| Freitag, 29. Juli 2005 19:50 | |
Und wieder einmal ist es soweit: LINUX, die Siebente. Nach einer Hardware-Reparatur-Woche (an einem in Pflege gegebenen Rechner) mit einigen Überraschungen bin ich überzeugt, dass es doch Sinn macht, einen Rechner auch mit LINUX auszustatten. Nicht, dass ich zu jenen gehören würde, welche andauernd über Microsoft schimpfen (...immer nur ein bisserlbisserl»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig. Am wenigsten wäre dann ein »Euzerl«. Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt. ...) und kein gutes Haar an deren Betriebssystemen lassen würden. Nein. Aber gut wäre es schon, wenn man sich auf anderen Systemen ebenfalls schlau machen kann - und ein Mac steht gerade nicht zur Verfügung. Also her mit einer zweiten Festplatte in den Büro-Rechner, ein paar Versuche gestartet (neues Knoppix, altes Mandrake,...) und voila, ein uraltes Mandrake Linux 8.2 läuft. Aber bereits beim Aufsetzen des Rechners macht sich deutlich, warum man doch einiges von Computern verstehen sollte, wenn man Linux selbst installieren will. Mandrake ist ein Hund - bellt jedoch bei mir bisher ganz brav... | |
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| Mittwoch, 27. Juli 2005 08:20 | |
»Worüber sich die Leute ihre Köpfe zerbrechen, oder was man so im Allgemeinen liest.« - nicht der Titel eines neuen Buches, sondern der momentane Gedanke in meinem Kopf. Bei Kaffee, Butterbrot (naja, eigentlich Margarine-Brot), ein paar Schnitten und dem Standard (ist noch für drei Wochen meine Morgen-Zeitung, danach beginnt vermutlich wieder das SN Gratis-Abo) stolpere ich über einen, für mich doch auffälligen, Artikel. Demnach solle Tony Blair in den letzten sechs Jahren 1.520,-- Euro für Kosmetika und 1.145,-- Euro für Kosmetik-Fachkräfte ausgegeben haben. Gelesen, verstanden, verarbeitet. Eigentlich ganz angenehm, so ein kurzer, leicht verständlicher Artikel - neben der ansonsten nur allzu groben Kost. Denn schon auf der nächsten Seite blicken mir Oma Gehrer und Rauch-Kallat (auch keine Schönheit...) direkt ins Gesicht, dabei will das Frühstück nicht wirklich unten bleiben. Ein kurzer Blick auf Google mit dem Suchstring "Tony Blair Kosmetika" läßt mich aber doch wieder etwas nachdenklich werden - ob denn die Anzahl der Suchergebnisse der »Wichtigkeit des Themas« angemessen ist...? | |
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| Dienstag, 26. Juli 2005 09:30 | |
Worüber sollte ich heute schreiben? - zwei Themen stünden hier zur Auswahl: a.) 44% aller jungen Muslime in England zeigen Verständnis für die Handlungen der Attentäter, oder b.) wohin verschwinden Socken in einer New Yorker Wäscherei? Prioritäten sind doch dazu da, um gesetzt zu werden, also ganz klar b.) »Laundrobot«, so nennt sich eine Münzwäscherei im East Village von New York, wo der Kunde ganz genau weiß, wohin seine Socken nach dem wöchentlichen Waschtag verschwinden - nämlich in einen netten Rahmen, direkt an die Wand - über den Maschinen. Eine wirklich gute Sache. Bei der Findigkeit der Amerikaner, alles Mögliche zu Geld zu machen, wird es vermutlich nicht mehr lange dauern, bis die ersten Promi-Socken bei | |
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| Montag, 25. Juli 2005 06:50 | |
Der Standard bringt auch manchmal Meldungen, welche in einem (in diesem Falle vor allem in mir!) das äußerst lebendige Gefühl der Genugtuung aufkommen lassen. Der Eintrag vom 18. April 2005 verrät dem werten Leser meine Einstellung zu den moralisch höchst bedenklichen Gewinnspielen, welche in den vergangenen Monaten auf ORF, ATV+ und einem anderen, kaum zu empfangenden, österreichischen Sender zu sehen waren. Endlich erfährt man "Schwarz auf Lachs", dass Spiele dieser Art nicht koscher sind. Neben der unverhohlenen Freude über solch eine Aktion gesellt sich bei mir vor allem das Gefühl hinzu, dass meine innere moralische Messlatte so falsch gar nicht liegen kann... | |
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| Freitag, 22. Juli 2005 20:40 | |
Letztendlich hat es doch geklappt - mit Ach und Weh hat meine 10 Jahre alte SEAT-Rostschüssel die §57a Prüfungsplakette, das »Pickerl«, bekommen. Dennoch, einige Aussagen der Prüfenden (beim ÖAMTC hat es ja zunächst nicht geklappt) machen mich doch ein wenig nachdenklich. Er sei "nicht schön genug" für die Überprüfung gewesen, hieß es. Scheinbar gibt es eine neue Devise, nach welcher die Werkstätten (und auch der ÖAMTC) arbeiten sollen: ein Auto muss hübsch aussehen - die Stadt ist ohnehin hässlich genug! Aber egal, einfach nicht darüber nachdenken - auch nicht darüber, warum und wie ein Auto eigentlich von innen her zer-rostet, das Pickerl ist da, die nächste Angstattacke hat Zeit bis 2006... | |
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| Donnerstag, 21. Juli 2005 18:20 | |
Man ruf zur Besonnenheit auf - wir dürfen nicht alle Muslime in einen Topf werfen. Sehr gut. Sollte man übrigens auch nicht mit allen Juden, oder allen Christen, oder allen Sonstnochwas machen. Nach der zweiten (missglückten) Anschlagsserie in London liegen die Nerven jedoch relativ blank. Und neben der Frage, wie lange es bei uns noch dauert - bis kranke Muslime ihre Bomben zünden, stelle ich mir jene, wie ich nach der ersten feigen Attacke reagieren würde ... dabei stelle ich fest, dass ich von »political incorrectness« nur so durchsetzt bin. Ich würde die Nähe dunkelhäutiger Menschen eher meiden, alle Moschee-ähnlichen Gebäude kilometerweit umgehen und arabisch klingende Gespräche als sofortigen Fluchtgrund definieren. Schade, dass ich solch ein schlechter Mensch bin. | |
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| Mittwoch, 20. Juli 2005 16:30 | |
Schon aufgefallen?! Irgend etwas muss sich im Verhältnis des | |
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| Dienstag, 19. Juli 2005 06:10 | |
Heute kann ich gar nicht schimpfen über die Polizei, ganz im Gegenteil...! Ich habe gestern, zu jenem Zeitpunkt, als ich den Polizisten sehe, eigentlich vor, mein Altglas im Container zu entsorgen - dieses steht jetzt immer noch im Büro herum. "Guten Tag, Verkehrskontrolle!" ist seine Begrüßung. "Guten Morgen, ich war doch sicher nicht zu schnell?!" meine Antwort. Er nimmte die Papiere entgegen und beginnt den Rundgang um mein Fahrzeug. Inzwischen ruft der Kollege mit der Radarpistole "29 km/h - passt!" Innerlich schließe ich dennoch mit allem ab und bereite mich auf grobe Probleme, eine Anzeige und erhebliche finanzielle Aufwände vor. Die §57a-Begutachtungsplakette, das »Pickerl« ist mit Jänner 2005 abgelaufen - »Hoppala!«. Der Polizist kommt nach dem Rundgang um meinen Schrotthaufen zum Fenster und meint: "Sie wissen, was los ist?!" Leider weiß ich es und antworte: "ja, jetzt bin ich dran - ich weiß!" Offensichtlich war dies die richtige Antwort, denn er notiert meine Daten auf einem Zettel und meint, er beläßt es bei einer Verwarnung. Ich solle die Überprüfung bis 5. August nachholen und dann gäbe es keine Anzeige. »Hörbares Aufatmen meinerseits - herzlichen Dank!« So schnell habe ich mich noch nie um einen Termin für die Überprüfung gekümmert - der Wagen steht schon in Christophs Werkstatt. Ich nehme mir außerdem ganz fest vor, es nächstes Jahr nicht mehr so weit kommen zu lassen - und dies in dem Wissen, dass es wieder genau so kommen wird. Lerne ich eigentlich nie dazu? | |
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| Montag, 18. Juli 2005 07:40 | |
»Benutze ich jetzt die Alte oder doch lieber die Neue Rechtschreibung, oder gar ein Konglomerat aus Beiden?!« Eine Frage, welche sich viele Internet-Benutzer aus bekannten Gründen heraus (siehe PISA...), zu stellen gar nicht imstande sind. In diesem Sinne staune ich nicht schlecht, als ich gestern auf meiner Käfer-Seite etwas herumstöbere um nach dem Rechten zu sehen und dabei dieses Inserat lese. Das Lachen bleibt mir in solchen Momenten doch etwas im Halse stecken - aber: um die liebe Sarah nicht vorschnell zu verurteilen, bemühe ich noch Google und verzweifle. Ich habe da entweder schon wieder etwas nicht mitbekommen - oder »PISA(A/D)« verschweigt die eigentlichen Ergebnisse... | |
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| Freitag, 15. Juli 2005 07:40 | |
Abendjournal in Ö1 gestern um 18 Uhr 13, in meinem Wagen - auf dem Weg nach Hause. Es läuft ein Beitrag zu den Anschlägen von London - und den Reaktionen diesbezüglich. Der Sprecher formuliert folgenden Satz: "Tony Blair ist mit einem Teil seines Kabinetts auf die Strasse vor Downing Street Nummer 10 gekommen." Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits Schwierigkeiten, den Wagen in angemessenem Fahrstil im Wiener Abendverkehr zu halten. Meine kindliche Vorstellungskraft malt diesen Satz mit äußerst lebhaften Details aus. Wie Tonys Zimmer, Küche, Kabinett wohl aussehen mögen? Ob er bei solchen Vorstellungen immer alles alleine schleppen muss? Ob er auch schon einmal andere Teile (aus dem WC oder der strengen Kammer) zu seinen Reden mitnimmt? | |
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| Donnerstag, 14. Juli 2005 16:10 | |
Eine Woche nach den Anschlägen von London wird die Angst allerorts wieder spürbar größer. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass man die Attentäter bereits nach kürzester Zeit ausgeforscht hat. Fünf junge Muslime, welche allen Anschein nach britische Staatsbürger waren, haben als Selbstmordattentäter den direkten Weg in ihr Paradies gewählt. Und dabei waren sie in ihrem bisherigen Leben nie als besondere Extremisten aufgefallen. Kein Turban, kein langer Bart, kein böser Blick. Scheinbar ganz normale Menschen, ohne besondere Kennzeichen von Hass - ganz im Gegenteil: einer der jungen Männer war als Hilfslehrer für schwierige Kinder und Kinder von Einwanderern eher durch sein besonderes Sozialengagement aufgefallen. Ist also der neue Typ des Attentäters eher der nette Mann von nebenan? Dieser Umstand muss es für Onkel Georg (das W.) doch ziemlich schwer machen, die »Achse des Bösen« zu bekämpfen... | |
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| Mittwoch, 13. Juli 2005 08:30 | |
"Breitband" - Das Un-Wort des Jahrtausends! Wer bei seinen Datenausflügen in die internationale Welt des Netzes keine enormen Wartezeiten haben möchte, der möge sich doch einmal damit auseinandersetzen. Zu den Anfangszeiten von ADSL wurde mit eben jenen Argumenten geworben (wie bei dem Spot der Telekom unten zu hören!) - und ich habe mich dazu überreden lassen. Zugegeben, schneller als mit dem Dampf-Telefon-Modem war man, aber schon damals wurden mir die Grenzen von ADSL nur zu deutlich aufgezeigt. Und es wurde, gemäß der schlechten Erwartungshaltung, auch weiterhin langsamer. Wenn ich heute um 18:00 ins Netz will, dann bietet sich mir beim alltäglichen Test das hier zu sehende Bild (Anmerkung am Rande: ich bin dabei in Penzing, der Rechner steht in Hietzing..!). Keine Chance. Wer also heute noch unbedingt ADSL (Alter, Die Sau Lahmt!) haben will, der suche sich einfach den billigsten Provider heraus (da war doch was ohne Telefon-Grundgebühr?!?), denn noch schlechter kann die Qualität eigentlich nicht mehr sein... | |
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| Dienstag, 12. Juli 2005 09:40 | |
Wer kennt sie nicht, die oft bis zur Unkenntlichkeit bekritzelten Telefonzettel auf dem Block neben dem Festnetz-Telefon (Erklärung für den jüngeren Leser: das ist eine, dem Handy rein von der Funktion her nicht unähnliche, Apparatur, welche allerdings, so sie zum täglichen Drogen-Clubbing mitgenommen, sofort nach Verlassen der eigenen vier Wände ihre eigentliche Funktion verliert.). Solch ein Zettel-Kunstwerk hat sich heute auch bei mir ergeben. Ich wollte doch noch einen letzten Versuch starten, meinen in Amerika gekauften Synthesizer eventuell zu bekommen (siehe Eintragung vom 29. Juni 2005). Meine Idee: vielleicht liegt das Teil bei irgendeinem Zollamt und die Beamten vermuten darin eine gefährliche Bombe oder einen ungeheuren Sachwert. Ein Anruf beim Zollamt Wien führt mich auch schon nach Deutschland. Nach Gesprächen mit insgesamt acht Beamten muss ich schweren Herzens zugeben, dass eine Nachforschung in diesen Bereichen weder sinnvoll noch zielführend wäre - also gebe ich auf. Adios, mein herzallerliebster TX216 - Deine musikalischen Fähigkeiten werden mir fehlen! Das eigentlich verwunderliche an der ganzen Telefonorgie ist aber viel mehr, dass alle (wirklich ausnahmslos alle!) deutschen Beamten sehr freundlich und bemüht waren! Ein direkt unangenehmes Erlebnis, ist die Erwartungshaltung bei solcherlei Gesprächen nach den Erfahrungen im eigenen Land doch vielmehr auf extrem frustrierte, über-langsame, eher arbeitsscheue, unfreundliche, einsilbige und minder gebildete Individuen ohne jegliches Interesse an der Sache eingerichtet... | |
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| Montag, 11. Juli 2005 06:30 | |
Erst vor kurzer Zeit, so kommt es mir zumindest vor, eröffnete im Keller des neu renovierten Vienna-Hilton Hotels das »Birdland«, Wiens wohl exklusivster Jazz-Club mit Jo Zawinul als Zugpferd. Seine ziehenden Qualitäten dürften doch bescheidener sein, als im Vorfeld angenommen. Während ich mir noch überlege, meinen Antrittsbesuch in diesem Etablissement zu tätigen, lese ich heute morgen folgendes: "Zawinuls "Birdland" in Finanznöten. Joe Zawinuls Jazzclub "Birdland" steckt in einer wirtschaftlichen Krise. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil". Ein Sanierungskonzept mit Umbauplänen sei in Arbeit." Wie denn, was denn?! Da scheint mir aber einiges entgangen zu sein. Krise - Sanierung - U m b a u p l ä n e ??! Ich weiß um die Misere der Wiener Musikclubs nur zu gut Bescheid, da die komplette Statt in dieser Richtung leicht konzeptlos dahinschwimmt, haben es solche Lokale nicht unbedingt leicht. Die Einzigen, welche in diesem Bereich noch halbwegs durchkommen, sind die Jazz-Lokale. Aha, hat sich das Birdland am Ende bei seiner Definition von "Jazz" daran orientiert, was das "Jazz-Fest-Wien" unter "Jazz" versteht? Dann wäre alles klar... | |
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| Freitag, 08. Juli 2005 07:40 | |
Und wieder gab es gestern Abend ein besonders unerfreuliches Erlebnis mit zwei freilaufenden Hunden im Wald. Mit dem höchst uneinsichtigen (na no na net!!) Hundebesitzer gab es eine kurze Auseinandersetzung inkl. kleinem Raufhandel (ich würgte ihn, er schlug mit der Leine um sich (jetzt weiß ich endlich, wofür die stets umgehängte Leine der Hundebesitzer eigentlich gedacht ist!!), insgesamt sicher ein eher peinlicher Anblick). Er bemerkte, dass er nie die Leine benütze und ausserdem habe ich ja auch kein Licht am Rad. Und ich solle mich ja nicht anscheissen, ich wäre nur mit 5km/h unterwegs - da könne man leicht stehenbleiben. Das alte Weib von letztem Mal meinte aber, es sei kein Wunder, wenn mich ihr Köter anfiele, denn ich wäre ja auch viel zu schnell unterwegs und hätte zu laut gebremst. Man kann es eben niemanden Recht machen. Ich reagiere heute morgen mit hier zu lesender Email an die Österreichischen Bundesforste (kurz: ÖBF). Ob es da wohl eine Reaktion gibt?! | |
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| Donnerstag, 07. Juli 2005 08:00 | |
Achtung! Hiermit wird folgende Aussage, welche bereits notariell bestätigt ist, auch amtlich veröffentlicht: sollte der Zuhörerstamm des zweiten österreichischen Radioprogramms (vulgo: »Radio Wien«) durch das links zu sehende, in Wien großflächig gestreute, Werbeplakat, innerhalb der nächsten vier Monate (in Zahlen: 4) auch nur um drei Hörer (in Zahlen: 3) anwachsen, so werde ich am 1. November 2005 am Wiener Rathausplatz auf einem zwei Meter (in Zahlen: 2) hohen Podest meine rechte Zehe in mein linkes Ohr stecken und unterdessen die Europahymne zweistimmig furzen. Mit der Nase tippe ich dabei auf einer Computer-Tastatur folgenden Satz in einen Rechner, von welchem aus das Bildschirmsignal auf eine Großleinwand übertragen wird: "Lieber Edi, Du bist gar nicht so ein absolut ungustiöser Koffer, wie ich immer dachte..." | |
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| Mittwoch, 06. Juli 2005 19:40 | |
Irgendwie schon einigermassen seltsam, wenn solche Zeitschriften und Magazine, welche uns belehren, aufklären und zu moralischen Handlungsweisen bewegen wollen, dann ihre Linie für Geld ordentlich verbiegen. Gerade in »auto touring« - dem ÖAMTC-Magazin, wo uns Crashtests, Fahrhinweise bei Schlechtwetter und Tests von Kindersitzen auf den »rechten Weg« zurückbringen sollen, gerade dort finden sich in jeder Ausgabe riesige Inserate von zweifelhafen Firmen. In der aktuellen Ausgabe verrät uns Christina Hülste auf einer Heft-Doppelseite(!!), wie sie mittles eines obskuren Getränks endlich ihre Bikinifigur bekam. »Pfui Gacki« sagen doch diverse Konsumentenorganisationen schon lange zu solchen Mitteln. Firmen dieser Art sollten doch schon längst mit ihren Inseraten aus den Zeitungen verschwunden sein. Nicht so beim ÖAMTC - dort empfindet man offensichtlich Mitleid für die entarteten Abzocker dieser Welt - oder - man erliegt einfach doch dem Glitzern des Goldes... | |
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| Dienstag, 05. Juli 2005 08:20 | |
Die Formel 1, angeblich die »Königsklasse« des Automobilsports, kann so einiges. Nur spannende Unterhaltung bieten, das kann sie eindeutig nicht (mehr). Nach dem vorletzten Rennwochenende in den USA, der Farce von Indianapolis, scheint die aufregendste Nachricht zu sein, dass Nick Heidfeld Vater wurde. Selber bin ich zwar einigermaßen sportlich, doch bei diversen Sport-Übertragungen im Fernsehen kann man mich ruhigen Gewissens als »Kost-Verächter« bezeichnen. Dennoch versuchte ich Sonntags dem Grand Prix von Magny-Cours etwas zu folgen. Es war mir leider nicht möglich, mehr als acht Runden durchzuhalten. Man muss schon ein extrem großer Fan der Formel 1 sein, um diesem ultra-öden Geschehen etwas abzugewinnen. Jede x-beliebige Übertragung des 17. Amateur Traktor - Rennens aus Schnapfeneck / Rampersdorf wäre bei weitem spannender. Wenn man die Augen leicht schliesst, dann hat man den Eindruck, dem Gespiele aus einer Playstation zu folgen - oder dem Videomitschnitt des Carrera-Preis Slot-Car Rennens aus dem Gasthof zum röhrenden Hirschen. Nicht ohne Amusement stelle ich ausserdem fest, dass nach der Hälfte der in dieser Saison zu absolvierenden Rennen unser "Nicht-Pilot" Alexander Würzchen im Stand der Fahrerwertung deutlich vor den Aktiven »Klien« und »Friesacher« liegt... | |
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| Montag, 04. Juli 2005 10:00 | |
Am Freitag noch was von einer eventuellen Besserung gekritzelt - und Sonntag Abend schon das Blech ordentlich krachen gehört. Ich sitze so etwa gegen 20:10 vor dem Computer und spiele eine Partie ORF-Billard mit Tommy, als ich den Wagen doch deutlich zu lang bremsen höre. Dann der Kracher. Ich nehme den Fotoapparat, gehe zum hinteren Zaun und mache ein nettes Foto. Der geschockte junge Mann (im Kleinwagen der Mama?!) ergreift sein Mobiltelefon, daraufhin der etwas Ältere (mit obligatem Wamperl): »wos is jetzt los, ruafst leicht die Polizei aun?!« »Nein, nur meine Eltern.« so die Antwort. Wobei ich mir gestern schon dachte, dass die Polizei keine so schlechte Idee gewesen wäre, denn Wamperl hat ordentlich Tempo gemacht und zig Meter Gummi (auch am 30er--> ) liegenlassen. Ob sich die 500,-- oder 1.000,-- Schilling für das Unfall Team da nicht doch auszahlen, könnte man aus der Sache zumindest eine Teilschuld machen...?! | |
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| Freitag, 01. Juli 2005 06:50 | |
Jetzt ist er endlich da, der »Punkteführerschein«. Zumindest in der gezähmten, österreichischen Version. Aber immerhin, er ist da. Er wird den Fahrern und -Innen langsam beibringen, dass es ab sofort bei diversen Delikten im Strassenverkehr tatsächlich zu Folgen kommen kann. Nämlich nicht nur zu Folgen für andere, ev. unschuldige Verkehrsteilnehmer, sondern auch für den Lenker und die -In. Das Schlimmste für den österreichischen Hobby-Kampf-Piloten ist der Entzug des »Deckels«. Und fast noch schlimmer - eine Nachschulung: »wos brauch i an Foahkuas, de aundan kennan doch olle net gscheit foahn, de Trottln!!« Wobei zuvor geklärt werden sollte, ob die vielen ungestraften Schnellfahrer nicht vielleicht doch wegen extremer Leseschwächen (siehe PISA!) die Tempolimits überschreiten. Aber die Gesamtsituation kann sich eigentlich nur mehr bessern und wenn dazu noch etwas mehr kontrolliert würde,... | |
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