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 Samstag, 28. Mai 2004 09:40
Gestern war sie, die Hochzeit meines Bruders. Alles in allem ein gelungenes Fest. Der Standesbeamte hielt eine sehr nette Rede, ich habe meinen Job als Trauzeuge bestens erfüllt, die Gäste waren höchst zufrieden. Also alles in allem ein gelungenes Fest. Die Fotos von diesem schönen Tag kannst Du hier sehen.

Freitag, 27. Mai 2004 07:10
Der Minister für Arbeit und Sonstwas, Martin Bartenstein (mit eigener Gasse im 1. Bezirk), schreibt mir immer wieder ein elektrisch-nettes Briefchen. Wie gute Arbeit er macht und wie stolz er auf sich ist. Theoretisch könnte man diesen Eigenlob-Schleim abbestellen, praktisch aber nicht - da ich diese Abbestellung bereits einmal durchgeführt habe und seine Weisheiten immer noch zugesandt bekomme. Gestern Abend liegt also diese Email in meinem elektrischen Postkasten. Eine Einladung. Für eine Diskussion mit Buffet. Da der Termin (heute Morgen) aber doch etwas knapp scheint und mein Bruder heute heiratet (wo ich Trauzeuge bin), habe ich dem lieben Minister doch eine Antwort geschrieben. Aber immerhin weiß ich jetzt, wie der das macht, dass doch nicht zu viel Pöbel zu seinen Fress- Veranstaltungen kommt. Gar nicht so dumm... für einen Minister.

Donnerstag, 27. Mai 2004 07:10
Ein höchst interessanter Ansatz gegen das Alkoholproblem auf der Strasse ist zu vernehmen: »Gewinnspiel bei Alko-Kontrollen« lautet die Überschrift des Beitrags auf . Autofahrer, welche bei Verkehrskontrollen absolut nüchtern sind, sollen dabei mit Konzertkarten belohnt werden. Fein - ich freue mich schon auf meine Exemplare! Und, man gestatte mir die Frage, welche Geschenke gibt es eigentlich, wenn man niemanden mit einem Messer attackiert, oder keine lästernde HeimseiteHeimseite


Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden.

Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte.

Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,...
betreibt?

Mittwoch, 26. Mai 2004 10:10
Offensichtlich bin ich doch leicht zu erheitern. Denn als ich gestern kurz auf schaltete um dort für einige Minuten dem Fussballmatch Österreich gegen Russland zu folgen (welches übrigens mit einem angeblich sensationellem 0:0 endete...), kam dabei folgende Szene vor: die Kamera schwenkt auf die Tribünen, dort sind hunderte österreichische Fans zu sehen, sie schwenkt weiter - Leere - dann kann man zwei offensichtlich russische Fans erblicken, eine Frau und einen Mann, mit der russischen Flagge in Händen. Der trockene Kommentar von Hans Huber: ...da hamma ganz wenige russische Fans auch, dafür aber mit einer großen Fahne...

Dienstag, 25. Mai 2004 17:30
Der ursprüngliche Auftrag lautete vermutlich: »machen sie uns einen Werbefolder, der in Fotos, Text und Design einem Werbezettel, der den rumänischen Werbepreis von 1967 hätte gewinnen können, um nichts nachsteht!« Oder aber, der Chef von EUROSPAR hat sich gedacht: »ich kann mir doch die Euro-spar-en, weil die grindiggrindig


Sollte eigentlich im gesamt-deutschsprachigen Raum bekannt sein.
Ich denke, es begann vermutlich irgendwann einmal mit dem Hals. An solch einem sammelt sich nach Wochen der Hygiene-Enthaltsamkeit ein bisserl so ein Dreck an, den man dann doch recht gut sehen kann. Diese Patina nennt man u.a. auch »Grind«.

Mit dem Hals hat es inzwischen aber kaum noch was am Hut - die meisten Leute duschen schon mindestens 1x pro Woche - da hat's der echte »Grind« so richtig schwer.

Daher sind jetzt einfach ganze Personen oder Dinge »grindig«, wenn sie sehr unsympathisch sind. Kann auch gerne frei mit anderen Worten kombiniert werden, z.B.: Grindkind, Grindkoffer, grindige Drecksau, usw. usf...
en Koffer von der Werbeagentur san eh Nudeln (womit er sicher nicht ganz unrecht hat...) und mein Enkerl hat auch an Computer und a Digi-Foto-Ding. Was dabei herauskam, ist links zu sehen »klick!« Ein weiterer Höhepunkt auf dem Blatt ist natürlich auch das Model, welches eventuell von jener Agentur angemietet wurde...

Montag, 24. Mai 2004 06:20
Irgendwie kommt mir unsere Regierung jetzt doppelt und dreifach unfähig vor. Was aber nicht besonders viel Aussagekraft hat, weiß man um die echte Unfähigkeit der OberWappler bescheid. Die leeren Flaschen der Anschlussfeiern sind nicht einmal weggeräumt, schon machen die Slowaken mit Bohunice und Mochovce ordentlich Dampf. Und da soll jetzt der dumme Bürger (sprich: »ich«) nicht auf die vollkommen absurde Idee kommen, die hätten mit dem Stillhalten in Sachen Atomkraft nur bis zum Beitritt gewartet - dass halt wirklich nix mehr passieren kann. Denn wer drinnen ist, bleibt drinnen. Rote Karte und Ersatzbank gibt's nicht. Aber immerhin, folgender Text konnte bereits in den Medien vernommen werden: »Österreichs EU-Spitzenkandidaten reagieren verärgert, Regierung zurückhaltend.« Na bitte, wenn das nicht echt österreichische Politik ist ... geh Wolfi, mågst an Brosecco?!

Freitag, 21. Mai 2004 19:50
Von verstörten - Mitgliedern (denn Mit»arbeiter« klingt in diesem Zusammenhang so irregeführt!) kann man die Nachricht vernehmen. Von besonders belustigten - Mitarbeitern ebenfalls, der Fussball ist den lern entglitten und hat somit ein giftiges Eigentor eingebracht, ein »Gurkerl« sozusagen. Mir als Konsument ist es komplett wurscht, denn sie werden schon wissen, mit welchem Schrott sie die im Programm entstehende Lücke auffüllen werden. Ich bin mir leider ziemlich sicher, dass es sich dabei kaum Dokumentationen aus den Bereichen Kultur, Politik oder Wissenschaft handeln wird, das mag der biertrinkende Durchschittsöschi am Samstag Nachmittag nämlich eher nicht so gerne. Also wird trotzdem Sport kommen - ich tippe auf irgendetwas mit viel PS...

Mittwoch, 19. Mai 2004 06:20
In der Mai- Ausgabe der »Wiener Wirtschaft« befindet sich ein mäßig interessanter Beitrag zu den Wiener Taxifahrern. Die jedoch mehr als bemerkenswerte Kernaussage desselben: »Auch die Wiener Taxifahrer sind von den gestiegenen Treibstoffpreisen betroffen, wollen als Dienst am Kunden aber von einer Erhöhung der Tarife absehen...« Diese so grossartig von Taxi- Obmann Heinrich Frey in die laue Frühlingsluft posaunten Worte verklingen in meinem Kopf nicht ohne leicht schmerzlichem Nachhall: was verstehen Wiens Taxiunternehmen eigentlich unter dem geflügelten Satz »Dienst am Kunden«? Für meinen Teil war mit »einen Dienst erweisen« doch etwas anderes verbunden, aber es entspricht wohl den heutigen werbe- und marketingtechnischen Gepflogenheiten, nahezu jeden SchasSchas


Im Prinzip ein »Furz«. Meist jedoch wird damit eine Situation, ein Thema, eine Gegebenheit beschrieben. Z.B.: »Des is a Schas!« bedeutet soviel, wie: »Diese Sache ist nicht wirklich gut!«. Gerne wird »Schas« auch für »ein Nichts« verwandt.

Eine Steigerungsform von »Schas« wäre dann der »Schas im Wald«, was auf recht einprägsame Weise das tatsächliche, das echte »Nichts« zu beschreiben versucht.
s als einen »Dienst am Kunden« darzustellen...

Dienstag, 18. Mai 2004 11:20
Gestern hatte der neue Film von Oscar- Preisträger Michael Moore in Cannes Premiere. »Fahrenheit 9/11«, so heißt sein neues Werk, in welchem er verschiedenste Verstrickungen der amerikanischen Obrigkeit mit diversen, den Terrorzellen nahestehenden, Gruppierungen und Personen nachsagen will. Michael Moore, der sich weder um seine üble Nachrede noch um Anfeindungen aus seinem Heimatland kümmert... Wo, bzw. wer ist denn eigentlich unser Michael Moore? Wo/wer ist der österreichische Rächer der normalen und fleißig zahlenden Bürgerschaft? Ist es Hans-Peterle, der in den EU- Spesenkrieg zieht? Ist es Rudolf Fussi, der einem gewissen Sancho Panza (aber leider ohne Don Q.) nicht ganz unähnlich gegen die Abfangjäger zu kämpfen versucht? Oder ist/sind es "Gegenschwarzblau", welche gleich die ganze Regierung absetzen wollen? Leider niemand von den genannten. Sie bemühen sich alle sehr, ändern aber doch nichts. Wir müssen es leider zugeben: wir haben keinen Roger und schon gar keinen Michael Moore...

Montag, 17. Mai 2004 09:30
Dilettantisch, lächerlich, dumm, seltsam, komisch, gestohlen,... alles Adjektive, welche man in den diversen Abhandlungen zum Songcontest aus den verschiedenen Berichten herauslesen kann. »Wir haben alles gegeben!« - die matte Gegenansage von den drei Buben Stefan, Thomas und Tommy, Gruppenname: »tie-break«. Aber dieser Satz mutet eher wie eine Aktion des heiligen Martin an, der gar nichts hatte und selbst das noch gab. Nach intensivem studieren der Lebensläufe der Drei kann ich getrost folgende Räte aussprechen: Stefan bleibt besser beim Modellfliegen, Thomas sollte mehr Ausgehen und Tommy kann nach Lust und Laune Freunde treffen. Denn zu viel anderem wird es ohnehin nicht reichen; außer der ORF nimmt sich der traurigen Gestalten wieder einmal an...

Freitag, 14. Mai 2004 17:30
Unmittelbar vor einem Grossereignis (dem Life-Ball) im Wiener Rathaus wollen wir einmal einen Blick in die mögliche Gedankenwelt eines x- beliebigen Meisters machen: »Na servasna servas


Im Prinzip gleichbedeutend mit »na servus«. Die Aussprache ist nur mehr in Richtung 10. Bezirk. Ausdruck der gehobenen Indignation. Eine mögliche Steigerung der Empörung ergibt sich durch den Zusatz: »G'schäft«.
, jetzt kumman de deppatdeppat


Jemand, der nicht besonders intelligent zu sein scheint, wird mit diesem Attribut belegt. Vielleicht aber auch nur jemand, der eine nicht so besonders kluge Handlung vollzogen hat.

Man kann sich aber auch zu einem »Deppen« machen (lassen). Dann ist man ein »W«. Jede weitere Erklärung würde ab diesem Punkt einfach zu weit führen. Finden Sie sich daher damit ab.

Moment: noch was! Manchmal wird »deppat« sogar im Rahmen des Ausdrucks von ungläubigem Erstaunen verwendet - wie z.B.: »Heast, bist Du deppat!«
en Schwulis wieda in mei Rothaus und tobm do umanaunda, des hob i braucht - wia an Sta am Schedl; oba wenigstns a uandlichs Göd werns mitbringa, de varucktn Nockatn. Nojo, des mocht jo nix, waun ma amoi im Joa a so a Rematuri vaaunstoitn tan, do schitt i mi hoit uandlich zua und es geht scho. Hauptsoch, fia mi foit daun a no wos o... Villeicht kumm i daun doch no amoi in mein Lebn zu an uandlichn Dreia?!«

Donnerstag, 13. Mai 2004 23:40
Der Vatikan schiebt wieder einmal zu dem denkbar günstigsten Zeitpunkt eine seiner besonders genialen Meldungen: »Der Vatikan warnt vor Mischehen zwischen katholischen Frauen und Muslimen. Hier gibt es „bittere Erfahrungen“...«. Aha, hätten wir ohne ihn nie vermutet. Herzlichen Dank für diesen Hinweis, jetzt kennt sich die Welt aus. Jaja, die Trennung zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen ist noch nicht weit genug fortgeschritten. Aber, wenn wir uns sehr anstrengen, und brav Bibel lesen tun wie die Amis, dann könnten wir vielleicht doch noch den einen oder anderen Grund finden, andersgläubigen richtig in die Gosch'nGosch'n


Auch »Papp'n« genannt. Das ist eigentlich der »Mund« - aber meistens doch eher als Aufforderung gemeint, denselben nicht mehr zum Zwecke der Artikulation zu öffnen. Wenn Sie von einem Österreicher also ein zischend leises »Gosch'n« in Ihre Richtung vernehmen sollten, dann ist es in der Tat sehr ratsam, einfach nichts mehr zu sagen. Oder sich zu bewegen.
zu hau'n?!

Mittwoch, 12. Mai 2004 10:10
Waren bisher die "WORLD AWARDS" dem männlichen Geschlecht vorbehalten, so wird ab 2004 zähneknirschend eingeräumt, dass es auch beim weiblichen Geschlecht doch ein paar Gewinner geben muss. Sicher, man hat sich bei der Entscheidung schon einigermassen schwer getan, aber nach der Bekanntgabe der neuen Kategorien •Weltgrößter Busen, •Welttollste Bikinifigur, •Weltlängsten Beine, •Weltbester Schmollmund, und nicht zuletzt •Weltlängster Geschlechtsverkehr waren sich die Herren Veranstalter dann doch relativ schnell einig. Nominiert sind dieses Jahr Dolly Buster (gleich in zwei Kategorien), Cicciolina (ebenfalls zwei...) und noch eine Frau, deren Name noch nicht veröffentlicht wurde. Besonders gespannt zeigt Mann sich bezüglich der frei gestaltbaren Reden der Gewinnerinnen.

Dienstag, 11. Mai 2004 07:00
Diesmal ausnahmsweise eine wirklich wichtige Information. Helge Schneider hat einen neuen Film produziert: »Jazzclub - der frühe Vogel fängt den Wurm«, so der bedeutungsvolle Titel des Streifens, für welchen ich unter Garantie meine Kino- Allergie überwinden werde. Es soll ein Meisterwerk sein, dies ist im Unterschied zu seinen drei bis vier bisherigen Werken jetzt auch als Meinung der Kritiker zu lesen. Seltsam. Ich selber werde auf jeden Fall gehen, sehen und berichten.

Montag, 10. Mai 2004 21:00
Ein ganz wichtiger Tipp steht heute auf dem Programm. Wenn Du Weißwein auch ohne Almdudler und Rotwein ohne Orangensaft trinken kannst, dann bist Du bereits österreichischer Weinkenner. Und als solcher solltest Du wissen, dass man vor dem Genuss des Weines diesen zunächst dekantieren sollte (diesen Umstand kennt ja sowieso jeder...) und dann... Nein - Schluss, Aus! Man darf ihn immer noch nicht trinken, sofern die Gläser nicht schon aviniert sind. Avinieren: Ein Weinglas vor dem Benutzen "weinfreundlich" machen, in dem man mit etwas Wein das Glas ausspült, um etwaigige Fremdgerüche (z.B. vom Spültuch oder Schrank herstammend) zu eliminieren. Aha - was für ein Glück, bezüglich dieser Tatsache endlich Bescheid zu wissen. Ab sofort werde ich vor dem Genuss meines obligaten Obi-gespritzt meine Gläser immer avinieren, man weiß doch nie...

Freitag, 07. Mai 2004 15:00
Endlich zeigen die ÖBB, wie sie ihre Busfahrer tatsächlich instruieren. Und das so, dass es auch jeder Verkehrsteilnehmer mitbekommt. Ein Glück, denn bisher war diese Einstellung zwar eindeutig zu vermuten, viele Menschen (darunter auch ich) glaubten aber an Ausnahme- Fahrer. Weit gefehlt. Im Zuge der allgemeinen Verrohung der Bürger dieses Landes hat es auch die ÖBB geschafft, ihre Fahrer unfair agieren zu lassen. Vorbei ist die Zeit des noblen Bus- Chauffeurs, der die alte Dame auch zwischen den Stationen aussteigen läßt, der gerne auf den zur Station laufenden Schüler wartet, der beim vergessenen Fahrschein auch einmal das Auge zudrückt. Der Fahrplan ist genauestens einzuhalten. Sonst gibt's Abzüge. Auf dem Plakat fehlt eigentlich nur der Zusatz: »... bremst nicht, blinkt nicht, braucht keine Verkehrsregeln«

Donnerstag, 06. Mai 2004 08:00
Allerorts ist man erschüttert und schockiert. Die USA, der Herrscher der westlichen Welt, der Verteidiger von Anstand, Moral und Glauben, der Hüter von Zivilisation und guten Manieren, die USA foltern ihre Gefangenen. Endlich gibt es einen Grund, auch offiziell über die Amis zu lästern. Ich mag sie auch nicht besonders, aber hier sollte man doch etwas achtgeben: jedes an einem Krieg teilnehmende Land hat Dreck am Stecken. Die Folterknechte könnten genausogut aus Österreich stammen, wären wir an dieser Auseinandersetzung beteiligt. Denn Soldaten werden eben nicht wie Caritas- Mitarbeiter oder Sozialhelfer ausgebildet. Sie sollten unterdrücken, beherrschen, kämpfen, verletzen und töten können. Die Geschichte vom »Kriegsdiener mit dem Herz am rechten Fleck« ist eine aus Hollywood, denn dieser wäre einer der Ersten, der dran glauben müßte - und das vermutlich bereits innerhalb der eigenen Reihen. Warum ist also jetzt das Erstaunen so groß, dass sich amerikanische Soldaten nicht anders verhalten, als das Wachpersonal aus Saddam's Zeit? Ein weiterer Beweis dafür, dass wir doch alle aus dem gleichen (morschen) Holz gebastelt sind.

Mittwoch, 05. Mai 2004 07:20
Ein »Pakt für Transparenz und Sauberkeit« wird von den Roten eingerichtet. Alle linken Politiker dürfen dann unterschreiben und verhalten sich von da an vorbildlich. Na ist das nicht toll?! Aber, und diese Frage ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen, was, wenn es diese Enthüllungen von Hans-Peterlein nicht gegeben hätte? Gäbe es dann keinen Pakt, und alle dürften weiterscheffeln wie bisher? Oder ist der Pakt eine Sache, die ohnehin gekommen wäre, von alleine, aus heiterem Himmel sozusagen? Hallo, ihr da oben, wir kennen Euch zu gut! Ihr werdet sicher auch dieses Mal einen Weg finden, um für die Kameras den Pakt zu unterschreiben und im Anschluss daran die doppelten Diäten zu verrechnen...

Dienstag, 04. Mai 2004 07:30
Die Wahlen für das EU- Parlament stehen an. Mitte Juni dürfen wir uns wieder aussuchen, welche Politiker dort Mist bauen und sich unsäglich bereichern dürfen. Der Grüne Spitzenkandidat Voggenhuber meinte in einem Ö1 Interview etwa: »...das schlimmste wäre aber eine niedrige Wahlbeteiligung, denn das würde dem EU- Parlament weiterhin Kraft und Kompetenz rauben...« Na dann wollen wir doch mal sehen, ob wir das nicht hinbekommen. Eine Wahlbeteiligung von 50, 45 oder sogar 40% wäre doch sicher hinzukriegen. Damit sie endlich wissen, was ihre Schäfchen über sie denken. Oder halt den von der SPÖ gefeuerten Hanspeter wählen?! »Der holt zu einem großen Rundumschlag aus und da könnte es doch Jeden treffen...« hörte ich gestern eine Dame sagen. Das ist richtig, liebe Frau, aber gestatten sie mir nachträglich folgenden Zusatz: dieser Umstand ist völlig egal, denn es trifft unter Garantie keine(n) Unschuldigen...

Montag, 03. Mai 2004 06:10
Jetzt kann man sie in Wien bereits allerorts sehen - die neuen und wunderschönen »Rolling- Boards«. Verkauft wurden sie uns als Verschönerung für das Stadtbild und als zusätzliche Sicherheitseinrichtungen für das Nachtleben der Stadt (sie sind ja beleuchtet!). Die Wirklichkeit sieht natürlich etwas anders aus: extrem häßlich und störend, der Verkehrssicherheit sicher nicht zuträglich und globig stehen manchmal sogar mehrere solcher Tafeln hintereinander an den wichtigen Strassen von Wien. Wenn Du ein Veranstalter oder ein Verein bist, dann versuche einmal eine kleine Hinweistafel vor Dein Vereinslokal zu stellen, Du bekommst garantiert innerhalb kürzester Zeit grobe Probleme mit dem Magistrat (egal, mit welchem). Es wäre schon interessant, welchen Anschieber die Gewista da hatte, der muss schon recht weit oben sitzen. Aber dafür haben sie uns versprochen, dass pro neuem »Brett« jeweils zehn der alten Plakatwände verschwinden. Wollen wir wetten, dass... nicht?!

Samstag, 01. Mai 2004 09:50
Die EU hat neue Mitglieder bekommen. Allerorts wird gefeiert. »Europa ist endlich ein Stück größer geworden!« heißt es. Ich kann auch beim besten Willen absolut keinen Größenunterschied ausmachen und wasche daher jetzt Geschirr und Wäsche, und setze meine Blümchen ein.


(C) mArtin, im Mai 2004.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!