich aufzeigt.

Donnerstag, 16. November 2006 19:10
Der zu laute Nachbar. Auch ich habe dafür nicht die unbedingte Patentlösung parat, aber zumindest bereits ein solches Problem auf probate Weise erledigt: die »Anfreundung« mit dem Störenfried brachte eine 98%ige Besserung. Wer »Schauplatz Gericht« kennt, weiß, wie schlimm solche Fälle auch enden können. Und da es durchaus im Sinne eines Staates sein muß, seinen Rechtsprechungsapparat auch im Laufen zu halten, empfiehlt dieser selbstverständlich die Klage als bestes Mittel zur Entscheidungsfindung. Damit endet zwar sicher der freundlich-schöne Teil des Lebens, aber dafür wird einem vermutlich nie mehr fad. Deshalb empfiehlt man auch im Magazin des Siedlervereins Österreich das sofortige Einschreiten per Gericht. Im Absatz »Was tun gegen laute Nachbarn?« gibt es dann auch einen Hinweisblock für bereits erfolgreich abgeurteilte Klagsgegenstände. Und endlich weiß ich damit, was unter einem Unwort zu verstehen ist...!

Mittwoch, 15. November 2006 20:00
Vielleicht ist es die globale Erderwärmung, welche mir heute ein paar wunderbare Stunden auf der Terrasse ermöglicht. Es könnte schon sein, dass die Natur ob der gasförmigen Absonderungen einer modernen Welt langsam zugrunde geht und es deshalb im November auf meiner Veranda an die 20 Grad hat. Könnte wirklich sein. Wenn ich es mir allerdings genauer überlege, dann bin ich doch froh über Bush und seine gnadenlose Unterstützung des Treibhauseffekts, über die Chinesen, deren Industrialisierung erst am Beginn steht und all die anderen großen Umweltsünder - denn solche Tage sind es doch allemal wert! Ein Hoch auf die Umweltverschmutzung - wer braucht schon den schei** Schnee im November?!

Dienstag, 14. November 2006 15:30
Eine kleine DVB-T - Odyssee: der DVB-T Empfänger, welchen meine Eltern unter Inanspruchnahme des wunderbaren ORF-Gutscheins erstanden haben, hatte so seine Mucken. Schaltvorgänge wurden erst nach mehrmaligen Drücken der jeweiligen Taste mit minestens 46,3 Newton registriert und dann nach weiteren 10 Sekunden ausgeführt, der Vorgang der Initialisierung und Selbsteinstellung des Geräts erfolgte nach jedem Einschalten und dauerte dann, offenbar ganz nach Laune der Box, etwa 10-15 Minuten, das Gerät brachte ein wunderbares Bild - allerdings doch öfters in Schwarz-Weiss, man durfte es nicht abschalten und es heizte stärker als der Heizkörper neben dem Fenster. Man wollte den unsäglichen Schrott also loswerden. Da mein Problem-Radar nur zu deutlich anschlug, ritt ich gemeinsam mit Vati zum Media Markt, wo bereits der erste Verkäufer meinem inneren Problemerkennungsdienst mit folgenden Worten nur all zu deutlich recht gab: »Na, die ORF Set-Top-Boxen tamma net umtauschen!« Vati's Kabel wuchsen, er verlangte den Vorgesetzten zu sprechen, ich schlug vor, ein wenig mehr auf die na-geh-wir-sind-so-dumm-und-das-Ding-geht-halt-nicht - Masche umzusatteln und damit wurde alles gut. Der Vorgesetzte zeigte Einsicht, nicht nur das - bei genauerem Hinhören konnte man erkennen, dass wir nicht die Ersten mit diesen Problemen waren. Der ORF will, dass man seine empfohlenen Set-Top-Boxen (wieder ein Wort, bei dessen Nennung man bereits große Lust verspürt, jemanden ordentlich abzuwatschen!) kauft und verwendet, welche den erweiterten Bildschirmtext (= Teil von "mhp" - Multimedia Home Platform) unterstützen. Leider ist diese schöne Sache weder ausgereift, noch weit verbreitet, dem technisch interessierten Leser sei diese Seite empfohlen, wobei besonderes Augenmerk auf diesen Absatz zu legen ist. Das Ganze ist also wie btx, oder ähnliche Versuche des ORF oder der Post so sinnvoll wie ein Kropf. Die Odyssee endet aber gut: jetzt steht unter dem elterlichen Fernseher ein kleinerer, billigerer und wesentlich besserer Empfänger, der das macht, was er soll: Fernsehprogramm empfangen.

Montag, 13. November 2006 05:30
Das allgemeine Rauchverbot in Lokalitäten ist derzeit in aller Munde. Und wie nahezu alle wichtigen Themen wird es extrem emotionell diskutiert. Vorweg: ja, ich rauche, zähle aber im allgemeinen Leben doch meist zu den Nichtrauchern. Ich mag verrauchte Räume gar nicht, bei mir zu Hause wird nur draußen geraucht, in der Bahn oder im Flugzeug halte ich es nur im Nichtraucher - Bereich aus. So komme ich durchschnittlich auf etwa 7-8 Zigaretten pro Tag - davon schmecken eigentlich nur 2-3 wirklich gut, aber dies ist eine andere Sache - an welcher noch gearbeitet wird. Was also soll Österreich tun? Das Rauchen verbieten - oder nicht?! Nochmal vorweg: mir ist's kB (=komplett Blunz'n) - ich bin kein besonders großer Freund von Lokalbesuchen, wenn ich bei den fünf bis sieben Mal pro Jahr, wo ich irgendein Lokal aufsuche, nicht rauchen darf, stellt dies keinen echten Verlust von Lebensqualität dar. Warum schreibe ich also überhaupt über dieses Thema? Es kommt mir so bekannt vor. Eine Gruppe von Leuten verhält sich einer anderen Gruppe von Leuten gegenüber relativ uneinsichtig. Man bleibt auf seinem Standpunkt stehen - ohne wenn und aber. Lediglich eine grobe Polarisierung von Meinungen findet statt - der Gesetzgeber sieht sich damit gezwungen, einzuschreiten. Egal ob Hundebesitzer, Raucher oder Autofahrer - ein wenig auf »die Anderen« schauen und etwas Rücksicht nehmen täte uns allen gut und würde für so manches seltsam anmutende Gesetz erst gar keine Gründe entstehen lassen...

Freitag, 10. November 2006 23:50
Vorbilder benötigt man einfach. Den Papst, Alfred Einstein, Sigmund Freud, Franz Klammer, Niki Lauda, oder meinetwegen auch Wolfgang Schüssel... dann aber lieber doch ihn <--- !

Donnerstag, 09. November 2006 06:30
Schon sehr interessant, wie schnell sich das Fähnchen wendet! Während vor ziemlich genau einem Jahr in Graz ein Stadion seinen Namen verliert (siehe auch Eintrag vom 20. Dezember 2005) und viele Menschen ehrlich enttäuscht sind, hört man die selben Leute heute laut jubeln: »unser Arnold hat es geschafft!!« Ganz entgegen dem Trend, dass die Republikaner in allen Landesteilen der USA bei den »midtime elections« die schwersten Verluste seit Jahren einfahren, macht Schwarzenegger mit fast 60% der Stimmen für sich alles klar - und damit die Kiste zu. Fazit: man bedauert jetzt in der Steiermark zutiefst die Aktionen vom Vorjahr - kann man denn über jemanden enttäuscht sein, der Wahlen mit so großem Vorsprung gewinnt? Nein, das geht nicht. Daher der Vorschlag zum Tag: man könnte vielleicht ein beliebiges Fußballstadion in Graz von »Stadion Graz-Liebenau« in »Arnold-Schwarzenegger-Stadion« umbenennen - die Buchstaben liegen ja eh noch irgendwo im Keller...

Mittwoch, 08. November 2006 21:10
Wie dumm ist der Mensch eigentlich im Allgemeinen? Um diese Frage etwas näher zu beleuchten, empfahl sich durchaus die Konsumation des letzten ORF-Reports. Da wurde ein neuer Nationalrats-Abgeordneter der FPÖ, Wolfgang Zanger, geschickt zu seiner politischen Einstellung befragt und ist prompt wieder einmal medienwirksam in die ordentliche-Beschäftigungspolitik-Falle getappt. Zanger äußerte sich positiv über die Hitler Autobahnen, die vielen neuen Arbeitsplätze von Onkel Adi und dass die Besetzung erst 1945 so richtig begann. Ganz nebenbei kamen auch ein paar nette Ansagen über studentische Verbindungen. Meine Frage dazu: immer wieder hört man von Geldern für die Freiheitliche Akademie. Was, bzw. wer wird dort akademisiert? Könnten die F-Leute ihren Mitgliedern dort nicht ein wenig Geschichte beibringen? Oder wenn nicht, dann wenigstens, dass man in der Öffentlichkeit oder vor einer Kamera oder einem Mikrofon nicht seine wirkliche Meinung sagen darf? Die Politiker anderer Coleurs beherrschen das schließlich sehr gut! Hier ein Auszug aus dem Zanger Interview im Wortlaut - aber leider ohne der wunderbaren Passage über schlagende Burschenschaften...

Dienstag, 07. November 2006 09:00
»Alle Jahre wieder...« liest man immer um die gleiche Zeit den furchtbaren Satz »alle Jahre wieder...« bis zum Erbrechen. Und doch ist man geneigt, eben genau diesen zu verwenden, denn erst mit diesem Satz wird mit wenigen Worten klar, was uns bevor steht: die Aufregung darüber, dass bereits zum Saisonschluß der Freibäder die Weihnachtsdeko auf der Mariahilferstraße aufgezogen wird, die Nikoläuser und Kramperln, die beim Hofer nahtlos auf den Osterhasen folgen, der fehlende Schnee und die 25 Grad in der Adventzeit, oder auch der Christkindlmarkt vor dem Rathaus, der jedes Jahr den Ramsch- und Promille- Gipfel dieser wunderschönen Stadt bildet. Höchst passend zu dem letzteren Ereignis passt da die Schlagzeile von - nach meinen allgemeinen Erfahrungen mit einem Christkindlmarkt - Besuch bezweifle ich aber schwer, dass sich diese ausschließlich auf den 18. November beschränken wird...!

Montag, 06. November 2006 20:50
Kleinlich soll man nicht sein. Alles, aber nur nicht kleinlich. Ist doch wirklich unangebracht - oder? Schon seit längerer Zeit kommt es mir so vor, als ob ich doch ein wenig mehr für die Haftpflichtversicherung meines Autos zahle, als mir lieb wäre. Der Unterschied ist scheinbar nicht so besonders hoch - warum also kleinlich sein, und da nachforschen? Trotz aller innerer Warnungen suche ich im Netz die (angeblich überparteiliche) Seite www.versicherungs-vergleich.at auf, um mich ein wenig zu informieren. Einige Vergleiche stelle ich noch an, bevor ich meinen Versicherungsmann anrufe - in meiner höchst kleinlichen Art. Er ist sich sicher, dass ich mich täusche, hat er doch damals - beim Neukauf meiner Rosttablette - das mit Abstand günstigste Angebot extra für mich errechnet. Wir reden noch ein wenig, dabei frage ich ganz nebenbei und ohne scheinbaren Sinn, ob er denn das Angebot auch für 40kW errechnet hätte: »...nein, sie haben doch 44kW?! Ganz sicher...« Durch meine kleinliche Art komme ich darauf, dass ich in den letzten 12 Jahren etwa 18.200,-- Schilling (= 1.320,-- in miesem Geld) zu viel für Steuer und Versicherung gezahlt habe - man soll eben nicht kleinlich sein, dadurch verdirbt man sich ohnehin nur den ganzen Tag...!

Freitag, 03. November 2006 11:20
Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass zum Absondern unserer körperlichen Abfallstoffe normalerweise automatisch funktionierende Mechanismen vorhanden sind, welche keines besonderen Intellekts bedürfen - wir würden sonst in der Scheisse nur so schwimmen... Die Straße, in welcher ich wohne, ist eng. Ziemlich eng. Wenn sich der ruhende Verkehr auf der einen Seite befindet, so kann der fließende Verkehr gerade noch einspurig vorbei-fließen. Das scheint einen Bautrupp aus dem wunderbaren Tulln nicht wirklich zu interessieren. Der VW-Bus steht genau dort, wo man ganz gerne fließen würde. Aber das sind ja nur die Anderen - Hauptsache WIR!! Freundlich darauf angesprochen kommen ein paar nicht so ganz verständliche Sätze aus dem Bärtigen, die meines Erachtens nach unter anderem vor allem darauf hindeuten, dass bei dieser Ausgabe des Homo sapiens die Sache mit dem Scheissen wirklich bedenklich knapp ist. Ich bedanke mich daher für sein Verständnis und ziehe verwundert, aber zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auch durchaus begeistert, ab.

Donnerstag, 02. November 2006 04:40

Die Wahrheit darf man einfach nicht aussprechen - dies gilt nicht nur bei uns, oder in Ungarn, sondern vielmehr auf der ganzen Welt. Einen weiteren Beweis dafür lieferte der US Senator John Kerry, der da zu einer Schar von Studenten meinte: »wenn Ihr nicht brav lernt, sitzt ihr irgendwann im Irak fest!« Möglicherweise ist so eine Äußerung nicht gerade von der wirklich feinen Art, aber wahr ist sie allemal. »Wer nix is und wer nix kann, geht zur Post oder zur Bahn...« galt eventuell noch in den 70ern des vorigen Jahrtausends, und da vermutlich gar nicht in den USA. Bei den heutzutage herrschenden Befindlichkeiten der obersten Führer dieser Welt ist für ungelernte Kräfte die Karriere als Bombenfutter, Heldentod-Sterbender und Folterknecht in einem Weltheer schon eher angesagt. Und dass sich jemand mit einer Ausbildung lieber in den Schützengraben legt, als das große Geld zu machen, welches in Amerika ja noch immer auf der Straße liegen soll, halte ich doch eher für unwahrscheinlich...


(C) mArtin, im November 2006.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!