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Freitag, 29. Oktober 2004 06:50
Von einer überaus wichtigen Umfrage habe ich soeben gelesen. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Fessel-GfK wird der Weltspartag immer unwichtiger. Na geh - wirklich?! Kaum zu glauben. Zum Ersten: ich habe selber jahrelang während des Studiums bei Dr. Fessel gearbeitet, weiß daher also genau, wie solche Studien zusammenkommen . Zum Zweiten: von mir aus hätten die das Ergebnis für diese Studie auch viel billiger haben können - man muss kein Genie sein, um genau diese Aussage tätigen zu können. Und schließlich zum Dritten: wir sollen doch konsumieren, konsumieren und konsumieren um unsere Politiker und deren Industrie-Freunde fett zu halten.. Da stellt ein »Weltspartag« doch eher ein Hindernis dar. Er wird also langsam sterben. Zusammen mit dem Gesundheitswesen und dem Pensionssystem...

Donnerstag, 28. Oktober 2004 19:40
Wieder einmal stöbere ich einfach so im Netz. Auf der Seite der Elfriede Jelinek treibe ich mich herum, und lese. Eine Geschichte hier, einen Absatz da - dann fällt mir plötzlich der in rot gehaltene Schriftblock links unten auf: »Sämtliche hier wiedergegebenen Texte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne ausdrückliche Erlaubnis in keiner Form wiedergegeben oder zitiert werden.« Aha - in keiner Form wiedergegeben oder zitiert ... in keiner Form?! Also dann darf ich hier eigentlich auch nicht schreiben, dass ich da war. Eigentlich darf ich auch nicht erzählen, was ich gelesen habe. Zitieren schon gar nicht. Darf ich aber darüber nachdenken? Oder wäre das auch schon ein Verstoss gegen diese Richtlinie? Am besten, ich nehme alles zurück. Und wenn ich es mir so recht überlege - ich glaube, ich war gar nicht auf der Seite der Elfriede Jelinek...

Mittwoch, 27. Oktober 2004 06:20
Ein Land der Welt, zugegebenermassen nicht gerade das Kleinste, wählt am 2. November einen neuen Präsidenten. Und nahezu alle Medien in unseren Breiten sind brennend daran interessiert, wer denn nun der neue und damit stärkste Mann der Welt wird. Bleibt es Onkel Georg, der, nicht gerade als der Hellsten einer, die Zügel fest und unbeirrbar in seinen Händen hält - oder kann ihm Onkel Johann die Führung der USA abschwatzen? Für meinen Geschmack klammern sich doch etwas zu viele an die Hoffnung, dass Onkel Johann, sollte die Macht mit ihm sein, in diesem Land wirklich etwas Essentielles ändern wird. Das Kyoto-Protokoll wurde nicht aus purem Jux und Tollerei nicht unterschrieben, sondern weil es der Einstellung der Bürger dieses Landes entspricht! Der Krieg gegen den Islam ist nicht die Einbildung eines verwirrten Einzelgängers (der sich seit 1974 auch als »drogenfrei« bezeichnen darf), sonder das Steckenpferd einer christlich-brav-heuchlerischen Gesellschaft. Die großzügige Verschwendung von Energieressourcen ist für Amerikaner Teil der Verfassung und somit unantastbar (»...sollen wir etwa auch so lächerlich kleine Autos fahren, wie die Europäer - Nein, Danke!«). Auch wenn diese Wahl nicht manipuliert werden sollte (...was aber nicht anzunehmen ist, dafür sorgt schon Onkel Jeb - der Gouverneur des Stimmenauszählungskatastrophenstaats Florida und rein zufällig auch der Bruder von Onkel Georg) und Onkel Johann gewinnt, ändert sich kaum etwas. Also besser nicht die Hoffnungen an etwas komplett hoffnungsloses verschwenden...

Montag, 25. Oktober 2004 06:40
Elfriede Jelinek bekam den Nobelpreis und Österreich stöhnte auf. Wobei das Stöhnen der Neider weitaus lauter war, als jenes der Erleichterten oder Erfreuten. Wie erwartet, wurde sie dann doch von der Politik als eine der »Unsrigen« gefeiert. Und wie erwartet, distanzierte sie sich von solch kafkaesken Darbietungen. Die Sache mit dem Nobelpreis ist inzwischen gegessen, verdaut und nahezu vergessen. Wer aber immer noch seine vermeintlich literarischen Ausdünstungen via Kleinformat in die herbe Medienlandschaft setzt, ist Wolf Martin (trotz "Martin" hat er nichts mit dem Autor der »HeimseiteHeimseite


Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden.

Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte.

Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,...
von mArtin« zu tun, heißt ja auch "Martin" und nicht "mArtin"!
). Er, dessen "Gedicht" über Jelinek 1998 die überschrittene Grenze des guten Geschmacks eindrucksvoll demonstrierte, er kann es nicht lassen. Nahezu täglich kommt ein neuer Mehrzeiler, in welchem Jelinek Opfer eines eher wenig geschmackvollen Reimes wird. Richtig sympathisch ist mir an ihr ja auch nur ihre Ansicht über Österreich. Derenthalben entwickelt ein normaler Mann aber kaum derartige Rachegelüste. Angesichts der kein-Ende-nehmenden Attacken muss man eindeutig konstatieren: offensichtlich wollte Elfriede keinen Sex mit dem sich von nun an für die Ewigkeit rächenden Wolf Martin...

Freitag, 22. Oktober 2004 06:50
Es ist nicht mehr so, wie vor 20 Jahren - dass man den Tisch beim Tischler, das Gemüse im Lebensmittelgeschäft, den Fernseher beim Elektrohändler kaufen muss. Du bekommst heute alles, und das überall. Das Telefon wird bei Eduscho gekauft, während man genüßlich eine Melange genießt. Computer liegen nebst Karotten und feuchtem Klopapier bei Lidl herum, den Rest lassen wir uns von Schlecker per Netz-Bestellung direkt ins Haus liefern. Wie ist das jetzt eigentlich mit den Musikinstrumenten? Als ich vor ewig langer Zeit mit der Musik begann, galt das Geschäft »For Music« im 9. Bezirk in Wien als der ultimative Treffpunkt unter den Eingeweihten. Also ließ auch ich mich von einem unsympathischen Schnauzbart mit langen Haaren verspotten, um dann das Gefühl haben zu können »ich bin dabei!«. Deren Zeiten sind längst passé, kaum jemand steht noch wirklich auf ungewaschene Gastkommentare von schnauzbärtigen Möchtegern-Rockern. Also woher, zum Teufel, bekomme ich mein geiles, neues Elektro-Ruder (= wienerischer Ausdruck für E-Gitarre)?! Nur nicht verzagen, ist alles ganz einfach - dem Musiker lacht das Herz in der Hose. Neben der Möglichkeit, meine Instrumente bei diversen deutschen Händlern im Netz zu bestellen, gibt es natürlich auch jenen Weg, den ich natürlich für den Geeignetsten halte...

Donnerstag, 21. Oktober 2004 07:40
Um den diversen Schrott überhaupt loszuwerden, lassen sich die verschiedenen Anbieter von Geräten und Dienstleistungen heutzutage einiges einfallen. Heute morgen fällt mir in einem grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
-gelben Prospekt ein Satelliten-Empfänger auf, der bei eventuellem Kauf folgendes verspricht: »non-stop gratis voll Erotik Programm bis 2010«. Aha. Kurz mal rechnen: von jetzt bis Ende 2010 sind das noch etwa 54360 Stunden. Ein normaler Porno wird im Schnitt nicht viel länger als eine Stunde dauern - verfügt da ein Sender über 50.000 XXX-Filme, oder läge etwa die Vermutung näher, dass ein einziger Film 50.000 Mal wiederholt wird?! Dazwischen natürlich mit fein produzierter Werbung gespickt. Wie auch immer, bis 2010 diesen »Service« zu garantieren ist natürlich ein enorm kühnes Versprechen. Wo man doch den Umstand kennt, dass täglich etwa 42.637 Unternehmen dieser Art gegründet werden und dafür ungefähr 158.309 Pleite gehen...

Mittwoch, 20. Oktober 2004 06:20
Unter enormen Polizeieinsatz erfolgt der Besuch des Oberlehrers Katsav in Wien. Und er stellt uns auch gleich ein Zeugnis aus. Gar nicht so schlecht hätten wir uns im Fach »Antisemitismus« entwickelt. Seit die Beziehungen nach Angelobung von Schwarz/Blau von Israel aus nahezu eingestellt wurden, habe sich Österreich recht brav verhalten. Naja, immerhin haben wir der Kultusgemeinde 124 Mio. Schilling zur »Lösung ihres Liquiditätsproblems« (gelöst wird es damit selbstverständlich nicht, denn Onkel Ariel bleibt ja im Amt) geschenkt, und 10 Mio Schilling pro Jahr bekommen sie noch als zinsenfreies Darlehen dazu, damit macht man sich schon ganz gute Freunde. Aber Katsav sagt uns auch, was viele seiner Landsleute hier denken: »Redet nicht schlecht über Israel, dazu habt ihr kein Recht! Denn wer an der Judenverfolgung im 2. Weltkrieg mit Schuld trägt, der darf gar nie wieder klar und frei denken!! Juden allerdings dürfen und sollen immer und überall schlecht über alle anderen denken, reden und handeln!!! Wir sind durch die Vorgänge im 2. Weltkrieg zur "allwissenden Müllhalde" aufgestiegen und kennen uns daher in der Welt so richtig aus!!!!« Hallo, lieber Onkel Moshe. Ich war an diesen Greueltaten nicht beteiligt. Geht sich allein vom Geburtsdatum nicht aus, ehrlich! Ich getraue mich daher, des öfteren über Euch und Euer Handeln nachzudenken - und was ihr da so macht, in Euren "Konflikten" - dort und hier. Und dabei, ...sei mir nicht böse lieber Onkel Moshe,... dabei bekommt ihr aber gar kein gutes Zeugnis von mir. Ich weiß, dass ich nach diesen Äußerungen in Deinen (und auch Onkel Ariels) Augen ein Antisemit bin - da kamma haltkamma halt


ui-ui-ui ... Sehr beliebt in Wien (Österreich?)!

Die Formulierung »Da kamma halt nix machen« (oder auch ähnlich) bedeutet - so Sie diese von einem Wiener hören - dass:

1. Ihr Vorschlag in den Augen Ihres Gegenübers absolut Scheisse ist, sowie

2. dass er sich dennoch damit abgefunden hat, da Sie ihm schon so sehr auf die Nerven gehen, dass er einfach nichts mehr mit Ihnen zu tun haben will.

Wenn sich aber zwei Wiener miteinander unterhalten und sie hören als unbeteiligter Dritter zufällig diesen Satz, dann bedeutet dies nur, dass das Leben sowieso nur unangenehme Überraschungen bereithält.
nix mach'n. Wenn Du jetzt beleidigt bist - und uns nicht mehr besuchen willst, dann bin ich Dir aber auch nicht böse. Onkel Georg aus Übersee hätte ohnehin viel mehr Freude über einen Besuch von Dir...

Dienstag, 19. Oktober 2004 07:30
Eine neue Aussenministerin wurde uns auf das (ohnehin bereits blau-schwarze) Auge gedrückt. Gross (etwa 1,90 Meter) und blond-gefärbt. Warum Wolferl von ihr so beeindruckt ist, kann ich eigentlich nicht nachvollziehen. Vielleicht liegt es daran, dass Plassi ebenso schmale Lippen hat, wie unser Bundesmeter - aber wer weiss das schon. Auf jeden Fall sind alle von der »Spitzendiplomatin« beeindruckt. Um sie gab es nie irgendwelche Skandälchen, oder sonstige Aufregungen. Logisch, denn laut eigenen Aussagen hat sie kein besonders gutes Verhältnis zur Presse. Sie hat sich lieber »unsichtbar« gemacht - so kann man auch besser sein eigenes Süppchen kochen. Irgendwie erinnert sie mich an unsere Marke-KHG. Es würde mich nicht wundern, sähe man die Beiden in absehbarer Zeit Hand in Hand auf der Kärntnerstrasse.

Montag, 18. Oktober 2004 18:50
Es ist immer wieder nett, die Zugriffs-Statistik für meine Seite durchzublättern. Besonders die »Suchbegriffe«, mit welchen die verschiedenen Personen auf die »HeimseiteHeimseite


Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden.

Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte.

Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,...
von mArtin« gelangen, sind für so manchen Schmunzler meinerseits gut. »driving license« oder »Jungbäuerinnen« sind ja die All-Time-Hits, von denen habe ich ja schon des öfteren berichtet. Hier aber ein paar neue Leckerbissen aus dem Oktober: »Brüste XXX« (ob er mit dem Suchergebnis wirklich rundum zufrieden war?!), »ich habe neue« (vielleicht klemmt die "Enter"-Taste, und man kann leider nie mehr, als 13 Zeichen hintereinander eingeben...?!), »krawatte nicht« (ein hängengebliebener 68er mit Schreibschwäche?), aber auch »transen schminktipps« (bis jetzt wusste ich nicht, dass ich diese Worte je auf meiner Seite geschrieben hatte...) und »wirtschaftskammer wien zwangsmitgliedschaft« (jawohl, das freut mich diebisch, dass man mit diesem Suchstring auf meine Seite kommt!). Aber den Bock abgeschossen hat eindeutig »tagebuch eines gescheiterten« - daran ist eindrucksvoll erkennbar, dass Computer (ach ja, ist ja jetzt »Kompjuter«, oder?!) gar nicht so dumm sein können...

Freitag, 15. Oktober 2004 22:20
Soeben auf einem der drei terrestrisch bei mir verfügbaren Sender zum 18. Mal gesehen (zumindest die ersten zehn Minuten): »The Wedding Planner« (Verliebt, verlobt, verplant,... so der schnuckelige Piefke-Titel der deutschen Synchronfassung). Ein Hollywood-Film, der wieder einmal eindrucksvoll zeigt, wie verirrt das amerikanische Leben doch sein muss. Ziemlich zu Anfang des Jahrhundertwerkes bleibt die Hauptdarstellerin (eine relativ unbegabte Schauspielerin mit Namen Jennifer Lopez) mit ihrem Schuh in einem Kanaldeckel hängen und bekommt diesen nicht mehr frei. Sie stammelt andauernd nur: »oh nein,... mein Gucci-Schuh«, bemerkt aber gleichzeitig, dass eine Mülltonne direkt auf sie zu die Strasse herab donnert. Sie zerrt dennoch ungerührt weiterhin an ihrem teuren Stück von Gucci. Was jetzt folgt, kann sich jeder ausmalen - ist ja schließlich Hollywood. Hätte aber der Regisseur Adam Shankman Weitblick bewiesen, oder auch nur seinen Realitätssinn eingeschalten gehabt, so hätte er den männlichen Hauptdarsteller Matthew McConaughey auf der anderen Seite der Strasse in Ruhe stehen - oder maximal die schnelle DigiCam zücken lassen, und uns wäre so einiges erspart geblieben.

Donnerstag, 14. Oktober 2004 10:10
Die Heizkosten sind das heimische Thema dieser Tage. Da es sich viele Menschen in Österreich laut den Medien nicht mehr leisten können, die Temperaturen in ihrem Heim auf "normales Niveau" zu bringen. Wobei einmal zu diskutieren wäre, was man unter "normalem Niveau" überhaupt versteht. Ich kenne einen Musiker-Kollegen, der bei Temperaturen unter 25 Grad zu diversen Erfrierungserscheinungen neigt. Selber hingegen bevorzuge ich dann doch eher die 15 bis 17 Grad Raumtemperatur. Also ist offensichtlich auch das Temperaturempfinden »relativ«. Heuer werde ich die doch relativ hohen Heizkosten zum Anlass nehmen, eine weitere Versuchsreihe zu starten: bei welcher Temperatur überleben Zimmerpflanzen noch? Oder: geht es bei 5 Grad im Schlafzimmer immer noch ohne Flauschi-Pyjama? Wenn allerdings beim Zähneputzen die Paste nicht mehr aus der Tube kommen sollte, dann hat der Spass sein Ende...

Mittwoch, 13. Oktober 2004 20:30
Derzeit ist in der »freien Welt« ein ganz besonderes Thema die Nummer Eins unter den absolut belanglosen Gesprächsstoffen. Der Buckel von Bush anläßlich der TV- Konfrontation zur Präsidentenwahl. Alle Radio- und Fernsehstationen (auch die Hiesigen) haben sich dieses Themas angenommen. In Ö1 war beispielsweise zu hören, dass Bush's Sender im Ohr deutlich zu erkennen wäre. Dazu ist aus rein technischer Sicht folgendes zu vermerken: sollte Bush einen Sender im Ohr gehabt haben, dann wäre das technisch maximal mögliche damit eine Übertragung der Geräusche aus seinem Ohr nach draußen. Die Zuseher hätten dann eventuell hören können, was Bush's Ohr spricht - soweit dazu. Zu den Bildern, welche im Netz kursieren: zugegeben, der Buckel von Bush ist deutlich zu sehen, aber was das ist, kann niemand sagen. Als amtierender Tonmeister kann ich aber folgendes konstatieren: schon in meiner Schulzeit (1984 maturiert :-) hatte ein HTL-Freund einen Empfänger gebaut, der deutlich kleiner, als Bush's Buckel war. Bush aber verfügt über einen Zugang zu den weltbesten Geheimdienstler und Spionagetechniker. Sollen die Typen von FBI, CIA, MI6 und Konsorten tatsächlich technisch derart minderbegabt sein,... nun das wäre zumindest eine einleuchtende Erklärung für das Irak-Desaster.

Dienstag, 12. Oktober 2004 22:40
Eine weitere Zusendung zum Thema »Schneeballsystem« erreicht mich heute in Form eines Eintrages in das Käfer-Forum. Der Eintrag wurde sofort gelöscht, nicht aber ohne abermals darüber nachzudenken, warum immer noch derart viele Menschen so unendlich dumm sein können. Yvonne Lamboy, aus 47608 Geldern (D), möchte, dass ich ihr und fünf weiteren Nullen je 13,7603 Schilling (etwa ein Euro) in einem Kuvert zusende. Danach soll mich unermesslicher Reichtum heimsuchen. Als ich im Alter von etwa 15 das erste Mal mit dem »Pilotenspiel« konfrontiert wurde, konnte ich bereits nach wenigen Minuten abschätzen, dass es sich bei diesem System um etwas höchst suspektes handelt. Dabei halte ich mich selber weder für besonders klug, noch extrem lebenserfahren. Wie beschränkt muss ein Mensch also sein, um bei solch einer Sache mitzumachen? Ich habe bei dieser Betrachtung allerdings eines außer Acht gelassen: selbstverständlich gibt es auch weniger dumme, dafür vielmehr böse Menschen, welche die Dummheit der Anderen auszunutzen versuchen. Yvonne kann sich ihre Bezeichnung also frei aussuchen...

Montag, 11. Oktober 2004 05:50
Am Freitag in »Saldo - Das Wirtschaftsmagazin« auf Ö1 zu hören war ein Bericht über FAITRADE, eine Organisation, die laut eigener Definition nur Produkte verkauft, welche auch in den Herstellungsländern (welche normalerweise in den Gebieten der Dritten Welt liegen) für gerechte Entlohnung und Arbeitsbedingungen der ausgebeuteten Arbeiter sorgen. Mit einem »etwas höheren Preis in unseren Geschäften« könne man den Ungerechtigkeiten dieses Systems begegnen, so der Studiogast von FAITRADE. »Niemanden hier tun doch so ein paar Cent wirklich weh, und in der Dritten Welt wird damit das Sozialsystem auf eine revolutionäre Weise umgekrempelt«. Ein Beitrag, der niemanden kalt lassen kann - so auch mich nicht. Da gibt es eine Möglichkeit, sich ein noch reineres Gewissen zu kaufen?! Wieviel kostet das? Hier gerate ich auch schon ins Stocken. Mein Kaffee bei Hofer kostet genau EUR 1,69 der von FAITRADE gehandelte kostet 5,79. Also nicht ganz »ein paar Cent« unterschied, sondern satte 243 Prozent Aufschlag für das schöne Gefühl, ein wirklich guter Mensch zu sein. Wenn dabei wirklich die gesamte Summe den armen Kaffeepflückern in Nicaragua zugute kommt, dann werden diese vermutlich bald Großgrundbesitzer und halten sich Sklaven, oder so. Nein, da bleibe ich dann doch lieber dabei, mein Gewissen mit der alljährlichen Weihnachtsspende an das SOS-Kinderdorf zu entrichten (die Caritas steht ja einer seltsamen Organisation etwas zu nahe) und dem Gammler vor dem Hofer gebe ich auch noch etwas. Aber bei 243 Prozent fehlt mir eindeutig 1.) der Glaube dazu, dass sich nicht eher die Erfinder der Idee bereichern und 2.) schlicht und einfach: das Geld.

Freitag, 08. Oktober 2004 06:40
Manchmal frage ich mich schon, wie eigentlich Witze geboren werden. Ist der Beruf des Witzeentdeckers schwierig, oder haben die Leute einen leichten Job? Gibt es da verschiedene Fachrichtungen? Wir das auch als Fachbereich auf den Universitäten unterrichtet? Wenn man einen Witz erzählt bekommt, dann meist mit dem Vorwort: »ich habe einen neuen Witz gehört, pass auf...!« Eigentlich bin ich noch nie einem komplett jungfräulichen Witz begegnet, welchen ich las Erster auslachen durfte. Da kommt es ziemlich passend, dass mir gestern im Auto tatsächlich einer vor die Motorhaube gelaufen ist. Beim Anstarren der roten Ampel und hören der Nachrichten sozusagen - bin gleich aus dem Wagen gesprungen, habe ihn in ein blickdichtes Sackerl gesteckt und lasse ihn jetzt los. Damit hast Du die Möglichkeit, einen wirklich neuen Witz zu lesen, oder besser - lasse ihn Dir vorlesen, dann hörst Du ihn als Erste/r: Sexualkundeunterricht im Bundesrealgymnasium St. Pölten. Der Vortragende: »wie viele Arten des Orgasmus gibt es?« Die Mädchen der Klasse kichern, die Buben werden rot, ein Schüler steht auf und spricht mit fester Stimme: »Es gibt drei verschiedene Orgasmen: den Vaginalen, den Klitoralen und den Pastoralen!« Ich weiß, Geschmäcker sind verschieden, auch, oder gerade bei der Beurteilung von Witzen. Aber ich habe mich wirklich zerkugelt - hoffentlich nicht nur, weil er von mir ist... Ich warte halt einmal auf die Reaktionen

Donnerstag, 07. Oktober 2004 06:30
Windows erfreut seine Usergemeinde immer wieder mit den inzwischen bei vielen Benützern sehr liebgewordenen Fehlermeldungen. Einige sind wichtig, manche absolut sinn- und hirn- los, dazwischen gibt es ein breites Band von seltsamen Meldungen, welche oft keine besondere Hilfe im Auffinden des Fehlers sind. Die Zwei, welche ich heute vorstellen möchte, öffnen eine der Zeit entsprechende, völlig neue Kategorie: die Platzverschwendung. Hierbei kommt es nicht auf den grammatikalischen oder ortographischen (Un)-Stil an, sondern lediglich auf den mit der Meldung sinnlos verschwendeten Fensterplatz. Wenn Du diese Meldungen auch sehen willst, dann benötigst Du nur Windows (mit 98 getestet, bei XP/2000 ?!?) und die Version 6.2 des MS-Messengers. Wenn die Internet-Verbindung nicht hergestellt wurde und der Messi dennoch gestartet wird, kommt nach einiger Zeit folgendes Fenster. Messi prüft jetzt gewissenhaft und sendet nach wenigen Minuten noch ein zweites Fenster mit der Auflösung. Jawohl - jetzt wissen wir dank Microsoft wirklich Bescheid. Und die Frage, ob dies nicht auch etwas platzsparender möglich wäre, stellt sich doch gar nicht mehr...
P.S.: der gestrige Tag in den Ötschergräben war wirklich genial!

Mittwoch, 06. Oktober 2004 05:50
Der zu vermutende letzte wirklich schöne und warme Tag dieses Jahres wird ordentlich genutzt. Ausgangspunkt: Wienerbruck, dann durch einen Teil der Ötschergräben bis kurz nach dem Ötscherhias bis ins »Männerland« mit Whirlpool, Sonnenterrasse und Liegestrand. Wer möchte, der kann gerne hinzustossen, das Eintrittsgeld ist für all diese Leistungen mit EUR 1,-- doch relativ gering bemessen. Falls Frauen kommen möchten, es sei hier explizit erwähnt, dass seit Frühling 2003 Frauen der Zutritt ins Männerland gestattet ist, jedoch sind leider die meisten Gäste nicht besonders erfreut. Immer noch herrschen dort recht rauhe Sitten, es wird gefurzt, gerülpst und vor allem ordentlich geröhrt. Die Formel der »Gleichberechtigung« spricht sich halt leider nicht überall so schnell herum. Aber ich sage nur: »1971« und »Schweiz«,... so manch Gutes dauert eben etwas länger.

Dienstag, 05. Oktober 2004 07:20
Wenn Du etwa 30.000,-- Schilling zu viel haben solltest, und noch keine gute Weihnachtsgeschenk-Idee für Deine Dich liebende Freundin (Deinen Dich liebenden Freund), dann atme in Ruhe auf, ich habe die Lösung für Dein Problem gefunden: mit dieser kleinen Aufmerksamkeit schenkt man sich sofort direkt in das Herz seines herzallerliebsten Schatzes! Und sollten die finanziellen Mittel nicht für diese Preziose reichen, dann bleibt einem ja noch, die neue CD von Käpt'n Kirk zu kaufen. William Shatner kann es nicht lassen. Nachdem sein Erstlingswerk in die »Hall of Fame« des schlechten Geschmacks aufgenommen wurde, will er vermutlich noch einen drauf machen. Viel Glück, Onkel Willi!

Montag, 04. Oktober 2004 21:40
Ein kurzer Ausschnitt aus einem Gesprächsprotokoll, aufgezeichnet etwa um 1991: »...und Ritschi, wiea rieacht des?« »Najo, irgendwiea a net so supa, rieacht noch Hundstrümmal - oba wia rieacht des aundare, Linda?« »Des riacht a noch Scheisse, oba iagndwiea aunders - weicha und wärma! Und wos is mit dem do hintn, des schaut goa so grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
aus - Ritschi, probiea des amol!
« »Des is nua mei Jausnbrot...«. Und was hat dieses Gespräch mit heute zu tun, fragt sich der p.t. Leser der »HeimseiteHeimseite


Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden.

Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte.

Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,...
von mArtin«?! Dies ist einfach und schnell erklärt: Linda und Axel dürfen diese Woche dafür umgerechnet über 15 Mio Schilling in Empfang nehmen, wurden sie für ihre Entdeckungen im Bereich »Geruchswahrnehmung« doch mit dem Nobelpreis belohnt. Ehrliche Gratulation, obgleich ich schon anmerken möchte, dass mir diese Forschungsarbeit schon etwas mehr zusagt...

Freitag, 01. Oktober 2004 06:10
Einer der es sich unbedingt verdienen möchte, in die Liste der unerwünschten Personen aufgenommen zu werden, ist Ing. Michael Simbürger (damit Spammer auch die Chance haben, ihn zu überschwemmen, hier noch seine Email-Adresse: infowellness@twin.at). Er sendet seinen Schleim unter dem sehr bezeichnenden Titel »Lifestyle Umfrage 10_2004« aus. Im inneren der Email verbirgt sich jener Text, den Michael von seinen Pyramidenspiel - Kollegen vorgekaut bekommen hat - inklusive all der ungeschickten Formulierungen. Dem Header dieser Nachricht kann man entnehmen, dass Michael bei BK-DAT, einem Provider in Eisenerz gemeldet ist, eigentlich könnte man ihn sofort melden - aber, 1.) ist Vernaderung nicht ganz das, was mir liegt - und 2.) möchte ich von lieben Michael doch noch etwas mehr wissen, deshalb werde ich seinen Forderungen scheinbar nachkommen und berichten, was da auf mich zukommt. P.S.: Besonders nett ist der letzte Satz, eingeleitet mit »Spruch« und einem Ausrufezeichen. Nach der Art der Formulierung scheint Michael der FPÖ nahe zu stehen?!


(C) mArtin, im Oktober 2004.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!