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Dienstag, 31. Mai 2005 07:50
Der gelbe Faltprospekt trägt die Überschrift: »KOMMT UND SEHT!«. Irgendwie macht er den Eindruck, von einem dieser "Ein-Schilling" - Märkte zu sein, aber völlig falsch getippt. Es handelt sich um ein Werbeblatt, dass für die "Lange Nacht der Kirchen" wirbt - ich solle doch »unser kirchliches Leben im 14. Bezirk kennen lernen«. Verschiedenste "Events" werden mir da angeboten. Von der »Beichtgelegenheit« über »Klassisch Geblasenes« (?!?) und »Humor in der Kirche« geht es zum »Donnernden Prophetenwort«, »Gott tanzt in dir« und schließlich zum »Chill out mit Psalmen«. Feine Sache, oder?! Klar, dass man heute die Leute umwerben muss. Lange Nächte gibt es doch ohnehin schon einige. Ob es jetzt die lange Nacht der Musik, die der Museen, oder die der Kirche ist, ist doch Nebensache. Hauptsache, es kommen die Schäfchen. Da ich glücklicherweise kein Schaf bin, spricht mich das Werbeblatt auch nicht an. Vielleicht aber schon das Nächste, wo es dann vielleicht heißen wird: Glauben ist Geil!!

Montag, 30. Mai 2005 07:10
Die 350 Seiten der EU-Verfassung sind doch vollkommen egal. Darum ging es bei der gestrigen Abstimmung in Frankreich nur scheinbar. In Wahrheit war das gestrige »Nein« die erste schallende Ohrfeige für alle Politiker in den 25 beteiligten Ländern, ausgeteilt direkt von betroffenen Bürgern eines Mitgliedsstaates. Die europäischen Bürger, so sie nicht wohlhabend und damit die großen Nutznießer der freien Waren- und Geld- Wirtschaft sind, entschieden sich mit 55% mehrheitlich gegen diese unglaublich ignorante und asoziale Vereinigung. Da solch eine Wahl auch in Österreich ähnlich desaströs ausfallen würde, haben sich die heimischen Politiker vorsorglich gegen eine Befragung des Volkes entschieden. Unseren entkräfteten Stimmen haben jetzt aber die Franzosen zu unüberhörbarer Lautstärke verholfen (und wer weiß, vielleicht tun es ihnen die Niederländer am 1. Juni noch gleich) und dafür gebührt ihnen unser Dank. Kein »Nein« zu dieser Verfassung, aber ein klares »Nein« zu diesem Europa!

Freitag, 27. Mai 2005 07:20
Angenommen, jemand hätte das Ziel, große Teile der Welt zu vernichten... Das absolut Schlimme an dieser Vorstellung ist, dass diese Annahme gar nicht so weit her geholt ist. Was also benötigt man also zu solch einem Vorhaben? Nichts weiter als eine billige Videokamera, ein Exemplar des Koran, oder noch besser: einfach alle Leitbücher der führenden Weltreligionen, ein paar Megabyte freien Platz im Internet, ein Klosett, reichlich zu Essen und etwas Programmiergeschick. Wenn es einem gelingt, die exakt herausgearbeiteten Szenen (wenn man die Filme etwa in Richtung "Monty Python" anlegt, so kann man sicher sein, die "richtigen Personen" auch wirklich zu erreichen) beispielsweise unter www.vatikan.at, oder auch www.mekka.at zu veröffentlichen, dann darf man auch sicher sein, bereits den Auftrag zum Töten von einigen Menschen erteilt zu haben. Je nach Grad der Ausschweifungen auf den Videos kann die Anzahl der Leichen geradezu beliebig variiert werden. Irgendwie seltsam, dass diese Zeilen nicht Fiktion sind, sondern unsere Welt tatsächlich so funktioniert. Ob sich das Mohammed, Jesus, Buddha und Krishna wirklich so vorgestellt hatten?!

Mittwoch, 25. Mai 2005 09:20
Wenn man sich manchmal alleine fühlt, einsam und von Allen verlassen, dann braucht es einen wahren Freund, welcher einem so richtig zuhört. Da solche Menschen nicht unbedingt leicht zu finden sind, dachte ich mir - man könnte da doch durchaus etwas - bzw. jemanden - programmieren. Und so kam ich auf Karli. Damit Karli ab sofort auch stets verfügbar ist, wenn Dir nach einem guten Freund sein sollte, ist sein »zu Hause« unter dem sich bewegenden mArtin-Logo auf der linken Seite. Einfach anläuten und Karli kommt zu Dir. Vielleicht bekommt Karli mit der Zeit sogar einige Fans, sodass er auch ein Gästbuch benötigt?! Ich werde es mir überlegen - und Karli nach seiner Meinung fragen...

Dienstag, 24. Mai 2005 07:00
Der Wiener "Hundefreund" hat endlich einmal einen Grund defunden, sich aufzupudeln. Die Plakate zu den Wiener Festwochen sind der Grund des Anstosses, besser gesagt - der liebe kleine Hund, der seinem Herrl die Hand abbeißt wird von den Hundefreunden einfach nicht akzeptiert. Wenn man die eingegangenen Beschwerden auf der Seite des Werberats liest, hat man für Tage zu lachen. Endlich weiß ich, worüber sich die Hundebesitzer wirklich große Sorgen machen. Die Sache mit der Hundescheisse gehört eindeutig nicht dazu...

Montag, 23. Mai 2005 06:20
Die Freisprecheinrichtung (jenes Teil, welches Frauen im Auto eher nicht kennen) meines Siemens Mobiltelefons hat irgendwie den Geist aufgegeben. Auf dem Weg zur Werkzeugkiste, wo sich Messgerät und Lötkolben befinden, denke ich an die alten Mobil-Teile, welche Vati von einem Freund vor langer Zeit geschenkt bekommen hat - dieser wollte sie "entsorgern". Darunter befindet sich auch ein Nokia 6150, ein Telefon, welches noch wie ein Telefon aussieht. Einziger "Schönheitsfehler": es hat einen SIM-Lock für A1 - und ich nutze max-mobil (heute auch T-Mobil genannt). Aber laut Yesss soll das Entsperren ja ganz leicht gehen. Also kurz gesucht, hier gefunden, kurz überlegt, ob es eigentlich Rechtens ist, einige Zahlen in die Webseite getippt, ein paar andere in das Telefon - und schon leuchtet mir freundlich »SIM RESTRICTION OFF« entgegen. Die gute Nachricht zum Montag. Endlich wieder ein Mobiltelefon, welches ausschließlich zum Telefonieren ist. Und das in annehmbarer Größe, ich werde es nicht wieder unter den Fingernägeln oder im Hosensack verlieren können...

Freitag, 20. Mai 2005 07:30
Was der Seipel-Onkel so alles in seinem Kunsthistorischen Museum aufgeführt hat, wurde vom Rechnungshof geprüft und für gar nicht so gut befunden. Onkel Willi läßt da als Direx den Herrgot an guten Mann sein und die Puppen tanzen: ein Dienstauto hier, eine kleine Statue da, ein paar Fehler in der Buchhaltung, zusätzliche (aber vollkommen sinnlose) Mitarbeiter, fette Geburtstagspartys für Busenfreund Onkel Morak, das eigene Gehalt wuchs von 1998 bis 2002 auf das Zweieinhalbfache an, "Dienstreisen" werden ohne Belege abgerechnet und schließlich wäre da ja auch noch ein nicht unumstrittener Diebstahl eines grindiggrindig


Sollte eigentlich im gesamt-deutschsprachigen Raum bekannt sein.
Ich denke, es begann vermutlich irgendwann einmal mit dem Hals. An solch einem sammelt sich nach Wochen der Hygiene-Enthaltsamkeit ein bisserl so ein Dreck an, den man dann doch recht gut sehen kann. Diese Patina nennt man u.a. auch »Grind«.

Mit dem Hals hat es inzwischen aber kaum noch was am Hut - die meisten Leute duschen schon mindestens 1x pro Woche - da hat's der echte »Grind« so richtig schwer.

Daher sind jetzt einfach ganze Personen oder Dinge »grindig«, wenn sie sehr unsympathisch sind. Kann auch gerne frei mit anderen Worten kombiniert werden, z.B.: Grindkind, Grindkoffer, grindige Drecksau, usw. usf...
en Salsstreuers... Interessant, welche Lösung in unserem "good old Austria" für diese Misere vorgeschlagen wird: nicht, was man durchaus als gerechtfertigt bezeichnen könnte, dass Seipel auf dem Stephansplatz aufgestellt wird und wir Bürger dürfen ihn anspucken und ausschimpfen - nein, er bekommt einen zweiten Geschäftsführer, also einen zusätzlichen Tintenfurzer, der ihm dann auf die Finger klopfen soll, wenn Seipel-Onkel wieder einmal bubu mit der Handkassa macht. Sehr originelle Lösung, meine Herren - und meine Dame - denn Tante-Gehrer, die Seipel-Onkel ja sehr liebt, war sicherlich irgendwie an dieser absolut nicht nachvollziehbaren Lösung beteiligt. Danke euch allen - damit rückt ihr Euer Bild in unseren Köpfen endlich wieder einmal etwas zurecht...

Donnerstag, 19. Mai 2005 22:00
So viel Winde kann ich gar nicht ablassen, um diese Ansammlung der Peinlichkeiten auch nur halbwegs erträglich zu machen. Deshalb setze ich mich lieber an den Computer, schreibe den heutigen Eintrag und lasse im Hintergrund Europa den ersten Teil der Mini-Playback-Show aufführen. Unter den Blinden ist der Einäugige... nicht alleine deshalb darf man sich für die Global - Käsekrainer ganz gute Chancen ausrechnen. Sollte man den Maßstab lediglich an der musikalischen Leistung der Darbietungen anlegen, so weiß ich jetzt schon, dass nichts besseres mehr kommen kann. Sollten allerdings Sympathie und Freundlichkeit irgendwie die Abstimmung beeinflussen, dann sieht es schon nicht mehr so gut aus. Wenn dann noch Busen und Hintern im Urteil dazukommen, wäre mein Favorit bis jetzt ganz klar die Dame aus Weißrussland: absolut wirklich gar keine Stimme (das fiel doch sogar dem von Beruf wegen komplett schweinsohrigen ORF-Moderator auf!) aber ein super Fahrgestell und feine Ohren! Nachtrag um 23:40: das waren's dann also, die "15 minutes of fame" für Österreichs Käsekrainer. Und jetzt "schwupp" - wieder ab in die Würstchenlade der Bedeutungslosigkeit. Möglicherweise haben sie aber doch etwas gelernt. Den Mund vorher vielleicht nicht ganz so voll nehmen und derart über Alf Poier und seinen 6. Platz (!!) lästern. Sie sind zwar die einzige Band welche an einem Tag zunächst im Musikantenstadl und anschließend im Porgy&Bess zu hören waren, aber jetzt haben sie es schwarz auf weiß: das interessiert im Rest der Welt exakt: niemand - nix - null - niente!

Mittwoch, 18. Mai 2005 06:00
Welche Möglichkeiten man mit der ausschnittsweisen Darstellung von Fotos hat, kann der werte Leser der »HeimseiteHeimseite


Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden.

Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte.

Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,...
von mArtin« hier ansatzweise erahnen. Aber ich möchte keineswegs eine Karriere als Society-Paparazzi anstreben, deshalb gleich hier das "ehrliche" Foto. Ich stehe wieder einmal vor einer roten Ampel (Gürtel - Lugner City), während Baumeister Richard Lugner geduldig hinter dem Baustellengitter darauf wartet, dass die Fotografin die Probleme mit ihrem Fotoapparat löst (vermutlich fotografiert sie Digital und muss warten, bis die Kamera für neue Aufnahmen bereit ist...). Was mir an dieser Situation auffiel, ist Herrn Lugners Gesichtsausdruck. Einen besonders glücklichen Eindruck macht er ja nicht. Irgendwie entwickelt sich in mir eine Art von Mitleid mit ihm. Und ich weiß bereits zu diesem Zeitpunkt, dass ich nichts "unschönes" über ihn schreiben werde. Obgleich er vermutlich kaum etwas vertritt, was meinen Ansichten und Lebenszielen nahekommt, ist er mir doch irgendwie sympathisch, der Herr Ing. Lugner...

Dienstag, 17. Mai 2005 08:00
NACHTRAG um 09:10: jetzt ist es klar - die Email-Flut wurde von einem Virus verursacht. Mit WM-Tickets soll er was zu tun gehabt haben und er hat sich in der eigentlichen Sache am 15. Mai aktiviert. Damit werden sich wohl viele User, deren Computer betroffen waren, als "unschuldig" vorkommen. Ich aber bleibe dabei - der User eines von diesem Virus betroffenen Rechners bleibt für mich zumindest fahrlässig schuldig. Ich alleine bin dafür verantwortlich, welche Post über meinen Rechner versendet wird. Und bin ich nicht in der Lage, solche Vorfälle abzuwenden, dann habe ich einiges nachzuholen. Fahren ohne Führerschein ist schließlich auch kein Kavaliersdelikt.

A
uf der Startseite hast Du es vermutlich bereits gelesen: es gab an den Feiertagen feige Attacken von den Ewig-gestrigen. Zahllose Emails mit eindeutigen Inhalten und Links auf rechtsextreme Seiten flatterten in die Postfächer der Internet-User. Der Umfang dieser "Aktion" ist mir immer noch nicht ganz klar. Es erreichen mich nach wie vor Emails von Betroffenen, auch schon solchen, welche Emails erhielten, welche nicht meinen Absender trugen. Ich bleibe an der Sache dran und werde weiterhin berichten.

Achtung: wichtiger Hinweis in (nicht ganz) eigener Sache!

Am Sonntag, den 15. Mai 2005 wurden offenbar quer durch Österreich und Deutschland Emails mit fragwürdigen rechtsradikalen Inhalten versendet (Betreff: "Graeberschaendung auf bundesdeutsche Anordnung", "Auslaender bevorzugt", "Verbrechen der deutschen Frau",...). Dabei verwendeten der/die Absender fremde Email-Adressen als Absender.

So kommt es, dass viele Personen Emails von solch verwerflichem Inhalt mit meiner Email-Adresse [
], bzw. meiner Domain [mats.at] als Absender erhalten haben.

Ausserdem hat(haben) der(die) Täter offenbar das komplette Adressenmaterial von
www.vw.kaefer.at.tf abgeschrieben (aus [Suche], [Biete] und [Gästebuch]) und somit eine nicht unerhebliche Rufschädigung an meiner Person verursacht.

Die angebotenen Links in diesen Emails führen auf höchst zweifelhafte Seiten, deren Inhalte man ohne Bedenken als "Wiederbetätigung" bezeichnen kann - die Urheber dieser Seiten verhalten sich also nicht nur moralisch inkorrekt, sie machen sich auch strafbar!

"Glücklicherweise" hat(haben) der(die) Täter einen Fehler beim Abschreiben des Adressenmaterials gemacht, sodass ich durch eine servergenerierte Email wegen erfolglosem Zustellungsversuch darauf aufmerksam wurde.

Ich verwehre mich schärfstens dagegen, dass meine Adresse, bzw. meine Domain als Absender für derartige Aufrufe missbraucht wird und habe daher die erforderlichen Schritte unternommen, um den(die) Täter dafür in die Verantwortung zu ziehen. Sowohl der Meldestelle für Wiederbetätigung im Bundesministerium für Inneres
ns-wiederbetaetigung@mail.bmi.gv.at, als auch dem Provider der Absende-IP abuse@eunet.co.at wurde und wird weiterhin das komplette Material diesbezüglich ausgehändigt, mit der Kriminalpolizei wurde bereits Kontakt aufgenommen.

Ich bedanke mich bei den treuen und lieben Lesern von
www.mats.at und www.vw.kaefer.at.tf und hoffe, dass ich in diesem Fall von einer möglichst baldigen Klärung berichten kann.

Danke und liebe Grüße
mArtin


Freitag, 13. Mai 2005 16:40
Der neuerlich entflammte "Ortstafelstreit" in Kärnten läßt mich schon etwas an der Zurechnungsfähigkeit einiger Personen zweifeln. Abgesehen davon, dass sich Österreich im Rahmen des Staatsvertrages zu solch einer Kennzeichnung von mehrsprachigen Gemeinden verpflichtet hat - auf eine zwei- bzw. mehr-sprachige Ortstafel wäre ich als Mitbürger einer Gemeinde doch ziemlich Stolz! Man hört in diesem Zusammenhang immer wieder, dass mehrere Bürger Angst vor einer slowenischen Anektierung ihres so hübschen Dorfes hätten. Dieses Argument wäre für einen klar denkenden Menschen bereits 1972, anläßlich des Kärntner Ortstafelsturms, doch ziemlich löchrig gewesen. Aber ich merke immer wieder: Kärnten ist da schon etwas anders! Aus genau diesem Anlass kam ich auf eine geniale Idee - man sollte doch in Wien so etwas machen, alle Ortstafeln in vielen Sprachen - zumindest um damit ein eindeutiges Zeichen zu setzen! Aber mit dieser Idee war ich leider (d.h. in diesem Zusammenhang eigentlich: "glücklicherweise"!) nicht der Erste...

Donnerstag, 12. Mai 2005 20:30
Die Berg-Saison ist eröffnet. Für den interessierten Insider will ich den Weg auf die Rax kurz beschreiben: geplant ist es, vom Preiner Gscheid über den Reisstaler-Steig auf die Heukuppe zu gelangen, leider ist der Steig nach etwa 3/4 des Weges durch die berüchtigte Schneewechte (vor der Reform: "Schneewächte") versperrt und wir haben das Seil klugerweise im Auto liegen. Also wird umgekehrt und der Weg durch die Schotterfelder hin zum Gretchen gewählt. Durch den Umweg bedingt wird das Vorhaben "Heukuppe" gestrichen und gleich ein Kaffee im Karl-Ludwig-Haus eingenommen. Danach geht es weiter über den Predigtstuhl zum Langen Mann, der mit Figln bezwungen wird. Über Göbl-Kühn Steig und Waxriegelhaus geht es abwärts - und damit zurück zum Preiner Gscheid. Ist aber schon eine "brave Strecke" für den Saisonbeginn...

Mittwoch, 11. Mai 2005 08:00
In der Werbung muss jedes Unternehmen dazusehen, wie es seine Produkte mit nackten Frauen zeigen kann. Sonst wird das nix. Inzwischen blicken ja nicht nur von den Wäscheplakaten, sondern von allen möglichen Werbungen Nackerte auf uns herunter. Die Werbefritzen können ja sogar von Baumaterial-Firmen zu nackerten Mädels einen Bezug herstellen. Nebenbei: ich mag das, also werde ich sicherlich nichts dagegen schreiben. Doch von den neuen Depilan-Plakaten war ich dann doch etwas verwirrt. Beim ersten Mal hinsehen wirkte das Plakat auf mich, wie wenn ein paar Kinder sich mit dicken Filzstiften daran zu schaffen gemacht hätten. Dem ist nicht so, die Linien sind wirklich gedruckt. Aber was sollen sie darstellen? Unten wäre die "Bikini-Zone". OK. Aber was muss Frau in der oberen Zone rasieren? Wir werden es wohl nie erfahren. Depilan rechnet offensichtlich mit mächtigen Aufregern anläßlich ihrer neuen Kampagne *gähn*. Wer will, kann auf dieser Seite seine Bewertung abgeben...

Dienstag, 10. Mai 2005 15:20
Wie unendlich dumm die Menschheit weltweit wirklich ist, vermögen wir selber an jedem neuen Tag eindrucksvoll unter Beweis zu stellen - man muß nur aufmerksam durch die Medienlandschaft gehen. Aber auch in den "kleinen Dingen", welche einem das Leben erschweren, darf man mehrmals pro Woche auf neue (oder eher alte) Beweise der Dummheit gespannt sein. So erreichte mich gestern wieder einmal jene Email, die seit mindestens fünf Jahren ihre Kreise zieht. Über den Inhalt will ich gar nicht mehr schreiben - ein halbwegs gebildeter und im Internet versierter Mensch erkennt schon an der Betreff-Zeile den wahren (Un-)Sinn der Nachricht. Leider aber nicht der Studio-Kollege, von welchem sie an mich gesendet wurde. Damit die Unwissenheit des Absenders noch etwas unterstrichen wird, schreibt dieser die etwa 200 Empfänger-Adressen in das [AN:] - Feld. Danke herzlichst! Nicht nur in Österreich sind die Dummen noch zu Hause, auch in den USA muss man sich diesbezüglich nicht verstecken. Diese Email (exakt gleicher Bezug, nur eben in Englisch) kommt von einem amerikanischen Kollegen exakt fünf Tage früher. Bemerkenswert daran ist, dass dieser Kollege sein Geld unter anderem mit Web-Programmierung verdient! Er sollte sich also eigentlich auskennen. Liebe Arbeitskollegen! Wenn Euch das nächste Mal fad in der Hacke ist (if it is you boring in chops...) dann stöbert vor einer möglichen Belästigung Unschuldiger doch ein wenig im Netz! Eventuell würde man hier oder auch hier fündig?!...

Montag, 09. Mai 2005 22:40
Anthony John Wakefield, ein 24-jähriger britischer Soldat, ist im Südirak durch die Explosion einer Autobombe ums Leben gekommen. Einer von Vielen, die bisher in diesem Krieg ums Leben kamen. Irakis, Amerikander, Briten, Italiener,... viele Menschen mußten bisher für ein zweifelhaftes Ziel ihr Leben lassen. Anthony hinterließ drei Kinder und eine Frau. Diese Frau war es auch, welche ich soeben in einer deutschen Nachrichten-Sendung weinen sah. Sie gab die ganze Schuld an dem schrecklichen Desaster ihrer Familie dem britischen Premier Tony Blair. Er sei allein Schuld daran, denn: "wäre er nicht gemeinsam mit den USA in den Irak-Krieg gezogen, dann würde Anthony jetzt noch leben!" klagt die Witwe an. Vielleicht benötigt sie hier ein wenig Lebens-Nachhilfe. Auch im britischen Königreich kann sich der Einwohner meines Wissens nach frei entscheiden, welchen beruflichen Werdegang er einschlagen möchte. Und wenn sich jemand dazu entschließt Soldat zu werden, dann ist "Sterben im Einsatz" vermutlich ein ähnliches Berufsrisiko wie die Staublunge eines Karosserie-Spenglers oder Büroschlaf-Störungen bei Beamten. Ob Tony Blair seinerzeit die richtige Entscheidung traf, weiß ich auch nicht. Was ich aber sehr wohl weiß, ist, dass Anthony, wäre er KFZ-Mechaniker geworden, jetzt zu Hause bei seiner Frau sitzen würde...

Freitag, 06. Mai 2005 08:00
Eine wahrhaft wunderschöne Darbietung aus dem Würstchenland Nummer Eins stellt die Causa "Eis" anläßlich der Eishockey WM in der Wiener Stadthalle dar. Für die gesamte Welt wird offen gelegt, was den Österreichern wirklich wichtig ist. Hat man nämlich bei der WM beruflich zu tun, dann fallen einem sofort die ungeheuren Massen an beschilderten Männlein und Weiblein auf, die ihre temporäre Macht auch gleich Jedem demonstrieren möchten. Das Eis auf der Spielfläche bleibt aber, davon völlig ungerührt, schlecht. Mich wundert es, dass Österreich überhaupt noch solche Großveranstaltungen zur Ausrichtung erhält. Schön langsam müssten die verantwortlichen Vergabestellen doch schon gelernt haben, dass so etwas hier nicht wirklich funktioniert?!

Mittwoch, 04. Mai 2005 06:30
Offensichtlich hatte Österreichs einzig erfolgreicher Kinder-Pop-Star einen gröberen Konflikt mit der hauseigenen Stil-Polizei. Schon öfters hat mir bei Christls Anblick ein wenig vor dem abstehenden Blech, welches unter ihrer Unterlippe aus dem Gesicht ragte, geekelt. Scheinbar war dies bei mehreren Personen ebenfalls so. Vermutlich hat ein Mitarbeiter des hochgeschätzten RS Künstlermanagements (eine unfertige Seite, vertreten werden von »Artists in Motion« scheinbar ausnahmslos Leute aus dem ORF Talenteshop...) Christina zur Seite genommen und ihr folgende Worte ans kleine Herz gelegt: "Pass auf, Christl - es is so: die Öltern von die klaanen Madln woin net, dos enare Gschropp'n si a so an Schraufn ins Gsicht stessn, darum muas des aussi, olles kloa?!" Christl lies sich bekehren und langsam wird aus dem hässlichen Bübchen ein hübsches Mädchen. Bestimmt sind auch die Leute von Puma und diversen anderen Sponsoren besonders beglückt, nur ein makelloses Gesicht läßt sich gut verkaufen...

Dienstag, 03. Mai 2005 19:10
OK. Ich lasse die werten Leser entscheiden. In meinem Lieblingsprospekt - der von Thomann mit den Musikinstrumenten, der etwa jeden Monat einmal ins Haus flattert - dort eben habe ich ein ganz bezauberndes Stück gesehen. Das Emagic mt4 MIDI-Interface. Und das zu einem scheinbar wirklich guten Preis. Dennoch bin ich, wie immer, unschlüssig. Benötige ich es wirklich, oder geht es mit der alten Karte ohnehin noch? Aber der hintere Computer stürzt doch immer öfters ab, und dies scheint an den Kämpfen zu liegen, welche die professionelle und die weniger professionelle Karte miteinander ausfechten... Der kleine mt4 könnte dies eventuell bereinigen, oder?! Also was ist jetzt - kaufen, oder nicht kaufen?!

Montag, 02. Mai 2005 14:30
Nahezu täglich kommt irgendein neues Safterl auf den Markt. Und dieses reinigt Deinen Körper, steigert Deine Abwehrkräfte, befreit Dich von Flatulenzen, ist linksdrehend, bringt die Frische ins Haus, kommt aus der Natur, läßt Dich 25kg abnehmen, bringt Dir neue Freunde, ist gut für Deine Kinder, wirkt gegen alles und für alles - kurz und gut, es ist das »Blitzo« des neuen Jahrtausends. Ich habe eines von diesen Getränken probieren dürfen: Vöslauer BALANCE, sicher das Feng-Shui - Gerät unter den Power-Drinks. Schmecken tut es ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »Euzerl«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
, wie Red-Bull für Arme. Aber: es ist nass und löscht auch den Durst. Prost.


(C) mArtin, im Mai 2005.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!