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Freitag, 31. Dezember 2004 08:40
Das war's dann mit 2004. Schöne Feier noch!

Donnerstag, 30. Dezember 2004 08:20
Eigentlich spiele ich ja nur völlig unverdorben und kindlich mit Songtexten. Aus »die perfekte Welle«, wird »die geleckte Delle« und »die zersägte Kelle« oder auch »die perfekten Bälle«. Für letzteres will ich dann per Google ein paar nette Bildchen finden. Und werde fündig - gleich doppelt. Denn es gibt unter »Bälle« nicht nur Sportgerät jeglicher Art zu finden, sondern auch so manch andere Vergnügungen. Dabei bleibe ich auf einer Seite hängen, welche Fotos aus Wien verspricht. Abbildungen von »Sexy Wienerinnen« werden da bei vienna.at dem herumstreunenden Internet-Mann geboten. Komplett angeekelt und total verstört ob der frauenfeindlichen Abbildungen, sehe ich beide Bildgallerien aufmerksamst durch, und - ja, es ist definitiv Wien. Heldenplatz, Kahlenberg, Grinzing, Ring,... kaum ein Motiv, bei welchem der Ort der Aufnahme nicht auf Anhieb zu erkennen ist. Nur bei den zur Schau gestellten Mädchen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich dabei um sogenannten »Ost-Import« handelt. Ein wirklich schönes Beispiel für die rege Zusammenarbeit von »Herrn Österreicher« mit den ehemaligen Latifundien der Donaumonarchie.

Mittwoch, 29. Dezember 2004 07:50
Ein wunderschönes Nach-Weihnachts-Motiv ist mir da vor die Linse gerollt. Ein Bild sagt mehr, als 17 Worte. Diese Harmonie, diese Ausstrahlung und dieses Gefühl der Vollkommenheit kann man eben am besten in der Weihnachtszeit erkennen. Einfach schön.

Dienstag, 28. Dezember 2004 06:40
Wie beliebt hat ein österreichischer Finanzminister eigentlich zu sein? Diese Frage beschäftigt mich seit gestern. Die Freundin eines Freundes war ebenfalls auf Sri Lanka - und als wir erfuhren, dass bei ihr alles in Ordnung sei, gab es ein großes Aufatmen. Sie war zum Zeitpunkt der Katastrophe im Landesinneren. Nicht so bei der Marke KHG. Alle möglichen Menschen zeigten sich, angesprochen auf das Wohl und die Gesundheit von KHG, nicht wirklich erleichtert. Ein "so, aha?,... naja! *seufz*" war noch die bei weitem wohlwollendste Äusserung auf die Aussage: »...hast Du schon gehört, der Karl-Heinz war auch auf den Malediven, aber es ist ihm nichts passiert!..« Die anderen Meldungen darf ich hier nicht schreiben, denn damit würde ich mich unter Garantie innerhalb kürzester Zeit in den Akten der Staatspolizei wiederfinden können. Sind wir tatsächlich so böse, nicht mitfühlende und »unmenschliche« Menschen, oder sind Meldungen dieser Art unter den Begriffen »Zwecksarkasmus« und/oder »Alltagssatire« zu verbuchen?!

Montag, 27. Dezember 2004 07:50
Ein schweres Seebeben in Südasien. Eine große und schwerwiegende Katastrophe für die Menschen dort. Für die Nachrichten-L(M)eute jedoch endlich wieder ein Thema, über welches man tagelange Sendungen machen kann. CNN beschäftigt sich stundenlang mit Berichten über die Entstehung von Tsunamis, mit Interviews von "Experten", mit hübschen Leichen-Videos. Eigentlich ja gut, denn jetzt wissen auch wir Alpen-DodelDodel


(besser noch: »Dodl«)
Ein solcher ist prinzipiell schon ein wenig mit dem kleinen Trottel verwandt. Aber dann doch wieder nicht so ganz. Zudem beinhaltet das Wort »Dodel« auch eine gewisse Liebenswürdigkeit. Wenn Sie sich also beim nächsten Streit mit einem Wiener in Ihrer Ansprache zwischen »Dodl« und »Trottel« zu entscheiden haben, so wählen sie tunlichst den »Dodl«. So besteht die große Möglichkeit, dass für Sie der Tag beim Heurigen mit 3 Schrammeln endet. Im anderen Fall eher im AKH mit 3 Schrammen.
n, wie ein Tsunami entsteht, wie groß die Gefahr ist, in Wien von einer Flutwelle überschwemmt zu werden und wie Tote in Indien, Thailand und Malaysia aussehen. Das Bildmaterial ist auf allen Sendern das gleiche, die Opferzahlen seltsamerweise unterschiedlich. Von 3.000 bis 30.000 reichen die Zahlen. Finanzminister Grasser hielt sich zum Zeitpunkt der Katastrophe übrigens im Kern des Geschehens auf den Malediven auf. Es kam zwar eine SMS -"Alles OK"- auf dem Handy von Kabinettchef (+Chef des Vereins zur Förderung der New Economy) Matthias Winkler an, aber das sagt ja noch nichts. Meine Hoffnungen für die Menschheit bleiben weiterhin aufrecht.

Freitag, 24. Dezember 2004 08:20

Donnerstag, 23. Dezember 2004 07:50
Einige der heutigen Meldungen im Sportteil von lassen mich durchaus aufhorchen: Stefan Koubek beteuert im zweitneuesten Doping-Fall seine Unschuld (wie übrigens auch Hans Knauss im erstneuesten Fall), Schönfelder wird Zweiter beim Flachau-Slalom, der Toni Polster kommt zurück zur Austria. Und: Hunyady wird Mutter! Aber das ist auch schon alles an Informationen. Es steht nicht geschrieben, in welcher Zeit oder zumindest Zwischenzeit, welcher durchschnittlichen Geschwindigkeit, wievielen Torfehlern, ob eingefädelt, Boxenstopp,...

Mittwoch, 22. Dezember 2004 08:20
Frage: wie heißt der slowakische Wirtschaftsminister? »Pavol Rusko« Sein Name geht derzeit durch die Medien. Als armes Opfer schlich er sich in die Schlagzeilen der heimischen Presse - als Opfer der Beschleunigungskraft. In einer 100er Zone auf der A1 in Linz wurde er mit 235km/h geblitzt und anschließend aufgehalten. Sein Leibwächter durfte 700,-- EURO Sicherheitsleistung (was auch immer das Wort in diesem Zusammenhang bedeuten soll...) abdrücken und dann fuhr Klein-Pavol weiter. Seine Aussage bei der Amtshandlung: er habe beim Überholen einer LKW-Kolonne die Beschleunigungskraft seines Wagens falsch eingeschätzt. Der arme Pavol! Als mitfühlender Mensch bin ich dafür, solch armen Leuten aktiv zu helfen. Deshalb biete ich hier der slowakischen Regierung ganz offiziell meinen Wagen im Tausch an. Die rassigen 56PS sorgen dafür, dass rein tempomäßig nichts mehr falsch eingeschätzt werden kann, und der werte Herr Minister wird unter Garantie nie wieder zum Tempo-Opfer.

Dienstag, 21. Dezember 2004 08:50
Schadenfreude. Welch garstig Wort. Dennoch gibt es Situationen, wo sie durchaus angebracht ist. Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Szene, wo sich die begüterten Leute dieses Landes treffen um miteinander über sinnloseste Dinge zu sprechen (soweit diese Leute halt zum kommunikativen Sprechen fähig sind). Geben wir dann dem Kind einen rein virtuellen Namen und nennen sie »Bussi-Bussi-Gesellschaft«. Nehmen wir des weiteren an, sie lassen sich dabei von allen Seiten ablichten und filmen. Diese Filme werden dann allabendlich im Staatsfernsehen unter dem vielsagenden Namen »Seitenblicke« ausgestrahlt. Und schlußendlich nehmen wir noch an, dass diese Leute uns Durchschnittswürstchen dann aus diesem Format heraus erklären wollen, wie man denn das Leben eigentlich so lebt. Und dann nehmen wir an, dass sich eine Protagonistin dieser Szene finanziell übernimmt - aber das müssen wir gar nicht annehmen, denn das ist Fakt. Andrea Weidler ist im letzten Magazin der Wiener Wirtschaft in der Rubrik »Konkurse« ein kleiner Absatz gewidmet. Na geh, ist aber wirklich schade... Aber keine Angst, den Leuten in dieser Szene passiert nicht wirklich was. Unter der Firmenadresse Rudolfsplatz 10, 1010 Wien gibt es bereits eine neue Firma mit dem Namen Wienermodels. Wer da jetzt wie Geld wohin und warum geschafft hat und wer dabei durch die Finger schaut, wer sich moralisch verhalten hat, und wer sicher nicht, dass darf sich der werte Leser der HeimseiteHeimseite


Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden.

Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte.

Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,...
von mArtin selber denken. Ich für meinen Teil weiß es bereits...

Montag, 20. Dezember 2004 08:40
Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, dass eine große und länger andauernde Demonstration in der Hainburger Au stattfand. Als Geburtsstunde der Grünen wird diese Demo immer wieder genannt. Ich muss hier und jetzt zugeben, dass ich mich damals nicht unbedingt rasend für diese Sache interessierte - und auch heute ist mein Interesse für Hainburg, bzw. die Stopfenreuther Au begrenzt. Ob das jetzt ein »Meilenstein der direkten Demokratie« ist, oder ein »Akt der Willkür« von ein paar ausrastenden Demonstranten, ist mir relativ egal. Jetzt ist dort eben ein Naturschutzpark, anstatt einem Kraftwerk. Beides werde/würde ich vermutlich ohnehin nie zu Gesicht bekommen, da sich meine Begeisterung für die Natur in etwas höheren Zonen abspielt. Bei all den derzeitigen Berichten über jene Tage im Dezember 1984 hat mich eine einzige Sendung über Hainburg in Ö1 wirklich aufhorchen lassen: es wurden verschiedene Leute befragt, welche damals vor Ort waren. Alternative, Grüne, Öko-Heinis und -Tanten, und ein Vizekanzler. Und dann mußte ich mich sehr konzentrieren, damit ich nicht stantepede meinen Wagen in die Leitschiene fuhr: Hubert Gorbach war Teilnehmer der Demonstration. Nicht auf der Kieberer-Seite, sondern tatsächlich bei den Demonstranten. H u b e r t G O R B A C H. Irgendwie kann ich das nicht glauben. Aber er gibt es in dieser Sendung selber zu. Ich höre ihn selber in dem Beitrag reden. Und glaube es dennoch nicht. Vielleicht wird es besser, wenn ich es noch einige Male schreibe: FP-Mitglied Hubert Gorbach war Demonstrant bei der Au-Besetzung von 1984. FP-Mitglied Hubert Gorbach war Demonstrant bei der Au-Besetzung von 1984...

Freitag, 17. Dezember 2004 08:20
Für den oft zitierten Durchschnittsbürger ist es nur mäßig interessant, den Diskussionen um einen eventuellen EU-Beitritt der Türkei auch wirklich zu folgen. Ob es gut oder schlecht ist, ob es was bringt, oder zu viel kostet, ob und wer das möchte oder auch nicht, die Meinungen prallen lautstark aneinander, ohne wirklich Sinn zu ergeben. In Wirklichkeit geht es rein um monetäre Belange, andere Argumente werden aus Gründen der »political correctness« vorgeschoben. Wenn die Führer der EU tatsächlich ein Interesse daran haben sollten, wie es den Kurden in der Türkei geht, so müßten sie doch auch darauf achten, wie es den Minderheiten (obgleich die Kurden in der Türkei genau genommen keine Minderheit im Sinne des Wortes sind) in den jeweils eigenen Ländern geht. Wenn sie die Menschenrechte eingehalten sehen wollen, so hätten sie genug damit zu tun, darauf in den jeweils eigenen Staaten zu achten. Komplett egal, ob die Türkei nun 2015 oder 2020, oder auch gar nicht beitritt - irgendwer verdient eben ordentlich Geld daran...

Donnerstag, 16. Dezember 2004 19:50
Ich mache bei dieser ungerechtfertigten Aktion nicht mit. Es ist gemein, auf solch armen Menschen herumzuhacken. Nur weil zwei notleidende Schauspieler zu den Sozialhilfe-Empfängern gehören, werden sie von einer ganzen Nation ausgebuht. Das ist unfair. Zufällig gehören beide zu meinem engeren Freundeskreis und so weiß ich, wie es wirklich um sie steht! Dass Barbara W. Wäsche aus der Altkleidersammlung tragen muss, dass sie ihre täglichen Mahlzeiten aus den weggeworfenen Resten von Supermarkt-Filialen zaubert, dass sie höchstens viermal pro Jahr Prosecco trinken kann - und dass sie mehrmals pro Woche Sex mit Albert haben muss, dass steht nicht im TV-MEDIA. Das Albert F. in Wirklichkeit nur etwa 857,-- Schilling (Brutto!) bei der Serie »Schlosshotel Orth« verdient hat (ein Vertrag für 360 Folgen), dass er immer noch sein erstes Paar Kinderschuhe trägt, dass er nur durch Aushilfstätigkeiten in der Metzgerei Schlampel in Orth die Wurst für seinen Sohn bekommt - und dass er mehrmals pro Woche Sex mit Barbara haben muss, dass steht auch nicht im NEWS! Hören wir doch auf, solch arme Menschen zu verurteilen und ihnen den letzten Rest an Lebenswürde zu stehlen. Sie befolgen alle Gesetze und sind brave Mitbürger. Ihnen ist nur etwas kalt, in dieser so grausamen Welt. Ohne Mitleid! Ohne Hilfe! Ohne Skrupel!

Mittwoch, 15. Dezember 2004 21:10
Der vorweihnachtliche Wunsch von den drei Buben Tommy, August und mArtin, noch einmal vor dem 24. in die Bergwelt abzutauchen (oder eher: aufzusteigen) hat sich erfüllt. Voll Tatendrang und Enthusiasmus steigen sie, ausgehend vom Preiner Gschaid, über den Reisstalersteig auf die Heukuppe, um anschließend mit sog. »Hämorrhoiden-Hobeln« den Schlangenweg zu bezwingen. Irgendwie erinnert die gesamte Unternehmung leicht an »Jackass«. Wie wir jetzt genau wissen, ist der Reisstalersteig im Winter nicht wirklich empfehlenswert - bei zwei, drei Stellen geht uns tatsächlich schon ein wenig Reis ab. Die Abfahrt gestaltet sich durch die komplette Vereisung des Schlangenweges auch als nicht so ganz ungefährlich, wie gedacht - die beim Spar-Markt um 22,-- Schilling (1,60 in grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
er Währung
) gekauften Profi-Rutsch-Dinger bewahren einem keinesfalls vor zahlreichen blauen Flecken - dafür sind sie aber besonders schnell. Aber am Ende des Tages, beim obligaten Reflektieren über die acht Stunden am Berg, sind wir uns einig: es gibt kaum bessere (jugendfreie) Vergnügungsmöglichkeiten, als jene des heutigen Tages. Und der Eintritt in den Vergnügungspark ist auch noch gratis! Was will man(n) mehr...

Dienstag, 14. Dezember 2004 08:00
Schon viel zu spät dran - und als Draufgabe auch noch Zahn- u. Kopfweh. In diesem Zustand muß ich für Weihnachten einkaufen. Bin schon sehr neugierig, wie sich das auf die Geschenke auswirkt...

Montag, 13. Dezember 2004 07:10
Es wurde nachgefragt. Anläßlich eines meiner Beiträge, in welchem die Bewohner eines bestimmten Wiener Bezirkes in Punkto Intelligenz nicht unbedingt besonders gut wegkamen (Eintrag vom 16. Nov. 04), wollte »die Warteschlange« wissen, wo denn die hellsten Wiener leben würden. Leider kann ich jenen Beitrag, den Warteschlange verfasste, nicht wirklich lesen u./o. verstehen - dazu müßte ich vermutlich öfters in der Stadt unterwegs sein. Dennoch will ich mich bemühen, eine Antwort zu finden/geben: mit der PISA-Studie kommt es jetzt amtlich: wir sind alle nicht unbedingt die Klügsten, bzw. erziehen unsere Kinder nicht unbedingt zu solchen! Wenn aber innerhalb der nicht so besonders hellen Gemeinde im östlichen Teil von Österreich auch noch Unterschiede gemacht werden müssen, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dort, wo das Geld zu Hause ist, auch die intelligenteren Leute wohnen. Nicht die besseren, nicht die netteren, freundlicheren oder gar menschlicheren, nur jene, die sich und ihren Kindern mehr Bildung leisten können. Klingt eigentlich unheimlich grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
und voll von Vorurteilen. Ist aber so. Und dass dies auch so bleibt, dafür sorgt schon unsere Regierung. Denn die hat nichts über für Menschen, welche dann vielleicht auch noch lernen, über Situationen nachzudenken, zu reflektieren oder gar geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Pfui.

Freitag, 10. Dezember 2004 21:40
Bei dem letzten Besuch in meiner Stamm-Trafik fiel mir der links zu sehende Zettel in die Hände. Neben dem ekelerregenden Foto von Rauch-Kallat (der Name scheint Programm?!) schreibt der Urheber: »DIESE FRAU WILL SIE ENTMÜNDIGEN«. Grundsätzlich würde ich diese Aussage wohl unterschreiben und nebenbei auch als gültig für die gesamte Politikerschaft dieses Landes ansehen. Der weitergehende Text jedoch macht mich stutzig. Auf niedrigstem Niveau wird versucht, den Raucher aufzuhetzen. Und wer den österreichischen Durchschnittsmenschen näher kennt, weiß, dass dies fruchtet. »HEUTE VERBIETET MAN IHNEN WO (WAS) SIE RAUCHEN!« Ja, das stimmt - Dein Tüterl solltest Du immer noch nicht in aller Öffentlichkeit durchziehen! »MORGEN VERBIETET MAN IHNEN WO (WAS) SIE TRINKEN!« Ist leider noch nicht Programm. Alles, was mit Alkohol zu tun hat, ist in diesem Lande hoch angesehen und wird garantiert nie in Frage gestellt. Dazu sind die Verbindungen der Politik mit der Weinhauerschaft zu intim. »ÜBERMORGEN VERBIETET MAN IHNEN WO (WAS) SIE ESSEN!« Gar kein schlechter Gedanke! Bei der Fett-, Kalorien- und Schadstoffaufnahme durch das Essen der Durchschnittsbürger wäre so ein Gesetz eventuell viel wert. Aber siehe Punkt 2 - die Verwicklungen von Politikern und Viehzüchter... Aber darum geht es dem Trafikanten nicht wirklich. Sein Anliegen ist nicht meine »Entmündigung«, sondern sein Umsatz. Der sinkt nämlich stetig. Vorbei ist die Zeit, wo Trafikanten untätig, unfreundlich und höchst entnervt wirkend alleine durch das Vertreiben ihrer Tschick reich wurden. Jetzt muss man sich um Kunden kümmern, freundlich sein und all diese deppertdeppert


Einigermassen hochdeutsche Version von »deppat«.
Und ich mach' mir sicher nicht die elende Mühe, dies hier noch einmal aufzuschlüsseln. Schauen Sie doch selber nach. Hochachtungsvoll, mArtin.
Danke.
en Verkaufsstrategien entwickeln. Da scheint das Unterschreiben eines Beschwerdebriefes an die Frau Bundesminister ein willkommener Anlass zu sein, all dies loszuwerden. Ja, ich will zu einem guten Kaffee im Hawelka oder im Alt-Wien auch meine gute Zigarette genießen. Diese Zigarette macht jedoch so gar keine Freude, wenn man in dem Lokal vor lauter Rauch fast nicht mehr atmen kann. Könnte es also sein, dass »der Raucher« vielleicht doch einmal nachdenken sollte?!

Donnertag, 09. Dezember 2004 18:30
Die Wandersaison ist dem Vernehmen nach eigentlich vorbei. Wobei das für mich nicht näher nachvollziehbar scheint, da gerade dann, wenn in der Stadt der Nebel nicht und nicht mehr verschwinden will, der Blick auf die Sonne eine unwahrscheinliche Wohltat für sich darstellt. Und so machen sich Tommy, August und ich ab 06:00 (Nullsechshundert!) auf, über die A2 in Richtung Preiner Geschaid; mit dem Ziel, die Rax über das Gretchen zu besteigen. Die Sonne weicht uns dabei den ganzen Tag nicht von der Seite. Viel mehr bedarf es gar nicht, um die inneren Batterien wieder einmal ordentlich aufzuladen. Und mit vollen Batterien durchsteht sich die "ruhige" Vorweihnachtszeit eindeutig besser.

Dienstag, 07. Dezember 2004 06:20
Rechtzeitig vor dem 8. Dezember, dem umstrittenen »Einkaufstag Nr.1« gelingt mir noch ein Foto dieses, von Frauen so hochgeschätzten, Objekts. Das Einkaufswagerl, das Objekt der Begierde - oder zumindest das temporäre Behältnis der Objekte der Begierde. Jedoch verhält es sich mit diesem Foto, wie mit so vielen anderen Dingen auch: wenn man seinen Blick starr auf das Objekt selbst richtet, nimmt man die äußeren Zusammenhänge eventuell nicht in ihrer Gesamtheit wahr. Und dann kann es schon sein, dass man wesentliche Gegebenheiten übersieht. Darum merke: es zahlt sich aus, wenn man sich scheinbar einfache und klar vor einem liegende Verhältnisse einmal etwas genauer ansieht, und dadurch größere Zusammenhänge zu erkennen imstande ist...

Montag, 06. Dezember 2004 05:20
Während der Übertragung des gestrigen Slalomrennens aus Biber Nebenfluß (=Beaver Creek, und Benni Raich gewann dieses übrigens) entfuhr dem von mir an und für sich schon geschätzten Moderator Rainer Pariasek ein Satz, der uns zu denken geben sollte. Er möchte nach einer Werbepause die Wartezeit überbrücken und vom übrigen Sport berichten. Dabei kommt er mit den folgenden Worten auf den Fußball zu sprechen: »Die Tore aus der Bundesliga können wir Ihnen leider nicht zeigen, weil uns das »Bezahl-Fernsehen« Premiere diese schon wieder einmal nicht rechtzeitig zugesendet hat!« Und in mir brodelt es. Ähnlich, wie bei der saudeppertdeppert


Einigermassen hochdeutsche Version von »deppat«.
Und ich mach' mir sicher nicht die elende Mühe, dies hier noch einmal aufzuschlüsseln. Schauen Sie doch selber nach. Hochachtungsvoll, mArtin.
Danke.
en Werbung, welche mit »Hallo, ich bins, Dein Fernseher...« beginnt. Also lieber Rainer, pass auf! Du weißt vielleicht nicht davon, aber wir Otto-Normalos müssen jeden Monat 279,-- Schilling (=20,24 in schlechtem Geld) an die GIS (=Grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
e Idioten-Steuer
) abliefern, da wir ansonsten erschossen werden, oder so. Und wenn auch alle ORF'ler immer wieder darauf hinweisen möchten: »...davon ist doch der größte Teil der Kulturförderungsbeitrag, den bekommt ja gar nicht der ORF!« bleibt doch die Gewissheit, dass der nicht-angemeldete Zuseher auf jeden Fall gar nichts zahlt! Null. Nix. Gratis! Welches ist nun also das besch...eidene »Bezahlfernsehen«, lieber Rainer?!

Freitag, 03. Dezember 2004 06:10
»Hilfe, ich kann gar nicht singen, holt mich hier raus!« - die große Un-Musical-ische Show im Raimund-Theater, auch bekannt unter dem Namen »Barbarella« geht ihrem Ende entgegen. Programmiert wäre dieses Ende eigentlich etwa drei Tage nach dem Start derselben gewesen, aber Rudi (die rote (Säufer-)Nase) Klausnitzer wollte es so. Man spricht von einer mittleren Auslastung, welche bei 63% gelegen haben soll. Wer Klausnitzer und seine Machenschaften näher kennt, der weiß, dass auch diese Angaben stark anzuzweifeln sind. Immerhin, Nina Proll, ein aufstrebender Seitenblicke-Star (heißt das, jetzt kommen Mausi, Dicke-Lippe und Co. auch noch zum Zug...?!) hat jetzt das komplette Repertoir ihres Könnens (oder besser: »Wollens«) unter Beweis gestellt. Und damit hoffentlich jeden zukünftigen Möchtegern-Musical-Regisseur von ihren Qualitäten überzeugt. Wobei ich Nina Proll eventuelle erotische Komponenten nicht gänzlich absprechen möchte. Ganz im Gegenteil. Es sollte eben nur eine passende Rolle sein. Käme Beispielsweise das Musical »Monica« nach Österreich, so würde ich als Verantwortlicher für die Besetzung keine Sekunde zögern, Nina die Rolle unter dem Tisch zuzuweisen. Eine Aufgabe, in welcher sie ihre ganze schauspielerische Kraft in Szene setzen kann. Und ausserdem hat sie dabei den Mund voll.

Donnerstag, 02. Dezember 2004 06:40
»Aus inneren Beweggründen...« entstehen oft die schönsten und wertvollsten Taten. Wenn Menschen anderen Menschen helfen, und dies ohne Rücksicht auf das eigene Befinden, dann sind es eben oft die »inneren Beweggründe«, die solche Handlungen veranlassen. Wir können also durchaus dankbar dafür sein, dass es diese »inneren Beweggründe« gibt. In Tirol gab es vergangenen Freitag auch einen Fall, wo »innere Beweggründe« eine nicht unwesentliche Rolle spielten. Ein 37-Jähriger verspürte diese, und mußte dem inneren Drängen nachgeben. Er wußte genau, was zu tun war - vor seiner großen Tat verständigte er sogar noch einige daran möglicherweise Interessierte. Diese trafen dann auch rechtzeitig zur Begutachtung des Werkes am Ort des barmherzigen Geschehens ein und bestätigten dem von seinen Beweggründen Getriebenen "ganze Arbeit". Von meiner Stelle aus, sozusagen stellvertretend, geht ein herzliches »Dankeschön« an diesen selbstlos agierenden Wohltäter.

Mittwoch, 01. Dezember 2004 07:00
In Zeiten wie diesen... so manch ekelerregender Satz beginnt mit diesen Worten. In Zeiten wie diesen werde ich also auch einen passenden Adventkalender programmieren. Man verlangt bessere und flexiblere Organisation von uns Bürgern - deshalb wird gemäß der Aufforderung unserer Regierenden auch der Advent umstrukturiert. Basta. Und kurzerhand muss dafür auch die Dezember-Umfrage rausfliegen. Oder zumindest nicht automatisch erscheinen, da sie ansonsten mit dem Advent-Organigramm in rudimentären Konflikt geriete. Wer aber dessen ungeachtet an der höchst interessanten Dezember-Umfrage teilnehmen möchte, dem sei es dennoch durch einen Klick auf Abbildung 1 gestattet. Ich wünsche Euch einen straff organisierten und fein strukturierten Advent!


(C) mArtin, im Dezember 2004.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!