| Donnerstag, 29. April 2004 05:50 |
»Ihre Rechte kann keiner mit links vertreten«... ein nicht einmal halbwegs origineller Spruch auf einem noch weniger originellem Plakat. Und darauf ein Gesicht, dass ich kenne. Recht gut kenne, hat dieser Mann doch angeblich unsere Rechte (als Arbeitnehmer im Etablissement Ronacher) vor einem gewissen Hrn. Klausnitzer vertreten. Was dabei rauskam, ist bekannt. Versprechungen, welche von dem netten Herrn Gajdosik getätigt wurden »...und 80% aller Mitarbeiter werden in die Vereinigten Bühnen übernommen...« entpuppten sich als mathematisch nicht ganz nachvollziehbar: von etwa 75 Mitarbeitern wurden schlussendlich zwei übernommen - somit eine völlig neue Berechnungsform. Auch die Zahlungen in Millionenhöhe für getätigte Verbesserungsarbeiten am Ronacher selber, welche an Stella Musicals (inzwischen bereits tot, denn unter www.stella-musicals.de meldet sich eine Firma Stage Holding Theatre Company?) getätigt wurden, waren für uns Mitarbeiter nicht wirklich transparent. Wenn also in diesem untersten Bereich der Politik schon so viel gelogen, betrogen und gemäuschelt wird, wie sieht es dann erst dort aus, wo wir gar keinen Einblick mehr haben?! |
| Mittwoch, 28. April 2004 07:40 |
| Aktuelle Meldung von |
| Montag, 26. April 2004 05:50 |
Die Wahl ist geschlagen, wir dürfen ab 8. Juli mit dem kleineren Übel leben. Viel, sehr viel wurde geredet über mögliche Gründe von Sieg und Niederlage, Schuld zugewiesen und verschiedenste Personen für allerhand verantwortlich gemacht. Und zu guter Letzt wurde beiläufig noch die geringe Wahlbeteiligung von nur knapp über 70% erwähnt. Ein Umstand, dem meiner Ansicht nach viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. In etwa haben die verantwortlichen Politiker gemeint, man müsse dem Volke (also uns) klar machen, dass das mühsam gewonnene Recht auf freie Wahl inzwischen eine Pflicht sei, der sich niemand entziehen dürfe. Ein bisschen böse wirkten sie, als hätte das Schulkind seine Hausaufgaben nicht erledigt. Sie glauben an eine Politikverdrossenheit des Volkes - an immer weniger werdendes Interesse bezüglich politischen Entscheidungen in unserem Lande. Daran, dass ein »nicht zur Wahl gehen« ein eindeutig politisches Zeichen ist, daran denken sie nicht. Daran, dass auch nicht wählen geht, wer ohnehin keine Wahl hat, daran denken sie nicht. Daran, dass möglicherweise immer mehr Menschen in Österreich kein besonderes Interesse daran haben, sich auszusuchen, wer sie von nun an bescheissen soll, daran haben sie überhaupt noch nie gedacht... |
| Sonntag, 25. April 2004 10:50 |
Es ist vollbracht. Ich bin meinem Recht des Staatsbürgers nach freier Wahl nachgegangen und habe gewählt. Der Gang in die Wahlzelle war von folgenden Gedanken überschattet: »habe ich die Kamera so eingestellt, dass sie ohne Geräusch fotografiert?« und »wird das Wechseln der Wahlzettel auch schnell genug funktionieren?«... Es hat alles so einigermassen funktioniert. Der Wahlzettel war schnell gegen den einzig richtigen getauscht, Dr. Stefan Weber angekreuzt, die Kamera schnell zur Hand, der Blitz leider aber nicht deaktiviert! Beim Verlassen der viel zu kleinen Kabine konnte ich die Blicke der Wahlhelfer direkt an mir spüren - da aber das Tun und Lassen in der Wahlkabine unangreifbar ist, getraute sich niemand, auch nur eine Frage zu stellen. Mit dem schönen Gefühl, einer politischen (Un)Situation genüge getan zu haben, verläßt ein braver Bürger das Wahllokal. |
| Donnerstag, 22. April 2004 19:40 |
Vermutlich hat der Besitzer des LKW's und damit Inhaber der Cateringfirma mit dem Namen »Otto« keine rechte Freude mit dieser zusätzlichen Aufschrift auf seinem Wagen. Aber irgendwie fand ich es nett. Ich stellte mir dabei einen enttäuschten Gast eines In- Clubbings vor, der nach dem Genuss von verdorbenen Meeresfrüchten neben dem Palais »Reich und Schön« seine Seele aus dem Leib kotzte. Anschließend holte er seinen Edding »extradick« aus der Hosentasche und verewigte das seiner Meinung nach passende Kommentar am LKW. Deshalb weiß ich ab sofort: Bei Otto sollte man schon ein wenig aufpassen, ich werde die Verpflegung für meine nächste Geburtstagsfeier lieber doch selber stricken! |
| Mittwoch, 21. April 2004 06:10 |
Einen herzlichen Dank möchte ich von dieser Stelle aus an meine Nachbarin aussprechen. Jeden Morgen, egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, jeden Morgen will Max (und trotz dieses Namens ein Weibchen...) unbedingt exakt um 06:00 Uhr vor die Haustüre. Zunächst inspiziert sie auf der Terrasse das Wetter um den geeigneten Weg zum Nachbarhaus zu bestimmen (bei hoher Schneelage wird der Sprung über das Gartentor dem Kriechen unter dem Zaun bevorzugt, bei Regen gibt es einen kurzen Zwischenstop unter dem VW- Käfer) um nach wenigen Minuten bereits vor der Türe des Nachbarhauses sehnsüchtigst zu warten. Warten auf die allmorgendliche Fütterung mit Leckereien. Diese erfolgt dann etwa zwischen 06:30 und 07:00. Und trotz dieses liebevollen Verwöhnens bleibt Max nach wie vor stur, und läßt sich nicht einmal ein wenig streicheln. Deshalb der Dank an meine Nachbarin, dass sie diese Undankbarkeit von Max grosszügig übersieht und weiterhin die so lieb gewonnenen Leckerbissen an meine kleine, so ängstliche Katze verfüttert! |
| Dienstag, 20. April 2004 15:40 |
Auch die scheinbar profanen Probleme des Lebens geben einem manchmal zu denken. Aktuelles Beispiel: wie viel Druck hält Rost eigentlich aus? Auf Grund einer tropfenden Holländer- Verbindung nahe des Haupthahns meines Hauswasser- Anschlusses tauschte ich gleich auch (mit tatkräftiger Hilfe von Vatern) die komplette Zuleitung aus. Und was ich da zu sehen bekam, ließ das Techniker- Herz in mir etwas höher schlagen. Gab es hier doch ein Rohrstück mit Ablasshahn, welches tatsächlich nur mehr durch Rost zusammengehalten wurde. An dieser Stelle sei ein herzlicher Dank an den tropfenden Holländer ausgesprochen, ich möchte mir die Vorgänge rund um meinen Wasserschacht gar nicht ausmalen, hätte sich der Rost etwas früher verabschiedet... |
| Montag, 19. April 2004 06:20 |
Ein Foto, das derzeit »um die Welt« geht. Zumindest bezogen auf die rote Welt des Heinz Fischer. Eigentlich habe ich nicht wirklich damit gerechnet, dass die Sozi- Wahlhelferlein dieses Werk auch tatsächlich zulassen - es sollte eher eine Denksport- Aufgabe für die rote Zentrale von Österreich darstellen. Der von Qualtinger getätigte Ausspruch (ursprünglich eher gegen die Rassismus- Fraktion gerichtet) kann meiner Meinung nach auch durchaus für den Vergleich von »arm« und »reich« herhalten. Was auch immer, es ist einfach schon alleine der Moment schön, wenn man ein Bildchen vom roten, reichen Erzgestein auf seiner eigenen Seite zusammen mit dem schön formulierten Satz: »unter der Vorhaut san alle gleich« sehen kann... |
| Donnerstag, 15. April 2004 07:20 |
Der Präsidentschaftswahlkampf, oder »Eine Farce wird prolongiert«. Sogar Ludwig Adamovich, der Vorsitzende des Fairness-Schiedsgerichts für den Wahlkampf konnte sich in der gestrigen ZIB2 nicht ganz der Peinlichkeiten rund um dieses Thema entziehen: »Natürlich hat das Ganze eine gewisse kabarettistische Note« meinte er, nicht ohne dabei ein Lächeln zu zeigen »das Zuckerlzählen haben wir den Parteien überlassen!«. Ergebnis der Causa Fisher-Heinz-Friends kontra Ferrero-Küsschen: Beide Parteien ziehen alle verbliebenen Beschwerden zurück. Sehr fein. Können wir die letzten Tage vor der Wahl doch noch in Frieden genießen und uns überlegen, welcher der beiden Kandidaten/innen wohl das kleinere Übel darstellt. Außer: klein Ferrari nimmt dem Franzili in der Sandkiste doch noch das Küberl weg... |
| Dienstag, 13. April 2004 08:30 |
Eine geradezu geniale Tat: Mitglieder der Volxtheaterkarawane (Genua 2003!?!) machen bei einem Wettbewerb mit, um die tollsten, schönsten und treffendsten Sprüche für Benito zu erfinden. Ihre fünf eingesandten Werke landen allesamt unter den zehn besten Wiener Einsendungen und die Volxtheaterkarawanisten werden somit zu einem netten »Heurigenbesuch für Benito- Freunde« am Montag- Abend in Grinzing geladen. Aber: Benito will doch nicht mit solch linkem Gesindel zu tun haben (rechter Trinkfreund Antel: »des san eh Trotteln!«), und läßt sie entfernen, wieder holen, wieder entfernen. Schickt Essen und Urkunden nach draußen und rechtfertigt sich gegenüber der Kamera. Eine hübsche Sache... |
| Freitag, 09. April 2004 05:50 |
»Ehrlichkeit/Menschlichkeit muss wieder in die Politik einziehen«... so heißt es auf den Wahlplakaten von Heinz Fischer. Was uns, dem Pöbel, mitteilen will, dass sie (die Ehrlichkeit und die Menschlichkeit) derzeit sicher nicht da sind. Grundsätzlich würde ich diese Aussagen befürworten. Aber da ist ein ganz kleiner Schönheitsfehler: sie kommen von einem, der Politiker ist. Und noch dazu von einem Politiker, der etwas von uns will! Wie wir aus der Geschichte der österreichischen Demokratie bereits zur Genüge wissen sollten, ist gerade in solchen Phasen das Lügen (»dass sich die Balken biegen«) systemimmanent. Abgesehen davon halte ich diese Aussagen auch nicht für besonders klug gewählt, da diese implizieren, dass derzeit weder Ehrlichkeit noch Menschlichkeit regieren. Diese Aussage würde ich zu 110% gelten lassen, und das nicht nur für die blau-schwarze Regierung. Das Internet ist da bereits viel klüger- was ergibt eigentlich eine Google- Suche nach »Ehrlichkeit in der Politik«"? Genau das, was ich mir auch denken würde: »blumen ehrlichkeit politik. onlineglueck.de muschi kaufen fick haben.« |
| Mittwoch, 07. April 2004 06:40 |
![]() All jenen Lesern, welche heute noch nicht mit üblem Brechdurchfall gesegnet sind, seien nachfolgende Zeilen und Fotos gewidmet: unsere beiden Wahlk(r)ämpfer biedern sich derzeit auch an die Kinderchen an. Dabei erfahren wir gestern in |
| Dienstag, 06. April 2004 08:20 |
![]() Das sind Nachrichten, welche uns wirklich bewegen und ehrlich aufrühren. Gestern wurde es bekannt (zumindest im ORF): Bill Gates (517,4 Mrd. Schilling) ist doch nicht mehr der reichste Mann der Welt. Ingvar Kamprad (der Ikea-Gründer, der nach einem von seiner Firma verkauften Möbelstück benannt wurde) ist reicher als er (598,6 Mrd. Schilling). Zumindest war er es bis zur ZIB2. Denn da wurden Gerüchte laut, Ingvar sei doch gar nicht mehr der Ikea- Chef und auch vielleicht gar nicht mehr so reich. Nachrichten, welche mich schlecht schlafen ließen. Wer ist denn nun reicher? Wie kann man dem Verlierer hilfreich sein?... Zumindest eines scheint klar - sein Vermögen macht man am Besten mit dem nützen der einfachsten Ressourcen: Kinderarbeit. Ob die Kinder in Indien für "Windows XXP" kleine Programme schreiben, oder in Indonesien für "Knut" und "Välklar" kleine Holzklötze schnitzen, ist dabei egal. Genug Knödel bringt beides. |
| Freitag, 02. April 2004 09:50 |
Der Frühling ist da, die Häufchen werden endlich wieder wärmer. Ist es nicht schön, wenn ansehnliche Hundekotbatzen in der Sonne dampfen? Eine richtige Freude für mich, wenn die Deixfigur mit Hündin direkt vor meiner Türe steht und ihrer »Fifi« beim Kacken zusieht. »Na was machst Du denn da, mein Spatzi?« lautet die Frage des Schnauzbarts, aber Fifi antwortet nicht. Dieses »nichtantworten« hinterläßt bei den meisten unserer lieben Tierfreunde tiefe psychische Wunden. Und zwar derartig tief, dass an das Entfernen der Scheiße erst gar nicht mehr gedacht werden kann. So laßt sie doch bitteschön endlich in Ruhe, die Tierfreunde; was ist denn schlimmer? Bombenattentate oder das bisserlbisserl»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig. Am wenigsten wäre dann ein »Euzerl«. Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt. Scheisse in der Wohnung vertreten, na?!? Und ich frage mich ernsthaft: »wie wirkt eigentlich Pfefferspray auf Hunde?« |
