| Sonntag, 29. Februar 2004 11:20 |
Normalerweise gibt es am Sonntag kaum einen Eintrag, aber diesmal muß praktisch einer erfolgen, denn so oft kann man am 29. Februar ja doch nicht schreiben. Dafür benötigt es aber schon eine Sache mit einigermaßen "Tiefgang". Und diese habe ich hiermit gefunden: ich habe mir heute meinen Sterbetag ausrechnen lassen. Es gibt im Netz eine Seite, auf welcher Du nach Angabe einiger relativ banal erscheinenden Daten Deinen exakten letzten Tag ausrechnen lassen kannst. Ich habe es getan und bin ganz zufrieden damit. Nahezu 90 Jahre sollte ich alt werden - das reicht um noch einiges zu erledigen. Aber Achtung: wenn Du solchen Dingen zu viel Bedeutung zumessen solltest, dann verzichte vielleicht besser auf den Besuch dieser (doch eher etwas lächerlichen) Seite... |
| Freitag, 27. Februar 2004 10:00 |
Er wird mir immer unerklärlich bleiben, der ORF. So kann man beispielsweise mit verschiedenen Browsern auch verschiedene Inhalte auf ORF.on "ersurfen". Mit dem Internet Explorer kommt man auf so manche Beiträge erst gar nicht. Eine seltsame Eigenheit, oder gar gewünscht? Hier ein Ausschnitt von jetzt eben aus dem Internet Explorer - und hier der gleiche Ausschnitt auch von jetzt eben aus Netscape. Man vermutet eben, dass Leute mit dem IE eher an Innenpolitik interessiert sind und die Netscape- Besitzer eher an sinnlosem Allerweltsgeschwafel. Mag auch eventuell wahr sein, aber näher verifizieren kann ich das nicht... |
| Mittwoch, 25. Februar 2004 08:40 |
Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden. Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte. Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,... von mArtin«. Einen kleinen Leckerbissen sozusagen. Hier eine Chronologie der Ereignisse:
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| Dienstag, 24. Februar 2004 10:20 |
Mädchen von Bus überrollt - tot. So lautet eine heutige Schlagzeile bei ORF.on. Da ich in unmittelbarster Nähe einer Busstation lebe, bekomme ich zwangsweise einiges von der allgemeinen Fahrweise der Piloten dieser Schlachtschiffe mit. Und mit dieser steht es nicht zum Allerbesten. Eigentlich könnte man, so man sich rein auf statistische Werte bezieht, nicht betroffen ist und sarkastischen Kommentaren halbwegs zugeneigt ist, mit solch einer Quote rundum zufrieden sein. Ein Wunder, dass nicht jeden Tag in Wien einige Dutzend Menschen von Bussen angefahren, umgefahren, überrollt und/oder getötet werden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. |
| Montag, 23. Februar 2004 20:30 |
Einem der "Kopfstücke" von Herbert Hufnagl im Kurier des 20. Februar 2004 ist es zu Verdanken, dass ich hiermit die "Frage des Monats" ins Leben rufe. Monat für Monat gibt es eine Abstimmung bezüglich einer Frage, über deren Beantwortung ich mir den Kopf zerbreche. Zunächst der Text, welcher mich dazu bewog: "Seltsam verhält sich der Mensch im Verkehr auf vier Rädern. Das ist zwar ein alter Hut, aber man wundert sich halt doch immer wieder. In einem plötzlichen Anfall von Großzügigkeit habe ich mich beispielsweise gestern auf der Fahrt in die Redaktion als Verkehrskavalier wichtig gemacht, indem ich einer Linksabbiegerin (hinter der sich bereits eine kleine Kolonne gebildet hatte) den Vorrang überließ. In dieser Sekunde plumpste hinter mir der Lenker eines Großstadtjeeps reflexartig auf die dröhnende Hupe, sicherheitshalber betätigte er außerdem die Lichthupe. Im Rückspiegel beobachtete ich, wie der Mann kurz das Steuer los ließ und entsetzt die Hände hob, so, als wollte er fragen: War das notwendig, du Trottel? Er hatte es anscheinend so eilig, dass der entstandene Zeitverlust von schätzungsweise acht Sekunden einen Ärgeranfall mit Blutdruckanstieg provozierte. Armer Teufel, er hat dadurch seine Lebenserwartung mindestens um das vierfache dieser Zeit verkürzt." Soweit, so gut - und er beschreibt die Spezies der "unangenehmen Autofahrer" recht anschaulich und treffend. Aber, er lobt sich auch selbst ein wenig (zu plump) und da ich mir ziemlich sicher bin, diese von dem von mir im übrigen hochgeschätzten Hrn. Hufnagl beschriebene Kreuzung zu kennen (arbeiten wir doch in der selben Firma ;-) kann ich einfach nicht anders, als hier die Kardinalfrage zu stellen: Hätte er Recht? Oder säße er eigentlich im Glashaus...?!! Und hier geht es zur Abstimmung, falls Du nicht ohnehin bereits abgestimmt hast... |
| Mittwoch, 18. Februar 2004 07:00 |
So sieht ein Verbrecher aus. Und so liest sich sein Lebenslauf - quasi "vom Lehrling zum Millionär":
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| Dienstag, 17. Februar 2004 07:10 |
Wieviel intelektuellen SchmähSchmähOjegerl. Das ist wieder einmal schwer zu erklären. Ein Schmäh ist einerseits eine Lüge - andererseits vielleicht auch ein kleiner Spass. Wenn man einen »guten Schmäh« macht, dann ist man der Held. Wenn man »keinen Schmäh« hat, dann ist man ein echter Verlierer. verträgt der Fußball? Diese Frage stellte man sich unweigerlich bei der gestern in ORF1 ausgestrahlten Show der "KRONE FUSSBALL GALA". Eine wirklich gelungene Darbietung, weitab von den in diesem Métier üblichen, extrem langweiligen und nichtssagenden Shows. Der Präsentator, Michael Ostrowski, den man bereits in der ebenso genialen Nestroy Gala 2003 bewundern durfte, stellt eine besondere Bereicherung für die Reservebank der Showleute dar. Mit geistreichem SchmähSchmäh Ojegerl. Das ist wieder einmal schwer zu erklären. Ein Schmäh ist einerseits eine Lüge - andererseits vielleicht auch ein kleiner Spass. Wenn man einen »guten Schmäh« macht, dann ist man der Held. Wenn man »keinen Schmäh« hat, dann ist man ein echter Verlierer. , kleinen Seitenhieben auf Politik, Wirtschaft und VIP's im Allgemeinen, verstand er es ausgezeichnet, dem Thema "Fußball" eine neue (endlich auch für solche Leute, wie mich) Seite hinzuzufügen. Nur im Publikum verstand man diese Art des Humors offensichtlich nicht so ganz. Vermutlich genau darum gab es in Ö1 die gesamte vergangene Woche eine Beitrags- Serie zum Thema "Sport und Intellektualismus". Und um diesen beiden die kleinen Anlaufschwierigkeiten für eine etwas innigere Beziehung zu erleichtern, war der gestrige Abend genau die richtige Medizin - Bravo! |
| Montag, 16. Februar 2004 11:40 |
Was für ein Glück! Die genialste ORF Show "DER GROSSE LIEBESTEST" konnte ich Dank der Wiederholung von heute morgen doch noch erfolgreich absolvieren. Dodl Rostschutz, die Großmutter von Bogdan Rostschutz, hatte dieses Mal nicht nur die Aufgabe, in einem von schlechtestem Geschmack gekennzeichneten "Outfit" durch die Show zu führen, sie durfte auch ihre schauspielerischen Unfähigkeiten in kleinen Szenen präsentieren. Wenn der Auftrag, so wie es mir zugespielt wurde, wirklich hieß: "bitte macht ein komplett lächerliches Bild", so kann man die Darbietung als besonders erfolgreich betrachten.(nur ganz nebenbei, hier mein Ergebnis). Als extra zu erwähnende Ausnahme sei an dieser Stelle folgendes angebracht: das als Gäste anwesende Ehepaar Vera und Peter Hofbauer machte einen wirklich sympathischen Eindruck! So habe ich Vera noch nicht erlebt/gesehen - damit steigt sie doch noch um einige Punkte in meiner Beliebtheitstabelle. Vielleicht sollte sie fortan nur mehr mit ihrem Mann gemeinsam auftreten?! |
| Freitag, 13. Februar 2004 10:20 |
| "Pfna!" - Viel mehr sollte man eigentlich an einem Freitag, den 13. nicht schreiben. |
| Mittwoch, 11. Februar 2004 06:30 |
Liebste Claudia Reiterer, seit etwas mehr als einem Jahr besuchst Du mich jetzt mehr oder weniger regelmäßig in meiner kargen Hütte. Anfänglich machtest Du dabei auf mich einen etwas hölzernen Eindruck, Deine Wortwahl war vielleicht noch ein wenig ungeschliffen, Deine Näherungen an tagespolitische Themen schienen zaghaft, in Summe wirktest Du relativ nervös. "...kein Vergleich mit unserer Ingrid, welche stets so eloquent und spitzfindig, aber dennoch freundlich und persönlich zu uns "Fernseh- Usern" herüberkommt..." dachte ich mir damals. Wer konnte schon ahnen, dass aus diesem schüchternen Entlein dereinst ein stolzer Schwan in der politischen Berichterstattung würde. All jene, die gestern den Report in ORF2 sahen, durften live miterleben, wie Dir, liebe Claudia, Dein "Meisterstück" gelang. Als Studiogästin gab es Maria Rauch-Kallat, das schwarze Sympathie-Pendant zu Herbert Haupt. Als diese wieder einmal, wie unter allen Politikern üblich, nach einer gestellten Frage viel redete, aber absolut nichts aussagte, reagiertest Du wahrhaft meisterlich: Deine Stimme wurde fest und unbeugsam, Deiner Sprache fügte sich ein leicht genervter, mundartlich gefärbter Unterton mit genau jener Enttäuschung und Entrüstung zu, welcher uns Sehern aufatmen ließ - Du schnittest ihr gekonnt das Wort ab, und sprachst lässig den letzten Satz der Verabschiedung aus. Eine meisterlich gekonnte "Watschen" für jemanden, der sich wahrlich nichts anderes verdient hat. Sie, die Politiker, sollen gefälligst lernen, dass sie uns mehr, als dummes Herumgelabere schuldig sind. Sie dürfen nicht mehr durchkommen, mit ihren nichtssagenden Floskeln, welche aus den Federn der jungen, dynamischen und erfolgreichen Spin- Doktoren stammen, welche ausschließlich darauf bedacht sind, ihren Schäfchen jeden Schmutzfleck auf den chlorgebleichten Jäckchen der Politik zu ersparen. Sie sollen endlich Stellung nehmen, zu Homepages um 4Mio. Schilling, zu Fehlern in der ReGierung, zu Gehältern von Politikern, kurz, zu allen moralischen Schandtaten, welche sie tagtäglich verbrechen. Danke, liebe Claudia, danke für diesen "Schlag ins Gesicht", den ich oftmalig nur zu gerne selber ausgeführt hätte! |
| Samstag, 07. Februar 2004 09:50 |
Die Marke KHG im ZIB- Gespräch:
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| Freitag, 06. Februar 2004 09:00 |
Ein Raser wurde gefilmt und erwischt - auf der Vorarlberger Rheintalautobahn. Die Spitzengeschwindigkeit betrug um die 250 km/h. Die Strafe dafür: lächerliche 30.000,-- Schilling (in falschem Geld: EUR 2.200,--). Wer sich derart verhält und das Leben anderer Menschen vorsätzlich gefährdet, der sollte mit einer existenzbedrohlichen Strafe gesegnet werden. Eine Strafe, welche den Täter dazu zwingt, sein Auto (in diesem Fall ein Audi mit 450 PS) verkaufen zu müssen und einen Zweitjob anzunehmen. Das belehrt mit Garantie! Aber so reicht das gerade mal für einen Zahlschein, den sich der Täter eingerahmt auf's Klo hängt, um damit die stetig wechselnden Tussen beeindrucken zu können - mehr nicht. Die "echte" Lösung für dieses Problem hatte ich ja bereits am 11. September 2001 präsentiert. Da dieser Tag aber durch irgend ein anderes Ereignis in die Weltgeschichte eingegangen ist, wurde diese bahnbrechende Idee wohl nicht von den richtigen Stellen aufgenommen... |
| Donnerstag, 05. Februar 2004 08:30 |
Eine Überschrift aus einer "Gesundheitszeitung", wie sie passender für unsere Zeit eigentlich nicht sein könnte. Es liest sich fast, wie das Thema zur nächsten Talkshow von und mit Barbara Karlich. Fehlt nur mehr der aufklärende Untertitel: "...bei meinem Mann stört mich das ja nicht, aber..." oder "...mir graut so vor seinen intimen Küssen...". Aber, wie schon gestern bemerkt, es sind ja die verschiedensten Gründe, aus denen Menschen um Hilfe rufen. "Hilfe! Meine Pension wird immer kleiner!" oder "Hilfe! Mein Kind wurde misshandelt!" könnten da bei anderen Personen durchaus den gleichen Stellenwert besitzen, wie obige Kopfzeile. Lassen wir uns also dadurch nicht verwirren, sondern versuchen wir, allen um Hilfe Rufenden in adäquater Weise zu helfen. Was in dieser Causa übrigens relativ leicht zu sein scheint. P.S.: mir wurde gestern auch geholfen. Nachdem bei der Weihnachtsfeier im vorigen Jahr ein wichiges Teil meiner Rauchware auf seltsamen Weg abhanden gekommen war und dieses absolut nicht mehr aufzutreiben ist (da seit über fünf Jahren nicht mehr produziert) wurde ich gestern dennoch in einer alten Trafik fündig - Hurra!! Ist zwar gänzlich uninteressant, aber dennoch. |
| Mittwoch, 04. Februar 2004 07:10 |
Amerika hat einen kräftigen Skandal: Präsident Bush verlangt lückenlose Aufklärung des Verbleibs der Massenvernichtungswaffen im Irak? Nein. Das enorme Budgetdefizit von 521 Mrd USD, was in etwa 4,5% des BIP entspricht? Nein. Die mindestens 38 Toten bei zwei Winterstürmen in der Osthälfte der USA? Aber nein. Der Wunsch von George (Brain) Bush, die Weltherrschaft an sich zu reißen? Aber sicher nicht... Zur besseren Erklärung hier ein Ausschnitt aus dem Originaltext von ORF.at: "89 Millionen Zuseher haben am Sonntagabend (Ortszeit) das vom US-Sender CBS übertragene Sportevent Superbowl mitverfolgt - und damit auch die traditionelle "Halftime Show" in der Pause, die heuer wohl um einiges spektakulärer ausgefallen ist, als sich das Publikum erwartet hat" Und was ist jetzt in der Halfpipe - Show passiert? Was haben 89 Millionen Zuseher hautnah mitverfolgt? Was hat Amerika derart verstört? Was läßt die zivilisierte US- Gesellschaft erzittern und um ihre Werte bangen?... Für jedes Land gibt es sein ur-eigenes Thema der Entrüstung - mancherorts ist es Korruption und Bestechung - in anderen Ländern Mord, Verschleppung und Totschlag - manchmal vielleicht auch Krieg, Hass und Intoleranz - bei jenen, welchen kaum noch zu retten sind, sind es die Fendrichs und deren Scheidungsdrama - und in den USA - das Jackson- Titti! |
| Dienstag, 03. Februar 2004 06:50 |
Die Kirche öffnet sich (scheinbar) - Glauben wird weltlich?! Sollte man zumindest glauben, wenn man den Steffl in seinem neuen Kleid sieht. An zwei Seiten ragen riesige Werbeplakate in die Lüfte - und stellen damit zwei der höchstgelegenen Werbeflächen Wiens dar. Ob das schön ist - oder auch nicht, ist nicht die Frage. Wieviel die Kirche damit kassiert, schon eher. Hat die Kirche sich bisher auf das Schröpfen seiner Schäfchen und Beerben von kerzerlschlickerischen Erbtanten beschränkt, muß man offensichtlich fortan mit der Zeit gehen und die Segnungen der modernen "Handygeneration" erobern. Es wäre wünschenswert, hörte man diesen Fortschritt auch in so manchen Aussagen der kirchlichen Protagonisten über gewisse "Tabu - Themen". Aber das wird vermutlich noch ewig dauern. Denn kassieren ist viel leichter, als nachdenken. Ausserdem muß man sich da nicht nach einem stets neuerlich veralteten Regelwerk aus Rom richten. "Geld ist immer gut!" steht vermutlich groß und in gold geprägt im Handbuch für Dompfarrer. Überhaupt erinnert mich die Handhabung der Eintreibung von Geldern für innerkirchliche Zwecke immer mehr an die GIS, die Steuereintreiber für den ORF: egal wie, wo, womit und warum - Hauptsache viel! Damit man sich die kleinen Laster des kirchlichen Lebens auch wieder leisten kann, man gönnt sich ja sonst nichts... |
| Montag, 02. Februar 2004 07:30 |
Wem noch nicht so ganz klar sein sollte, was mit unseren Steuergeldern eigentlich finanziert wird, der lese hier nach: solltest Du einen Nachbar haben, welcher in einem Haus mit Alarmanlage wohnt, und der Alarm löst während seiner Abwesenheit aus, dann verhalte Dich, wie folgt: 1.) rufe nicht die Polizei, 2.) rufe unter gar keinen Umständen die Polizei, 3.) die Polizei darf von Dir nicht angerufen werden, 4.) verzichte tunlichst darauf, die Polizei zu rufen 5.) es darf auf keinen Fall die Polizei gerufen werden. Beachte lediglich diese fünf Punkte, dann kann schon nichts mehr schief gehen, und dem ungetrübten Verhältnis zu Deinem Nachbarn steht kaum noch was im Wege. Denn solltest Du wider besserem Wissen die Polizei rufen und es handelt sich um einen Fehlalarm (lt. div. Angaben in bis zu 95% der Fall), dann wird Dein Nachbar nach dem 3-minütigen Einsatz der zwei Herren in Grün zu einer Zahlung von 2492,-- Schilling (EUR 181,--) vergattert. Ist also doch noch empfindlich teurer, als etwa der Besuch eines Installateurs. Jetzt kommt sicher die Aussage: "...und was, wenn da tatsächlich jemand einbricht?!" Völlig egal, die brauchten im vorliegenden Fall etwas über 16 Minuten, in dieser Zeit kann sich der Einbrecher noch einen Kaffe machen, die Kleider Deiner Nachbarin anprobieren und dann mit Krücken entschwinden, wobei der linke Fuß mit dem Gürtel am Popo festgemacht wäre. Und falls die Beamten dennoch jemand antreffen, nützt das ebenfalls nicht viel - die Einbrecher sind geschickter, schneller, besser geschult und lieben vor allem ihren Job. Man lernt also hieraus: die Einsätze der Polizei bezahlen sich zu einem nicht unwesentlichen Teil von selber. Dafür kann unser Geld also nicht gut sein. Abgesehen davon gibt es durch die "Privatisierung" der Polizei ohnehin immer weniger Beamte, der Streifendienst in meiner Gegend wurde geradezu abgestellt. Klar- dafür kann man auch schwer die Gebühren einheben, obwohl ich mir sicher bin, dass einem bei längerem Nachdenken auch hier was eingefallen wäre, eine Art "Schutzgeld" zum Beispiel?! Also merke: es rufe nur die Polizei, wer sich das auch wirklich leisten kann - bzw. der weiß, dass sein Nachbar sich das leisten kann. Denn sonst ist ein Streit geradezu vorprogrammiert. Oder aber: man rufe eine der wirklich privaten Notrufzentralen, dann wird die Sache leistbar! P.S.: im vorliegendem Fall, wo der Auslöser des Alarms derzeit in meiner Küche schlafend im Körbchen liegt, habe ich meinem Nachbar angeboten, mich bei den Kosten zu beteiligen, da ich ja nicht ganz unschuldig war. Aber beim nächsten Mal werde ich 10 Mal nachsehen... |
