| Freitag, 30. September 2005 05:30 | |
Klassenausflug mit Direx, einer Mitarbeiterin der Schule und fünf Eltern auf die Gsollalm und zur Frauenmauerhöhle in Eisenerz. Nach dem Ausflug, kurz nach 15:00 Uhr, besteigen alle Kinder den Bus. Alle? Die Schulleiterin fragt im Bus angeblich nach, ob jeder seinen Sitznachbar habe - die Frage wird offenbar positiv beantwortet, denn der Bus fährt ab. Das Fehlen eines 7-jährigen Buben wird nicht bemerkt. Erst gegen 16:00 Uhr wird der Bub von einem Pensionisten entdeckt und zur Polizei gebracht. Diese informiert die Schule und die Mutter des Jungen... Ich glaube, diese Geschichte, welche gestern in Vordernberg geschah, wurde bereits als eine Folge von »den Simpsons« verfilmt. Die Mutter des Buben sollte sich vielleicht folgendes überlegen: 1.) warum hat mein Sohn offenbar keine Freunde?! 2.) sollte er vielleicht in eine andere Schule?! - und - 3.) ist das Gewand, welches ich ihm kaufe, vielleicht doch zu wenig bunt?! | |
|
| Donnerstag, 29. September 2005 16:20 | |
Neuerlich wagt Gorrrrbach einen Vorstoss in Richtung 160. Sozusagen im Alleingang will er die Kontraproduktivität seiner Idee nicht wahrhaben und bleibt bei seiner alkoholgeschwängerten Ansage: "viele Autofahrer fahren bei erlaubten 130 km/h ohnehin 160, oder mehr." Aha, daher weht der laue Wind der Logik - wenn schon so viele über bestehende Gesetze hinwegfahren, dann sollte man dies doch legalisieren. Stellt sich für den Österreicher die Frage, bei welchen anderen Gesetzesübertretungen haben unsere ReGierenden auch bereits Gedanken dieser Art im Sinn?! | |
|
| Mittwoch, 28. September 2005 18:30 | ||
| Den ganzen Sommer über nur BP-Tankstellen aufgesucht. Mit diesem Sammelpass haben die Jungs (und selbstverständlich auch Mädels) vom BP-Marketing den Bock abgeschossen. Endlich habe ich letzte Woche den letzten glänzenden Ball einkleben können. Und damit stand mir der Weg frei. Aber nur scheinbar - denn jenes LKW-Modell, welches ich für Moritz wollte, war in ganz Wien nicht mehr aufzutreiben. Jedoch heute war es endlich so weit. An der Tankstelle neben der Grazer Messe gab es ihn noch - und jetzt habe ich ihn - den letzten großen Truck. Moritz würde Augen machen, aber davor werde ich doch lieber noch seine Eltern fragen, ob er den schon heuer haben darf, oder ob er noch zu klein ist... *räusper* Tohommy?... | Hier darf mein allerliebster Lieblingsneffe Moritz auf gar keinen Fall hinklicken! | |
| ||
| Dienstag, 27. September 2005 07:50 | |
Jahrelang konnten sich Politiker darüber nicht einigen, es bedurfte einer bevorstehenden Wahl, damit diese extreme Ungleichbehandlung endlich verschwindet. Die österreichische Bundeshymne wird frauenfreundlich. Jupp, nur darauf haben Österreichs Frauen gewartet! Mir selber ist dies eigentlich schon sehr egal - wird dieser schlechte Song ohnehin nur dann gespielt und gesungen, wenn es unheimlich peinlich und unangenehm wird: bei der Angelobung - unangenehm. Am 1.Mai von den Politikern - unangenehm und peinlich. Vor einem Fußball-Ländermatch - nur mehr peinlich. Abgesehen davon ist es vermutlich schon deshalb egal wie der Text lautet, da ihn ohnehin niemand kennt. Meine Angelobung ist vorbei und ich werde weder Fußballer, noch Politiker - also muß ich den Käse auch nie wieder singen. Daher lautet mein Rat an jeden/innen, der das ungute Lied noch singen muss: bleib' bei Deinem Lieblingstext, im allgemeinen Gebrumme und Gemurmel geht dieser ohnehin unter... | |
|
| Montag, 26. September 2005 08:40 | |
Über 21 km zu Fuß, klingt ja eigentlich nicht so schlimm. Ist es dann aber doch, wenn 2000 Meter Höhenänderung auch noch dabei sind, das Gelände sich stets nach Kräften weigert, begangen zu werden und am Höhepunkt der Tour eine weitere Kletterpartie unter Tag das Ziel darstellt. Titel des gestrigen Tages: "Ötscherhöhlen, die Zweite". Da der erste Versuch im vorigen Jahr auch wegen des Wetters abgebrochen werden mußte, hatten wir schon länger diesen erneuten Versuch im Hinterkopf. Diesmal allerdings die schönere (aber auch viel weitere) Route. Aufbruch um 07:30 von Wienerbruck, zügig über Ötscherhias (kurzer Tee) und Mirafälle zum Jäger Herz, danach der ordentliche Aufstieg bis zum Geldloch, welches wir etwa um 13:00 Uhr erreichen. Danach 1½ Stunden in der Höhle - was natürlich viel zu kurz ist, aber wir wollten vor dem Einbruch der Dunkelheit wieder zurück sein... - und den ganzen Weg retour. Ganze 22 Jahre hat es also gebraucht, um zu einer der Ötscherhöhlen zurückzukehren. Was mir dabei aufgefallen ist: das Eis in der Höhle ist nicht mehr da... | |
|
| Freitag, 23. September 2005 07:50 | |
In der Werbung geht es meist ziemlich rauh zu. Da wird etwas verschwiegen, manches leicht verfremdet, einiges erfunden, vieles falsch behauptet. Als ginge es in diesem Metier um nichts anderes. Klar, man muß dem Konsumenten verschweigen, dass es auch negative Seiten gibt - oder dass das Produkt schlichtweg gar nicht so richtig »funktioniert«. Die für meine Begriffe geschmackloseste Werbung kam vor kurzem per altmodischer Post ins Haus geflattert. Ein Heftchen von Mc Grausland. Und die Werbekarlis haben doch tatsächlich eine Neupositionierung des Mc im Auge. Als umweltbewußter Öko-Betrieb mit einem Herz für unsere Gesundheit. Bei Durchsicht des unmoralischen Heftchens - auf der einen Seite eine wunderbare Almwiese mit allen Kräutern dieses Landes, auf der nächsten hütet ein kleiner Bauernbub die Kühe seines Vaters... - kommt man unweigerlich zum (Trug-)Schluss: soo schlimm kann das Essen dort doch gar nicht sein! Damit hat die Werbebotschaft funktioniert - und Du frisst beim nächsten Mal wieder Schei**e... | |
|
| Donnerstag, 22. September 2005 07:00 | |
Wer weiß eigentlich davon? Heute ist angeblich europaweit der »Autofreie Tag«. Gestern noch standen ein paar bezahlte (Umwelt?!)Aktivisten an der Westeinfahrt mit nahezu unleserlichen Plakaten, welche die Autofahrer darauf hinwiesen. Und soeben höre ich es im Radio. Es stimmt scheinbar - heute ist Autofreier Tag. OK, lasse ich meinen 24V GTXI - high challenge 295 PS 6-Zylinder auf 295er Alu in der verfliesten und beheizten Garage stehen. Man tut ja was für die Umwelt. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag. Dann werde ich meinen Nachbarn wieder die Lebendigkeit von 295 PS (oder doch Chip-getunten 342 PS!) vor Augen führen. Dann werde ich an den Fußgängern wieder mit rauchenden Reifen vorbeischrammen. Dann werde ich am Gürtel wieder neue Rekorde verzeichnen. Dann werde ich dämlichen Mercedes- oder Opel- Fahrern wieder den Finger zeigen. Dann werde ich jeder-mann und vor allem -frau einmal mehr beweisen, dass 6 cm doch wirklich groß sind!!Nachtrag um 10:40: die ersten Tage vom Berlin-Rügen Bericht sind fertig und unter den Geschichten zu lesen/sehen. Da die Fülle des Erlebten für mich ins nahezu Unerschöpfliche geht, erreicht die Qualität des Geschreibsels leider nur Hauptschul-Aufsatz-Qualität. Ich bitte dafür um Entschuldigung :-) | |
|
| Mittwoch, 21. September 2005 06:10 | |
Eine Landesrätin aus Tirol ist es, die derzeit ein wenig Zwietracht in die Bundesländer (und auch in die ÖVP selber) bringt. Der g'schtopften Schwarzen entfuhr vor kurzem folgender Satz: "Wenn Sie burgenländische Häuser angeschaut haben, wissen Sie, was bei denen Haus heißt. Das ist bei uns eine bessere Garconniere. Wenn man sieht, wie die Menschen dort gekleidet sind und was sie für Fahrzeuge haben, dann glaube ich, wissen wir, dass wir in Tirol doch im Schnitt sehr gut zu leben haben." Hier die Übersetzung für Nicht-Politiker: "die Burgenländer sind so schiarchschiarchEin wenig »hässlich«, oder auch »ungut«. Ein Mensch kann z.B. zweierlei »schiarch« sein. Wenn er nicht hübsch ist, dann könnte er schon »schiarch« sein. Wenn er sich aber seinen Mitmenschen gegenüber recht ungut verhält, dann ist er ebenfalls »schiarch zu jemanden«. wie ihre Häuser - und Geld haben sie auch keines. Wir Tiroler sind viel besser!" Das ist ein Satz, wie man ihn gerne hört - insbesonders von unseren dümmlichen Führungsorganen. "Hallo Anna! Wir wissen alle bereits, dass Tirol ein Land mit (zu) viel Geld ist - schließlich spüren wir es am eigenen Leib, wenn wir bei Euch den Winterurlaub verbringen. Da kostet eine Woche etwa so viel, wie 2 Monate Badeurlaub im fernen Süden. Aber damit dies auch so bleibt, solltest Du den Anderen da nicht besser danken - oder zumindest einigermaßen nett sein?! Um Dir Deinen Blödsinn vielleicht etwas näher vor Augen zu führen, stell Dir folgenden Satz von einem bladen Wiener Bezirksrat ausgesprochen, vor: "Wenn Sie Tiroler Städte angeschaut haben, wissen Sie, was bei denen »urban« heißt. Das ist bei uns ein besserer Bezirksteil. Wenn man sieht, wie die Menschen dort verkleidet sind und was sie für Kultur halten, dann glaube ich, wissen wir, dass wir in Wien doch im Schnitt..." | |
|
| Montag, 19. September 2005 06:40 | |
Wer von der werten Leserschaft erinnert sich noch an »Wer bastelt mit« - jene Sendung im Fernsehen, die unserer kindlichen Kreativität des Bastelns auf die Sprünge helfen sollte?! In der heutigen Zeit wäre das Pendant dazu vermutlich »BRAINIAC« auf VIVA (siehe Eintragung vom 24. November 2004). Vergesst jetzt all diese Sendungen (neudeutsch: »Formate«) - bei der Suche nach Informationen bezüglich »Strahlung« per Google kam ich auf die Seite des wahren »Brainiac«! Wer Technik nicht unbedingt abgrundtief hasst, der sollte sich diese Seite unter gar keinen Umständen entgehen lassen. Wer einmal ein wenig mit Röntgenstrahlung oder Hochspannung herumspielen will, dem sei die Seite von »Finger« wärmstens empfohlen! Einfach von der »Gallerie« aus seine ganzen Erfindungen durch sehen, Du sitzt garantiert Stunden an dieser feinsten Lektüre! | |
|
| Freitag, 16. September 2005 06:30 | |
Und schon wieder Thema "Bauwerke". An einem Platz in Wien entsteht ein neuer "Gewerbepark", ein sogenanntes "Synergie-Zentrum". So nennt man große, einfallslose Betonklötze, wo sich Firmen einmieten dürfen. Was sie auch gerne tun. Microsoft, Schering, HP und Konsorten sind bereits drinnen, am "Am Europaplatz" und synergieren so richtig um die Wette. Die Adresse allerdings ist in den Karten gar nicht so leicht zu finden, jeder möchte nur zu gerne einen "Europaplatz" haben - vergiss also nicht das "Am", sonst landest Du neben dem Westbahnhof. Was mich an den Bauwerken am meisten fasziniert, ist ist der Ausblick! Was mögen sich die Mitarbeiter des Hauses gegenüber eigentlich denken, wenn sie zur Arbeit schreiten, etwa: "wird die Firma schon heute explodieren, oder habe ich noch etwas Zeit...?!?" | |
|
| Donnerstag, 15. September 2005 08:20 | |
Ein wirklich wunderbares Beispiel für vorbildhafteste Altbausanierung möchte ich hier und heute anpreisen! Diese formvollendete und besonders harmonisch gestaltete Umwandlung des Erdeschosses eines Hauses in der Linzerstraße (1150 Wien) würde sich doch eindeutig den Architekturdesignpreis von 2005 verdienen. Man merke: bei genügend monetären Zuwendungen an den richtigen Stellen werden in Wien viele Beamte blind und praktisch sämtliche Bauordnungen außer Kraft gesetzt. | |
|
| Mittwoch, 14. September 2005 07:30 | |
In der gestrigen ZIB 2 konnte ich ihn sehen, den durch die enormen Verluste der Ölkonzerne geschundenen und geradezu verwahrlosten BP-Chef Hans Strassl - und ich nehme hiermit alles je über Ölkonzerne gesagte (und/oder geschriebene) auf der Stelle zurück. "Wir machen keine Gewinne im Verkauf von Benzin. Die Tankstellen geben die Treibstoffe negativ weiter." Oh Gott, wenn ich das nur gewußt hätte. Ich schäme mich ja so. Hansi ist doch in Wirklichkeit der letzte echte Robin Hood von Österreich. Er nimmt von den Reichen und verteilt es unter den Armen. Jetzt, wo ich Hansi live gesehen habe, fällt mir auch auf, dass der Augustin-Verkäufer vor dem Hofer auf der Linzerstrasse eine frappante Ähnlichkeit mit ihm besitzt. Wenn Strassl also nicht in der ZIB 2 interviewt wird, dann ist er offenbar sogar gezwungen... Der arme Hans. Ich versuche jetzt noch die BP-Kontonummer ausfindig zu machen, dann können wir unserer Menschlichkeit freien Lauf lassen und unserem Wohltäter vielleicht doch ein paar unbeschwerte Tage bescheren. | |
|
| Dienstag, 13. September 2005 06:50 | |
Normalerweise sind die »Schenkelklopfer« ja nicht so ganz meine Sache, aber der ist aufgelegt. Das vor Glück strahlende Gesicht des Bauern Weninger ob seiner sehr großen Eier, welche garantiert aus seiner Hand sind, macht mir schon ein wenig Sorgen. Ich bin doch Vegetarier, und falls ich schon einmal Eier essen möchte, so sollten diese dann bitte doch von Hühnern sein... | |
|
| Montag, 12. September 2005 06:20 | |
Benzinpreis. Derzeit in jedermann(+frau)s Munde. Aufregen tut man sich da ordentlich, dass der Sprit pro Liter bereits über 1,10 Euro kostet. Als ob es ein Gesetz für die Garantie auf billigen Treibstoff gäbe. Und seltsamerweise sind dabei die lautesten Schreier auffällig oft jene Mitbürger, welche am Weg zur Tankstelle durch kräftigstes Pedal-Spiel auch die meiste Energie sinnlos vernichten. Ich habe eine Nachricht für den zitternden Bezieher von Notstandshilfe im 7er BMW: Du hast zwar kaum Hirn, dafür aber Beine! Und die Zukunft sieht nicht rosig für Dich aus. In Rügen haben alle Tankstellen schon die 1,50 aus dem Buchstabenset hervorkramen müssen. Es wird also nicht mehr lange dauern, bis dies auch bei Dir geschieht. Und wenn wir dann bei 2,-- ankommen, werde ich mich langsam auf angenehmere Umweltbedingungen freuen... | |
|
| Freitag, 09. September 2005 22:30 | |
Ich schwöre hiermit ganz ehrlich, ich war nicht auf der Suche nach einem anderen Begriff für »Angst«, als ich diese Seite im Netz entdeckte, aber dafür bin ich jetzt um so mehr begeistert, dass es sowas gibt. Wenn man liest, wofür es auch wirklich Namen gibt, dann muss man doch schon die eine oder andere Angstkrankheit an sich selber fühlen. Wie wär's z.B. mit ein bisschen Amaxophobie oder Tachophobie für den Weg zur Arbeit im eigenen Auto? Oder ein wenig Anophelophobie beim morgendlichen GV? Ich selber allerdings werde versuchen, mich ein wenig in Cyberphobie zu üben, das kann doch nie schaden. Und obwohl ich manchmal etwas Dementophobie in mir spüre, weiß ich, dass ich von Dishabiliophobie unter 100%iger Garantie nie befallen werde... | |
|
| Donnerstag, 08. September 2005 07:40 | |
Um den Urlaub so lange wie möglich in mir behalten zu können - also trotz aller widrigen Umstände, welche außerhalb meines Körpers stattfinden - werde ich einen kleinen Reisebericht schreiben und hier veröffentlichen. Mit Text zum Lesen und Fotos zum Schauen. Wie ich mich kenne, werde ich anschließend selber zum eifrigsten Leser desselbigen mutieren. Wird aber nichts bringen. Daheim ist eben daheim. Positiv, wie negativ. | |
|
| Mittwoch, 07. September 2005 19:30 | |
Eigentlich bin ich ja schon wieder da, aber scheinbar doch nicht so richtig. Mir ist, als ob ich die letzten zwei Monate im Urlaub verbracht hätte. Und diese sind viel zu schnell vergangen - das »Zeitparadoxon« hat zugeschlagen, mit voller Härte. Der Stapel an Post (zu einem nicht unwesentlichen Teil ungute Stücke von Steuer, Versicherung und anderen unwerten Gesellschaften), welcher am Küchentisch liegt, gibt meinem Empfinden recht. Aber es hilft ja nix, mein Körper ist schon hier, da muss eben der Rest auch irgendwann zurückkehren. Zurück in das »normale« Leben. Wenn es denn nur nicht »so« normal wäre... | |
|
| Donnerstag, 01. September - Dienstag, 06. September 2005 | |
| Rügen... | |
|
