| Montag, 31. Oktober 2005 17:20 | |
Was tun, wenn man so richtig ordentlich im Lotto gewonnen hat? Mir ist gestern aufgefallen, dass es da zwei Dinge gäbe, die schon ziemlich interessant wären und auch etwa gleich viel kosten. Der Wiederaufbau der im 2. Weltkrieg zerstörten Dresdner Frauenkirche hat ca. 180 Millionen Euro gekostet - dies ist auch ziemlich genau der Preis, den man für einen Airbus A380 hinlegen muß. Was also ist besser? Mit dem Airbus wäre man dann vielleicht etwas ungebundener - obwohl... wer weiß, ob der in Wien überhaupt landen kann/darf? Der Vorteil der Frauenkirche hingegen sind die vergleichsweise niedrigen Betriebskosten. Dafür aber gibt es da sicher jede Menge störende Touristen, die bohrende Fragen stellen. Der A380 sieht freilich um einges cooler aus, aber dafür hat man sicher überall Platzprobleme. Die gibt es bei der Frauenkirche nicht, sie benötigt lediglich den Platz, den sie ohnehin bereits inne hat. Mehr Komfort bietet natürlich der A380, aber über die größeren (und vor allem höheren!!) Räume verfügt wiederum die Frauenkirche... Ich hoffe wirklich, dass ich bis zum großen Treffer eine für mich adäquate Entscheidung zu treffen imstande bin! | |
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| Freitag, 28. Oktober 2005 21:40 | |
Ist schon ein ganz besonders feiner Anblick, so ein Haufen Hundescheisse - wenn er richtig fein vor sich hin schimmelt. "Warum bitteschön soll man so etwas entsorgen? Wozu bitteschön zahlt der brave Hundefreund denn seine Hundesteuer?! Warum bitteschön können die Nicht-Hunde-Besitzer nicht ein wenig mehr Verständnis zeigen?! Schließlich bitteschön machen Autos weit mehr Dreck, als Hunde! So ein Hunderl bitteschön..." Ich persönlich vermute ja, dass Hundebesitzer ein inniges, vermutlich sogar höchst intimes bis sexuelles Verhältnis zu den Ausscheidungsprodukten ihrer Lieblinge haben - und uns Unwissende mit der Handlung des "Beglückens" lediglich daran teilhaben lassen wollen. Aber garstige, um nicht zu sagen: "böse" Leute wollen diesen Umstand einfach nicht begreifen. | |
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| Donnerstag, 27. Oktober 2005 09:50 | |
Da ich meine Zeitungen immer sammle und erst später lese, konnte ich diese bezahlte (sicher ?!?) Anzeige in einer gestrigen Tageszeitung leider erst heute morgen bestaunen. Ziemlich lange starrte ich frühmorgens auf diese paar Zeilen. "Besuchen Sie uns heute..." Ich bin total überfordert mit dieser Aufforderung. KHG möchte, dass man ihn besucht. Ist er dort so alleine? Wo ist Fifi-Ona? Glaubt er nicht, dass ihn die Menschen an diesem Ort ohnehin zu oft besuchen (müssen!!)? Wobei sollte man der Marke - KHG zusehen? Würde er dies dann auch alleine machen? Bekäme man für einen Besuch etwas bezahlt, und wenn ja - wieviel? Würde die Marke KHG aus ihrem sexuellen Nähkästchen plaudern ("Wie komme ich zu einer wirklich reichen Oiden!")? Zu dumm, dass ich dieses echt scharfe Inserat erst heute lese... | |
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| Dienstag, 25. Oktober 2005 23:30 | |
Weihnachten ist wieder einmal schneller da, als man denkt - wie immer! Da freut es den durchschnittlichen Konsumenten schon sehr, dass rechtzeitig genug die Firmen ihre besonders wertvollen Geschenke-Tipps in der Werbung veröffentlichen. Einer der wirklich schönsten, wert- und sinn- vollsten Tipps ist mir in einem Cosmos-Werbeprospekt begegnet. "Nintendogs" nennt sich die neueste Mißgeburt eines Spieleherstellers. Was hier das liebe Kind mit dem Weihnachtsgeschenk anstellen kann, zeigt dieser kleine Flash-Film. ACHTUNG: zartbesaitete Gemüter sollten sich diese Animation lieber doch nicht ansehen, bzw. darauf einstellen, dass man sich eventuell auch mehrmals übergeben muss. Ich hoffe nur sehr, dass dieses Unding auch alle 45 Minuten auf den feinen Teppich im Kinderzimmer scheißt, dann könnte ich dieser üblen Spielzeug-Variante zumindest einen gewissen Lerneffekt nicht absprechen... | |
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| Montag, 24. Oktober 2005 19:00 | |
Ja, ich bin bekennender Demokrat. Nur dies alleine stellt für mich noch lange keinen Grund dar, zu einer Wahl zu gehen, wo mir lediglich das "kleinste Übel" zur Auswahl vorgesetzt wird. Mein Wahlsonntag war daher etwas selbstzerstörerisch. »Soll ich, oder wirklich nicht?!« Immer den Satz vor Augen (und Ohren), dass man sein Recht zur Wahl auch wahrnehmen muss, wenn man für die Demokratie in diesem Lande ist. Völliger Unsinn! Mit diesem, auf die Wand gemalten Teufel eines "demokratiepolitisch bedenklichen Signals" wollen sie uns lediglich die Möglichkeit nehmen, an ihrem System etwas zu kritisieren. Wen sollte ich denn wirklich wählen ?! Grün habe ich früher gewählt, aber inzwischen bin ich erwachsen. Der einzige Gedanke beim Anblick jener Wahlplakate, von welchen aus Maria Vassilakou herunterlächelt, war, ob sie auch gut im Bett wäre (inzwischen bin ich mir auch darüber sicher: nein! Sie beschwert sich garantiert alle 20 - 35 Sekunden über irgendwas völlig unwichtiges, wie: "der Polster drückt mich", oder "geh, mir schläft der linke Arm ein", oder auch "ich mag aber nicht oben sein!"). Mehr an Tiefe ließ sich aus den politischen Aussagen der Grünen kaum heraushören. Und ihre heutige Ansage anläßlich der erreichten 14,7% gibt mir nachträglich Recht: "...no risk, no fun!" - exakt diese Worte erwarte ich auch von einem coolen Skate-Raver-HipHop-Bubi mit Tschick in der Go und XXXL - Hosen unterhalb der Rosette hängend. Kommunisten würde ich vielleicht ganz gerne wählen, aber dann sehe ich mir diese Partei an und muß lachen. Dies alles stellt keine wirkliche Auswahl für mich dar - es gibt praktisch keine Unterschiede mehr zwischen den handelnden Personen. Die immer größer werdende Gruppe der Nichtwähler ist die einzig ehrliche Ansage für mich. Irgendwann, wenn wir in dieser Gruppe (die gestern mit 447.611 Stimmen übrigens der wahre und überragende Wahlsieger war) bei 60, 70 oder 80% der Gesamtwahlberechtigten angelangt sind, dann müssen sich die klugen HerrInnen da oben was ausdenken. Oder uns alle halt einsperren. Weil wir demokratiepolitisch bedenklich handeln... | |
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| Sonntag, 23. Oktober 2005 09:10 | |
Eine Samstags-Ausgabe ging sich dann aus Gründen eines allgemeinen Schwäche- und Trübsinns- Anfalls doch nicht aus, aber immerhin schaffe ich es noch rechtzeitig vor der Wahl, den amtlichen Stimmzettel auszuhängen. Dieser ist, so Du das Wahllokal Deines Vertrauens auch wirklich aufsuchen möchtest, zweimalig auszudrucken (einmal weißes Papier, einmal luluLuluNormalerweise eine Person, welche man ohne der Hilfe dieser Bezeichnung als nicht besonders durchsetzungsstark beschreiben würde. Abnormalerweise auch »Urin«. gelb) und zur Wahl mitzuführen. In der Wahlzelle darfst Du dann die Zettel nach Belieben ankritzeln und danach wäre dann der Staatsbürgerpflicht Genüge getan. Ich wünsche eine gute Wahl! | |
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| Freitag, 21. Oktober 2005 08:40 | |
Ojemine, ich bin schon wieder total im Zweifel, wer jetzt in Wien zu wählen ist. Die ÖVP wird den Durchzugsverkehr in meinem Wohngebiet stoppen - so steht es auf den Plakaten, die sie diese Woche an die Bäume in meiner Gegend geheftet haben. Vermutlich wollen sie den Niederösterreichern verbieten, bei meinem Haus vorbeizudonnern. Aber dann kam gestern ein Brief der FPÖ und die werden den Flugverkehr über meinem Haus eindämmen! "Mein" HC meint dazu: "...der Verlust an Lebensqualität sowie die Entwertung der Grundstücke und Wohnungen in Penzing haben unerträgliche Ausmaße angenommen..." und Recht hat er damit! Er will wahrscheinlich den Piloten verbieten, die Abkürzung über Hütteldorf zu nehmen. Und wen soll ich jetzt wählen? Darüber zerbreche ich mir ab sofort meinen dummen Kopf und präsentiere morgen (da Wahl ist, gibt es ausnahmsweise auch eine Samstags-Ausgabe der HeimseiteHeimseiteAngeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden. Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte. Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,... von mArtin!) das Ergebnis! | |
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| Donnerstag, 20. Oktober 2005 07:10 | |
Die Vogelgrippe sorgt für Aufsehen. Die Medienkampagnen laufen derart gut, dass noch niemand auf die Idee kam, einmal nachzudenken, geschweige denn, nachzurechnen. Dafür reiben sich die Pharmakonzerne ihre schmutzigen Hände - diverse Medikamente gegen "Grippe" sind bereits ausverkauft, noch nie wurden in dieser Sparte derartige Gewinne erzielt. Für diejenigen, die da auch ihre Ängste kultivieren, jetzt ein paar Rechenaufgaben: heuer sind an Vogelgrippe weltweit etwa 20 Menschen gestorben (seit dem Ausbruch 2003 insgesamt etwa 60) - ganz, ganz furchtbar, aber: an der "normalen" Grippe werden heuer wieder etwa 500.000 Menschen weltweit sterben. Wenn man also die Angst, welche die Leute vor der Vogelgrippe haben, in Vergleich zu jener Angst setzt, welche man dann angesichts der halben Million Patschenbeutelnden vor einer "stinknormalen Grippe" haben sollte, na dann servus. Den ängstlichen Personen sei ins Tagebuch geschrieben: ob man jetzt an Vogelgrippe stirbt, oder an den Folgen eines Space-Shuttle-Unfalls; beide Todesursachen haben derzeit in etwa die gleiche Wahrscheinlichkeit... | |
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| Mittwoch, 19. Oktober 2005 06:00 | |
Ich sitze so etwa gegen sieben Uhr im Wagen an einer Kreuzung. Ein Mädchen klopft an die Scheibe, ich öffne, Sie überreicht mir einen Apfel mit Zettel. Ich erkenne die miese Absicht dieser Tat, bedanke mich aber trotzdem brav, nicht aber ohne zu erklären, dass ich (ihn) trotzdem nicht wählen will. "Macht ja nichts!" meint sie und der Apfel liegt schon auf der Ablage neben der Freisprecheinrichtung. Erst etwas später, als ich abbeißen will, erkenne ich die wahre Tragweite der Schandtat. Der Apfel ist doch tatsächlich tätowiert! Solch eine Idee muß einem erst kommen. Ich versuche also den im übrigen wirklich extrem grauslichgrauslichEigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten. Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...« schmeckenden Apfel rund um die Brandmarke abzuknabbern, aber schon nach der Hälfte ekelt mir derart vorm Bürgermeister, sodass das grausige Stück neben 727.396 Hundstrümmerln auf der Wiese hinter der Secession landet... | |
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| Dienstag, 18. Oktober 2005 19:30 | |
Um bei den kommenden Wahlen auch die neue Jungwählerschaft beeindrucken zu können, lassen sich die verkommenen Vereine der Parteien auch einiges einfallen. Da gibt es nette Gewinnspiele mit Vespas als Hauptpreis, zerzaust gestylte Politiker blicken mit "coolen" Sprüchen auf den Lippen von den Plakatwänden auf uns herab,... etc. Das originellste Plakat liefert aber ein kleiner (scheinbarer) Anarcho, den die SPÖ aufgebracht hat, um an die 16-jährigen endlich heranzukommen. In Wien-Neubau kandidiert Sina Farahmandnia (für die Vorzugsstimme muß man den Namen schreiben, da würde ich nur zu gerne ein paar Versionen sehen...!) auf Bezirksebene für eine Vorzugsstimme. Leider hat sich damit die SPÖ ein wenig ins eigene Knie geschossen, denn seine Plakatwerbung findet nicht nur in der FPÖ (»ehrenhalber«!) einen erbitterten Gegner, der Sina klagen möchte - sondern sie selber finden die Plakate laut Medienberichten "nicht sehr lustig". Ich finde dieses Plakat extrem lustig, deshalb gibt es dafür einen kleinen Applaus (*klapp, klapp,aus.*). | |
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| Montag, 17. Oktober 2005 07:20 | |
Wir sollten nicht so einfach ein ganzes Volk, eine ganze Glaubensrichtung, eine andere Art der Gesetzgebungs- und Regierungsform verurteilen. Es liegt an uns zuzugeben, dass auch in arabischen Ländern eine Art von sinnvollen Gesetzen und Regelungen existiert. Warum wollen wir eigentlich mit diesen Menschen, nur weil sie an Allah glauben, nichts zu tun haben?! Diese Bitte richte ich an uns alle: versuchen wir, uns mit den Menschen aus dem Osten zu beschäftigen und ihre Lebensart zu verstehen. So manche Sitte aus ihren Ländern wird uns mit einem Mal nicht mehr so seltsam vorkommen - <Modus:ganz_böse> und vielleicht können wir dem einen oder anderen Gedanken auch etwas abgewinnen, und davon lernen?! </Modus:ganz_böse> | |
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| Freitag, 14. Oktober 2005 06:00 | |
Wieder ein lustiges Briefchen mit Bezug auf die anstehenden Wahlen im Postkästchen. HC Strache erklärt mir, was das Problem in meinem Bezirk ist und wie er es beheben wird. Am 23. Oktober soll ich ihn wählen, damit der echte Wiener nicht untergeht. Zwei Fragen stellen sich mir nun:1.) Was bedeutet »HC«? Meint er damit etwa »honoris causa«? Wurde er »ehrenhalber« ein Strache? Und 2.) Wenn ich mir die hübsche blaue Zierleiste am unteren Rand des Papiers genauer ansehe, dann gibt es hier neben Strache einen hübschen jungen Mann mit Glatze und Sonnenbrille, der bei nahezu jedem Foto mit drauf ist. Das allerdings finde ich erschütternd. Wo sich »ehrenhalber« Strache so ehrlich und aufrichtig gegen die Homo-Ehe ausspricht! Das sind Bilder, die er in sein Familienalbum kleben soll. Zu Hause darf er sich das gerne ansehen, aber das ist wirklich nichts für die Zierleiste eines öffentlichen Briefes. Ich glaube jetzt aber wirklich schön langsam - ich werde ihn doch nicht wählen... | |
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| Donnerstag, 13. Oktober 2005 08:10 | |
Heute ein Beitrag aus der Rubrik: »mehr oder auch weniger originelle Autobeschriftungen!?!«. Wobei ich mich jetzt nicht wirklich entscheiden kann, ob dieser von mir fotografierte Wagen eher zu "mehr" oder doch zu "weniger" tendiert. Was will uns der Fahrer dieser Kreation mitteilen? Mag er »Ihn« nicht? Kann ich mir nicht vorstellen, denn der aufgemascherlte Zustand der Familienkutsche mit Forstinger-Auspuffblende, Forstinger-Heckspoiler und hübschen Forstinger-Rückstrahl-Lichtorgeln läßt auf einen gnadenlosen Fan schließen. Also ist zu vermuten, dass er »Ihn« im Unterbewusstsein doch verehrt, aber eben eifersüchtig ist. Sollte der werte Fahrer hier vorbeikommen, so ist er selbstverständlich eingeladen, im »Kommentar« die Beweggründe für seine Tat zu hinterlassen... | |
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| Mittwoch, 12. Oktober 2005 07:40 | |
Die Wiener Wahl ist bereits in unmittelbarer Nähe - dies ist überall und zu jeder Zeit schmerzhaft spürbar. Von den Tonnen an wertlosem Papier, welche jeden Tag die Postkästen der Stadt vermüllen - über furchtbare Plakatwerbung, welche scheinbar keinen anderen Sinn hat, als Deine Antiperistaltik aufzurufen - bis hin zu Radiowerbung, welche Dir die Ohren ordentlich bluten läßt. Die absolut schönste Werbeeinschaltung aber hatten die Sozis in einer Krone von voriger Woche. Hier weiß ich, wo ich eigentlich zu Hause sein möchte - wo meine Heimat wäre. Der saubere und gut erzogene nette Bub #1 hält einen Raser auf und ermahnt ihn mit aufgestelltem linken Zeigefinger während sauberer und gut erzogener netter Bub #2 die wunderbar gealterte Dame mit tätschelnder Hand und einer netten Geschichte auf den Lippen über die Straße führt. Joseph Goebbels hätte diese wunderbar saubere Anzeige kaum schöner gestalten können... | |
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| Dienstag, 11. Oktober 2005 20:00 | |
Bei der Durchsicht des Papierhaufens Nr. 12 (jener über Hausapotheke und Schuhputzzeug) fielen mir zwei Ausgaben der Herold-Bezirksseiten in die Hände. 2002/03 und 2005 - wobei der Entschluß, welche zu entsorgen wäre damit relativ einfach gemacht wird. Aber, und dies läßt mich ins Stocken geraten, da ist vorne auf beiden Heftchen die gleiche Werbung abgedruckt - eben einmal in der Version 2002 - und dann in der neuesten Aufmachung von 2005. Herr Christian Lugar (siehe auch Bild rechts) konnte sich seit 2002 eine 0800er Nummer organisieren, betreut jetzt zusätzlich noch Klimaanlagen und hat leider seinen Notdienst von ursprünglich 0-24 Uhr jetzt auf 6-22 Uhr gekürzt. Dies sind die augenfälligsten Unterschiede. Was mir aber wirklich auffällt, sind zwei (unter Garantie extrem sinnlose) Details: 1.) das Bild der Badewanne mit Luftperlen in der Anzeige ist noch immer jenes von 2002 - das macht mich fertig - wer möchte heute noch in einer völlig veralteten 2002er Badewanne sitzen?! Und 2.) Das Bild von Hrn. Lugar selber. Spricht er 2002 noch am sympathischen Festnetzapparat in seinem Büro, hält er sich 2005 schon eine Funk-Gurke irgendwo in der Pampa ans Gesicht. Aber, und daran kann kaum gezweifelt werden, dies ist sicher nicht das modernste Teil. Denn das Super-Hydra-Competition-ZXR101010-Uffza-uffza Modell von Nokirollaony in der Größe eines Nasenrammels hätte man leider nicht mehr sehen können... | |
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| Montag, 10. Oktober 2005 21:50 | |
Man muss doch zwangsläufig den Eindruck bekommen, dass da etwas in eine ungewollte Richtung läuft, wenn man die neuen Polizei-Schilder sieht. So ganz in gedeckten Farben gehalten läßt sich diese Kreation weit weniger leicht im Tafel- und Hinweisschilder- Wald ausnehmen. Vermutlich möchte die neu zusammengelegte Exekutive nicht mehr so leicht gefunden werden - die wollen halt auch ihre Ruhe. P.S.: wer alte Devotionalien der Polizei sucht, der kann hier fündig werden - wem die Erlöse wohl zugute kommen?! | |
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| Freitag, 07. Oktober 2005 06:30 | |
Enthüllungsjournalismus der feinsten Sorte bietet sich in der 14. Ausgabe der Wiener Bezirkszeitung. In der lebenswichtigen Rubrik »im Mittelpunkt« öffnet sich mir die Welt der Reichen und Schönen von der "anderen" Seite. Endlich erfahre ich, wie sich Barbara Karlich ihren Popo nach dem Kacken putzt. Oder besser putzen lässt. Barbara schwört nämlich auf den ultimativen Komfort und die intime Hygiene ihres Dusch-WC's und ist davon ganz begeistert. Ob das Foto im Bericht während einer Sitzung oder auch knapp danach entstand weiß ich leider nicht, auf jeden Fall kann man gut sehen, wie sie rundum zufrieden lächelt. Ein richtig ehrliches "meine-Rosette-ist-jetzt-aber-auch-ganz-ganz-sauber!" - Lächeln. Ich freue mich wirklich für Barbara und wünsche ihr mit diesem Quell der Sauberkeit weiterhin viel Vergnügen. | |
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| Donnerstag, 06. Oktober 2005 05:50 | |
Was für ein Glück - welch ein Segen - endlich kehrt die Wahrheit zu Tage! Die unsägliche Geheimniskrämerei hat ein Ende - und ganz Österreich kann erleichtert aufatmen. Jeannine Schiller, die Frau meiner Träume, hat es jetzt endlich schwarz auf weiß: sie ist nicht operiert! Mal ehrlich, im innersten hatten wir dies doch immer gewußt! Da sie ja erheblich jünger als ihre beste Freundin (Mausi Lugner, 24) ist, hat sie dies erst in etwa 30 - 40 Jahren wirklich notwendig. Die Prüfplakette wurde ausgestellt und unterfertigt von einem Dr. Heimo Koncilia (na bitte, da soll niemand sagen, dass Ex-Fußballer zu nix gut sind!!). Damit bin ich zufrieden und kann erleichtert zur Arbeit aufbrechen. Ach, ist heute ein schöner Tag!! | |
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| Mittwoch, 05. Oktober 2005 21:20 | |
Wüsste ich nicht, dass am 23. Oktober in Wien gewählt wird, dann würde ich annehmen, die Wahlen seien dieses Wochenende. Die Anzahl der unverlangt zugesandten Partei-Pamphlete lässt dies vermuten. Jede Gruppierung lobt ihre eigenen Leistungen wie Bauer Huber seine übergroßen Tschernobyl - Kartoffel. Den Vogel erlegt hat aber einmal mehr die (Rest)-FPÖ unter H.C. Strache. Er würde »Strom, Gas, Müll (ist der nicht ohnehin völlig umsonst?!) und öffentliche Verkehrsmittel für uns Wiener endlich billiger« machen und »gegen Kriminelle, Drogendealer und Scheinasylanten endlich hart durchgreifen« so seine Aussagen auf der Zusendung. Um all dies zu erreichen, hängt am unteren Ende der Seite das kleine Gewinnspiel »Wer ist für uns Wiener da?«. Also die Karte an den richtigen Stellen freirubbeln, im Kuvert an die (Rest)-FPÖ senden und danach 10x den Jahresbedarf an Benzin oder Heizöl gewinnen. Aber natürlich nur jene Personen, die am 20. Oktober bei der Schlusskundgebung von H.C körperlich anwesend sind. Da werden sich die 5 Bräunlichen aber freuen - jeder darf 2 Jahre gratis Auto fahren. Ich für meinen Teil möchte an den lieben H.C. nur folgende Worte richten: bitte schreiben Sie nicht immer "uns Wiener". Wenn Sie sich als Wiener bezeichnen, dann sagen Sie lieber "Tschusch" zu mir! | |
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| Dienstag, 04. Oktober 2005 05:30 | |
Eigentlich ist sie doch schon seit etwa einem Monat fertig, unsere neue Verkehrsinsel - direkt vor meiner Haustüre. Und zwar genau an jenem Platz, wo am 03. Juli der junge Spund das Auto der Mami zu Schanden fuhr (siehe Bericht vom 04. Juli 05). Der Platz wurde von den verantwortlichen Magistratstintenleckern so ausgeklügelt gewählt, dass die hübschen Steh-Pfeile den Winter garantiert nicht überstehen werden. Beteiligt Euch einfach am Schätz-Wettbewerb: wie oft werden die Plastiksteher in der kommenden Wintersaison 05/06 umgefahren?! | |
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| Montag, 03. Oktober 2005 06:40 | |
Wer öfters im Internet etwas suchen möchte und zu diesem Zwecke eine Suchmaschine bemüht, dem sind solche Seiten bereits bis zur Erschöpfung bekannt. Seiten, die ein wunderbares Ergebnis suggerieren, dann aber lediglich das gesuchte Wort unter einer Vielzahl von völlig sinnfrei zusammengestöpseltem Gelaber enthalten. Und diese Seite ist dann meist auch mit einer Google Anzeige gepflastert. Einziges Glück (im Unglück): man erkennt mit wachsender Such-Erfahrung bereits in der Google-Vorschau und anhand des Seitentitels (es gibt seltsamerweise immer das »oo« von »Google« im Titel...), ob es sich um eine solche Seite handelt. Aber wieder einmal bin ich bei der Suche nach einem Yamaha TG77 Synthesizer auf eine solche Seite hereingefallen, diesmal aber zum Glück. Denn dieser feinsinnig gesponnene Text bliebe mir ansonsten auf immer verschlossen... | |
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