| Donnerstag, 31. März 2005 06:50 | |
Aus der Dankesrede des gestern mit dem goldenen Ehrenzeichen der Stadt Wien geehrten Manfred Deix (OT: "Danke für dieses Gerät!") konnte man so einiges heraushören. Deix hält Mickey Mouse für einen Arsch - dabei stimme ich ihm, ganz nebenbei erwähnt, vollkommen zu! Und er erzählte von dem ursprünglichen Grund, welcher ihn bewog, von Böheimkirchen nach Wien zu ziehen. Es hätten die Bauern seines Heimatdorfes immer erzählt: "In Wien ist jede zweite Frau eine Hure." Aus diesen Überlieferungen zog er seinen Schluss: "Da muss ich hin." Total verständlich, sage ich - und genau deshalb werde ich jetzt nach Böheimkirchen aufbrechen, um mich mit diesen Bauern, so sie noch leben, näher zu unterhalten. Ich will doch auch wissen, wo... | |
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| Mittwoch, 30. März 2005 21:40 | |
Apropos Post und Telefon. Jeder hat ja jetzt sein Mobil-Teil. Daher werden mit der Zeit die früher so beliebten Telefonhäuschen ziemlich überflüssig. An jeder Ecke der Stadt angesiedelt, hatten sie durchaus weitreichendere Aufgaben, als rein der Telekommunikation zu dienen. Sicher mehrmals war ich ganz froh, mich während eines schweren Regengusses in einem »Telefonhütterl« unterstellen zu dürfen. Eine meiner ersten Romanzen war ebenfalls sehr eng mit einem solchen Häuschen verbunden. Erinnerungen, welche so bald nicht wiederholt werden können (aber nicht nur wegen der fehlenden Frau). Denn gestern wurde ich unfreiwillig Zeuge der Wahrheit. Das erschütternde Zeitdokument ist hier zu sehen *heul!*. | |
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| Dienstag, 29. März 2005 15:30 | |
Die Post ist halt doch nicht mehr die Post. Zumindest nicht mehr so, wie wir sie gewohnt sind - denn wer bekommt beispielsweise sein Telefon noch von der Post?! Dafür ist heute ja die Telekom als Privatunternehmen zuständig. So wird es uns erzählt. Was muss aber ein privates Unternehmen anstellen, um an die Autos seines Fuhrparks die Kennzeichen mit dem Adler zu bekommen? So alt ist der VW Caddy aber nicht, dass er von der Trennung Post-Telekom noch nichts mitbekommen hätte. Irgendwie komme scheinbar nicht nur ich mit diesen Trennungen noch nicht so ganz klar. Also bleibe ich dabei, ich habe mein Telefon von der Post. Punkt. | |
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| Freitag, 25. März 2005 07:20 | |
Wieder einmal ein hübscher Schnappschuss, dank meiner stets bereiten Digital-Kamera. Immer wieder grüble ich über den Umstand, wie wohl Porno-Kinos angesichts der Tatsache, dass nahezu jedes beliebige Bild und/oderVideo gratis und sofort im Internet "herunterholbar" ist, überleben können. »3 FILME 3 SÄLE 1 PREIS DAMEN UND PAARE GRATIS« verspricht die Voranzeige-Tafel am Porno-Kino an einer Ecke des Währinger-Gürtel. Lecker! Ich sehe das feine Interieur des mit wohligen Gerüchen durchsetzten Saales direkt vor mir. Es tummeln sich allerlei Intelektuelle und andere wohlerzogene Menschen zwischen den mit Flauschi-Stoff bezogenen Stühlen und diskutieren über die freie Liebe, Atomphysik, Greenpeace und diverse andere sich anbietende Themen. Im Hintergrund läuft der Streifen "Dornhöschen im Land der saftig-heißen Schenkelspiele" - ein leises, aber dennoch wahrnehmbares Stöhnen zieht durch den Saal. Klartext-Frage: geht wirklich noch irgend jemand in ein Porno-Kino??!! Antwort: die "Vernetzung" der Wiener ist noch nicht auf einem 100%igen Stand, daher... | |
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| Donnerstag, 24. März 2005 08:30 | |
Jetzt ist es endlich heraussen und soll auch noch in die UNESCO-Liste der Weltkulturerben aufgenommen werden. Wir Österreicher sind charmant, weltoffen und ordentlich. Ich habe es vernommen und zunächst an einen recht mäßig gelungenen Aprilscherz gedacht. Aber dann bringt das auch noch der | |
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| Mittwoch, 23. März 2005 08:00 | |
Im Unterbewusstsein habe ich es doch öfters wahrgenommen. Das Zeichen mit dem Schriftzug »SOS«. Ohne länger darüber nachzudenken, hatte es für mich wohl die Bedeutung, dass sich an einem mit diesem Zeichen versehenen Ort vielleicht eine Notrufsäule oder ein Defibrillator befinden möge. Weit gefehlt! Erst gestern Nachmittag wurde mir die wahre Bedeutung des kleinen Zeichens verinnerlicht. Beim erzwungenen Anhalten vor einer roten Ampel las ich auf einem Schild neben der Fahrbahn jenen Satz: "Bitte ruft mir bei Todesgefahr einen katholischen Priester!" und staunte nicht schlecht. Einen Priester rufen? Noch dazu einen Katholischen? Soll mir der, während ich unter dem Jaguar eines Industriellen aus Mödling verrecke, auf mein Spatzi greifen? Oder meinen die Erfinder des Aufklebers, dass ein Priester schneller beim Unfallort wäre, als ein Arzt? Ach ja, stimmt - da war doch was... Dennoch, ich will in einem solchen Moment (...dieser sollte aber bitte dennoch nie eintreten...) garantiert keinen katholischen Priester um mich herum haben. Daher gründe ich mit heutigem Datum den Verein: "Bitte ruft mir bei Lebensgefahr oder Tod Alles und Jeden, aber nie und nimmer einen katholischen Priester!" Und dies selbstverständlich mit eigenem Logo. | |
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| Dienstag, 22. März 2005 07:40 | |
Ein kleiner Unfall am Lerchenfelder Gürtel. Verursacht von einem 58-jährigen, Jaguar-fahrenden, Besoffenen (Industrieller, Rudolf P., Breitenfurt). Ein kleiner Blechschaden, mehr nicht. Aber der Täter wird angesichts einiger Zeugen, welche seine offensichtliche Alkoholisierung bemerken, nervös - springt in seinen Wagen und überfährt bei der Flucht einen der Zeugen, welcher den Täter stoppen will. Der angefahrene Zeuge mit Zivilcourage liegt derzeit mit einem Schädel-Hirn-Trauma im Spital. Der Mödlinger Täter ist dank einem Foto, welches der "getroffene" PKW-Fahrer mit seinem Mobiltelefon machte, bereits in U-Haft. Und damit wurde auch ein besonders schönes Detail der Sache bekannt. Der "Industrielle" aus Mödling ist "polizeibekannt" (was auch immer dies bedeuten mag...) und ihm wurde bereits drei Mal der Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgenommen. Aber er hat ihn natürlich jedes Mal wiederbekommen. Und dies sicher nicht nach Jahren der "Abstinenz"! Wir sind doch immerhin stolz darauf, ein »Weinland« zu sein. Da muss man schon mit ein paar solchen "Vorfällen" rechnen. Wenn man diese gegen die enormen Gewinne, welche aus der legalen Droge hierzulande gewonnen werden, gegenrechnet, dann ... also absolut lächerlich! | |
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| Montag, 21. März 2005 20:30 | |
Hiermit wird offiziell bekanntgegeben: sollte ich sterben und mein Körper noch einigermassen intakt (und auch halbwegs hübsch) sein, dann benachrichtige man bitte sofort Herrn Univ.- Prof. Dr.techn Hermann Steffan, den Leiter des Instituts für Fahrzeugsicherheit der TU Graz (Email: h.steffan@TUGraz.at). Wenn ich schon mein Leben lang keinen wirklich coolen Job haben kann, dann wenigstens... | |
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| Freitag, 18. März 2005 08:40 | |
Eine Ärztin, die bei einem Notfall nicht kommen will. Derzeit ist dieses Thema wohl in aller Munde - und die Frau ist bereits allerorts vorverurteilt. Nachdem ich ein Interview mit dieser Frau (in »Thema«) gesehen habe, versuche ich mir ebenfalls ein Urteil zu bilden. Und dieses sieht zweigeteilt aus. Zum Ersten: auch Ärzte sind (nur) Menschen. Warum sollen gerade Ärzte anders reagieren, als jener Techniker, der Deinen Fernseher repariert? Ja, wir wollen einfach in der Gewissheit leben, dass jederzeit und an jedem beliebigen Ort sofort ein Arzt anwesend ist, der auf der Stelle helfen kann. Wie beim Fernseher eben. Dazu aber müßte man der Papst sein. Niest dieser, dann steht ein 40-köpfiges Chirurgenteam mit dem Taschentuch bereit. Die interviewte Ärztin meint, wir müssen uns damit abfinden, dass wir auch sterben. Und hat damit gar nicht so unrecht. Ausserdem: zum Zeitpunkt des Anrufs war bereits ein Notarzt vor Ort. Kann dieser nicht helfen? Oder sind Notärzte nur "halbe" Ärzte? Können also lediglich den Satz: "Na, wie geht's uns denn heute?" aussprechen und bunte Zapferl hinten hineinstecken?! Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll. Die Frau Doktor wirkte auf mich in dem angesprochenen Interview auf jeden Fall relativ vernünftig... | |
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| Mittwoch, 16. März 2005 05:50 | |
Die österreichische Telekom möchte uns durchaus immer wieder beweisen, dass in ihrem Unternehmen so ziemlich alles getan wird, um schlicht und einfach doch ein bisserlbisserl»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig. Am wenigsten wäre dann ein »Euzerl«. Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt. als Deppen dazustehen. Und diese Aufgabe erfüllen die Leute vom Helpdesk bis hinauf zu den Aufsichtsratsvorsitzenden wirklich erstklassig. Meine neueste Entdeckung dabei: eine Seite der Telekom, welche durchaus irgendwie seltsam anmutet. Was will mir die Telekom mit »BRAZIL« mitteilen? Geht es um das Land, oder den Film? Nachdem sich in dem Film vieles um ein allmächtiges »Ministerium für Informationswiederbeschaffung« dreht, darf jeder seinen eigenen Schluss ziehen. Hier also der Link, der tatsächlich auf eine echte Seite der österreichischen Telekom führt! | |
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| Dienstag, 15. März 2005 14:20 | |
Ich durfte soeben einer durchaus interessanten Veranstaltung beiwohnen. Im Siemens Forum Wien gab es »Standpunkt«, die Bildungs-Diskussion mit SchülerInnen von zehn bis etwa 16 Jahren. Diskussionsleiter war der von mir hoch geschätzte Rainer Rosenberg, welcher mit einigem Geschick die jungen Leute zum Reden brachte. Dabei kam einiges zum Vorschein. Eindruck Nummer eins: die Interessen der Schüler haben sich kaum geändert, die Mädchen und Jungen beschweren sich darüber, dass sie beim Zuspätkommen ins Klassenbuch eingetragen werden, die Lehrer aber oft zu spät erscheinen, dass kein Cola-Automat aufgestellt wird, dass es keine Raucherzone gibt,... etc. Eindruck Nummer zwei: es gibt durchaus ernstzunehmende Personen unter den anwesenden Schülern. Man merkt bereits in diesem Alter, wer von den jungen Menschen einmal in unserer Gesellschaft erfolgreich sein wird, und wer sich mit den »unangenehmeren« Jobs begnügen wird müssen. Conclusio der Veranstaltung: die Schüler fordern eine geringere Schüleranzahl pro Klasse (max. 15 - 20 Schüler), einsichtigeres und pädagogisch gebildeteres Lehrpersonal (irgendwie klingt diese Forderung aus dem Munde eines Schülers nach einer unreflektiert übernommenen Standard-Aussage...), mehr Mitbestimmungsrechte und vor allem mehr Spass an der Schule. Anhand dieser Forderungen, dem Gehörten im Lauf der Diskussion und der Tatsache, dass in meiner Klasse 36 Leute für ihr Leben lernten (und immerhin 28 davon auch gemeinsam maturierten) muss ich bestürzt feststellen, dass ich nach diesen »Richtlinien« gemessen offensichtlich über eine extrem schlechte Schulbildung verfüge. Der heitere Höhepunkt dieser Veranstaltung: ein HTL-Schüler der Abteilung Elektrotechnik und Elektronik beschwert sich lautstark ins Mikrophon: "...warum müssen wir Physik und Chemie lernen, das interessiert bei uns niemanden und geht total an unserem Fach vorbei!". Darauf Rainer Rosenberg: "Dann wissen sie zum Beispiel nicht, wie ein galvanisches Element, also eine "Batterie" funktioniert?!" Darauf derselbe Schüler: "Na eben, wen interessiert das schon?!!" Diesen Schüler werde ich spätestens in zwei bis drei Jahren beim Pflegen der Strasse vor meinem Haus wiedersehen... | |
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| Montag, 14. März 2005 07:10 | |
Die heutige Schlagzeile der 07:00-Uhr Nachrichten von Radio-Wien: »der heftige Winter hat auf den Strassen Wiens zahlreiche Schlaglöcher hinterlassen, welche jetzt von der MA 28 ausgebessert werden müssen«. Aha. Wir sind jetzt aber sicher schon sehr froh, dass es Radio-Wien und seine aktuellen Nachrichten gibt, wie wären wir sonst nur darauf gekommen?! Bei dieser brandaktuellen Meldung wird Radio-Wien noch von der Internet-Platform des ORF unterstützt. Dort kann man lesen: "Schlaglöcher behindern Verkehr!" Na geh jetzt aber wirklich! Diese Aktualität, der enorme regionale Bezug, die Ausführlichkeit,... ich bin schlichtweg überwältigt. | |
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| Freitag, 11. März 2005 22:50 | |
Der Klassiker: die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht, die FPÖ wird neu gegründet, nein - doch nicht,... | |
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| Donnerstag, 10. März 2005 07:40 | |
Die Schlagzeile des Bezirksjournals von dieser Woche lautet: »Defizit mit Falco«. Na geh, wirklich - sowas aber auch! Zum Ersten ist der Titel nicht wahrheitsgetreu, denn die meisten Sparten der Musikindustrie machen mit dem Tod des Superstars sehr wohl ordentlich schwarze Zahlen. Zum Zweiten ist dies nicht weiter verwunderlich - wen soll dieses »Musical« denn eigentlich ansprechen? Wenn die unfähigen Leute der Vereinigten Bühnen Wien damit diejenigen erreichen wollen, deren Jugend nicht unmassgeblich durch Falco geprägt wurde, dann war der Misserfolg garantiert: will ich meine Erlebnisse mit Falco, wie z.B. das Konzert auf der Donauinsel mit 100.000en von Fans, wie z.B. das Konzert im BA-Zelt in "intimer Atmosphäre" vor 1500 Musikern, wie z.B. »Falco« mit »Junge Römer« aus den Lautsprechern meines ersten Autos (eines hübschen, roten Mini 1000), wie z.B. »Nie mehr Schule«, selber gesungen in unserer Maturaklasse, will ich all diese wunderbaren Erinnerungen durch einen besonders seltsamen Piefke, der nicht einmal annähernd versteht, was da abging, zerstören lassen? Nein, sicher nicht. Kommen als Besucher solch eines »Musicals« also lediglich die zahlreichen maximal 15-jährigen Musical-Junkies in Frage. Und deren Barschaft ist bekanntermassen stark begrenzt. War also sozusagen eine klassische Loose-Loose-Situation. | |
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| Mittwoch, 09. März 2005 07:30 | |
Diese FPÖ-Sache läßt einen einfach nicht los. Es hat schon enorm hohen Unterhaltungswert, wenn zwei ziemliche Ungust'ln sich via Medien ordentlich ind' Gosch'nGosch'nAuch »Papp'n« genannt. Das ist eigentlich der »Mund« - aber meistens doch eher als Aufforderung gemeint, denselben nicht mehr zum Zwecke der Artikulation zu öffnen. Wenn Sie von einem Österreicher also ein zischend leises »Gosch'n« in Ihre Richtung vernehmen sollten, dann ist es in der Tat sehr ratsam, einfach nichts mehr zu sagen. Oder sich zu bewegen. hau'n (=die Fresse polieren). H.C.Strache versteht die blaue Welt nicht mehr. Eben noch eine lange Schleimspur hinter Haider gelassen, jetzt schon zum Erzfeind mutiert - welchen wirklich niemand in der »neuen FPÖ« haben will?! "Aber das wer'ma noch sehen" meint Strachi und will am Ende doch der Wirt bei der irgendwann zu stellenden Rechnung sein. Wir dürfen uns zurücklehnen und zusehen. Heute im Laufe des Tages wird die »FPÖneu« vorgestellt, man wird ja sehen - wer dann darf, und wer nicht. Die Kandidaten für eine Spaltung stehen bereits fest. Vielleicht haben wir ja die große Freude, bald eine »FPÖalt« mit Strache, Mölzer und Stadler und eine »FPÖneu« mit dem wackeren Rest bei wunderbaren Rundumschlägen beobachten zu dürfen... | |
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| Dienstag, 08. März 2005 19:50 | |
Schon heute im Mittagsjournal war so etwas in dieser Art zu vernehmen, jetzt in der ZIB1 schon wieder: nach der gestrigen Klubklausur will Haider wirklich eine Neugründung der F! Dabei sollen einfach Teile der "alten FPÖ" stillgelegt werden, damit dann die "neue FPÖ" wie der Phönix aus der Asche... Das mit dem stilllegen von Teilen der FPÖ könnte wirklich zu einer guten Idee mutieren, wenn man diese Teile auch dementsprechend umfangreich definiert... | |
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| Montag, 07. März 2005 20:30 | |
2 Tote, Einer fast tot, einige Verletzte und Einer, der dafür einem Verfahren entgegensieht. Die vorläufige Bilanz des Bus-Attentats in Floridsdorf. Einerseits furchtbar, auf der anderen Seite sollten wir doch froh sein, dass Unfälle dieser Art nicht täglich geschehen. Bei den Verhaltensweisen der KFZ-Lenker im Allgemeinen ließe sich das schon annehmen. Der Fahrer des Dr. Richard Busses wird wohl dem allgemein verbreiteten Busfahrer-und-Taxler-Gesetzes-Irrtum aufgesessen sein: "ich bin ein Einsatzfahrzeug, ich bin ein Einsatzfahrzeug, ich bin ein Einsatzfahrzeug, ich bin ein Einsatzfahrzeug,..." | |
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| Freitag, 04. März 2005 10:20 | |
Na gut, fahren eben die sich selbst für enorm global haltenden Käsekreiner irgendwann im Mai nach Kiew. Wie bereits erwähnt, stellt dies rein musikalisch betrachtet die einzig richtige Wahl dar. Nachdem jetzt aber die Burschen und das Mädel des öfteren in den Medien zu erblicken und deren Aussagen zu erlauschen sind, bezweifle ich die Sinnhaftigkeit der Aktion sehr. Die Sympathiewerte der männlichen Mitglieder bewegen sich zwischen Mussolini und H.C.Strache. Ich bekomme unweigerlich das Gefühl, dass die Herren Musiker dereinst nach grauslichgrauslichEigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten. Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...« er Ausstrahlung, Impertinenz und Unfreundlichkeit ausgesiebt wurden. Was am Ende übrig blieb, würde dem Original Slavko sicher nicht behagen. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Selbstwertgefühl. Auch die Global Kryner glauben wirklich, den Würstchen-Status bereits durch eine goldene CD in Österreich komplett hinter sich gelassen zu haben. Für den Songcontest gilt daher nicht mehr so ganz: »...und möge der Beste gewinnen...« | |
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| Donnerstag, 03. März 2005 07:50 | |
Und wieder habe ich beruflich in der Stadthalle zu tun. Dabei fällt mir dieses Mal ein grosses schwarzes Tor auf, durch welches leicht ein LKW fahren könnte. Darüber ein Schild. Nachdem ich das Schild eingehend betrachtet und digital abgelichtet habe, werde ich mir so langsam über die Wichtigkeit des Bindestrichs (-) als Lese- und Versteh- Hilfe bewusst. Was mögen sich die vielen Besucher der Stadthalle denken, welche nicht aus der unmittelbaren Umgebung des 15. Bezirks stammen? Was denken sich die englischen, holländischen oder belgischen Roadies, die für die ganzen Pop- und Rock- Stars die Anlagen aufbauen und welche allesamt nur wenig deutsch sprechen? Eine Garage, die nur einen Monat lang geöffnet hat? Und warum sind dann die Garagen für Februar, April und Mai nicht gleich daneben? Ich versuche diese Gedanken abzuwenden und in Ruhe weiterzuarbeiten. Derzeit ist ja ohnehin März - also alles kein Problem... | |
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| Mittwoch, 02. März 2005 08:30 | |
Die Arbeitszeit ist es, über welche sich derzeit jedermann Gedanken macht. Der fidele Industrielle Veit Sorger schlägt doch tatsächlich vor, die täglich mögliche Arbeitszeit auf 10 oder vielleicht auch 12 Stunden auszudehnen, ohne dass es dabei zu Überstunden käme. Damit ersparen sich die Unternehmen viel Geld und es würden neue Arbeitsplätze geschaffen. Geh Veit, du alter Schelm - glaubst wirklich, das nimmt dir irgendjemand ab? *brülll-lach-am-Boden-wälz* Es stimmt, damit ersparen sich Unternehmen viel Geld, das ist aber auch schon die einzige Wahrheit in deinen Ausführungen. Es gibt in der realen Welt des freien Kapitalismus kein einziges Unternehmen, welches sich das gewonnene Geld nicht sofort unter den Nagel reißt. Dafür kann man dann außerdem Mitarbeiter entlassen, denn die Restlichen arbeiten ohnehin 10-12 Stunden pro Tag und dies viel billiger als bisher, denn es gibt ja inzwischen keine Überstunden mehr. Aber ich verstehe dich, lieber Veit. Wie kann denn deinereins seinen exorbitanten Lebensstil aufrecht halten, wenn wir nicht langsam die gleichen unternehmerfreundlichen Bedingungen wie in den Billigproduktionsländern bekommen... Veit, ich verstehe dich! | |
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| Dienstag, 01. März 2005 18:20 | |
Mir fiel dieser kleine Artikel in einem der zahlreichen Bezirks(schund)blätter auf, welche tagtäglich Deinen Postkasten so aussehen lassen, als seist Du seit 13 Wochen auf Urlaub in Kirgisien. Die Rede (besser: Schreibe) ist hierbei von Frau Rosalinde Haller, einer angeblich bekannten Hellseherin (= sie kann nur sehen, wenn es hell ist?), welche (wie heutzutage nahezu jedes Nudelauge) auch ein Buch geschrieben hat. In diesem behauptet sie, dass sie die "verheerende Flutkatastrophe" von Dezember vorigen Jahres bereits 1999 vorhergesehen hat. Da drängt sich mir folgende Frage auf: »wieso und weshalb, liebe Frau Haller, haben sie dann nicht gleich alle betroffenen Staaten gewarnt? Sie hätten doch spätestens Anfang Dezember 2004 alle Fernsehstationen weltweit rebellisch machen können, solch ein Thema hätte jeder nur zu gerne aufgegriffen - und die Menschen wären vorgewarnt gewesen. Aber nein, sie haben dann doch lieber Hunderttausende sterben lassen.« Also entweder doch alles nur Scheisse, oder aber eine beeindruckende Machtdemonstration... | |
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