| Mittwoch, 30. Juni 2004 20:10 |
Ein Gutschein aus so einem Werbungsheftchen ist es, der mich heute besonders freudig erbeben läßt. Maria Duval, eine Dame, welche in einem Postfach in Klosterneuburg wohnt, verspricht mir auf diesem in etwa folgendes: ich kann mir aus 33 verschiedenen »Wundern« sieben aussuchen, und diese Wünsche erfüllt sie mir sofort. Na bitte, was braucht man mehr?! Aus diesen 33 Wünschen ist eindeutig erkennbar, woran es in unserer Gesellschaft offenbar fehlt. Weder Gesundheit, Glück oder Friede sind da ordentlich vertreten - nein, 17 der 33 Wünsche befassen sich direkt mit Geld, weitere elf mit dem ausgeben desselben. In den restlichen fünf Wünschen wird zwar ein wenig auf verführen, verlieben und heiraten eingegangen, jedoch sieht dies etwas nach Pausenfüller aus, um auf 33 zu kommen. Ich werde diese Karte auf jeden Fall nicht einsenden, denn der Punkt: »Eine Wettertante von |
| Dienstag, 29. Juni 2004 07:30 |
Ich sehe rein zufällig den Einstand der neuen Justizministerin, welche sich mit folgenden Worten in ihren Dienst im Hohen Haus einführt: "...und ich bin stolz, sagen zu können, dass Kärntens Badeseen über die beste Wasserqualität verfügen..." Aha. Genau diese Worte mag ich von einer neuen Justizministerin hören. Das versprechen doch interessante Wochen und Monate zu werden, mit möglicherweise lustigen Äußerungen und Taten. Vielleicht ja auch ein neuer Rekord in der kürzesten Minister - Amtszeit eines FPÖ Würschtels. Wobei Forstinger, Reichhold und vor allem Krüger (den kennt in der Tat keine Sau, da er nicht eimal einen ganzen Monat durchhielt!) die Latte schon sehr tief anlegten. Aber bei freiheitlichen Mitgliedern ist frei nach dem Motto: »ich bin weg,... und auch schon wieder da!« schließlich alles möglich... |
| Donnerstag, 24. Juni 2004 05:30 |
Beim Aussortieren des Altpapiers bekomme ich das Deckblatt des Bezirksjournals 08/2004 zu Gesicht. Die Schlagzeile: »Freie Bahn für Schwarzfahrer?« nimmt mich sofort gefangen. Folgt man dem Bericht von Stefan Gotschacher auf Seite 2, kann man (sollte man einer denkenden Minderheit zugehörig sein) klar erkennen, wie Skandale produziert werden. Fast zwei Millionen Menschen sind täglich mit den Wiener Linien unterwegs. Passt. Sechs Prozent davon ohne Fahrschein. Könnte auch stimmen. 73 hauptberufliche »Schwarzkappler« versehen in Wien ihren Dienst. OK, damit habe ich kein Problem. Und die stehen laut Gotschachers genienahen Rechenfähigkeiten auf einmal 720 Millionen Kunden gegenüber! So kommt unser Aufdecker auf glatte zehn Millionen Fahrgäste pro Kontrollor... Lieber Steffi, jetzt ein bisschen Stoff aus der Mittelschule: wenn Du eine Seite einer Gleichung aufrechnest, so musst Du dies auch mit der anderen tun. Außer, Du willst absichtlich ein verzerrtes Ergebnis erzielen. Rechnen wir also, dass von den 73 nur 35 pro Tag im Einsatz sind (es handelt sich dabei ja um Beamte), dann kommen wir leider nur mehr auf 57.000 Fahrgäste pro »Schwarzkappler« und nicht zehn Millionen - aber Dein Weg ist schon richtig, um vielleicht einmal von der »Bild« übernommen zu werden... |
| Mittwoch, 23. Juni 2004 07:10 |
Endlich ist die Wahrheit heraussen. Obwohl, die »Wahrheit« kennt man längst, nur der Ausführende hat bisher geschworen: »I never had sex with Monica Lewinsky«. Aber jetzt bricht es aus ihm heraus. Er schreibt ein Buch mit 957 Seiten und widmet hoffentlich mindestens 300 davon dem Vorfall (Rückfall?!) unter seinem Schreibtisch. Sonst wird es wohl nix mit der Bestseller- Liste. Weiters hofft man auf ausführliche Bild- Dokumentation in diesem Werk, denn nur aussagekräftige Fotos und Skizzen können uns alle davon überzeugen, wie es nun wirklich war. Es stellt sich dann nur mehr eine Frage: was an seinem einflussreichen Leben wäre wirklich so interessant, das es die restlichen 657 Seiten füllen könnte?! |
| Dienstag, 22. Juni 2004 09:20 |
»Wann wird's mal wieder richtig Sommer?!« sang Rudi Carell im Jahr 1975. Und, obwohl man dummes Gerede über das Wetter tunlichst vermeiden sollte, dieser Gassenhauer hat heuer offensichtlich wieder relativ traurige Aktualität. War das letztes Jahr etwa ein Ausrutscher - sollten wir damit nur beruhigt werden? Heute Nacht war die längste Nacht des Jahres, wo man sich mit Freunden im Garten zusammensetzt und ein Feuerchen anzündet. Dieses hätte aber schon ein sehr großes sein müssen, um halbwegs Wärme spenden zu können. Kein einzig echter Badetag bisher, andauernd Regen und kaum Aussicht auf längeren Sonnenschein. Voriges Jahr um diese Zeit konnte man bereits seine Bräune zur Schau stellen, welche um nichts jener, aus fernen Urlaubsländern mühsam erworbenen, nachstand. Heuer treiben sich Massen von bleichgesichtigen Sonnenanbetern in diversen Solarien herum, nur um für 20 Minuten der Wettertristesse zu entfliehen. OK, tragt das Jahr 2003 in Eure Kalender ein und erzählt Euren Kindern und Kindeskindern davon - trotz globaler Klimaerwärmung wird so ein Sommer wohl... |
| Freitag, 18. Juni 2004 06:40 |
Angeblich ist ja beim letzten AKW- Unfall absolut nichts passiert. Stimmt möglicherweise auch. Aber dafür ist davor so einiges schief- (oder vielleicht besser aus-) gelaufen. Wie sonst wäre es denn erklärbar, dass mein Kirschbaum heuer nur so strotzt von diesen seltsamen Zwillingspärchen? Ganz klar, dabei handelt es sich um die Temelin- Mutanten. Würde ich diese Exemplare nach Seibersdorf zum Messen bringen, so vollführten deren Geigerzähler vielleicht den Tanz der Atome?! Aber besser, überhaupt gar nix davon erfahren, denn wie bei den meisten europaweiten Problemen gilt auch bei Atomstrom die oberste EU- Direktive: »was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!« Und das wohl im wahrsten Sinne des Wortes... |
| Donnerstag, 17. Juni 2004 20:20 |
Wenn das Abenteuer Pause macht... dann stellen sie ihren Wagen immer vor meinem Haus ab. Ganz hinten, ganz zur Wand geschoben steht er da, versteckt hinter dem großen Automobil des Nachbarn. Vermutlich, damit man ihn von der oberen Strasse nicht sehen kann. Aber wohin sind sie entschwunden, die Kollegen, die ihren Wegbegleiter des öfteren ganz verwaist vor meinem Gartentor umherstehen lassen? Es gibt keine kulinarischen Höhepunkte in meiner Gegend, kein Kaffeehaus, kein Gasthaus, keinen »Brandineser«. Nach etwa einer Stunde kehren sie wieder, die Gesellen in Orange. Und nehmen sich ihres beräderten Kollegen an, als wäre nichts gewesen. Ich sitze dabei auf der anderen Seite des Zaunes, und weiß noch immer nicht mehr... |
| Mittwoch, 16. Juni 2004 05:50 |
Ein Brief der von mir so verehrten Telekom hat mich erreicht (zu »verehrt« lese auch diesen Elektro- Brief aus dem Jahr 2001). Der zuweilen fragwürdige Inhalt setzt sich aus wenigen Floskeln und Allgemeinplätzen zusammen. Darunter auch ein Satz, dessen Bedeutung schwer aus dem Text ausbricht: »An Ihrem Tarif verändert sich nichts: Grund- und Verbindungsentgelte bleiben gleich« Kommt mir irgendwie von, wie eine Szene aus einem komödiantischen Film: bei einer Fahrt im Linienbus nimmt der Hauptdarsteller all seinen spärlichen Mut zusammen um endlich einmal seine Angebetete mit folgendem Satz anzusprechen: »...äh, fahren sie auch mit diesem Bus?« |
| Dienstag, 15. Juni 2004 06:20 |
Politisch motivierter Spam?! Es bleibt uns aber auch wirklich nichts erspart. In den letzten Tagen gehen in meinem Elektro- Postkasten einige Briefe mit seltsamen Wortlaut ein. Da der Spam Filter noch nicht darauf geeicht war, machte ich mir die Mühe, einen dieser Briefe zu öffnen (natürlich im reinen Text- Modus!!). Was sich hier dem Auge bietet, sind rechtsradikale Angriffe im hübsch anmutenden Mäntelchen des Mitgefühls: »Im schönen Burgwedel bei Hamburg wird ein armer Sehbehinderter von Ausländern verprügelt«, SapperlotSapperlotAusdruck des Erstaunens - bis hin zum blanken Entsetzen. Ein etwas lauter gerufenes »Sapperlot« kann durchaus bedeuten: »Um Gottes Willen - dies ist ja so gewaltig, dass ich es eigentlich gar nicht fassen kann!!« - ganz speziell dann, wenn als Vorwort noch ein »no« dazukommt. ! Geht man den Informationen im Header (IP) der Nachricht, so kann man annehmen, dass der Absender einen Mailserver in Wien missbrauchte, um seinen Schrott loszuwerden. Also: Vorsicht bei Nachrichten aus Burgwedel bei Hamburg - deren Sinn und Zweck ist schwer anzuzweifeln... |
| Dienstag, 08. Juni 2004 06:20 |
Ein weiterer Fernseh- Sender wird zumindest einem Teil der Wiener Bevölkerung zur Verfügung gestellt: "puls city tv". Fernsehen direkt aus dem MQ, das könnte interessant werden. Da der |
| Montag, 07. Juni 2004 07:00 |
Der Broukal. Oder: wie reite ich mich unter lautestem Getöse ganz ordentlich in die Scheisse?! Da ich seine Aussage in Normalerweise eine Person, welche man ohne der Hilfe dieser Bezeichnung als nicht besonders durchsetzungsstark beschreiben würde. Abnormalerweise auch »Urin«. zum Jahr-2000-und-Computer-und-Technik- sowieso-Beauftragten von der gesamten Republik machen wollte... |
| Donnerstag, 03. Juni 2004 22:50 |
Andauernd wird uns vehement in unser Gewissen geredet: »geht zur EU- Wahl, geht zur EU- Wahl!«. Wie eine Platte mit Sprung läuft die Berieselung unseres Unterbewusstseins ab. »Geht zur EU- Wahl und nehmt damit Euer Recht und Eure Pflicht als Staatsbürger wahr!« Jaja, schon gut. Die Luft in den oberen Bereichen der Politiker scheint doch etwas dünn zu sein, durch mangelnde Sauerstoff- Zufuhr kann man schon mal monoton- sinnloses Geschwätz erklärbar machen. Wenn aber der brave Staatsbürger sich von den Parteienlinien etwas entfernt und selber zu denken beginnt, dann wird ihm relativ rasch klar, dass es dabei ausschließlich um die Legitimation der Politiker und deren Machenschaften schlechthin geht. Denn wer wird dann Jahre später, nach zahlreichen, teuren und sinnlosen Versuchen, in »Europa« irgendetwas bewegen zu wollen, sagen: »aber ihr habt uns ja schlussendlich gewählt?!!« |
| Mittwoch, 02. Juni 2004 06:30 |
Er hat zumindest eines jenen Politikern, welche sich auch so nennen, voraus- er windet sich viel eleganter im Dreck. Generaldirektor Wilfried Seipel versteht es, sich eloquent gegen die zahlreichen Vorwürfe, welche gegen seine Person erhoben werden, zu verteidigen. Und wird damit sicherlich erfolgreich sein. Der, wie so viele Politiker, nicht unbedingt als Ausbund an Sympathie bekannte Onkel Willi bekommt dabei natürlich Schützenhilfe von Ministerin Gehrer, die ja bereits genug Erfahrungen mit Anschuldigungen und deren Beseitigung haben sollte. Brav machen die beiden das. Wer sich sogar in einem Rechnungshofbericht negativ erwähnt sieht, kann ja bekanntlich durchaus damit rechnen, in der staatlichen Gehälter- Pyramide eine weitere Stufe nach oben gefallen zu werden. Eine Ehrung durfte er Anfang Februar dieses Jahres bereits entgegennehmen, neue Gehälter und sonstige Zahlungen werden unter Garantie folgen. Keine Angst. Keine Angst um Seipi! |
| Dienstag, 01. Juni 2004 08:40 |
Schlichtweg genial! Laut der britischen Zeitung "Sunday Telegraph" mögen die Engländer ihre Eurofighter nicht mehr so richtig und versuchen sie zu verkaufen. Irgendwie funktionieren die Dinger nicht ganz so, wie man es sich erwartet hat. Darüberhinaus wird bekannt, dass Österreich als möglicher Abnehmer in verschiedenen Gesprächen auftaucht. Das wäre doch die Lösung für unseren Wolferl: 1.) das Volk kann sich durch den verfrühten Kauf des Alteisens dann gar nicht mehr wehren! 2.) Die Briten entdecken uns dann als neue wahre Freunde, und nicht zuletzt 3.) unsere Piloten brauchen ohnehin Flieger, die ein bisserlbisserl»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig. Am wenigsten wäre dann ein »Euzerl«. Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt. kaputt sind, sonst haben sie keine Ausreden mehr! Drei Flieger mit einer Klappe! Besser geht's nicht. |
